Bachmannpreis-Rede: Corona-Demonstranten sind Nazis

27. Juni 2022von 9 Minuten Lesezeit

In der diesjährigen Eröffnungsrede von Anna Baar trat jenes überkommene politische Selbstverständnis der heimischen Kulturszene deutlich zutage, das den heutigen Mächtigen nur allzu lieb sein kann. Von denen wurde darin nämlich keiner kritisiert, dafür Jörg Haider und Kärntner Altnazis, Personen, die allesamt gar nicht mehr leben. Coronamaßnahmenkritiker sowie Friedensdemonstranten wurden gleich in einem Aufwischen mit ihnen an den Pranger gestellt. 

Am Mittwoch, dem 22. Juni, eröffnete die Schriftstellerin Anna Baar mit einer Rede den diesjährigen Bachmannpreis-Wettbewerb. Damit man die tiefe Problematik einzelner Passagen ihres Vortrags verstehen kann, muss man den brisanten politischen Hintergrund kennen, vor dem das Event diesmal stattfand. Ungeimpfte wurden nämlich — zumindest war das ursprünglich so — explizit von der Mitwirkung ausgeschlossen. „Um den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung zu gewährleisten, können nur Vollimmunisierte mit aktuellem Test daran teilnehmen“ (1), wurde sehr früh, nämlich bereits im Dezember, verlautbart.

Diese Vorschrift fügt sich nahtlos in ein Gesamtbild ein. Denn auch viele andere kulturelle Institutionen haben während der Coronakrise ihr kritisches Potential über Bord geworfen und nicht nur mitgetan bei der von der herrschenden Politik inszenierten Diskriminierung des maßnahmenunwilligen Teils der Bevölkerung, sondern außerdem noch Regeln erlassen, die das zwingend Vorgegebene im vorauseilenden Gehorsam gar noch zu überbieten trachteten.

Man denke etwa an die 2G-Regelungen diverser Universitäten, oder rufe sich in Erinnerung, dass Einrichtungen wie das Filmmuseum eigens eine 2G-Regel für ihre Mitarbeiter erlassen haben. Ganz zu schweigen vom ORF, dessen Gebäude nämlich sogar diejenigen Ungeimpften nicht betreten durften, die medizinische Atteste vorweisen konnten, die bestätigten, dass sie sich gar nicht impfen lassen konnten. Denn: Aktion Scharf oder sogar Superscharf war weithin im Kulturwesen und in öffentlichen Institutionen angesagt. Jeder wollte beweisen, dass er der „Beste“ ist.

Ein offener Brief, auf den man nicht reagierte

Damals verfasste der Schriftsteller und Blogger Jan David Zimmermann einen „offenen Brief an die Organisator*innen des Bachmannpreises“ (2), aus dem ich hier etwas ausführlicher zitieren möchte, weil er das Geschehene treffend kontextualisiert. Zimmermann berichtet, dass er ursprünglich vorgehabt hatte, einen Beitrag einzureichen. Aber:

Ich bin jedoch 1. kein reibungsloser Autor und produziere 2. grundsätzlich KEINE vollimmunisierten Texte. Daher werden Sie dieses Jahr und wohl auch in Zukunft auf mich als lesender Teilnehmer verzichten müssen.

Zudem kann ich grundsätzlich nicht nachvollziehen, was der Impfstatus eines Menschen mit der Qualität literarischer Texte zu tun hat. Und ich denke, dass Sie mir das auch nicht erklären können.“

Er setzt fort:

„In meinen Augen ist es eine wichtige Aufgabe von Kunst und Literatur, gesellschaftliche Regeln, Normalität und Etabliertes zu hinterfragen sowie Macht und Politik zu sezieren, zu analysieren und zu kritisieren. Die Literatur und öffentliche Personen aus dem Literaturbetrieb hätten in den letzten zwei Jahren insbesondere die Aufgabe gehabt, die massive sprachliche Eskalation zu thematisieren, die vonseiten der Politik, vonseiten etablierter Medien forciert und schließlich von Teilen der Bevölkerung unkritisch übernommen wurde. Wenn die Sprache der Öffentlichkeit zu einer Sprache des Autoritären, zu einer Sprache der Ausgrenzung, zu einer Sprache des Hasses wird, dann muss die Literatur einschreiten und darauf aufmerksam machen. Insbesondere dann, wenn sich eben jene Literaturszene weitgehend darauf beruft, gegen Diskriminierung, Hate-Speech und Hass im Netz aufzutreten, ist es ihre Aufgabe, Theorie und Praxis im entscheidenden Moment einer Krise zu verbinden und auf das Entschiedenste gegen solche Entwicklungen zu intervenieren. Dies ist nicht geschehen.“

Zimmermann kommt zur Conclusio:

„Auch der Bachmannpreis hat sich – mit dem Proklamieren der 2G+-Regel bei seiner Veranstaltung – offenkundig gegenüber wirklicher Gesellschaftskritik und Reflexion längst vollimmunisiert und macht alles brav mit, was eine kafkaesk-schildbürgerhafte, quasitotalitäre Wurschtel-Regierung vorschreibt. Damit reiht sich der Bachmannpreis leider in das Verhalten eines Großteils unseres Kunst- und Kulturbetriebs ein.“

Auffällig war, dass dieser offene Brief zwar vielfach Aufmerksamkeit erregte (3) und auch großen Zuspruch erhielt, — dass aber keiner der Verantwortlichen des Bachmannpreises es für wert erachtete, darauf irgendwie zu reagieren.

