Covid in Norwegen: Das Corona-Virus ist (fast) tot, es lebe das Influenza-Virus!

20. Oktober 2022von 14,1 Minuten Lesezeit

Viele Dinge in Sachen Corona liegen in Norwegen im Argen, aber dies hindert die „Gesundheitsbehörden“ (sic) keineswegs, weiterhin massiv Stimmung zu machen. Gleichsam als „Assistenzärzte“ dienen erneut die „Leit- und Qualitätsmedien“, die es weiterhin gekonnt meistern, die „richtigen“ Fragen zu stellen. Das Ergebnis – eine massiv heuchlerische Kampagne seitens des politisch-behördlich-medialen Komplexes – ist den Zuständen in Österreich gewiss nicht unähnlich, aber immerhin lassen die norwegischen Daten Rückschlüsse auf andere Länder zu.

Neues von den „Impf“-Stahlhelmen des Folkehelseinstituttets

Seit dem ersatzlosen Streichen aller Corona-Maßnahmen in Norwegen im Februar und März 2022 (TKP berichtete) sind sowohl der Umfang als auch insbesondere die Qualität der öffentlich verfügbaren Daten drastisch zurückgegangen. Das Thema „Corona“ ist allerdings auch aus nahezu allen Medien fast über Nacht verschwunden und spielt im Alltag (nahezu) keine Rolle mehr.

Das hiesige Gesundheitsamt – das Folkehelseinstituttet (FHI) – veröffentlicht auch keine wöchentlichen Berichte mehr, sondern hat diesen Rhythmus auf alle zwei Wochen verlängert. Hinzu kommt auch, dass diese Wochenberichte längst nicht mehr „nur“ Corona betreffen, sondern auch eine Reihe andere Atemwegs- und saisonale Infektionskrankheiten umfassen. Sie finden diese Berichte übrigens hier.

Der aktuelle Stand der Dinge lässt sich wie folgt zusammenfassen: die bivalenten „Booster“ von BioNTech/Pfizer und Moderna werden hierzulande ab Anfang Oktober (Wochen 40-42) verfügbar sein.

Am 2. Sept. 2022 informierte das FHI die Öffentlichkeit über die primär zu „impfenden“ Gruppen, die gemäß Rundschreiben die Senioren (65 und älter) und „Risikogruppen“ allen anderen Alters umfassten.

Eine Woche später zirkulierte ein detaillierteres Schreiben, in dem auf die Inhaltsstoffe der bivalenten Wirkstoffe eingegangen wurde. Beide Präparate umfassen übrigens den Original-Wirkstoff gegen den Wuhan-Wildtyp und Omicron BA.1 – und zielen somit auf nicht mehr existierende Varianten ab. Man beachte zudem auch die Indikation beider Wirkstoffe, die „für jene Individuen vorgesehen sind, die das ursprüngliche Protokoll [grunnvaksinering] abgeschlossen haben“. Nicht eindeutig ist zwar, ob damit zwei oder drei Dosen gemeint sind, aber diese „Booster“ sind in jedem Fall nur als Auffrischungsinjektionen vorgesehen. Weiterhin möglich ist, eine vierte Injektion mit dem ursprünglichen Wildtyp-Präparat zu erhalten. Interessant ist auch, dass das Schreiben ausschließlich auf Comirnaty eingeht, was gerade angesichts der zweifelhaften Anschaffung dieses Präparats durch die EU-Kommission (TKP berichtete) von besonderem Interesse erscheint.

Am 12. Sept. 2022 wurde ein weiteres Schreiben veröffentlicht, in dem die „Risikogruppen“ von 12-64 definiert sind: neben den „üblichen Verdächtigen“ Zuständen (Transplantationspatienten) und Autoimmunerkrankungen finden sich nun auch eine Reihe chronischer Krankheiten und – erstaunlicherweise in punkto Offenheit – Übergewicht (BMI von 35+) als Kriterien ausgewiesen. Ähnlich wie in Österreich, sind auch die Behörden in Norwegen mittlerweile davon abgegangen, eine durchgemachte Infektion als relevant für das fortgesetzte Verabreichen dieser Wirkstoffe zu erachten (meine Übersetzung und Hervorhebungen):

