Nationalfeiertag: Proteste und Veranstaltungen für Neutralität und Frieden

26. Oktober 2022von 1,8 Minuten Lesezeit

Am Nationalfeiertag finden in Wien allerlei Proteste und Veranstaltungen im Namen der Neutralität statt. 

Heute vor 67 Jahren erklärte Österreich seine immerwährende Neutralität und damit die Unabhängigkeit der Zweiten Republik. Die Bedingung, die von der Sowjetrepublik gestellt worden war, wurde, um zur eigenen Souveränität zu kommen, erfüllt.

Für Neutralität und Frieden

Heute, mehr als 30 Jahre nach der Niederlage der Sowjetrepublik ist nur noch ein Schein der Neutralität übrig. Und auch dieser Schein ist für Österreichs herrschende Klasse noch zu viel. TKP hatte darüber hier (Österreich marschiert Richtung NATO-Mitgliedschaft) und hier (Regime Change in Wien) berichtet.

In der Wiener Innenstadt an der Freyung kommt es von 12:30 – 17:00 Uhr zu einer Versammlung mit dem Titel „Frieden durch Neutralität“. Neben angekündigten Sprechern wird es auch einen „Speakers Corner“ geben.

Ab 14 Uhr wird auf der Kaiserwiese im Wiener Prater demonstriert. Der Protest steht unter dem Zeichen des Schutzes der österreichischen Neutralität. Um 15 Uhr wird zum Ballhausplatz marschiert. Die Veranstalter schreiben zur Demo: Gerade jetzt, wo sich die Eskalationsspirale in der Ukraine/Russland immer stärker dreht, die Lage immer unübersichtlicher wird und zudem immer mehr sich eine offene Konfrontation zwischen USA und Russland abzeichnet, ist unsere Neutralität wichtiger denn je und wir alle sollten uns dafür einsetzen.“

Vor dem Parlament kommt es um 15 Uhr zu einer Kundgebung. Im Aufruf der Gruppe „Abfang“ wird zwar die Kriegsschuld eindeutig geklärt, trotzdem fordert man „Neutralität“ zu „verteidigen“.

Um 18 Uhr findet im Museumsquartier eine Podiumsdiskussion statt. Die Veranstaltung unter dem Titel „Debatten für den Frieden“ hat das „Soziale Bündnis für Frieden und Neutralität“ (mehrere Kleinparteien und Vereine) organisiert. Auf der Bühne diskutieren unter anderem UN-General a. D. Günther Greindl und der Verleger und Publizist Hannes Hofbauer.

Bild LBM1948Viena, bandera 1988CC BY-SA 4.0

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10 Kommentare

  1. niklant 26. Oktober 2022 at 23:18Antworten

    Neutralität und Frieden kann man erst erreichen, wenn Politik durch Vernunft ersetzt wird! Menschen müssen wieder Regieren nicht Politiker! Worin der unterschied besteht? Der Mensch hat noch eine Seele!

  2. Fritz Madersbacher 26. Oktober 2022 at 19:42Antworten

    Anlässlich des Nationalfeiertags hat die Bundesregierung dem österreichischen Volk das Versprechen gegeben, für das Land zu arbeiten, und zwar unter anderem so:
    „Sicherheit heißt, dass wir uns klar zur umfassenden Landesverteidigung und Sicherheitsvorsorge bekennen. Die Neueinschätzung der Bedrohungslage, die Aufstockung des Bundesheerbudgets und die Erhöhung der Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit sind ein Zeichen für Österreichs Beitrag zu einer starken Friedens-, Sicherheits- und Außenpolitik im geeinten Europa“ („Der Standard“, 26/10/2022)
    Welche „starke Friedens-, Sicherheits- und Außenpolitik im geeinten Europa“ meinen sie, Kanzler und Vizekanzler und die Minister/-innen? Das sind nichts anderes als heimtückisch verklausulierte Phrasen von Neutralitätsfeinden und NATO-Kollaborateuren, zum Besten gegeben am österreichischen Nationalfeiertag 2022.
    Wozu dient eine Armee, die zur „starken Friedens-, Sicherheits- und Außenpolitik im geeinten Europa“ beitragen soll, als uns an das NATO-Vasallentum der EU-Pudel anzuschließen? Eine solche Armee, politisch kommandiert von Landesverrätern wie 1938 verdient keinen müden Cent für Aufrüstung! Zuerst ist zu klären, ob diese Armee der Verteidigung der Neutralität und Unabhängigkeit unserer Heimat, oder ob sie – wie aktuell praktiziert! – dem NATO-Anschluß mittels „EU-Sicherheitspolitik“ zu dienen hat!

