Südafrika: keine Isolation ohne Symptome und 60 bis 80 Prozent Immunität durch Infektion

3. Februar 2022von 2.6 Minuten Lesezeit

Die Regierung von Südafrika hat angekündigt, dass sich die Vorschriften für die Isolierung von Personen mit positiven Tests erheblich ändern werden. Wer keine Symptome hat, muss nach einem positiven Test nicht mehr isoliert werden. Diejenigen, die sowohl positiv getestet wurden als auch Symptome zeigen, müssen nur noch sieben Tage isoliert werden, nicht mehr zehn. Nach Angaben der Regierung sind inzwischen genügend Menschen immun gegen das Coronavirus, um die Änderungen zuzulassen.

Von Dr. Peter F. Mayer

Ab sofort gilt, dass Südafrikaner, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, aber keine Symptome von Covid-19 zeigen, sich nicht mehr selbst isolieren müssen, teilte die Regierung am Montagabend mit.

Für diejenigen, die Covid-19-Symptome zeigen (die oft als ähnlich wie eine Erkältung oder Grippe beschrieben werden, seit die Omicron-Variante vorherrschend ist), wird die Isolationszeit von derzeit 10 Tagen auf sieben Tage verkürzt. Die engen Kontaktpersonen der positiv getesteten Personen müssen nicht mehr isoliert werden, es sei denn, sie entwickeln selbst ebenfalls Symptome.

Das Kabinett hatte die Änderungen auf der Grundlage von Daten genehmigt, die unter anderem Seroprävalenzerhebungen (bei denen Antikörper zur Identifizierung von Personen, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, untersucht werden) enthielten, aus denen hervorging, dass der „Anteil der Personen mit Immunität gegen Covid-19“ bei 60 % bis 80 % liegt, so das Präsidium in einer Erklärung.

In Ländern wie Südafrika oder Indien kann man solche Untersuchungen durchführen. In Österreich und Deutschland sind völlig inkompetente Politiker und Behörden nicht dazu in der Lage.

Hier ein kurzer Vergleich der täglichen Tests, die zeigen, dass die österreichische Regierung einen nur mehr als völlig wahnsinnig zu bezeichnenden Kurs fährt. Hier ist alles darauf angelegt die Pflicht zur Körperverletzung mittels Gentherapie – denn von Impfung kann keine Rede sein – durchzusetzen:

Nach den jüngsten Statistiken sind bisher in Südafrika 32 % mindestens einmal und 27% mehrfach geimpft worden.

Die hohen Impfquoten in Österreich und Deutschland führen auch zu wesentlich mehr „bestätigten Fällen“ in Österreich im Vergleich zu Südafrika:

Das alles dient letztlich der Verbrauch von 10 Millionen vorhanden Dosen der Gentherapeutika sowie der 19 Millionen bereits gekauften Dosen, die noch 2022 geliefert werden. Das sind vier Spritzen im Jahr 2022 pro impfbarem Bewohner, inklusive aller Personen, deren vorhandene Immunität nach Infektion durch die Gentherapeutika reduziert und verschlechtert wird.

Bild von Giselle Whiteaker auf Pixabay

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7 Kommentare

  1. Dubitabam ad opus 4. Februar 2022 at 22:46Antworten

    Vitamin D das Sonnenhormon

    Zusätzlich wird in solch sonnenreichen Ländern das Immunsystem der Menschen hauptsächlich über die Hautoberfläche und deren Exposition durch die UV-B-Strahlung der Sonne auch ausreichend Vitamin D3 synthetisiert, was natürlich enorm hilft, gesünder zu bleiben.

  2. Paul 3. Februar 2022 at 15:48Antworten

    Ökologe
    3. Februar 2022 um 8:43 Uhr
    „Ausserdem: So eine krasses Auseinanderklaffen der Positivrate der PCR-Tests, das schwankt ja zwischen 0.07 in Österreich bis zu 32% in Deutschland, das kann ja wohl nicht stimmen.“
    Bitte genauer lesen. Positivrate DE 32%, Österreich 4,5 %
    CFR ( Sterberate)
    Deutschland: 0,14
    Österreich: 0,07

  3. Ökologe 3. Februar 2022 at 8:43Antworten

    Könnte das ein Tippfehler sein? „Hier ist alles darauf angelegt die Pflicht zur Knorpelverletzung mittels Gentherapie“. Knorpel oder Körper?

