
Die Wikinger-Diät: Warum Haaland Tore erzielt wie kein anderer
Die Fußballwelt staunt. Erling Haaland hat seinen YouTube-Kanal gestartet und gewährt einen seltenen Einblick in das, was einen der tödlichsten Stürmer der Welt tatsächlich antreibt — und es ist nicht das, was der Hausarzt oder die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfehlen würde.
Kein Wunder. Die etablierte Ernährungswissenschaft hinkt den wissenschaftlichen Erkenntnissen seit Jahrzehnten hinterher, gefangen in dogmatischen Empfehlungen, die mehr mit Agrar- und Industrielobbyismus und veralteten Lehrbüchern zu tun haben als mit menschlicher Physiologie. Dass die beiden dominantesten Athleten ihrer jeweiligen Sportart — Haaland im Fußball, Novak Djokovic im Tennis — radikal andere Wege gehen, ist kein Zufall.
Haalands YouTube-Kanal heißt schlicht Erling Haaland — das erste Video mit dem Titel „A Day in the Life“ (27 Minuten) wurde am 23. Oktober 2025 veröffentlicht. Das Premierenvideo zeigt den kompletten Tagesablauf — vom morgendlichen Rohmilch-Kaffee über den Farmbesuch bei Greenoaks bis zum abendlichen Steak-Grillen mit Isabel. Mittlerweile hat der Kanal sechsstellige Abonnentenzahlen und das erste Video knackte innerhalb von 18 Stunden über 600.000 Aufrufe. Die Leute hungern offenbar nach echten Einblicken jenseits der üblichen PR-geschönten Sportlerprofile.
Haaland: Rohmilch, fettes Fleisch und 6.000 Kalorien am Tag
Was der Norweger in seinem YouTube-Video zeigt, lässt jeden konventionellen Ernährungsberater vermutlich Schnappatmung bekommen. Der Mann fährt persönlich zu einem lokalen Bauernhof, Greenoaks Farm, um Rohmilch und Tomahawk-Steaks zu besorgen. Rohmilch — also nicht pasteurisiert, nicht homogenisiert, nicht totgekocht. Genau das Produkt, vor dem Gesundheitsbehörden seit Jahrzehnten warnen, während sie gleichzeitig hochverarbeitete Industrienahrung mit Dutzenden Zusatzstoffen durchwinken.

Haalands tägliche Routine:
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Kaffee mit Rohmilch und Ahornsirup — „um das Koffein mit Fett und Zucker zu schützen“, wie er selbst sagt
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Frühstück: Eier mit Pfeffer auf Sauerteigbrot
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Mittagessen: Gebratener Reis mit Ei, Wolfsbarsch und Spargel
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Abendessen: Fettige Steaks vom Grill — Rib-Eye, Tomahawk, Short Rib — mit Tomaten-Zwiebel-Salat, Kartoffeln und hausgemachter Béarnaise
Er hat es in seinem Dokumentarfilm klar gesagt: „Die Leute sagen, Fleisch sei ungesund. Welches Fleisch? Das vom McDonald’s – oder die lokale Kuh, die da drüben Gras frisst?“
Der Mann isst mit den Händen. „So machen wir das normalerweise“, sagt seine Partnerin Isabel. Kein Besteck, keine Zivilisationsverrenkungen. Direkter Kontakt mit dem Essen.
Dazu: Eisbad und Sauna vier- bis fünfmal pro Woche, Rotlichttherapie gegen den Manchester-typischen Sonnenlichtmangel, tägliche Physiotherapie mit Schwerpunkt auf Hüftflexibilität, und eine hypoxische Kammer im Trainingszentrum von Manchester City, die Höhentraining simuliert.
Die konventionelle Weisheit sagt: Fettes Fleisch verstopft die Arterien, Rohmilch ist gefährlich, und 6.000 Kalorien sind wahnsinnig. Haaland sagt: 24 Tore in dieser Saison. Wobei – für Leute die weniger Tore schießen, sind auch weniger Kalorien empfehlenswert, weil sie die sonst nicht verbrauchen – täglich!
Djokovic: Der Mann, der Brot als Feind erkannte
Die Parallelen zu Novak Djokovic sind frappierend — und kein Zufall. Wie ich bereits ausführlich in meinem Artikel „Glutenintoleranz und NATO-Bomben auf Belgrad und Jugoslawien“ dargelegt habe, war Djokovics Karriere vor seiner Ernährungsumstellung von rätselhaften Zusammenbrüchen gezeichnet.