Neue Erkenntnisse deuten darauf hin, dass eine Anpassung der Impfberatung nach einer vorangegangenen Infektion erforderlich ist. Das Folkehelseinstituttet teilte im Informationsschreiben Nr. 47 [dieses finden Sie hier, datiert mit 29. Juni 2022] mit, dass die Empfehlung für eine neue Auffrischungsdosis für die definierten Zielgruppen unabhängig davon gelte, ob man kürzlich eine Corona-Infektion durchgemacht habe. [Zeilenumbruch eingefügt]

Das Mindestintervall wurde mit 3 Wochen nach Genesung für Personen in der Altersgruppe über 65 angegeben, aber ein längeres Intervall würde wahrscheinlich zu einer besseren Antikörperantwort führen. Diese Empfehlung basierte auf der Tatsache, dass diese Gruppe ihre vorherige [2.] Dosis bereits vor langer Zeit erhalten hatte, Unsicherheit darüber bestand, ob eine Infektion mit Omicron (BA.1) einen signifikant besseren Schutz [als eine Auffrischungs-„Impfung“] bietet, und die Zahl der Krankenhauseinweisungen, die just unter Senioren zuzunehmen schien. [Zeilenumbruch eingefügt]

Neue Erkenntnisse deuten darauf hin, dass eine BA.1-Infektion einen guten Schutz gegen derzeit kursierende Omicron-Varianten [BA.4/5] bietet. Die Antikörperreaktion nach einer Auffrischimpfung verbessert sich ebenso, wenn das Zeitintervall länger ist. Unter der Annahme einer bestätigten Covid-Infektion kann man 3-4 Monate warten, um eine Auffrischungsdosis zu erhalten. Dies steht auch im Einklang mit aktualisierten Empfehlungen von EMA und ECDC. Personen, die früher eine Auffrischungsdosis wünschen, kann diese angeboten werden, vorausgesetzt, dass seit der Genesung mindestens 3 Wochen vergangen sind.

Die bedeutsamsten Informationen hierin sind einerseits der inhärente Widerspruch auf logischer Ebene (vergleichen Sie den ersten Absatz mit dem dritten), aber andererseits auch die Tatsache, dass dadurch eine Normalisierung der Abkopplung einer „Impfung gegen Corona“ von einer „Infektion mit Corona“ erzielt wird.

Erklärungen oder gar fundierte Begründungen für diese Aussagen bleiben das Folkehelseinstituttet und die europäischen Behörden (sowie deren US-Pendants) übrigens schuldig.

Dies ist insofern hochnotpeinlich, da das Folkehelseinstituttet offenbar nicht versteht, dass die Antikörpermenge mit der Zeit abnimmt und die Immunabwehr in Folge von T-Zellen o.ä. übernommen wird.

Die Qatar-Studie von Altarawneh et al., die im New England Journal of Medicine erschien (NEJM 2022, 387:21-34, doi: 10.1056/NEJMoa2203965) zeigt eindeutig, dass natürliche Immunität der (temporären) Wirkung der mRNA-Wirkstoffe überlegen ist. Eine Erklärung, wie man dazu stehe oder gar die Anerkennung dieser Faktenlage durch die Gesundheitsbehörden ist ebenso nirgendwo zu finden.

Das bedeutet übrigens nicht, dass das Folkehelseinstituttet nicht darüber Bescheid weiß: Ende Juni 2022 haben die Bürokraten des FHI in einer Anfragebeantwortung (Nr. 68, 24. Juni) über die Vor- und Nachteile einer 4. Injektion festgehalten, dass 78% aller Hospitalisierungen wegen Covid-19 in Wochen 21-24 (22. Mai bis 18. Juni 2022) unter den dreifach Geimpften erfolgten. Dem gegenüber stand übrigens eine Impfquote von 54%, d.h. die „Geboosterten“ waren deutlich überrepräsentiert (S. 9-14 des verlinkten Dokuments).

Ebenda war übrigens auch zu erfahren (S. 19-25), wie die Gesundheitsbehörden die Öffentlichkeit hinters Licht führen: durch Gewichtung von Studien, was zwar nicht ausführlich dargelegt wird, aber zu Fantasiewerten wie der hier errechneten rund „Effektivität“ der mRNA-Wirkstoffe von 91% führt.

