Labormediziner beschreibt eigene Infektion und die gemessene Immunität mit T-Zellen und Antikörper

Der Labormediziner Ralf Kirkamm berichtet von seinen eigenen Infektion, die er penibel labormedizinisch verfolgt hat mit PCR-Test, Antikörpertest und Test auf spezifische T-Zellen. Der Ablauf war lehrbuchmäßig, es entstand eine starke nachweisbare Immunität.

Eingangs erwähnt Krikamm, dass für die meisten Menschen die Infektion kein Problem darstellt und die Symptome auch bei ihm leicht waren. Anders stellt sich die Situation in den Altenheimen dar, für deren Bewohner „sich keine Sau“ interessiert hat. Die Todesfälle dort sind auch darauf zurückzuführen, dass diese Menschen mit Mineralstoffen oder Vitamin D extrem unterversorgt sind. „Und dann darf man sich nicht wundern, dass in solchen Bevölkerungsgruppen das Virus extrem wütet und sich auch ausbreiten kann.“ Und – das sei noch von mir angemerkt – es hilft ein Lockdown eben genau gar nicht.

Antikörper könnte man je nach Test nach 3 bis 6 Wochen nachweisen. In Rheinland-Pfalz sagt man, dass diese Immunität keine Relevanz habe: „Ich weiß nicht wer die berät, totaler Blödsinn und Schwachsinn“, ist Kirkamm erzürnt. Auch die Universität Freiburg hat im November festgestellt, dass das immunologische Gedächtnis gut ist. Impfen nach einer Infektion ist also sinnlos

Kirkamm erläutert wie die Infektion verläuft. PCR-Tests können über längere Zeit positiv sein, ohne dass Patienten noch infektiös sind. Als erstes kommt es zu einer T-Tell-Antwort, wenn das Immunsystem die fremden Antigene erkennt. Erst später kommt es zur Bildung von Antikörpern, die von den T-Zellen angestoßen wird.

Die überragend wichtige Rolle der T-Zellen

Die T-Zellen steuern die Stärke der Immunreaktion durch Erzeugung von Zytokinen um die Antwort je nach Viruslast zu erhöhen oder zu unterdrücken.

T-Zellen sind an der Differenzierung von Plasmablasten zu Plasmazellen und der damit verbundenen Antikörperproduktion (humorale Immunantwort) beteiligt.

Der Nachweis von reaktiven T-Zellen (Effektorzellen) gegen einen Erreger, wie zum Beispiel SARS-Cov-2, weist auf den Kontakt und somit auf eine akute oder zurückliegende Infektion hin, unabhängig ob Antikörper gebildet wurden.

Man kann mit dem Test auf T-Zellen sehr einfach erkennen, ob es Immunität durch eine SARS-Cov-2 Infektion gab und ob auch eine Infektion durch eine der anderen Erkältungs-Coronaviren geschehen ist. In dem gezeigten Befund ist eindeutig zu sehen, dass Immunität vorliegt.

Immunität statt Impfpass

Kirkamm sagt:

„Wenn ich irgendwo hinreisen möchte, dann zwingt mich diese träge Gesetzgebung immer noch zum Beispiel in Quarantäne zu gehen oder nochmal einen Corona-PCR-Test zu machen. Also Ressourcen, die verschwendet werden, weil letztendlich die Verwaltung hinterherhinkt hinter diesen wissenschaftlichen Erkenntnissen oder die sie gar nicht wahrnimmt, weil keine Experten dort sitzen. Dabei ist eine Immunität einfach gegeben.“

Und Kirkamm kommt noch zu einem anderen wichtigen Thema für alle, die schon eine Infektion durchlaufen haben:

„Die, die die Wild-Infektion durchgemacht haben, werden sich natürlich auch nicht impfen wollen. Ich möchte auch keinen Impfpass, aber ich möchte natürlich trotzdem zum Beispiel bei der Lufthansa einsteigen können, nach Amerika oder sonst wohin reisen und meine Urlaubsreise machen können. Da wird der Immunitätsnachweis sehr wichtig sein.“

Und weiter:

Ich bin extrem gespannt, wann diese große, große Gruppe von Menschen Berücksichtigung findet, die eine Infektion durchgemacht hat und dann natürliche Immunität entwickelt hat.“

Ähnlich Erfahrungen habe auch ich gemacht, nur habe ich mir das Virus zu Silvester 2019 in Wien eingefangen, einen grenzwertig positiven Antikörpertest am 24. April gemacht, der dann drei Wochen später negativ war. Am 12. November war dann endlich der T-Zell-Test auch kommerziell verfügbar, der eine zurückliegende Infektion und bestehende Immunität nachwies. Mehr dazu gibt es hier.