  3. Bernhard 26. Oktober 2022 at 14:09Antworten

    Immerwährende Neutralität statt kurz währenden Politikerinteressen. Von der Waffenindustrie angeschoben.
    80 Prozent oder mehr irren nicht. Und können nicht von oben her umerzogen werden.
    So wie Österreich nicht aus der Mitte Europas herausgerissen werden kann. Zwischen Ungarn und der Schweiz liegend, nicht unter US-Bundesstaaten. Prädestiniert für eine Vermittlerrolle auch in zukünftigen Konflikten.
    Die Geburtshelfer unseres Staates waren nicht einseitig orientiert.

  4. Fritz Madersbacher 26. Oktober 2022 at 11:15Antworten

    „Heute, mehr als 30 Jahre nach der Niederlage der Sowjetrepublik ist nur noch ein Schein der Neutralität übrig“
    Neutralität heißt, sich nicht in fremde Kriegspläne für Großmachtinteressen einbeziehen zu lassen und sich mit allen Mitteln für die Unabhängigkeit einzusetzen. Das hat mit unseren eigenen Interessen zu tun, nicht mit den Siegen oder Niederlagen anderer Mächte. Die Bedeutung der Neutralität für Österreich geht weit über die Situation und internationale Konstellation zur Zeit ihrer Entstehung hinaus, sie wird ihre Bedeutung noch lange behalten!

  5. Rosa 26. Oktober 2022 at 11:09Antworten

    Die österreichische Grünen scheinen Österreich an eine Kriegsfront ziehen zu wollen. Der Patriotismus der „Pazifistenpartei“ beschränkt sich hauptsächlich auf das Wohlbefinden anderer Nationen, vorzugsweise der Ukraine, für deren „westlichen Werte zu verteidigen“ die österreichische Bevölkerung nicht mehr nur frieren, hungern usw. soll, sondern die Grüne Partei nun womöglich auch Leib und Leben österreichischer Staatsbürger in die sich abzeichnende Ausweitung der kriegerischen Auseinandersetzung riskieren wollen.

    Die polnisch-stämmige NR-Abgeordnete und grüne Sprecherin für LGBTI-Agenden Ewa Ernst-Dziedzic – parlament.gv.at/WWER/PAD_87146/index.shtml – sieht auch Österreich als moralisch verpflichtet, die Ukraine auch mit Waffen zu versorgen.

    Dziedzic in der vorgestrigen Podiumsdiskussion:

    “Wir haben gehofft, dass das Völkerrecht es nie wieder notwendig macht, dass wir durch Waffenlieferungen Menschen drastischen Zuständen ausliefern. Trotzdem sage ich: Ja, die Ukraine hat ein Recht darauf, sich zu verteidigen. Solange dieses Land sich verteidigen möchte, dürfen wir ihm dieses Recht nicht absprechen.” – orf.at/stories/3291101

    Bei der gestrigen Podiumsveranstaltung haben sich für die Ukraine auch der polnische Vertreter der OSZE Adam Halacinski sowie sein ukrainischer Kollege Yevhenii Tsymbaliuk für „mehr Waffenlieferungen“ an Kiew eingesetzt.

    Auch der für Österreich in Polen tätige Botschafter Andreas Stadler – bmeia.gv.at/oeb-warschau/die-botschaft/der-botschafter – meldete sich in der Veranstaltung zu Wort:

    “Wir haben hier ein imperialistisches Russland, eine Putin’sche Kleptokratie, die aus Gas- und anderen Exporten einen militärischen Komplex aufgebaut hat, der unsere Nachkriegsordnung und Friedensordnung zerstört.”

    • I.B. 27. Oktober 2022 at 17:05Antworten

      Botschafter Andreas Stadler: “Wir haben hier ein imperialistisches Russland, eine Putin’sche Kleptokratie, die aus Gas- und anderen Exporten einen militärischen Komplex aufgebaut hat, der unsere Nachkriegsordnung und Friedensordnung zerstört.”

      Warum wohl hat George Friedman 2105 gesagt, dass in Europa schon zu lange Frieden herrsche. Das sei nicht normal. Für Russland sei eine neutrale Ukraine lebensnotwendig. Aber die USA wolle das nicht.

