Studie der US-CDC: 78% der COVID-Spitalsseinweisungen übergewichtig oder adipös

Wie wissen seit mehr als einem Jahr, dass gesunde Menschen unter 70 Jahren nur ein sehr geringes Risiko haben schwer zu erkranken oder gar zu sterben. Mit vorhandenen Erkrankungen steigt die Wahrscheinlichkeit eines schweren Verlaufs oder Todesfalles. Ein besonders häufiger Risikofaktor ist Übergewicht – davon spricht man ab einem BMI von 25 – und besonders Adipositas – ab einem BMI von 30.

Darüber habe ich, soweit ich das sehe erstmals vor einem Jahr geschrieben und auch auf die Ursache hingewiesen: Das Bauchfett verursacht chronische Entzündungsreaktionen, die das Immunsystem dauernd belasten und schwächen. Das Immunsystem ist aber noch immer der einzige Feind dieses und aller anderen Viren und zwar ein überlegener, wenn es gesund ist.

Laut einem aktuellen Bericht des Center for Disease Control in den USA war die überwältigende Mehrheit der Menschen, die ins Krankenhaus eingeliefert, an ein Beatmungsgerät angeschlossen oder an Covid-19 gestorben sind, entweder übergewichtig oder fettleibig.

Es ist zwar noch nicht klar, welche anderen chronischen Gesundheitszustände und Komorbiditäten bei diesen Menschen hinzukamen, aber diese Studie zeigt, dass Fettleibigkeit als allgemeiner Risikofaktor angesehen werden kann (zusammen mit älteren Menschen mit mehreren Komorbiditäten), der für die überwältigende Mehrheit der schwersten Fälle dieser Atemwegserkrankung verantwortlich ist – was die oft wiederholte Darstellung der Regierung und der Pharmaindustrie untergräbt, dass COVID-19 gleichermaßen eine Bedrohung für die gesamte Bevölkerung darstellt. In Wirklichkeit haben schwere Fälle der Krankheit immer nur ein ganz bestimmtes, identifizierbares demographisches und physisches Profil der Opfer betroffen.

Einige der Highlights dieser Studie sind:

  • Etwa 78% der Menschen, die ins Krankenhaus eingeliefert wurden, ein Beatmungsgerät benötigten oder an Covid-19 starben, waren übergewichtig oder fettleibig, so die Centers for Disease Control and Prevention in einer neuen Studie vom Montag.
  • Etwas mehr als 42% der US-Bevölkerung wurde als fettleibig im Jahr 2018 bezeichnet, nach den neuesten Statistiken.
  • „Wenn Kliniker Behandlungspläne für COVID-19-Patienten entwickeln, sollten sie das Risiko für schwerwiegende Folgen bei Patienten mit höheren BMIs berücksichtigen, insbesondere bei denen mit schwerer Adipositas“, schrieb die CDC.

Die CDC fand heraus, dass das Risiko für Krankenhauseinweisungen, Intensivstationen und Todesfälle bei Personen mit einem BMI unter 25 am geringsten war. Das Risiko einer schweren Erkrankung stieg jedoch stark an“, wenn der BMI anstieg, besonders bei Menschen über 65 Jahren, so die Behörde.

„(…) Fettleibigkeit ist eine häufige und kostspielige chronische Krankheit in den USA. Nicht-hispanische schwarze Erwachsene haben die höchste Prävalenz von selbstberichteter Fettleibigkeit in den USA, gefolgt von hispanischen Erwachsenen und nicht-hispanischen weißen Menschen“, so die CDC.

Die CDC hat bereits früher darauf hingewiesen, dass Fettleibigkeit das Risiko für schwere Erkrankungen, einschließlich Krankenhausaufenthalten, erhöht. Fettleibigkeit ist mit einer beeinträchtigten Immunfunktion und einer verminderten Lungenkapazität verbunden, die die Beatmung erschweren kann, so die Agentur.

Bild von Pintera Studio auf Pixabay

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5 Kommentare zu „Studie der US-CDC: 78% der COVID-Spitalsseinweisungen übergewichtig oder adipös

  1. Die Einordnung der am stärksten betroffenen Risikogruppe mit Adipositas deckt sich mit der Feststellung des Schweizer Schaffhauser Politikers bei seinen vor Ort Besuchen auf den Intensivstationen in Sonntalk Tele M1 vom 4. April 2021 (Minute 13:20) https://www.telem1.ch/sonntalk/jugendkrawall-post-levrat-credit-suisse-141106068 :

    “Ich habe selbst vor Ort in den Intensivstationen Besuche gemacht und vom Personal die Auskunft erhalten, dass nicht in erster Linie die Älteren den typischen Corona-Patienten ausmachen, sondern die stark Übergewichtigen. “

    Aus Rücksichtnahme und wohl gut gemeinter Vermeidung von Diskriminierung wird das so offiziell nicht beim Namen genannt und verhindert damit zum Schaden der Betroffenen gezielte prophylaktischen Massnahmen bei dieser am stärksten betroffenen Gruppe.

  2. https://doi.org/10.1161/JAHA.120.019259

    4 Faktoren, die schwere Covid-Verläufe begünstigen:
    „Bis zum 18. November 2020 traten bei Erwachsenen in den USA schätzungsweise 906 849 COVID-19-Krankenhausaufenthalte auf. Davon entfielen schätzungsweise 20,5% … der COVID-19-Krankenhausaufenthalte auf Diabetes mellitus, 30,2% … auf Fettleibigkeit (Body-Mass-Index ≥ 30 kg) / m 2 ), 26,2% … auf Bluthochdruck und 11,7% …) auf Herzinsuffizienz. Gemeinsam betrachtet waren 63,5% … oder 575 419… der COVID-19-Krankenhausaufenthalte auf diese 4 Zustände zurückzuführen.“ (Google-Übers.)

  3. Interessant wäre noch wieviel von diesen adipösen Patienten dann auch Diabetes hat und somit ein schlechteres Immunsystem. Wahrscheinlich die Mehrheit.

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