Gerade betreffend die Senioren zeigt Abb. 8 eine „Effektivität“ bzw. Schutz vor „Infektion, Hospitalisierung und Todesfall“ von gerade einmal rund 46%, was unterhalb der 50%-Schwelle liegt. Abgesehen von der Tatsache, dass mit „Infektion, Hospitalisierung und Todesfall“ drei sehr unterschiedliche Ergebnisse des Aufeinandertreffens mit Sars-Cov-2 einfach zusammen geworfen werden, steht zu beachten, dass Wirkstoffe bei einer Effektivität unter 50% üblicherweise nicht zugelassen werden, da unklar ist, ob der erzielte Effekt auch tatsächlich dem Präparat zuzumessen ist oder nicht.

Ganz abgesehen von der Tatsache, dass auch in dieser „Berechnung“ mit Gewichtungen der Ergebnisse gearbeitet wird, was sich auch zweifelsfrei auf die Ergebnisse auswirkt (nebenbei: vgl. die relativ ausgeglichenen Gewichtungen in Abb. 8 mit der jenseitigen Gewichtung in Abb. 7).

Erlauben Sie mir zwei weitere Hinweise: zum einen weist das Folkehelseinstituttet in Tabelle 4 weit voneinander abweichende Effektivitätsparameter auf der Basis einer 86,043 Erwachsene zwischen 32-78 Jahre umfassenden Untersuchung auf, die ebenso gegen das Fortführen der Massenimpfkampagne spricht:

Andererseits ist das allen diesen „Überlegungen“ zugrunde liegende Problem jedoch, dass sich die Ergebnisse immerzu auf zwei- vs. dreifach Geimpfte beziehen und keine Aussagekraft im allgemeinen Zusammenhang haben können, da die Kontrollgruppe der „Ungeimpften“ nicht berücksichtigt wird.

Soweit der „Trip“ in die jüngere Vergangenheit – sehen wir uns nun an, wie sich die Lage aktuell verhält.

Covid im Herbst 2022

Von diesen Jenseitigkeiten abgesehen gibt es wenig Neues im Oktober. Aufgrund der nahezu inhaltsbefreiten Hinweise in den Wochenberichten bietet es sich jedoch an, auf „größere“ Zusammenhänge hinzuweisen.

So ist es zunächst notwendig, auf das abgrundtief schlechte Niveau der Informationen hinweisen, die jedoch weder die Gesundheitsbürokraten im Folkehelseinstituttet noch die Politiker oder die Journalisten des Landes zu stören scheint. Immerhin ist dies ein Aspekt, in dem man sich als gelernter Österreicher keineswegs „alleine“ fühlt.

Beweisstück Nr. 1 hierin ist die sogenannten „Selbst-Deklaration“, also das von Impfwilligen auszufüllende Formular. Dieses steht in mehreren Sprache auf dieser Webseite zur Verfügung und soll zur „Impfung“ mitgebracht werden.

Nirgendwo in diesen Formularen (hier das norwegische Original, hier die englische Version) finden sich Hinweise auf…

  • Die Tatsache, dass die Phase III-Studien bis Ende 2023 am Laufen sind;
  • Die beispiellose Anzahl von Impfschäden (klicken Sie hier für den jüngsten Bericht vom 20. Sept. 2022), die das Legemiddelverket katalogisiert. Der Bericht ist zwar „nur“ auf Norwegisch verfügbar, aber es stört hierzulande offenbar niemanden, dass man bis anhin mindestens 265 Tote zu beklagen hat (und der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass die Behörden 2009/10 im Rahmen der Schweinegrippe-„Pandemie“ die Massenimpfkampagne nach einem Verdachtsfall auf Schlafstörungen eingestellt hatten). Details hierzu finden Sie u.a. hier, hier und hier.
  • Oder die Tatsache, dass es sich bei den mRNA-Injektionen um experimentelle Gen-Therapie handelt, wie die Hersteller – hier das Beispiel von Moderna – in Finanzunterlagen ausführen.