Der serbische Arzt Dr. Igor Cetojevic, der Djokovics Problem erkannte, machte einen simplen Test: Er ließ Djokovic Brot gegen seinen Bauch drücken und beobachtete den sofortigen Kraftverlust im Arm — ein klassischer Hinweis auf Glutenintoleranz. Bluttests bestätigten später: starke Unverträglichkeit gegenüber Weizen, Milchprodukten und Tomaten.
Die Wende: Innerhalb von zwei Wochen glutenfreier Ernährung fühlte sich Djokovic „leichter, energiegeladener, schlief besser“. Als Cetojevic ihn nach einer Woche testweise einen Bagel essen ließ, war der Effekt verheerend — Djokovic fühlte sich „träge und schwindelig, wie mit einem Kater“. Innerhalb von zwölf Monaten war er 5 Kilo leichter, fühlte sich stärker, geistig schärfer, emotional ausgeglichener — und wurde die Nummer 1 der Welt.
Djokovics heutige Ernährung: Gemüse, Bohnen, weißes Fleisch, Fisch, Obst, Nüsse, Samen, Kichererbsen, Linsen, gesunde Öle. Kein Gluten, keine Milchprodukte, so wenig Zucker wie möglich.
Der Mann, dessen Eltern eine Pizzeria betrieben, verzichtet auf Brot. Und wurde damit zur dominantesten Figur in der Geschichte des Tennis.
Dr. David Perlmutter und die Steinzeit-Ernährung: Kohlenhydrate als Gehirngift
Dr. David Perlmutter, Neurologe und Autor des Bestsellers Dumm wie Brot (2013), seit über einem Jahrzehnt predigt — und wofür er von der medizinischen Establishment-Fraktion attackiert wurde. Wie ich in meinem Artikel „Dumm wie Brot: Wie Kohlehydrate das Gehirn schädigen und Alzheimer fördern“ dargelegt habe, ist die Evidenz durchaus zwingend – sofern man sich mit Biochemie befasst.
Perlmutter argumentiert, dass Gluten und Kohlenhydrate die eigentlichen Wurzelursachen für Alzheimer, Demenz, Depressionen und ADHS sind — nicht etwa Cholesterin oder gesättigte Fette, wie uns jahrzehntelang eingetrichtert wurde.
Eine neue Studie von Yu An mit dem Titel „Dietary sugar intake, genetic susceptibility, and risk of dementia: A prospective cohort study“ (Zuckeraufnahme über die Nahrung, genetische Anfälligkeit und Demenzrisiko: Eine prospektive Kohortenstudie), veröffentlicht im Journal of Prevention of Alzheimer’s Disease, bestätigt Perlmutters Thesen nun mit harten Daten: Über 158.000 Teilnehmer aus der UK Biobank wurden fast ein Jahrzehnt lang beobachtet. Das Ergebnis: Menschen mit dem höchsten Zuckerkonsum hatten ein signifikant höheres Demenzrisiko — und das galt sowohl für zugesetzten Zucker als auch für natürlichen Zucker aus Obst, Gemüse und Milchprodukten.
Die Forscher gingen noch weiter und bezogen polygenetische Risikoscores mit ein. Das Ergebnis: Zucker wirkt nicht bei allen gleich, sondern trifft Menschen mit genetischer Vorbelastung besonders hart. Mit anderen Worten: Wenn Ihre Gene Sie bereits anfällig für Alzheimer machen, beschleunigt Zucker den Prozess massiv.
Perlmutter selbst bringt es auf den Punkt:
„Zucker ist nicht nur leere Kalorien; er ist ein Gehirngift, wenn er im Übermaß konsumiert wird. Das habe ich in Grain Brain argumentiert, und die Beweislage ist heute noch stärker.“
Die Biochemie dahinter: Glykation, Entzündung, oxidative Zerstörung
Was passiert eigentlich im Körper, wenn wir Zucker und Kohlenhydrate konsumieren? Perlmutter erklärt den Mechanismus über das HbA1c — ein Marker, den die meisten Ärzte nur zur Diabeteskontrolle nutzen, der aber weit mehr aussagt. HbA1c misst die Glykation von Hämoglobin, also wie viel Zucker sich an das Protein angelagert hat. Aber: Wenn Zucker Hämoglobin glykiert, glykiert er alle Proteine im Körper.