Eine Rede, die sich des billigen Applauses gewiss sein konnte

Konträr dazu stellt sich die Eröffnungsrede von Baar dar. (4) Zur Corona-Politik findet sie kein einziges kritisches Wort, und natürlich erst recht nicht zu den diskriminierenden Vorschriften des Bachmann-Wettbewerbs. Dafür stimmt sie in die übliche Diffamierung von Corona-Demonstranten ein.

Ihr Text reiht sich ganz deutlich in eine eigentlich altgediegene, mittlerweile aber abgedroschene Tradition der Anti-Heimat-Literatur ein. Ich nenne solche klischeehaften Texte mittlerweile: Leid-Vereinnahmungsliteratur. Da geht es um tatsächlich oder auch nur vermeintlich ganz schreckliche Kindheitserfahrungen in der Provinz, Kriege werden geschildert, als hätte die Autorin sie unmittelbar am eigenen Leib erfahren, von dort hantelt sich der Text zu den grausamen Schicksalen von Heimkindern, zu Opfern von Kinderschändern und Altnazis, natürlich geht es auch um die FPÖ und die Umtriebigkeiten Jörg Haiders. Und all diese grauenhaften Dinge versammelt sie mit anklagendem Gestus in ihrem Text und steht dann natürlich selbst unglaublich gut da. Jedenfalls ist es, anders als Zimmermanns Text, ein Text, mit dem man automatisch den Applaus der Kulturszene auf seiner Seite hat.

Denn er tut niemandem der heute Mächtigen weh. Er kritisiert niemanden, außer diejenigen, die ohnehin schon am Pranger stehen. Wer steht schon auf der Seite von Kinderschändern und Alt-Nazis? Und wer in der Kulturszene über die FPÖ herzieht, — dem ist ohnehin von vornherein die Zustimmung gewiss.

Corona-Demonstranten sind Nazis

Einen traurigen Höhepunkt erreicht der Anbiederungsduktus von Baars Rede aber mit folgender Passage:

„Fakten werden ersetzt durch wohlfeile Alternativen. Wo etwas Zumutung ist, nennt man es heute Lüge. Und um sich dabei moralisch vermeintlich ins Recht zu setzen, nennen sich Nazis Juden und schreien Freiheit und meinen ausschließlich ihre eigene. Sie kapern die guten Worte, das Böse schmackhaft zu machen: Heimat, Heil, jetzt auch Frieden und gerne auch Menschenrechte … Erinnern Sie sich noch, wie sich Jörg Haider selig bei Waffen-SS-Veteranen für ihren Anstand bedankte?“

Nein, auch diese Passage ist nicht gegen die heutigen Mächtigen gerichtet. Aber gleichfalls nicht gegen die ehemals Mächtigen. Sondern ganz im Gegenteil drischt die Schriftstellerin hier gerade auf jene los, auf die ohnehin schon alle eindreschen, auf diejenigen, die ohnehin die Schwächeren sind: Und sie tut dies überdies nicht mit Denkfiguren, die auf geistig-künstlerische Eigenständigkeit verweisen, sondern kupfert die perfide Rhetorik des Mainstreams ab: Sie setzt Corona-Demonstranten Nazis gleich, sie unterstellt pauschal denjenigen, die für Frieden, Freiheit und Menschenrechte auf die Straße gehen, verkappte Bösewichter zu sein und stellt sie in eine Reihe mit Haider und der Waffen-SS.

Baars Sprungtücher

Verworren wird Baars Rede dadurch, dass sie demgegenüber wenigstens eine Passage enthält, die man ganz gegenteilig auslegen, ja, gegen die Autorin selbst wenden könnte — und auch muss:

„Moral als Machtinstrument ist wirksamer als Gesetze. Wo Mitsprache Sünde ist, wird das Statement zur Tugend. Die Pose ist an die Stelle der Poesie getreten. Man belauert einander – wer gewinnt das Spiel Tu Gutes und rede darüber? Wer schreibt im Krieg noch Gedichte oder trägt zu Markte, was andere erleiden? Man posiert um die Wette, statt den Unerhörten, um die man sich angeblich sorgt, eine Stimme zu geben, und verkauft das als Rücksicht oder Größe im Denken. Ich nenne es Opportunismus, unterlassene Hilfe. Oder die feige Unart, sich aus dem Fenster zu lehnen, wenn unten die eigenen Leute mit einem Sprungtuch warten. Wer nicht durch Werke auffällt, sondern vor allem dadurch, sich aufzupudeln, aber aus der Affäre zu stehlen, wo es unbequem wird, Teilnahmen abzusagen, auch wo niemand daran dachte, ihn überhaupt einzuladen, ist ein Maulheld und Heuchler.“

Leider geht sie nicht näher darauf ein, wen sie damit eigentlich meint. Was aber doch auffällt: Sie kritisiert die Feigen mit „Sprungtuch“, aber sie selbst hält da doch gerade eine ganze Rede mit „Sprungtuch“, ja, mit vielen „Sprungtüchern“, eine Rede, die geradezu von jenem „Opportunismus“, den sie anklagt, überquillt! Sie muss doch wissen, dass sie in ihrem ganzen Vortrag nichts sagt, wofür sie nicht den Applaus des linksliberalen Moraljournalismus bekommen könnte. An dieser Stelle wird ihre Rede also geradezu absurd.

Und am Schluss wendet Baar sich gar an die Teilnehmer des Wettbewerbs und fordert sie auf: „Spielen Sie nicht in Socken!“ Sie meint damit, dass man sich nicht scheuen solle, Lärm zu machen, dass man das Schweigen brechen solle. Dem kann man ja nur zustimmen.