Es sei an dieser Stelle übrigens darauf hingewiesen, dass diese Selbst-Deklarations-Formulare des Folkehelseinstituttets am 8. April 2022 zuletzt aktualisiert wurden, was wiederum nahelegt, dass die kürzlich erfolgte „Standard-Autorisierung“ der mRNA-Wirkstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna offenbar noch nicht in Oslo angekommen sein dürfte…

Kurzum: es fällt schwer, den hiesigen wie übrigen europäischen Gesundheitsbehörden weder Inkompetenz oder das Verbreiten von Desinformation zu unterstellen.

Meiner Einschätzung nach treffen übrigens beide Aspekte zu – und zwar gleichzeitig:

Sowohl „Comirnaty“ (BioNTech/Pfizer) als auch „Spikevax“ (Moderna) haben eine „Standard-Zulassung“ für die ursprünglichen Wirkstoffe erhalten; alle anderen Präparate verfügen weiterhin „nur“ über eine „bedingte Zulassung“ seitens der Europäischen Arzneimittelbehörde.

Die bivalenten Auffrischungspräparate sind von diesem Zulassungs-Upgrade nicht betroffen; Informationen hierzu finden Sie übrigens hier.

Derartige Details – wer braucht schon Zulassungen für experimentelle „Gen-Therapie“? – sind jedoch nur störend, was denn auch an der Abwesenheit entsprechender Informationen oder gar Aktualisierungen der entsprechenden Materialien seitens des Folkehelseinstituttets ersichtlich ist.

Aktuelle Notizen aus Norwegen

Es gibt also wenig Neues zu berichten, wobei die folgenden Zeilen die m.E. interessantesten Details betreffen.

Zunächst sei festgehalten, dass rund 4 von 5 aller wegen Covid hospitalisierten Patienten über 65 Jahre alt sind (Tabelle 3, S. 7 des aktuellen Wochenberichts).

Betreffend den Impfstatus liest man (S. 7-8; meine Hervorhebungen) folgendes:

Abb. 2 zeigt die kombinierte Inzidenz von Krankenhauseinweisungen mit Covid-19 als Hauptursache und Covid-19-assoziierten Todesfällen für Personen ab 18 Jahren. Abb. 2 zeigt auch die Anzahl der Impfdosen, die die Patienten mindestens eine Woche vor dem Aufnahmedatum erhalten haben. Als ungeimpft zählen diejenigen, die innerhalb einer Woche vor dem Aufnahmedatum keine Impfdosen erhalten haben. Aufgrund der kleinen Population, die nur eine Impfdosis erhalten hat (früher als teilweise geimpft bezeichnet), sind sie in der Abbildung nicht enthalten. In den letzten Wochen war die Inzidenz in den meisten Gruppen relativ stabil, mit einigen Schwankungen von Woche zu Woche. Die Inzidenz ist bei Personen ab 75 Jahren am höchsten und in dieser Altersgruppe bei den Ungeimpften am höchsten. Es gibt jedoch viele wichtige Faktoren, die berücksichtigt werden müssen, um die Wirkung des Impfstoffs abzuschätzen, sodass die Zahlen mit Vorsicht interpretiert werden müssen.

Man beachte die Absenz signifikanter Unterschiede zwischen „Geimpften“ und „Ungeimpften“ aller Alterskohorten unter 65.

Wie auch ausgewiesen, so sei in den älteren Kohorten auch hingewiesen, was die „vielen wichtigen Faktoren“ tatsächlich sind: viele Senioren sind bereits so (alters-) schwach und krank, dass das Verabreichen auch nur einer Impfdosis ausgeschlossen wurde; hierbei sei auch darauf hingewiesen, dass die Exklusion der Kategorie „1x Geimpft“ ggf. von gesteigerter Bedeutung ist.

Dies geht auch eindeutig aus einer Untersuchung der vielen verstorbenen Senioren hervor, die im Dezember 2020 und Jänner 2021 heraus, die in der Zeitschrift der Norwegischen Ärztevereinigung publiziert wurde (meine Hervorhebung):

Aus klinischer Sicht erscheint es plausibel, dass ansonsten milde Nebenwirkungen der Impfung bei besonders gefährdeten Patienten und bei Patienten, die sich bereits vor der Impfung in der letzten Lebensphase befanden, möglicherweise den Tod beschleunigen könnten. Da die Sterblichkeitsrate in dieser Gruppe jedoch ohnehin sehr hoch ist, könnte ein tödlicher Ausgang kurz nach der Impfung auch zufällig sein. Es ist wichtig zu beurteilen, ob ein kausaler Zusammenhang zwischen der Impfung und dem Tod besteht, denn dies kann dazu beitragen, die weitere Impfstrategie zu steuern.

