Der Elefant im Raum: Antikörper bei Fettleibigkeit sind autoimmun und nicht neutralisierend

Es ist mittlerweile immer wieder dargestellt worden, dass Fettleibigkeit der bei weitem häufigste Risikofaktor ist. Er wird verursacht durch Zucker bzw. Blutzucker, das heißt Insulinresistenz. Falls unter 60-jährige ins Spital müssen, sind sie zu 80% adipös. Aber auch Impfung wirkt weniger oder gar nicht, da sie weniger und dann noch die falschen Antikörper produziert.

Von Peter F. Mayer

Fettleibigkeit vermindert die Sekretion von SARS-CoV-2-spezifischen IgG-Antikörpern im Blut von COVID-19-Patienten. Die Ergebnisse einer in Nature veröffentlichten Studie zeigen, dass schlanke Personen mit BMI unter 25, viele erwünschte, neutralisierende Antikörper produzieren und wenig schädliche autoimmune Antikörper. Übergewichtige dagegen mit BMI über 30, entwickeln kaum messbar Spike-spezifische erwünschte IgG-Antikörper, dafür viel mehr unerwünschte Autoimmun-Antikörper.

Zucker und Kohlehydrate erhöht den Schaden, den sie anrichten, wie in der Auswertung von 240.000 Studien gezeigt wurde.

Die Beseitigung einer SARS-CoV-2-Infektion erfordert sowohl angeborene als auch adaptive Immunreaktionen, die zur Beseitigung des Virus aus dem Organismus führen. B-Zellen tragen zu diesem Prozess bei, indem sie neutralisierende Antikörper produzieren, die die Ausbreitung infektiöser Viren verhindern, die Virusverbreitung kontrollieren und Gewebeschäden reduzieren.

Adipositas ist ein entzündlicher Zustand, der mit Entzündungen und chronischer Aktivierung des Immunsystems einhergeht und zu einer funktionellen Beeinträchtigung von Immunzellen und einer verminderten Immunität beiträgt. Es hat sich gezeigt, dass fettleibige Menschen schlecht auf Infektionen, Impfungen und Therapien für Autoimmunerkrankungen ansprechen. Fettleibigkeit stellt daher einen zusätzlichen Risikofaktor für COVID-19-Patienten dar. In der Tat wurde ein starker Zusammenhang zwischen Adipositas, Adipositas-assoziierten Komorbiditäten und schwerwiegenden Folgen von COVID-19 nachgewiesen, wobei erwachsene symptomatische COVID-19-Patienten mit einem Body-Mass-Index (BMI) > 30 im Vergleich zu schlanken und übergewichtigen Personen (BMI < 30) häufiger in die Akut- und Intensivstation eingewiesen wurden. Einen Befund, den der Leiter der Intensivstation des Krankenhauses der Barmherzigen Schwestern Linz in einem Leserbrief an die Oberösterreichischen Nachrichten bestätigt hat.

Für die Studie wurden die Auswirkungen von Fettleibigkeit auf die Sekretion von SARS-CoV-2-spezifischen Immunglobulin G (IgG)-Antikörpern im Blut von schlanken und übergewichtigen/fettleibigen COVID-19-Patienten untersucht.

Hilfreiche, Spike-spezifische, neutralisierendes IgG wurde gemessen bei

  • BMI unter 25     3500 U/ml
  • BMI über 30      praktisch keine

Und bösartige, krankmachende, autoimmune IgG-Antikörper fand sich, ausdrücklich bei Covid-19 erkrankten Patienten

  • BMI unter 25     0,5
  • BMI über 30      1,7

Das Auftreten von Autoimmunität konnte auf die Virusinfektionen zurückgeführt werden. SARS-CoV-2 scheint ein auslösender Faktor für die Entwicklung einer raschen autoimmunen, autoinflammatorischen Erkrankung bei übergewichtigen Personen zu sein.

Bei der aktuellen Pandemie hat sich gezeigt, dass Serumproben erwachsener COVID-19-Patienten Antikörper enthalten, die sich gegen das Gewebe der infizierten Patienten richten, anstatt gegen das krankheitsverursachende Virus. Anti-Phospholipid-Antikörper, Anti-Interferon-Antikörper, antinukleäre Antikörper und Rheumafaktoren wurden bei einer großen Anzahl von COVID-19-Patienten gefunden und mit einer schweren Erkrankung in Verbindung gebracht, da sie wichtige Komponenten der antiviralen Reaktion unterbinden können.

Zusammenfassend unterstreichen die Ergebnisse der Studie die Bedeutung der Identifizierung von schützenden (neutralisierenden) und pathogenen (autoimmunen) Antikörpern bei COVID-19-Patienten mit Adipositas. Diese Autoimmunantikörper werden auch nach einer COVID-19-Impfung gebildet.

Covid-19-Erkrankte reagieren sehr unterschiedlich auf das Virus. Nämlich:

  • Schlanke, BMI unter 25, produzieren viele erwünschte, neutralisierende Antikörper
  • und wenig schädliche autoimmune Antikörper.
  • Übergewichtige, BMI über 30, entwickeln kaum messbar Spike-spezifische erwünschte IgG-Antikörper, dafür viel mehr unerwünschte Autoimmun-Antikörper.

Mit diesem Befund erklären die Autoren die Tatsache, dass das gleiche Virus bei manchen Menschen nur leichte Symptome, bei anderen schwere Erkrankungen und Tod verursacht. Entscheidend sei, so war hier bewiesen, das Körpergewicht. Der BMI.