Was sie im Verlauf ihrer doppelbödigen Rede allerdings nicht bemerkt, das ist, — dass sie selbst es zuallererst ist, die immer noch in Socken spielt. Und dass sie selbst es ist, die offenbar ein Problem damit hat, wenn Leute sich keine Socken anziehen, wenn Leute Lärm schlagen, — nämlich dann, wenn es sich um Corona- und Friedensdemonstranten handelt.

„Sie selbst geben […] keinen Unerhörten eine Stimme“

„Sie selbst geben mit Ihrer Attitüde ganz sicher keinen Unerhörten eine Stimme. Sie schreiben über ein Schweigen und schweigen über ein anderes Schweigen, nämlich über die Ausgrenzung von einem Drittel der Bevölkerung im letzten Winter.“

schreibt Zimmermann in einem offenen Brief an Baar (5), den er inzwischen online gestellt hat. Und hier die lesenswerte Schlussworte seines Textes, denen kaum mehr etwas hinzuzufügen ist:

„Den Widerstand gegen einen solch autoritären Diskurs und gegen eine solche Politik als nationalsozialistisch zu bezeichnen ist für mich willfährige, antiquierte Anti-Heimat-Literatur im Bannkreis der immerselben Nazi-Thematik. Das ist im Eigentlichen eine Literatur in den Diensten der gegenwärtig Herrschenden, das Ersticken jeglicher Diskussionskultur und letztlich eine Zuarbeit zum Schweigen, nachdem man (die „falschen“) Kritiker mundtot gemacht hat. Der inflationäre Gebrauch des Wortes „Nazi“ für jeden mit einer anderen Meinung ist mindestens so gefährlich wie die tatsächlichen Neonazis oder Rechtsextremen.“

Quellen:

(1) https://bachmannpreis.orf.at/stories/3134900/, abgerufen am 17. Februar 2022; Monate danach wurde dieser Satz allerdings aus der Ankündigung gestrichen (Update 21. April).

(2) https://www.jandavidzimmermann.com/post/offener-brief-an-die-organisator-innen-des-bachmannpreises

(3) Über 34 000 Zugriffe sowie eine Erwähnung in der „Presse“: https://www.diepresse.com/6101389/ich-schreibe-keine-vollimmunisierten-texte-autor-kritisiert-bachmannpreis-organisatoren

(4) https://bachmannpreis.orf.at/stories/3160840/

(5) https://www.jandavidzimmermann.com/post/brief-an-anna-baar

Bild Ivan RadicDemonstranten bei Anti-Corona-Demo sprechen sich gegen Impfung und für Grundrechte aus (50853441937)CC BY 2.0

Gastbeiträge geben immer die Meinung des Autors wieder, nicht meine. Ich veröffentliche sie aber gerne, um eine vielfältigeres Bild zu geben. Die Leserinnen und Leser dieses Blogs sind auch in der Lage sich selbst ein Bild zu machen.

Ortwin Rosner, geboren 1967 in Wien, Studium der Germanistik und Philosophie, hat seine Diplomarbeit mit dem Titel  „Körper und Diskurs. Zur Thematisierung des Unbewussten in der Literatur anhand von E. T. A. Hoffmanns Der Sandmann“ 2006 bei Peter Lang veröffentlicht und war Gelegenheitsblogger auf standard.at. 


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Sind die Pazifisten schuld?

Kriegstreiberei und Sprache

39 Kommentare

  1. Taktgefühl 29. Juni 2022 at 19:13Antworten

    Im Internet finden Leute, daß Ortwin Rosner ein Nazi ist.

    Unterwanderung geschieht nicht direkt, das geht über Bande. Und Beleidigungen, die über Bande kommen, lassen sich schlecht entkräften. Manche lassen sich unter Druck setzen und beginnen sich zu rechtfertigen. Völlig falsch.

    Schon vom Gefühl her sagt einem der Artikel, daß mit dem Mann was faul ist.

  2. Kurt Knurrt 28. Juni 2022 at 21:15Antworten

    Anna Baar meint alles ist RECHTSRECHTS dass sich die Spritze nicht geben lassen will. Warum auch immer? Jeder der sich nicht impfen läßt, hat seinen eigenen Grund. Genau wie ich. Warum sollte ich meine Gesundheit gefährden? Warum?

    Frau Baar, meine Vorfahren waren im KZ! Mit Rechts habe ich nichts am Hut. Die neuen Rechten überlegten sich, sogar Abschiebungslager für Impfverweigerer. Oder folgende Meldungen kommen von den echten Rechten.

    „Diejenigen, die hier gegen die Impfung protestieren, haben dazu keinen Beitrag geleistet. Sie haben kein Recht, hier zu sein!” Lauterbach Bundesgesundheitsminister
    17.06.2022 | ID 1280
    „Freiwilliges Masketragen in Innenräumen […] muss zur Normalität gehören”
    Prof. Dr. Karl Lauterbach Bundesgesundheitsminister

    12.06.2022 | ID 1254
    „Swiss lässt Ungeimpfte nicht arbeiten – trotz Personalmangel”
    Swiss International Air Lines Nationale Fluggesellschaft der Schweiz

    11.06.2022 | ID 1241
    „Der Zutritt in den Laden ist nur für nachweislich geimpfte oder genesene Personen (2G) erlaubt”
    Tante Emma Rodgau e.V. Lebensmittelausgabe für Bedürftige

    11.06.2022 | ID 1247
    „Sommerfest der Charité: Ungeimpfte herzlich ausgeladen”
    Team Sommerfest Berliner Charité

    10.06.2022 | ID 1255
    „Nicht gegen Corona geimpft: Nico Rosberg darf nicht mehr ins Fahrerlager”
    Formel 1 Fahrerlager Monaco Circuit de Monaco

    10.06.2022 | ID 1295
    „Impfbereitschaft in der Bevölkerung durch finanzielle Entlastung von geimpften Personen erhöhen ”
    Sozialverband VdK Baden-Württemberg e.V. Gemeinnütziger Verband für soziale Gerechtigkeit und Sicherheit

    07.06.2022 | ID 1243
    „Coronaleugnerinnen und Coronaleugner müssten konsequent dem rechtsextremistischen Spektrum zugeordnet werden”
    Georg Maier (SPD) Thüringens Innenminister

    Sie Frau Baar machen es dem Innenminister von Thüringen nach. Nur der Schmäh zieht nicht.