Wie sieht es eigentlich mit dem Testverhalten in Norwegen aus? Das ist ja angesichts der Testmanie in Österreich von besonderem Interesse. Abb. 10 zeigt hier jedoch, dass in Norwegen heute klar weniger getestet wird – als zu jedem anderen Zeitpunkt seit März 2020:

Hinsichtlich der Prävalenz von Viren zeigt Abb. 19, dass Rhinoviren im Moment auch weitaus verbreiteter sind als Sars-Cov-2 (und zudem klar höhere Positivrate ausweisen als Corona):

Zuletzt sei auf Tabelle 10 hingewiesen, die aktuelle Angaben über den „Impfstatus“ der einzelnen Alterskohorten ausweist (mit Stand 9. Okt. 2022):

Bislang gibt es unter den Nichtsenioren kaum, wenn überhaupt Interesse, sich einer vierten Impfung zu unterziehen. Bislang liegt auch keine entsprechende „Empfehlung“ seitens des Folkehelseinstituttets vor, was allerdings bedeutet, dass sich diese Zahlen in naher Zukunft rasch ändern könnten.

Beachtlich ist übrigens, dass von den weiter oben (Tabelle 3) ausgewiesenen Senioren, die ja rund 80% aller schweren Verläufe wegen Corona ausmachen, 96-97% mindestens einmal geimpft sind.

Es erscheint daher als gesichert, dass die überwältigende Mehrheit der schwer an Corona erkrankten Personen in Norwegen – mehrfach „geimpft“ ist.

Epilog: Fürchte! FÜRCHTE!! FÜRCHTE!!! Dich!

Angesichts dieser Corona-Zahlen sticht die tagesaktuelle Panikmache des Folkehelseinstituttets besonders ins Auge. Wie der Staatsfunk NRK heute morgen berichtete, so befürchten die Gesundheitsbehörden eine große Influenza-Welle im Herbst 2022.

Rasch richtete der Staatsfunk einen eigenen Live-Ticker ein, der am Vormittag zudem darauf hinwies, dass die Direktorin des Folkehelseinstituttets, Camilla Stoltenberg, auf eine baldige Revision der „Impfempfehlung“ betreffend die 4. Corona-„Impfung“ aufmerksam machte. Entgegen der reißerischen Aufmachung, wurde die Empfehlung bis anhin jedoch nicht verändert.

Sofie Retterstøl Olaisen wiederum verfasste bereits vor zwei Tagen einen ebenso in dem erwähnten Live-Ticker (der übrigens keine weiteren Hinweise mehr enthält) verlinkten Beitrag, dass man in jedem Fall sowohl eine Corona- als auch eine Influenza-Impfung gleichzeitig in Anspruch nehmen könne.

Die aktuellen Hinweise des Folkehelseinstituttets zu dieser „Kombination“ wiederum finden Sie hier. Damit nicht genug, das FHI weist in demselben Beitrag darauf hin, dass man eine Grippe-Impfung auch bedenkenlos mit der Pneumokokken-Impfung komibinieren könnte – und lediglich bei der Kombination von Corona- und Pneumokokken-Impfung einen Abstand von einer Woche einhalten sollte. (Detaillierte Hinweise des FHI finden Sie hier.)

Was aber sind die Gründe, die seitens Frau Stoltenberg angeführt werden? Auf der Homepage des Folkehelseinstituttets lesen wir hierzu folgendes (meine Hervorherbungen):

Die Saison im vergangenen Jahr war außergewöhnlich, und die Grippesaison wurde in den Frühling verschoben. Dann zeigte sich, dass sich die Grippeviren verändert hatten. In diesem Jahr sieht man, dass sich die Viren noch weiter verändert haben.