      Und Ewa Ernst-Dziedzic? Als ich sie einmal fragte, ob denn die USA keine Menschenrechtsverletzungen begingen, antwortete sie mir, dass auch Die USA Fehler machten und sie das aufzeige. Auf meine Frage, was sie unter FEHLER verstehe, vielleicht die Atombombenabwürfe, oder die Brutkastenlüge und andere Lügen, die zu völkerrechtswidrigen Kriegen führten, da antwortete sie mir: Ende des email-Verkehrs.

      • Rosa 29. Oktober 2022 at 19:52

        @ I.B.

        „Ende des email-Verkehrs.“,

        na, das ist ja eine recht klare Antwort der Frau Abgeordneten …

        Apropos GRÜNE „Volksvertreter“:

        Es kursiert grad ein netter Videoclip aus dem Landtag Sachsen-Anhalt, wo Abg. Oliver Kirchner (AfD) vom Redepult aus Abg. Sebastian Striegel (Bündnis 90 /DIE GRÜNEN) direkt anspricht:

        „Sie wissen doch genau, warum’s in der DDR keine GRÜNEN gab: Weil Bildung Pflicht war, das ist der Grund!“, und,

        „Und im Übrigen kenne ich nur 1 vernünftigen GRÜNEN, wissen Sie, wer das ist, Herr Striegel? Das ist Kermit, der Frosch!“

        Vergleich Witzfigur vs. grüne Marionette …

        Miss Piggy fällt mir auch ein, und die Frage, wer von beiden wohl smarter ist:

        Piggy – oder Annalena.
        Piggy – oder Ricarda (Lang).
        Piggy – oder Katrin (Göring-Eckhardt).
        Piggy – oder Renate (Künast).
        Piggy – oder Claudia (Roth).
        Piggy – oder Ulle (Schauws).
        Piggy – oder N.N. (grüne Abgeordnet:in
        nen).

        *) Die Grüne Abg. Schauws etwa hat sich letztens mit „Gehsteigbelästigungen zum Schutz ungewollt Schwangerer“ beschäftigt.

  6. Hans Im Glück 26. Oktober 2022 at 9:05Antworten

    Ich habe gerade im Videotext von ORF2 gelesen, was da alles geboten wird:

    „Das Bundesheer kehrt in vollem Ausmaß
    zu seiner Leistungsschau auf den
    Wiener Heldenplatz zurück, die Türen
    von Regierung und Parlament stehen
    wieder offen.

    Erstmals keinen echten Tag der offe-
    nen Tür gibt es bei Bundespräsident
    Van der Bellen. Er empfängt in seinen
    Räumlichkeiten der Hofburg aber
    „Repräsentanten und Repräsentantinnen
    der Zivilgesellschaft

    Am Rathausplatz in Wien dreht sich
    heute zum Nationalfeiertag alles um das
    Thema Sicherheit – die “Helfer Wiens“
    präsentieren sich zusammen mit allen
    Hilfs- und Einsatzorganisationen.

    Angeboten wird ein vielfältiges
    Programm: So wird etwa der Notarzt-
    hubschrauber „Chistophorus 9″ zu
    bestaunen sein; Piloten, Notärztinnen
    und Notärzte erzählen von ihrer Arbeit
    und Polizei- bzw. Rettungshunde
    zeigen, was sie können. Auch für musi-
    kalische Unterhaltung ist gesorgt:
    Stars der Vereinigten Bühnen Wien
    zeigen Ausschnitte aus diversen
    Musicals. “

    Wunderbar! Da werden die @Mios der Republik in Scharen einlaufen. Ich erspar mir derlei Spektakel. Ist besser für meine Gesundheit.

    • Walter 26. Oktober 2022 at 9:36Antworten

      Hans Im Glück
      26. Oktober 2022 at 9:05Antworten

      Ist ihre Entscheidung.
      Sie können Positives in ihr Leben lassen oder ihr Leben weiter mit Negativem füllen.
      Was für die Gesundheit besser ist erklärt sich von selbst.
      Zorn und Gram, sind für das Herz gar nicht gesund.
      Passen‘s auf sich auf.

      • baltiMOre ravens 27. Oktober 2022 at 0:50

        Das könnten Sie auch diesem Forum angedeihen lassen…..;))

        Füllen Sie es doch mal mit einem positiven Beitrag zur Diskussion, nur zu!

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