Und hier das Video von Ralf Kirkamm:

Mainz: Dr. Kirkamm
Informationen zum Test
Kosten: 160,07€

In Österreich ist mir das Labor Dostal in Wien Döbling bekannt, die die Probe zu Biovis schicken.


Alle aktuellen News im TKP Telegram Channel

Unterstütze unabhängigen Journalismus mit einer Spende via PayPal


Immunität durch T-Zellen bei 100 Prozent der Covid-Infizierten zu finden

Positiver Test auf SARS-Cov-2-spezifische T-Zellen nach Infektion zu Jahresbeginn – Immunität nach 10 Monaten aufrecht

T-Zellen Immunität durch Infektion – Impfung überflüssig

Strategiewechsel nötig: Testen auf T-Zellen-Immunität statt wenig aussagekräftige massenhafte PCR- und Antikörper-Tests

8 Kommentare zu „Labormediziner beschreibt eigene Infektion und die gemessene Immunität mit T-Zellen und Antikörper

  1. das wird die politiker nicht interessieren weil es nicht um corona geht sondern schlicht darum, corona als mittel zum zweck zu verwenden.
    ansonsten würde sich niemand grossartig darum kümmern.

    Liken

    1. Vielleicht nicht die Politiker aber den Verfassungsgerichtshof wenn jemand das Geld in die Hand nehmen kann und wissenschaftlich Argumentiert. Anders als in Deutschland macht unser Vfgh noch seine Aufgabe.

      Liken

      1. Es wird da mehr als nur des VfGH benötigen.
        Ich bin eigentlich sehr vorsichtig mit gewissen medien etc. Aber als ich über das Buch: https://www.wochenblick.at/covid-19-der-grosse-umbruch-fordert-mehr-globalisierung-mehr-ueberwachung/
        gelesen habe bin ich sehr hellhörig geworden.
        Ich habe keine Ahnung wem dieses medium zuzurechnen ist – jedoch der WEF und sein leiter machen mir Angst.
        Solche Typen könnten aus einem james Bond Film sein und die haben mit Corona null im Sinn ausser dieses für ihre Zwecke zu benutzen.

        Da wird Corona zur absoluten nebensache wenn das stimmen sollte- wenn man so in europa herumsieht könnte da sogar einiges dran wahr sein.
        Drum interessieren diese Politiker auch keine medizinischen Infos und belege

        Liken

  2. Anstatt das Augenmerk allein auf die Größe der Ausbreitung des „neuartigen“ Virus zu legen, wäre es nötig, die Gründe für den gesundheitlichen Schaden zu studieren, den das Virus anrichtet. Dies war die Botschaft in dem Lancet-Artikel von Horton Mitte Dezember. So gesehen sind natürlich Altenheime dringend zu untersuchende Ökotope wie zu Semmelweis’chen Zeiten es Gebäranstalten gewesen wären, ohne dass man immer wieder populistisch behauptenmmuss, die Alten in Heimen seien eine vernachlässigte Gruppe, was ich nur sehr bedingt teilen würde. Schliesslich sind Säue bei uns eher vernachlässigt, wel sie in pathogenen Ökotopen massenhaft produziert werden. Aber danke für diesen Beitrag mit der Kasuitik vom 31.12.2019. Ich werde nun meine zu 99 % am 4.12.2019 in einem Hörsaal in Strasburg erworbene in der Symptomaik eigenartige damals von mir als älterem Kollege als atypische Grippe eingeordnete gut abgeklungene Erkrankung mit Verdacht auf eine Sars Covid2 Infektion nachtesten lassen. Den Verdacht hege ich, seit am Ende Februar 2020 verlässliche Symptomenbeschreibungen auftauchten, die mittlerweile zur Unkenntlichkeit medial verwässert werden.

    Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s