Und glykierte Proteine bedeuten zweierlei:
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Massive Entzündung durch erhöhte Zytokinproduktion
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Oxidativer Stress, der um das bis zu Fünfzigfache ansteigen kann
Das Gehirn, das energiehungrigste Organ des Körpers, leidet als erstes. Tierstudien zeigen, dass zuckerreiche Ernährung zu vermehrter Amyloid-Plaque-Ablagerung führt — genau jenen Proteinverklumpungen, die das Markenzeichen von Alzheimer sind.
Und dann ist da noch die Darm-Hirn-Achse. Übermäßiger Zuckerkonsum zerstört das Mikrobiom, reduziert nützliche Bakterien, die neuroprotektive Substanzen produzieren, und begünstigt entzündungsfördernde Mikroben. Perlmutter widmete dem Thema sein Buch Dumm wie Brot — die Darmgesundheit als Schlüssel zur Hirngesundheit.
Was Haaland und Djokovic wirklich verbindet
Oberflächlich betrachtet essen Haaland und Djokovic unterschiedlich: Der eine fettes Fleisch und Rohmilch, der andere glutenfrei und weitgehend pflanzlich. Aber schauen Sie genauer hin:
Beide eliminieren industrielle Kohlenhydrate. Haalands Sauerteigbrot ist fermentiert und damit niedriger im glykämischen Index als industrielles Toastbrot. Seine Kohlenhydrate kommen aus Reis und Kartoffeln — nicht aus Weizenmehl und Zucker. Djokovic eliminiert Gluten komplett und minimiert Zucker radikal.
Beide priorisieren hochwertige, unverarbeitete Fette. Haaland über fettige Steaks, Djokovic über Nüsse, Samen und Öle – in der Steinzeit-Ernährung nach Perlmutter hat Fett 75% ausgemacht.
Beide meiden industrielle Milchprodukte. Djokovic komplett, Haaland setzt auf Rohmilch direkt vom Bauernhof — unpasteurisiert, hoher Fettanteil, mit intakten Enzymen und Bakterienkulturen, die in der toten Supermarkt-Milch längst fehlen.
Beide praktizieren rigorose Recovery-Routinen. Eisbäder, Sauna, Schlafhygiene, Rotlichttherapie — das sind keine Wellness-Spielereien, sondern gezielte Interventionen zur Reduktion systemischer Entzündung.
Beide verstehen Ernährung als fundamentalen Leistungsfaktor, nicht als Nebensache. Haaland sagt: „Ernährung ist einfach.“ Djokovic sagt: Die Ernährungsumstellung hat sein Leben verändert.
Haaland und Djokovic sind nicht nur Ausnahmeathleten. Sie sind wandelnde Widerlegungen eines korrupten Ernährungsdogmas.
Hier noch ein kurzes Video von einem explosiven Sprint und dem folgendem Kopfbaltor:
Das Video über Erling Haalands Tagesablauf:
Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇
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Glutenintoleranz und NATO Bomben auf Belgrad und Jugoslawien – Novak Djokovic
Dumm wie Brot – wie Kohlehydrate das Gehirn schädigen und Alzheimer fördern
Kokosöl statt giftiger Samenöle: Die große Lüge um gesättigte Fette und Cholesterin
Bis auf das mit dem Kaffee (ich nur schwarz) bin ich ganz bei Haaland. Brot nur, wenn es aus Hirse, Hafer, Gerste und Roggen gemacht ist. Weizen ist Gift für die Gesundheit und absolut verzichtbar.
Testen kann man ganz leicht selbst im Supermarkt. Man halte den Gegenstand direkt vor sich und stelle die Frage, ist das gut und gesund für mich, wenn man leicht nach vorne kippt kaufen, wenn man leicht nach hinten kippt zurücklegen, bei ganz umkippen erledigt es sich eh von selbst ;-)
„Die Leute hungern offenbar nach echten Einblicken jenseits der üblichen PR-geschönten Sportlerprofile.“
Vielleicht hungern die Leute aber auch nach Sensation, und ob das Video echte Einblicke gewährt, kann wohl nur der beurteilen, der das Leben des Fussballspielers persönlich kennt.