Bild von Vidmir Raic auf Pixabay

11 Kommentare zu „Der Elefant im Raum: Antikörper bei Fettleibigkeit sind autoimmun und nicht neutralisierend

  1. Bei Statistik käme es auf die Logik in der These an. – Hier sind wir immer zu ausgrenzend.

    Wie steht es um das Altern? – Beim Altern lässt der NAD+-Spiegel in all unseren Zellen nach. Wir nennen es ALTERN. Die Zelle versteht ihr Genom nur noch als Nuscheln. – Harvard-Professor Dr. David Sinclair betrachtet Altern deshalb als KRANKHEIT. – Wir sind immer VORERKRANKT.

    1. Adipositas ist ein VIELMEHR an Körperzellen. – Wo kommen die bloß auf einmal her? Ungeplante Zellteilungen? Außerplanmäßige Replikation von Zellen?

      Prof. Sinclair erklärt uns, dass logischerweise Hunger – etwas länger aushalten können – gesund sei. „Futtermengen“ in Magen und Darm sind Trigger für Zellteilungen, die immer niedrigere Qualität danach ergeben. INTERVALLFASTEN sei nicht dumm, es ist ein BREMSEN DES ALTERNS.

      Omi hatte nicht immer recht mit: „Mädel, Du musst essen.“ – Es geht, nach unserer biologischen Wachstumsphase, bei der Ernährung, um das Eins-zu-Eins statt Eins-zu-Zehn.

      Jede Zellteilung/Replikation bedeutet QUALITÄTSVERLUST bei den Tochterzellen. (Wir dürfen uns im Baby nicht täuschen.) Adipös heißt mengenmäßig mehr Qualitätsverlust bei einem einzigen Herz.

      Gut „zuschlagen“ am Buffet bedeutet das Altern als Krankheit zu beschleunigen. – Es sei uns gegönnt, denn wir leben ja schließlich nur gerade jetzt.

      123 Jahre sah hager aus …

    2. Ich denke, es ging auch vorwiegend um unter 60-jährige Hospitalisierte, die zu 80% adipös sind.

  2. ist doch genial, nachdem Big Food die Umsätze mit Zuckerschwemme und verarbeiteten Lebensmittel gesteigert hat, folgt Big Pharma.

    Nennt sich win-win.

    1. Die Aussage ist korrekt. Mit deutlich unter 30 BMI gilt man als schlank. Mit knapp unter 30 als übergewichtig. In beiden Fällen ist man unter BMI 30 und somit nicht adipös.

  3. Sehr richtig! Es kann nicht oft genug wiederholt werden, welche Bedeutung Fettleibigkeit für schwere Verläufe bis hin zum Tod hat. Das ist bereits sehr früh bekannt geworden, nachdem der Hamburger Pathologe Prof. Klaus Püschel im April 2020 eine (noch kleine) Anzahl an Coronatoten obduziert hatte.

    Hier eine aktuelle Dokumentation und persönliche Einschätzung seiner Obduktions-Ergebnisse:
    https://www.focus.de/gesundheit/coronavirus/auf-seinem-tisch-landeten-die-covid-toten-235-corona-leichen-obduziert-rechtsmediziner-erklaert-wie-sich-das-virus-durch-den-koerper-frisst_id_24507298.html

  4. Und dann kommt noch Folgendes hinzu:

    https://dailysceptic.org/2021/12/18/can-you-have-too-many-vaccinations/

    „Finally, there’s one thing that we do know – the immune response to natural infection appears to give a long lasting protection that is over 10x more effective than vaccine immunity. Studies that have investigated antibody levels in those vaccinated after natural infection show a significant increase in antibody titres without any apparent decrease in disease risk. Given the risks of post-vaccination autoimmune response in those with antibody levels far in excess of those required for protection from disease, it would seem foolhardy to insist on the vaccination of those who already have natural immunity. That the vaccine induced immunity is for a viral protein that no longer exists in the wild is the icing on the Covid cake.“

    Und selbst wenn man als Genesener auch nach einem Jahr noch ANtikörper hat, und somit einen Nachweis darüber, DASS man es hatte, kommt man um 2 “Impfungen“ mit mRNA nicht herum. Es könnte bei einer bleiben, wenn man vor einem Jahr einen PCR-Nachweis über die Infektion hätte – obwohl dieser Test ja keine Infektion nachweisen kann. Verrückt. Der biologische Nachweis (Antikörper) zählt nicht, sondern einzig der bürokratische, der aber nicht aussagekräftig ist. Krank.

  5. ….Bemerkenswerterweise wurde das Virus vorwiegend im Fettgewebe von männlichen Personen nachgewiesen, die übergewichtig oder adipös waren. Bei weiblichen Personen wurde SARS-CoV-2 ebenfalls in Fettgeweben nachgewiesen, wobei es keine eindeutige Korrelation zwischen der Fettmasse und den Virus-mRNA-Spiegeln gab.

    https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1550413121006215?via%3Dihub

    https://www.hpi-hamburg.de/fileadmin/media/pdf/2021-12-14_PM_SARS-CoV-2_Cell_Metabolism_Gabriel-bf.pdf

  6. Verursacht Fettleibigkeit an sich die Immunitätsprobleme oder der statistiche betrachtet mit Fettleibigkeit einher gehende mehrfach gravierender Vitamine D3 Mangel ?

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