    Zu PAUL: Im Prinzip richtig, jedoch ist die „Infektionsrate“ doch nach der üblichen Lesart weiterhin interessant, da ja ca. 2 Wochen nach einem Anstieg mehr Krankenhausaufenthalte folgen (sollen).
    Ausserdem: So eine krasses Auseinanderklaffen der Positivrate der PCR-Tests, das schwankt ja zwischen 0.07 in Österreich bis zu 32% in Deutschland, das kann ja wohl nicht stimmen. Ok, höchstens wenn es so sein sollte, dass in D primär symptomatische Personen getestet werden und in Österreich Hinz und Kunz.
    Nun denn, wenn Österreich in Geld schwimmt, kann man jede*n täglich mit einem PCR testen. Wenn es schön macht und man sonst nichts anderes zu tun hat…

  4. Paul 3. Februar 2022 at 7:47Antworten

    Sehr geehrter Herr Mayer,
    Es fällt mir schwer den Vergleich von Östereich bzw.Deutschland mit Südafrika (Indien) zu ziehen.
    Das Durchsschnittsalter liegt in Südafrika bei bei lediglich 27,6 Jahren.(Indien 28,4)
    Österreich 43,1.
    Deuschland 44,5

    Ich würde mich auch nicht auf die Anzahl der neuen Fälle versteifen sondern auf die positiv Rate.
    Diese sagt unabhängig von der Testmenge mehr über das aktuelle Geschehen aus

    Die Raten sehen aktuell so aus.
    Indien: 14%
    Deutschland: 32%
    Südafrika: 10 %
    Österreich: 4,5 %

    Die CFR Raten:

    Indien: 0,29
    Südafrika: 4,4
    Deutschland: 0,14
    Österreich: 0,07

    Quelle: Our World in Data 02.02.2022

    • Fritz Madersbacher 3. Februar 2022 at 11:18Antworten

      @Paul
      3. Februar 2022 um 7:47 Uhr
      „Ich würde mich auch nicht auf die Anzahl der neuen Fälle versteifen sondern auf die positiv Rate. Diese sagt unabhängig von der Testmenge mehr über das aktuelle Geschehen aus“
      Das ist ein gern gemachter Fehlschluss, wie z.B. der Innsbrucker Infektiologe Günter Weiss sagt:
      „Ein Dorn im Auge ist Weiss weiterhin das seiner Ansicht nach übermäßige und ungezielte Testen in Österreich. Österreich teste rund zehnmal so viel wie Deutschland und die Schweiz – habe aber bezogen auf die Bevölkerung die gleichen Infektionszahlen und Hospitalisierungsraten bzw. Todesfälle wie diese Länder. „Dieses ungezielte Testen bringt für die Pandemiebekämpfung eigentlich wenig. Wir geben Milliarden aus, ohne dass wir wirklich einen gesundheitlichen Benefit haben. Es gehört jetzt irgendwann mal aus der Welt geschafft.“ Im Gegenteil – die Menschen würden sich mit negativen Testzertifikaten in falscher Sicherheit wiegen und auf Hygienegrundregeln verzichten. Tests seien Momentaufnahmen von sehr kurzer Gültigkeitsdauer, und Testen sollte deshalb gezielt und symptombasiert aufgrund einer „medizinischen Indikation“ bzw. im Rahmen des Contact-Tracing oder in kritischen infrastrukturellen Bereichen erfolgen“ (APA, 14/01/2022)

    • andi pi 3. Februar 2022 at 12:33Antworten

      @paul:

      „Ich würde mich auch nicht auf die Anzahl der neuen Fälle versteifen sondern auf die positiv Rate.
      Diese sagt unabhängig von der Testmenge mehr über das aktuelle Geschehen aus“

      also wenn sie meinen, dass die testmenge ohnehin irrelevant ist, dann heißt das logischerweise, dass diese massentestitis, die gerade in österreich grassiert, eigentlich völlig unnötig ist. quod erat demonstrandum.

  5. Pierre 3. Februar 2022 at 7:18Antworten

    Ich glaube die Testzahlen in den Grafiken oben enthalten nicht die Schnelltests. In Deutschland werden aber sehr sehr viele Schnelltests durchgeführt, weil es an fast jeder Straßenecke Testzentren gibt.

    In meinem Landkreis werden momentan pro Tag etwa 52 -Schnelltests pro 1000 Einwohner durchgeführt. Das ist eine ähnliche Größenordnung wie in Österreich, wobei dort mehr über PCR getestet wird, wenn ich das richtig verfolgt habe. Diese Zahlen zu Schnelltests werden in D nicht bundesweit erhoben, sondern meist nur je Kreis oder Stadt z.T. ausgewiesen. Und das RKI kennt die Schnelltestzahlen auch nicht, jedenfalls habe ich dazu bisher nie etwas gelesen.

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