    • Andreas I. 30. Juni 2022 at 15:43Antworten

      Hallo,
      vorm Zusammenbruch der DDR war ich noch etwas zu jung, aber zurückblickend kann ich soviel dazu sagen:
      Was heute [Verschwörungstheoretiker], [Rechter] usw. heißt, hieß in der DDR [Klassenfeind].
      Und es gab so gesehen durchaus echte Klassenfeinde; Leute die kurz gesagt gegen Sozialismus und für Kapitalismus waren. Die zu verfolgen war auch ein Bruch von Menschenrechten …
      Aaaber als es zu einer Art Paranoia wurde und auch Menschen zu [Klassenfeinden] erklärt wurden, die gar keine waren, sondern im Gegenteil, für Sozialismus waren, nur eben gegen etliche Verordnungen der DDR-Regierung, da fing das System an, sich damit selber zu zerlegen.
      Ähnlich jetzt: Menschen die für Demokratie und Grundrechte und Gewaltenteilung stehen, also Menschen für die (angeblichen:) westlichen Werte stehen, die werden vom westlichen Establishment bekämpft.

      Übrigens gab es in der DDR auch regierungstreue Künstler, schön auf Linie verlief die Karriere auch schön linear, aber es gab auch Künstler, die in eher das Motto beherzigten:
      „Wenn der Zensor eine Metapher versteht, wird sie verboten.“
      Also bestand die Kunst darin, es so auszudrücken, dass der Zensor es nicht verstand, das Publikum aber durchaus. Und das war durchaus anspruchsvoll.
      Westliche Künstler wie westliches Publikum haben diese Fähigkeit bis 2019 kaum benötigt und entsprechend leer sieht es nun aus.

  3. Peter Pan 28. Juni 2022 at 17:28Antworten

    Ich wette, dass niemand aus den Reihen der Gäste während dieser „Rede“ aufgestanden ist und den Saal verlassen hat.

  4. Andreas I. 28. Juni 2022 at 13:20Antworten

    Hallo,
    „Ich nenne solche klischeehaften Texte mittlerweile: Leid-Vereinnahmungsliteratur. Da geht es um tatsächlich oder auch nur vermeintlich ganz schreckliche Kindheitserfahrungen in der Provinz, Kriege werden geschildert, als hätte die Autorin sie unmittelbar am eigenen Leib erfahren, von dort hantelt sich der Text zu den grausamen Schicksalen von Heimkindern, zu Opfern von Kinderschändern und Altnazis, natürlich geht es auch um die FPÖ und die Umtriebigkeiten Jörg Haiders. Und all diese grauenhaften Dinge versammelt sie mit anklagendem Gestus in ihrem Text und steht dann natürlich selbst unglaublich gut da.“

    Unbewusst nähern sich solche Autoren tatsächlich dem, was sie am eigenen Leib erfahren haben – aber sie sind ungebildet, wissen nicht wie Verdrängung funktioniert und deswegen kommen sie nicht drauf, dass sie sich ihrer eigenen frühen Kindheit nähern.
    Die innere Spaltung wird auch in der äußeren Projektion sichtbar: ich bin gut, aber diese […] da, die sind böse.
    Wenn die gesamte Gesellschaft normopathisch ist und die Kulturschaffenden Teil der Gesellschaft sind … auf deutsch die sind genauso krank und bis 2019 musste man noch sensibel für diese Thematik sein, um das zu bemerken, seit 2020 ist es unübersehbar.

    Andererseits: wenn es nicht hier auf TKP aufgegriffen würde, dann würde ich nicht mitkriegen, was im etablierten Kulturbetrieb läuft, denn ich messe dem keine Bedeutung mehr zu, aus solchen Gründen wie im Artikel beschrieben.

  5. Tortuga 28. Juni 2022 at 0:22Antworten

    Leider meint jeder geistige Bodenbrüter der wertschöpfungsfreien Hofnarren- und Unterhaltungsbranche sein unqualifiziertes Wiederkäuen von Meinungen der Mietmäuler des betreuten Denkens würden ihn als Hochleistungs-Intelligenzler adeln.

  6. Thomas Melzer 27. Juni 2022 at 21:41Antworten

    Diese Art von Projektion, welche dem politischen Gegner wortreich genau das vorwirft, was man selbst tut und welche Frau Baar hier stellvertretend für viele andere Staatskünstler zelebriert, kannte ich früher vornehmlich von der FPÖ. Während man jenen, die sich für die Grundrechte einsetzen, vorwirft, mit Rechten mitzumarschieren, solidarisiert man sich mit jenen anderen, die die eigene Bevölkerung seit 8 Jahren mit Artillerie beschießen, die Pressefreiheit abschaffen, und Dissidenten foltern und verschwinden lassen.

    „Regenbogenfahnen zu Wolfsangeln“ statt „Schwerter zu Pflugscharen“. Wie sich die Zeiten doch ändern. Aber vielleicht waren sie ja schon immer so.

    • Kulturbranchler off duty 27. Juni 2022 at 22:47Antworten

      Hihihi, haargenau!!