Ob die Ernährungsweise von Ausnahmesportlern tatsächlich für alle ausschlaggebend sein soll? Ich habe jedenfalls die Erfahrung gemacht, dass die Ernährung und wie sie vertragen wird höchst individuell ist.
Sie, Herr Dr. Mayer haben noch vor drei Jahren Sonnenblumenöl (wegen des Vit E) gepriesen. Drei Jahre später sind Pflanzenöle zu meiden.
Alle paar Jahre weiß uns die Wissenschaft etwas anderes zu berichten. Und alle Untersuchungen sind jeweils auf bestimmte Parameter konzentriert und nie auf den Menschen als ganzes.
Für genug Vitamin E aus Sonnenblumenöl langen schon 2 Teelöffel pro Woche…
Daran orientiere ich mich auch seit einiger Zeit, mehr oder weniger.
„gesunde Öle“ sollte man nie schreiben, weil darunter jeder was anderes versteht. Während Haaland auf gesättiget Fette setzt, setzt Djokovic nachwievor auf ungesättigte (Samenöle).
Die Gegenüberstellung der beiden ist auf jeden Fall interessant, da sie genaugenommen grundverschieden essen. Jeder denkt er isst (von essen) gesund. Und beide essen btw nicht nach DGE.
6.000 Kalorien sind allerdings durchaus normal für Sportler, gibt Sportler die über 10k liegen. Solange mans verbraucht, merkt man wenn man kein Fett ansetzt.
Der Spitzensport selektiert Personen mit mehreren besonderen Fähigkeiten. Es gibt Individuen, bei denen die Muskeln anders wachsen und Sauerstoff verwerten. Jeder muss da auch seinen persönlichen Weg finden, der funktioniert. Während die Politik kreischt, dass Parlamentarier immun seien und nicht einmal eine strafrechtliche Verpflichtung hätten, müssen Sportler einen Weg finden, der Ergebnisse liefert.
6000 Kalorien umzusetzen und dennoch den Tag nicht nur mit Verdauen zu verbringen, ist eine Herausforderung ganz eigener Art.
In der Keto-Ernährung gibt es die Empfehlung, den Tag mit einem Fettüberschuss 2:1 zu starten, um die Fettverbrennung in Gang zu setzen und nicht Protein in Zucker zu verwandeln. Milchprodukte stellen auch hochwertige Proteine zur Verfügung und sind durchaus individuell zu bedenken, eventuell von Ziege und Schaf. Jede vernünftige Diät sollte einen erheblichen Anteil „grünen“ Gemüses enthalten, um Fasern und diverse Pflanzenstoffe aufzunehmen. Ein Sportler darf deutlich dichtere Energie zu sich nehmen, wenn er das Ballaststoffpensum bereits erfüllt hat.
Kein widersprechen, nur einige Anmerkungen. Muss natürlich jeder selbst wissen wie er sich ernährt und sich auch selbst informieren, das hier ist nur meine Meinung!
Wird immer gern gesagt, ist aber ein gewisser Denkfehler. Wenn du mit 70 Demenz bekommst, dann möglicherweise weil dir mit 20 keiner gesagt hat wie du dich richtig ernährst. Es gibt bei Ernährung Kurzzeitfolgen und Langzeitfolgen, nur die Kurzzeitfolgen überblickt man selbst. Es braucht optimalerweise eine offizielle Vorgabe, die möglichst richtig sein sollte. Aktuell wäre da die Diskussion gesättigte vs ungesättigte Fette und Kohlenhydrate vs Fette/Proteine.
Was für Sportler richtig ist ist für Normalbürger nicht falsch, nur andere Mengen.
Genaugenommen sollst du immer mehr Fett essen bei Keto und Carnivore. Der Körper holt sich das was er braucht aus dem was er bekommt, egal wann.
Oder A2 Milch aber die gibts hier kaum.
Da sagen die Carnivoren das Gegenteil. Durch die Fasern füllst du deinen Magen und bist dann ewig mit verdauen beschäftigt. Soviel auch zum Thema „den Tag nicht nur mit Verdauen zu verbringen“.
Vielleicht liegt die Wahrheit aber auch irgendwo in der Mitte.