„Wir erwarten, dass Viren, die seit mehreren Jahren nicht mehr im Umlauf waren, zurückkehren werden. Dies ist ein Virus, gegen das wir wenig Schutz haben, und dies gilt insbesondere für kleine Kinder“, sagt die Direktorin des Instituts für öffentliche Gesundheit, Camilla Stoltenberg.

Der Influenza-Impfstoff ist die wichtigste Maßnahme zur Vermeidung schwerer Erkrankungen, aber sowohl das Folkehelseinstituttet als auch die Gesundheitsdirektion sind besorgt über die [niedrige] Durchimpfungsrate.

Eine Gruppe mit besonders niedriger Durchimpfungsrate sind Kinder. Stand heute liegt die Durchimpfungsrate bei diesen Kindern bei etwa 8%.

„Influenza ist während der Pandemie aufgrund strenger Infektionskontrollmaßnahmen weitgehend ausgeblieben, und der Schutz der Bevölkerung vor Influenza ist daher gering. Einige Kinder hatten noch nie eine Grippe und sind daher wenig oder gar nicht immun. Deshalb sei es sehr wichtig, dass die Risikogruppen in diesem Jahr an die Grippeimpfung denken“, sagt Stoltenberg.

Bitte beachten Sie folgende Hinweise: keine der Aussagen von Frau Stoltenberg ist mit Daten o.ä. unterlegt. Diese finden Sie auf er zuvor verlinkten Seite – aber lassen Sie mich kurz darauf hinweisen, dass es hoch problematisch ist, wenn die Direktorin des Folkehelseinstituttets „Kinder“ einfach so in die Kategorie „Risikogruppen“ wirft.

Dies steht in krassem Widerspruch zu den Definitionen des FHI, die spezifisch ausweist, dass Kinder und Jugendliche (sowie Erwachsene) „nur“ dann in zu einer Risikogruppe zählen, wenn diese eine oder mehrere der folgenden Konditionen bzw. Vorerkrankungen haben:

Chronische Lungenprobleme (inkl. Asthma); Herz-Kreislaufprobleme; Typ 1/2 Diabetes; Nieren- oder Leberbeschwerden; chronische neurologische Schäden; Immunschwäche (z.B. nach Transplantationen, Krebs, HIV, oder unter Arthritis leiden); schwer übergewichtig sind (BMI 40+); oder andere chronische Krankheiten haben, die einer individuellen Anamnese bedürfen.

In anderen Worten: die nächste Angstmache ist bereits angelaufen, und ebenso unverändert ist der wohl nur als „kreativ“ zu bezeichnende Umgang des Folkehelseinstituttets mit den eigenen Definitionen und Empfehlungen.

Im Norden nichts Neues also (aber lassen Sie sich, falls Sie – wie der Autor dieser Zeilen ebenso elterliche Verantwortung tragen – nicht verrückt machen).

Bild Chairman of the Joint Chiefs of Staff from Washington D.C, United States, COVID Vaccine (50745583447), CC BY 2.0

Unsere Arbeit ist spendenfinanziert – wir bitten um Unterstützung.

Folge uns auf Telegram und GETTR


Wer Patienten behandelt und heilt wird verfolgt und gesperrt: Dr. Meryl Nass

Walgren Daten zeigen Pandemie der Geimpften

12 Kommentare

  1. Holger 24. Oktober 2022 at 19:44Antworten

    Wenn es KEIN Corona gibt, was haben dann die Mitmenschen in meiner Umgebung- die danieder liegen rechts u. links mit schwierigen Atemwegserkrankungen? Wenn es keine normale Influenza ist o. Grippe – was haben die denn dann?!