      Als ich vor ca 12 Jahren damit aufhörte Grün zu wählen und dies unter anderem damit begründete, dass mir eine Maurer (aber nicht nur sie) zu totalitär tickt, nämlich amS noch autoritärer und totalitärer als ein Kickl, wurde ich noch meistens ausgelacht.

      Heute wundern sie sich, was alles geht. Plötzlich sind es die anderen, die das Recht der Politik folgen lassen und sich alle Mühe geben, auch wirklich niemals von ihm eingeholt zu werden.

      Grüne sollten sich einmal vorstellen, was sie davon hielten, wenn ein FPÖ-Politiker dieselbe Machtfülle in seine Hände schaufelt wie ein Rauch – und dann daran denken, dass der nächste FPÖ-Gesundheitsminister ebendiese Machtfülle erben wird. Aber das ist eben das Blöde an Psychosen: sie beflügeln sich selbst und bekämpfen alles, was sie bedroht, also zuallererst die Realität.

  7. DasKrokodil 27. Juni 2022 at 21:00Antworten

    Eine gehirngewaschene Untertanin dient sich der Obrigkeit an, indem sie alle Dissidenten pauschal diffamiert. Das als Rede bei einer Preisverleihung reicht aus, um die Wertigkeit dieses Preises einschätzen zu können.

    Es ist also nichts Wichtiges passiert.

  8. Gerhard 27. Juni 2022 at 20:07Antworten

    Kärnten, früher auch Kärnthen, italienisch Carinzia, slowenisch Koroška, ist das südlichste Bundesland der Republik Österreich. Landeshauptstadt ist Klagenfurt am Wörthersee. Und in Klagenfurt ordinierte Herr Wurst, ordinär gesagt. Weil ganz wurst ist sie nicht, diese Wurstigkeit, speziell dort, wo Kärnten liegt oder lag, oder viele seiner Söhne., neben dem Erhabenen. Oder wo sie auch gesessen sind mit entblößtem Glied, nämlich auf dem Schoß des Paracelsus. Nein, ich verbessere, des Paracelsus-Preisträgers. Der sogenannte Paracelsus-Stuhl, ach so, Entschuldigung, Herzogstuhl, war es nicht. Sondern der Stuhl des Herrn Gott in Weiß. Ich bin auch dort gesessen, und der Primarius hat auch mit meinen Genitalien gespielt. Doch das diente sicherlich nur der Überwindung abnormer Berührungsängste. Und zur Erhebung zum Supracelsus – der Oben-auf-dem-Celsus – auf dem Hochgestellten. Da bin ich mir ganz sicher.

    Nein. Das stimmt nicht, zumindest nicht ganz. Genau genommen ist es eine Lüge, sozusagen. Nur eines ist wahr: diese Lüge wäre einmal opportun gewesen, zuträglich, beliebt und willkommen – in Kärnten, bei den Freunden. Dessen ungeachtet war ich mir vielmehr immer schon sicher, dass da etwas nicht ganz stimmt, mit dieser Behandlung, nämlich: so behandelt zu werden. Also wusste ich schon, dass etwas mit diesem Herrn Wurst nicht stimmt, und das bevor das offizielle, das politische Kärnten, davon Notiz nehmen wollte, bevor es zu einer anerkannten Wahrheit, zu einer zumutbaren Wahrheit wurde. Ich wusste es, so sagt man, aus eigener Erfahrung. Ich weiß es. Und weil ich das weiß, halte ich den Text von Anna Baar notgedrungen für großartig. (Anm.: Auch was es bedeuten konnte, seine frühe Jugend in Kärnten zu verbringen, habe ich selten so gern gelesen.)

    „Wer steht schon auf der Seite von Kinderschändern und Alt-Nazis?“: Davon handelt ja dieser Text! Schon vergessen: Das politische Kärnten v er l i e h einem Kinderschänder die höchsten Orden, die es zu vergeben hat und empört sich zugleich über Texte über Kinderschänder. Ich weiß nicht, muss man Ihnen alle Zusammenhänge doppelt und dreifach erklären? Ihre Kritik an diesem Text ist billig. (Es ist eine

    andere Parallele, die Frau Anna Baar, nach altkärtnerischer Manier, ausklammert. Kärntnerkinder wechseln gern die Seite. Und vom Franz Wurst an ihrer Seite haben sie jetzt endlich nachweislich, da sogar von offizielleramtlicherpolitischer Seite bestätigt, genug. Aber vom Hanswurst noch nicht. Ich weiß noch eynen heysßt hans myst. Der will all welt des über reden. Die Wahrheit ist eine Zumutung. Einige Kärntner kennen schon jetzt die Wahrheit über die nebenwirkungslose, über jede Kritik erhabene – quasi Celsissima – Corona-Impfung.

    Lei losn.)

  9. Pfeiffer C. 27. Juni 2022 at 18:58Antworten

    Die Artikel-Chuzpe Nummer 1 ist doch: „Vollimmunisierte* mit aktuellem Test“ können nur Antifaschisten verordnen. Warum?

    Ignazio Silone sagt:
    „Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus“.

    Und die Chuzpe Nummer 2 ist „Vollimmunisierung“, weil: Ein Marketinggag.

    Immunität (lateinisch immunitas für ‚Freiheit von etwas‘ in Bezug auf die Gesundheit „Freiheit von Krankheit“, „immunis“ als Eigenschaftswort für „gefeit gegen/ frei von“) ist das angeborene oder durch Kontakt mit einem Krankheitserreger (Pathogene) oder dessen Giften erworbene Gefeitsein (Unempfindlichkeit oder Unempfänglichkeit) des Organismus gegenüber spezifischen äußeren Angriffen bzw. die Fähigkeit des Organismus, bestimmte Pathogene ohne Symptome zu eliminieren.

