
Meta baut geheimen fotorealistischen 3D-KI-Klon von Mark Zuckerberg
Während die Tech-Giganten uns weiterhin mit KI-Hype überschütten und uns erzählen, dass künstliche Intelligenz die Welt retten und uns alle reicher machen werde, zieht Meta-Chef Mark Zuckerberg die Schrauben der totalen Kontrolle noch enger – Mitarbeiter entkommen dem „Auge des Sauron“ nicht mehr.
Das Unternehmen entwickelt heimlich einen fotorealistischen, KI-gesteuerten 3D-Klon seines Chefs – ein digitales Double, das mit Mitarbeitern sprechen, ihnen Feedback geben und sie beaufsichtigen soll. Kein Entkommen mehr vor dem Boss. Nicht einmal in der Mittagspause. Laut einem Bericht des Financial Times handelt es sich um ein „photorealistisches, KI-gestütztes 3D-Avatar“ von Zuckerberg höchstpersönlich.
Das Double wird auf einer Fülle von Bild- und Videomaterial sowie seiner Stimme trainiert. Zuckerberg selbst beaufsichtigt das Projekt und investiert angeblich fünf bis zehn Stunden pro Woche in „Vibe-Coding“ – jenes nebulöse Tech-Sprech für das Feintuning der Persönlichkeit seines digitalen Ichs.
Das Ganze ist kein verrücktes Nebenprojekt eines exzentrischen Milliardärs. Es ist Teil einer größeren Strategie von Meta, Avatare öffentlicher Personen zu schaffen, mit denen Kunden in Echtzeit interagieren sollen.
Gleichzeitig läuft ein separates, angeblich unabhängiges Vorhaben: ein „CEO-Agent“, der Mitarbeitern schneller Informationen liefern soll. In der Praxis bedeutet das: Statt mit echten Menschen zu reden, sitzt man bald vor einem pixelperfekten Zuckerberg, der einem erklärt, warum man nicht gut genug ist – oder warum man vielleicht bald überflüssig wird.
Die Belegschaft kennt Zuckerberg schon lange als „Eye of Sauron“, jenes alles sehende, alles kontrollierende Auge aus Tolkiens Herr der Ringe. Nun wird dieses Auge digital, unermüdlich und allgegenwärtig. Dystopischer geht es kaum. Während das Unternehmen gleichzeitig plant, mindestens 20 Prozent der Belegschaft zu entlassen, drängt Zuckerberg seine Leute, so viel KI wie möglich zu nutzen.
In einem Earnings-Call im Januar sagte er, Meta könne „mehr erledigen“, indem man in „AI-native Tools“ investiere und Teams „flacher“ mache. Übersetzt: Weniger Menschen, mehr Algorithmen – und wer übrig bleibt, darf sich vom KI-Zuck erklären lassen, wie er noch produktiver zu sein hat.
Dabei ist Meta mit ähnlichen Versuchen bereits grandios auf die Nase gefallen. 2023 zahlte das Unternehmen Millionen an Prominente, um KI-Chatbots nach ihrem Vorbild zu schaffen. Das Ergebnis: Skandale, fragwürdige Aussagen der Bots im Namen ihrer realen Vorbilder und massiver Shitstorm. Weniger als ein Jahr später wurde das Projekt still und leise eingestellt und die Probleme zogen sich jedoch bis 2025 hin.
Nun kommt der nächste Versuch: noch realistischer, noch aufdringlicher, noch ressourcenfressender.
Denn genau das ist der Elefant im Raum, den die KI-Jünger gerne verschweigen: Solche fotorealistischen 3D-Avatare sind extrem rechenintensiv. Meta kämpft ohnehin schon mit dem enormen Strom- und Wasserverbrauch seiner Rechenzentren, ein Thema, das wir hier auf tkp.at mehrfach beleuchtet haben – siehe die Links zu den Artikeln unterhalb dieses Beitrags.
Und während Zuckerberg Superintelligence Labs hochpusht und Modelle wie „Muse Sparks“ ankündigt, die angeblich effizient sein sollen, scheitern diese in der Praxis regelmäßig am Vergleich mit der Konkurrenz.
Die Botschaft ist klar: Die KI-Revolution dient nicht der Befreiung des Menschen, sondern der Konzentration von Macht. Wer nicht mehr gebraucht wird, fliegt raus. Wer bleibt, wird von einer digitalen Kopie des Chefs überwacht. Und die Öffentlichkeit soll später mit denselben Avataren „interagieren“, also mit perfekt inszenierten digitalen Persönlichkeiten, die jede Kritik an den Konzernen elegant umschiffen oder gleich ganz unterbinden.
Es ist die logische Weiterentwicklung der Überwachungsgesellschaft, die mit Social Media begann und nun in die Arbeitswelt und in unsere Köpfe eindringt. Mark Zuckerberg will nicht nur wissen, was seine Mitarbeiter tun – er will selbst dann noch dabei sein, wenn er physisch nicht anwesend ist.
Und er investiert ernsthaft Zeit und Milliarden, um genau das zu erreichen.
Wer noch glaubt, KI sei nur ein harmloses Tool zur Produktivitätssteigerung, sollte sich langsam vom Gegenteil überzeugen lassen. Es geht um Kontrolle. Immer schon. Und Zuckerberg macht daraus jetzt ganz offen ein Produkt.
TechCrunch, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons
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Ich versteh das Geblubber von „künstlicher Intelligenz“ ohnehin nicht, denn ich bin der Ansicht Intelligenz setzt Ego/Bewusstsein zwecks Motivation voraus. Und das gibt’s bei diesen Blend-Werkzeugen nicht die uns als intelligent vorgesetzt werden, weil damit grade eben Abermilliarden gemacht werden.
Merkt man schnell sobald die Interfaces anstehen zaubern die eine fantasievolle Antwort aus dem Hut, um nicht zu sagen sie machen den Juncker („Wenn es ernst wird müssen wir Lügen“).
;-)
Was ist der Sinn dahinter? Meiner persönlichen Meinung geht es darum Fotographien unglaubwürdig zu machen. Es fängt ja schon an. Dieses Foto ist KI und das Foto ist KI.
Eine Photographie war einmal ein Beleg für die Richtigkeit der Situation. Naja. Die Epsteinklasse lernt eben immer dazu um ihre ekelerregenden Schandtaten zu verschleiern. Und da es nicht nur um Fotos geht sondern auch um Videos (früher sagte man Filme dazu). Im Endeffekt wird zukünftig alles was veröffentlicht wird und Videobeweise oder Photographien betrifft nicht mehr glaubwürdig sein.
Es wird nicht mehr lange dauern dass die Gerichte diese Beweise nicht mehr zulassen und jeder fotografische oder Videotechnische Beweis nicht mehr anerkannt wird.
Diese KI wird uns noch ganz schön auf die Füße fallen.
Brave New World… bis zum bitteren Ende.
„Wer noch glaubt, KI sei nur ein harmloses Tool zur Produktivitätssteigerung, sollte sich langsam vom Gegenteil überzeugen lassen. Es geht um Kontrolle. Immer schon.“
Und trotzdem haben Sie, Herr Dr. Mayer, das einstmals „KI-frei“ aus Ihrem Blog weggelassen. Schade.
Es ist erschütternd, wie ein einstmal junger und begabter Mensch so korumpiert werden kann durch Macht und Geld. Für ein friedliches Zusammensein muss man beinahe schon froh sein, wenn die Menschen nur mittelmäßig begabt sind. Sie können nicht so viel Unheil anrichten.