  2. Zimmer 23. Oktober 2022 at 9:09Antworten

    Masken ffp2 lassen laut aktuellen Studien ca 14 %Aerosole durch.
    Inkl. VIREN natürlich.
    500 Viren braucht es zum Anstecken, 1 Million hat ein Ansteckender.
    Jeder der rechnen kann, wird merken, das ein Maske in einem Raum ohne Frischluft sinnlos ist. Man steckt sich immer an.
    Länger wie 15min und man ist angesteckt. In großen Räumen ala Supermarkt ist das nicht möglich, es sei denn man kommt direkt an denjenigen ran und das länger als 15min oder derjenige niest in der Nähe.
    Eine Maske macht nur Sinn, Husten oder Niesen abzuhalten. ZBsp wenn man im Freien eng beieinander steht.
    Allgemein geht jedes Virus durch die Poren die ca 1000nm groß sind.
    Bakterien werden abgehalten.
    Coronaviren sind 120nm groß.
    Im Aerosol sind Sie 800 bis zu 1200nm groß.
    Wer echt denkt, wenn er im Taxi mit Maske sitzt, das er sich schützt, ist leider auf dem Holzweg.
    Wenn der Taxifahrer ansteckend ist und ihr mitfahrt, werden die Viren in euer Atemsystem eindringen.
    Eher ist das Maskentragen ein Zeichen von Dummheit und Unterwerfung.
    Nur in den seltensten Fällen macht es Sinn.

  3. Hertzdame 21. Oktober 2022 at 20:25Antworten

    Na ja, aber die Stimmung hier in Norwegen ist doch sehr gut bei den Möntschen (folk flest). Im vergangenen Jahr war es einfach nur ekelerregend, wie alle sich (mal wieder wie so typisch) als „gut“ dargestellt haben und sich die Spritzen verabreichen liessen, und jetzt sagt niemand auch nur „piep“. Man ist halt erkältet.

    Seit Herbst 2021 ist hier die Übersterblichkeit etwa 10% bei ü70, es gelang sogar, diese Tatsache in „Klassekampen“ zu bekommen, d.h. durch echten Journalisten nachvollzogen, aber offiziell kümmert es niemanden und die Leute hier kümmert es auch nicht. Dann ist es ja egal. Dann sind sie halt erkältet.

  4. ottonorma 21. Oktober 2022 at 20:01Antworten

    „Influenza ist während der Pandemie aufgrund strenger Infektionskontrollmaßnahmen weitgehend ausgeblieben, und der Schutz der Bevölkerung vor Influenza ist daher gering.
    Influenza ist ausgeblieben, aber Corona (Covid) hat sich verbreitet. trotz Infektionskontrollmaßnahmen. !! Dieser Widersinn wird immer wiederholt. Genauso wie die Masken und Lockdown verhindert hätten, daß sich Influenza ausbreitet, als wenn die jeweiligen Coronaviren wüssten wann sie infizieren dürfen wann nicht.

  5. Nordlicht 21. Oktober 2022 at 13:30Antworten

    Dass in den Empfehlungen immer Typ I- und II-Diabetes zusammen als Grund für Q“uznbedingt zu spritzen“ genannt wird, ist infam. Auslöser von Typ I sind Immunstörungen, meist in der Kindheit; bei meiner Frau entstand das mit 12 direkt nach, wahrscheinlich als Folge, eine Mumps-Infektion.

    Als Ärztin, nicht nur als Betroffene, hat sie sich intensiv über Jahrzehnte mit den entsprechenden Studien beschäftigt und würde vor den mRNA-Spritzen dringend abraten, eben weil sie auch in das Immunsystem eingreifen, nicht nur Verstärkung auslösen (sollen). Abzuraten ist von allen funktionalen Eingriffen, empfehlenswert sind – natürlich – die klassischen Mittel: zusätzlich Vitamine zuführen, viel Sonne und Bewegung in frischer Luft, Kontakt mit Anderen zur Aktivierung der Immunabwehr, viel schlafen etc

    Irritierend für sie als Ärztin war am Beginn der Impfkampagne, dass das Aspirieren als überflüssig wegfallen durfte, was nach den vielen Herzproblemen wohl wieder eingeführt wurde. Weiterhin war immer lege artis, dass man NIE in eine Infektion hinein spritzt. Das war selbst bei Grippeimpfungen so – ein verantwortungsbewusster behandelnder Arzt würde das nie machen.

    Zweifelhaft ist, ob die mRNA-Imfpung für Patienten mit Immunsuppression angebracht ist. Dazu gibt es auch leider überhaupt keine Studien; die Phase I- und II-Studien von Pfizer und Moderna haben ausdrücklich überhaupt alle diejenigen Personen ausgeschlossen, die irgendwelche Vorerkrankungen hatten. Dass gerade die nun als unbedingt zu impfen genannt werden, ist schon skurril.