  10. Taktgefühl 27. Juni 2022 at 18:45Antworten

    Der Autor gehört für mich in die indifferente Klasse, wo man nicht weiß, ist der für uns oder ist der gegen uns? Behaupten kann er viel.
    Das fehlende Feingefühl und diese Unüberlegtheiten sind genau das, was am Ende jede Gegenbewegung erstickt.
    Wenn ich sage, Merkel hat bestritten, daß die Flüchtlingskrise abgesprochen war, dann bleibt hängen, Merkel, Flüchtlingskrise, Absprache! Das Gerücht ist in der Welt.

    Keinen Dunst von Propaganda und mit Sensationen punkten wollen. Traurig. Dann können wir uns ja jetzt ein Schild um den Hals hängen?

  11. Taktgefühl 27. Juni 2022 at 18:31Antworten

    Mir gefällt der Artikel schon gleich von der Überschrift nicht. Das ist alternativer Sensationsjournalismus ohne Rücksicht, ob das nützt oder schadet.

    Schweigen kann auch Gold sein.

  12. Toni 27. Juni 2022 at 17:22Antworten

    Ich fürchte, auch eine Staatskünstlerin, habe allerdings die Rede nicht im Original gelesen.

    Viel Schimpfen über die Vergangenheit, da ist es bekanntlich immer sehr einfach, sich auf die Seite der Sieger zu stellen. Die Verbrechen der Jetztzeit anzuprangern, ist bekanntlich gefährlich, das kostet heute die finanzielle Existenz. Da ist es weitaus sicherer, es bei einem allgemeinen unbestimmten Geschwurbel bewenden zu lassen.

    Glück auf, Toni

  13. 1150 27. Juni 2022 at 16:27Antworten

    ergänzend zu den kinderschändern und altnazi’s – primarius dr. franz wurst, ehemaliger vorstand der kinder und jugendpsychiatrie in klagenfurt, ist ein schillerndes beispiel, wie aus nazi’s honorige sozialdemok ratten wurden oder ein dr. heinrich gross in wien, welcher den jahrzehntelang schutz und die gunst der spö hatte.
    andere beispiele gibt es genug. heute mag und kann man sich in der spö dessen nicht mehr erinnern………….

  14. Fritz Madersbacher 27. Juni 2022 at 15:19Antworten

    „Wer nicht durch Werke auffällt, sondern vor allem dadurch, sich aufzupudeln, aber aus der Affäre zu stehlen, wo es unbequem wird … ist ein Maulheld und Heuchler“
    Hat die Eröffnungsrednerin dabei in den Spiegel geschaut? Es heißt ja „Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und nimmst nicht wahr den Balken in deinem Auge? … Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; danach sieh zu, wie du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehst“ (Mt 7, 3 – 5)
    „Maulhelden und Heuchler“, die das Lied derer singen, von deren Brot sie abhängig sind, dominieren unsere „Kulturszene“ und werden, weil sie brav oder ungefährlich pseudokritisch sind, gefördert und medial ins Rampenlicht befördert. „Die Spezialisten, die Experten mehren sich. Die Denker bleiben aus“ (Ingeborg Bachmann, Frankfurter Vorlesungen). Die Denker bleiben aus und sind ersetzt durch Experten, Maulhelden und Heuchler. Ihnen kann man nur raten „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet“ (Mt 7, 1)
    Ansonsten gilt für diese Doppelmoral-dekorierte Eröffnungsrede: „Man hütet sich Fragen zu stellen, bei soviel offenbarer Sinnlosigkeit“ (Ingeborg Bachmann, aus einem Brief an Paul Celan).
    Ironie am Rande: mit den Zitaten von Ingeborg Bachmann wurden die Plakate für die „45. Tage der deutschsprachigen Literatur“ vom 16. bis 20. Juni 2021 geschmückt (also für den gemeinhin so genannten „Bachmannpreis-Wettbewerb“). Sie werden veranstaltet vom ORF (Kärnten), der Sinn der Bachmann-Zitate ist offensichtlich nicht im Hirn der Veranstalter angekommen …

    • Sabien 27. Juni 2022 at 20:29Antworten

      Vielleicht kann man ihnen nicht mal Vorwürfe machen, weil sie schon lange zu Zombies mutiert sind. Nachdem ich ein Video von Dr. Klinghardt gesehen habe, in dem er berichtete, dass ihm auffiel, dass frühere Impfgegner, die letztendlich dem Impfdruck nachgegeben haben, einige Wochen nach den Impfungen auffallend unkritisch dem Thema gegenüber waren. Also diese Persönlichkeitsveränderungen, die man durch Genveränderungen, z.B. unkritisches Verhalten, erreichen kann. Dies würde auch erklären weshalb ich letztendlich keinen Geimpften von der Gefährlichkeit dieser Gentherapie überzeugen konnte. Sie sind schon nicht mehr sie selbst – auch wenn man das sonst so nicht gleich merkt.

      • Bettina 1. Juli 2022 at 14:54

        zum Glück gibts noch ein paar – mittlerweile kenne ich zwei oder drei, die sich den dritten Stich nicht mehr geben lassen … dafür aber auch andere, die stolz ihren Impfpass mit Spikung IV in die Kamera halten, von denen ich aber nicht mitbekommen haben, dass sie die Chargennummer ihrer Grippeimpfung jeden Winter der ganzen Meute, auch denen, die es am A..vorbeiging, welche medizinische Versorgung wer wann erhalten hat, vor den Latz knallten

  15. Egon 27. Juni 2022 at 14:48Antworten

    Politiker haben einen traurigen Höhepunkt erreicht. Ein Sündenbock muss her. Weder 2G-Regel, noch Lockdowns haben was gebracht. Diskriminierung schließt die Lücken für fehlerhafte Maßnahmen und versagen.
    Und die Trickkiste gibt noch mehr her.

    Teurungsrate Trick. In den Nachrichten wird die Inflation eingeläutet und schon am nächsten Tag sieht man wie die Supermaktangestellten fleißig die Schilder austauschen. Von 0.99 bereits auf 3.69 Euro gestiegen. Vorsicht! Alte Preisschilder (1.29 Euro) werden extra belassen, denn an der Kasse heißt es dann: Der Preis an der Kasse 2.19 Euro) ist gebunden. Ohne mich! Das ist gewollt, dass die Menschen mehr ausgeben, obwohl es keinen Grund gibt. Außer für einen wirtschaftlichen Aufschwung. Solange über eine Inflation geredet und gesendet wird, wird man sie nie los. Und danach werden die Preise nicht auf früheren Niveau zurückkehren.

    Sie können so oft wie sie wollen an die Preis-Spirale drehen wie sie Lustig sind. Ich sabotiere alle Lebensmittel die nicht unbedingt nötig sind. Es klappt wunderbar und ich verschenke keinen Cent an diese Gierhälse.

  16. to psychopathos 27. Juni 2022 at 14:33Antworten

    Ich kann gar nicht so viel essen wie ich kotzen möchte….

    Ich schäme mich nur noch für meine Kollegenschaft in der Kulturbranche. Versagen auf ganzer Linie bei gleichzeitiger Hybris, die jeden Ikarus vor Neid erblassen lässt.

    Mein einziger Trost ist, dass die Erkenntnis über das eigene Versagen gerade diesen Menschen besonders schwer zu schaffen machen wird, so sie Zeit Lebens überhaupt noch den Mut dazu finden, sich dem zu stellen. Ich gönne ihnen jedenfalls allen seelischen Schmerz über dieses innere Monster, das sie dieser Tage von der Leine lassen.

    Wer es als Solidarität betrachtet, Sterbenden die Sakramente zu verwehren, wer es als Solidarität bezeichnet, dass sich Angehörige nicht sehen dürfen, Kranke nicht besuchen, Kinder keine Freunde….etc., der ist seelisch krank.

    Die Ambulanz-Fälle der Jugendpsychiatrie haben sich verZEHNfacht(!) – und wer das anprangert soll Nazi sein?

    Seht genau hin, liebe Leute, denn SO sieht eine manifeste Psychose aus – und so destruktiv wirkt sie.

    Mein Beileid, Fr. Baar, Ihre Therapie dürfte sehr lange dauern, daher sollten sie besser heute als morgen damit beginnen!

  17. Jan 27. Juni 2022 at 14:32Antworten

    Der Text is auch sprachlich und bildsprachlich nicht berauschend. Kategorie: Befleissigtes Maturanivau. Die Bachmann rotiert im Grabe. Die Erben sollten wegen Rufschädigung klagen.

  18. Alter Pauker 27. Juni 2022 at 14:03Antworten

    Unter den Demonstranten gegen Corona gibt es vermutlich keine „Vollimmunisierten“. Vor denen hätte ich auch tatsächlich Angst. So kann ich aber völlig entspannt sagen: Weitermachen! (Igitt! Schon wieder ein Reizwort!) Das wirkt und ist sicher.

  19. rudi & Maria fluegl 27. Juni 2022 at 14:01Antworten

    Das hat zwar nichts mit Hochkultur–zum Glück– zu tun!
    Aber das Outing vom Kabarettisten Geri Seidl „Ich bin nicht geimpft-…weil vom Vater mit Benzin gereinigt,,,,etc.“ ist beachtenswert! Er war zwar verkrampft–ob des Outings??- Aber Kabarett als Seismograph wird von uns schon ewig, genau beobachtet. Und der hiesige Zustand ist erbarmenswürdig. (Auf der Bühne!)
    In Germany obschon größer gibt es mehr! -Schleich Fernsehen z,B,!

  20. Andrea 27. Juni 2022 at 13:47Antworten

    Diese Veranstaltung am 22. Juni 2022 und diese Eröffnungsrede von Frau Baar sind ganz sicher nicht im Geiste der Namensgeberin Ingeborg Bachmann. Sie würde sich im Grabe umdrehen, wenn sie wüsste, welche Geisteshaltung heutzutage von großen Teilen der heimischen Kulturszene in ihrem Namen vertreten wird.

    • Pfeiffer C. 27. Juni 2022 at 20:02Antworten

      @ Andrea – …sind ganz sicher nicht im Geiste der Namensgeberin Ingeborg Bachmann. Sie würde sich im Grabe umdrehen, wenn sie wüsste, welche Geisteshaltung heutzutage von großen Teilen der heimischen Kulturszene in ihrem Namen vertreten wird. – Bestätigt:

      Aus Bachmanns Dankesrede bei der Entgegennahme des „Hörspielpreises der Kriegsblinden“ am 17. März 1959 im Bundeshaus in Bonn:

      „Wie der Schriftsteller die anderen zur Wahrheit zu ermutigen versucht durch Darstellung, so ermutigen ihn die andren, wenn sie ihm, durch Lob und Tadel, zu verstehen geben, daß sie die Wahrheit von ihm fordern und in den Stand kommen wollen, wo ihnen die Augen aufgehen.

      Die Wahrheit nämlich ist dem Menschen zumutbar.“

  21. Elisabeth 27. Juni 2022 at 13:44Antworten

    WER sind da die Faschisten?