  6. Bettina 21. Oktober 2022 at 10:25Antworten

    nur noch hahahahaha ….

    die letzten zwei Jahre haben mich zu Büchern gebracht, die sehr aufschlussreich betreffend der angeblich ach so tollen Wirkungen sind

  7. Mammalina 21. Oktober 2022 at 9:05Antworten

    Offenbar sind die Hospitalisierungen aufgrund der Impfungen noch nicht so signifikant hoch, dass sie das Gesundheitssystem stärker belasten als die aufgrund der Erkrankungen. Solange die Zahlen so bleiben, impft man weiter, jedes Krankenhaus muss sparen, und die Pharmaindustrie verdient, die Impfstoffe sind produziert und müssen unter die Leute… Angesichts der 2 Jahre Sterilität, die nun verstrichen sind, ist es auch kein Wunder, das zunehmend eigentlich ganz normale Erkältungskrankheiten zu Problemfällen werden, wir haben unser Immunsystem abgeschottet und dieses ist offensichtlich dadurch erst einmal geschwächt. Somit tritt das ein, was ich mir anfangs im Zusammenhang mit Corona nicht vorstellen konnte – dass eine Infektion, die erkältungsähnliche Symptome hat, so bedenklich werden könnte! Andererseits – auch einer Grippe erlagen schon viele Menschen, man erinnere sich an die Saison 2017/18. Die Folgen können tödlich sein.

    • Wolfgang 21. Oktober 2022 at 13:39Antworten

      Mammalina
      21. Oktober 2022 at 9:05Antworten

      Ich sehe in ihrem Kommentar einen Widerspruch in sich.
      Würden Masken gegen Viren nicht helfen (wird ja hier so behauptet) dann hätten sie die vergangenen 2 Jahre auch nicht gegen Influenza Viren geholfen und es wurde auch keinen 2 Jahre andauernde Sterilität geben.
      Hätten Maske aber tatsächlich geholfen die Verbreitung von Viren (Corona udn Influenza) zu reduzieren, dann ergibt das Widereinführen vom Masken auch plötzlich einen Sinn.
      Ich kann ihnen durch meinen langjährigen China und Japan Erfahrungen bestätigen dass es dort eine Selbstverständlichkeit war und ist, dass ein Mitarbeiter der Erkältungsysmtome hat mit Maske ins Büro kommt.
      Nicht weil es jemand verlangt sondern aus Respekt seinen Kollegen gegenüber.
      Das ist aber in unserer egoistischen Gesellschaft undenklbar.

      • SchauGenau 24. Oktober 2022 at 9:17

        @Wolfgang
        Wer sagt, dass es keine Influenza gegeben hat? Worauf man nicht testet, das findet man nicht.
        Und wenn jeder, der Symptome hat, einige Cov-Bruchstücke einer vergangenen/parallelen Infektion in sich hat, als Covid-Kranker geführt wird, klar, dann gibt es von einem Tag auf den Anderen (so war es) keine Influenza/grippalen Infekte mehr.
        Wie glaubwürdig ist das?

  8. limo 20. Oktober 2022 at 22:25Antworten

    Die Dreistigkeit derer, die am Futtertrog sitzen ist kaum noch zu überbieten.
    Was muss passieren, dass dieser Wahnsinn ein Ende findet????

  9. Jens Tiefschneider 20. Oktober 2022 at 19:58Antworten

    Es lebe das Influenza-Virus, aka SARS-CoV-2. Und die Lemminge rennen zu den Spritz-Zentren und lassen sich ihr Leben verkürzen. Wäre es nicht effektiver, einfach von einer Brücke zu springen?

    • Reacher110 24. Oktober 2022 at 20:17Antworten

      Übliche Erkältungen wurden einfach auf „Corona“ umgebucht, Panik erzeugt, ein HOAX um Unüberprüfte Impfungen zu verkaufen 😡

Wir freuen uns über jeden Kommentar, aber ersuchen einige Regeln zu beachten: Bitte bleiben wir respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe, keine (Ab-)Wertungen und bitte auch keine Video-Links und Texte mit roten Rufzeichen. Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Aktuelle Beiträge