    Arzt weist auf Booster-Alternative hin – und wird gesperrt
    Kubicki: „Haben ein Niveau staatlicher Übergriffe erreicht, das ich bislang nur aus Willkürstaaten kannte“

    reitschuster.de/post/arzt-weist-auf-booster-alternative-hin-und-wird-gesperrt/

  22. nouseforislam 27. Juni 2022 at 13:29Antworten

    Wie gut, dass ich ohne die Art von Literatur, die man allgemein als „Belletristik“ bezeichnet, auskomme. Dann lieber einen gepflegten klassischen SF-Roman von Heinlein oder Clarke oder düstere Horrorgeschichten von Poe oder Lovecraft. Dieses ganze aufgeblasene Zeug, das mit Literatur-Preisen überhäuft wird, kann mir gestohlen bleiben. PS: Werden die anteilsmässigen meisten Preise nicht im deutschsprachigen Raum verliehen? Da bekommt jeder Haltungsschmierant immerhin einen ab.

    • Gabi 27. Juni 2022 at 22:17Antworten

      Lieber beim Kopp-Verlag reinschaun. ich hoffe, dass ist etzt keine Schleichwerbung, aber dieser Verlag bietet sehr viel Information.

  23. Reinhard 27. Juni 2022 at 13:12Antworten

    Ähh, hat Frau Baar in ihrer Rede Juden als Nazis bezeichnet? Das ist Antisemitismus pur. Dafür hat sie Applaus bekommen? Was sind das nur für Verbrecher. Was ist denn bei euch in Österreich los? Ich hoffe, dass Anzeigen zur Genüge gestellt werden..

  24. Jens Tiefschneider 27. Juni 2022 at 13:07Antworten

    Frau Baar soll sich einfach schön weiter Boostern lassen, dann wird es schon bald still um sie werden.

    • Elisabeth 27. Juni 2022 at 13:55Antworten

      War heute in einer großen Gemeinde/Wiennähe einkaufen. Viele trugen Masken (SPÖ-Gemeinde). In meiner Gemeinde trägt absolut keiner die Maske. Im Supermarkt lauschte ich bei einem Telefonat mit. Alte Frau hält sich am Wagerl fest und erklärt, sie könne sich nach ihrem Schlaganfall zwar nicht mehr so gut bewegen, aber dement sei sie nicht, sie merke sich nur nichts mehr so gut, aber das sei nicht arg. ..

      Echt! Ich war sehr erschüttert. Es kam mir vor wie in einem Horrorfilm. Die vielen Leute mit Maske krochen alle gebeugt dahin. Da dachte ich: Das sind also die Geboosterten … Ich geh dort nie wieder hin, nicht mal zu Halloween …

  25. Sven 27. Juni 2022 at 12:52Antworten

    Der Typ Mensch, der vor so fünfundachtzig Jahren an die Macht kam, ist zu grossen Teilen wieder an der Macht. Übergriffig, ideologisch, kollektivistisch, repressiv und empathielos. Ob man nicht diese mit ‚Nazis‘ betiteln sollte?

  26. Charly1 27. Juni 2022 at 12:45Antworten

    Heute gibt es nur Nazis, früher sagte man Patriot aber ein Patriot ist ein Nationalist und somit ein Nazi !!!

  27. Sven 27. Juni 2022 at 12:29Antworten

    Der Typ Mensch, der vor so fünfundachtzig Jahren an die Macht kam, ist zu grossen Teilen wieder an der Macht. Übergriffig, ideologisch, kollektivistisch, unterdrückend und empathielos. Ob man nicht diese mit ‚Nazis‘ betiteln sollte?

    • Gabi 27. Juni 2022 at 22:24Antworten

      Sollte die Maskenpflicht wieder eingeführt werden, bei der ich wieder nicht mitmache, ( habe keine Maskenbefreiung) werde ich zum x-Mal einen Brief an diesen 3. unsäglichen Gesundheitsminister schreiben. Aber diesmal mit einem guten Tipp.
      So wie der sich aufführt muss er aufpassen, dass ihm nicht der Bart wächst.

  28. Slobodan Covjek 27. Juni 2022 at 12:19Antworten

    Ironischerweise sind überproportional viele Menschen aufgestanden, die als „rechts“ abgekanzelt werden. Die Kulturschranzen dagegen haben sich in ihrer überwiegenden Mehrheit und Dummheit bis auf die Knochen blamiert. Sie haben ja sogar für den Krieg geplärrt.
    Wenigstens an der total gleichgeschalteten Sprache hätte Frau Baar etwas auffallen müssen, wenn sie nur den Dunst vom Tau einer Ahnung von der deutschen Sprache hätte.

  29. Carlo 27. Juni 2022 at 12:16Antworten

    Ausgerechnet die die damals nicht gerade Vorbilder waren stellen unschuldige und besorgte Bürger an den Pranger. Diese Leute stellen sich selbst ein Armutszeugnis.

  30. 1150 27. Juni 2022 at 12:12Antworten

    bitte was hat ein corona-demonstrant mit einem nationalsozialisten zu tun? erklärt mir jemand bitte den zusammenhang?
    es sind wohl eher die fanatisierten impfbefürworter im faschistischen korporatismuslager zu finden.

    • Andreas I. 28. Juni 2022 at 13:29Antworten

      Hallo,
      das ist doch voll logisch:
      Der (anti-Pharma) Demonstrant ist für Grundrechte und gegen Diktatur.
      Der Faschist ist gegen Grundrechte und für Diktatur.
      Also beide sind irgendwie für irgendwas und gegen irgendwas, da muss man nicht genauer hinschauen, das muss reichen. ^_^

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