
Wie Drohnen den Krieg revolutionieren
Drohnen stellen die traditionelle militärische Überlegenheit in Frage. Was man bereits in der Ukraine gesehen hat, bekommen nun auch die USA und die Golfstaaten zu spüren. Eine vergleichsweise billige Drohnenarmee überfordert jede noch so teure Luftabwehr.
Die moderne Kriegsführung wurde durch Drohnen grundlegend verändert. Günstige, massenhaft einsetzbare unbemannte Luftfahrzeuge (UAVs) ermöglichen es, selbst hochentwickelte Luftabwehrsysteme mit relativ geringem Aufwand zu überfordern. Zumindest entwickelt sich eine massive Asymmetrie, wenn eine Patriot-Rakete (Kosten bis zu 5 Millionen Dollar) eine 50.000-Dollar-Drohne abschießt.
Ein asiatischer Militärexperte erklärt dies aktuell am Beispiel des Iran-Kriegs sehr anschaulich:
„Eine Drohne kostet nur 50.000 Dollar. Die USA feuern eine Rakete im Wert von einer Million Dollar ab. Sie verfehlt, also folgen zwei weitere – insgesamt drei Millionen Dollar, um eine 50.000-Dollar-Drohne abzuschießen.“
Doch entscheidend ist die Produktion:
„Der Iran produziert 500 Drohnen am Tag und hat 80.000 auf Lager. Billige Drohnen. Teure Raketen. Die Rechnung geht nicht auf.“
Natürlich weiß niemand (außer vielleicht das iranische Militär und der Mossad), wie viele Drohnen der Iran wirklich im Lager hat und wie viele sie noch täglich produzieren können. Doch der Kern der Aussage ist entscheidend: Kamikaze-Drohnen herzustellen ist einfach, schnell und billig – vor allem im Vergleich zu Abfangraketen. Schwärme billiger Drohnen können teure Abwehrsysteme erschöpfen, noch dazu ohne dass der Angreifer eigene Piloten riskiert.
Auch in der Ukraine hat sich diese Realität schon seit Jahren verfestigt: Die Frontlinie bewegt sich kaum (nicht nur, aber vor allem), weil Drohnen den Himmel dominieren. Soldaten bleiben in Deckung, da jede Bewegung von Drohnen überwacht und sofort mit präzisen Angriffen bestraft wird. Russland setzt Kamikaze-Drohnen in Schwärmen ein, oft kombiniert mit Täuschkörpern, um ukrainische Luftabwehr zu überlasten. Auch die Ukraine hat bereits große Erfolge mit Drohnen tief im russischen Hinterland erzielt.
Im Nahen Osten nun ein ähnliches Bild: Schon die Huthi setzen – versorgt oder zumindest unterstützt vom Iran – auf Drohnen und greifen damit Schiffe im Roten Meer sowie Ziele in Israel und Saudi-Arabien an. Nun die Reaktion des Iran auf den Angriff von USA und Israel. Allein die VAE, die am stärksten vom Iran ins Visier genommen werden, haben über 800 Drohnenangriffe festgestellt – nach offiziellen Angaben hat man über 90 Prozent abgefangen, doch zu enormen Kosten. Am vierten Tag des Krieges feuerte der Iran 50 Raketen auf die Golfstaaten, am ersten Tag waren es noch 350. Sollte dies ein Anzeichen der Erschöpfung sein, ist dies bei den Drohnen weniger zu erwarten – selbst wenn die 80.000 des asiatischen Experten überschätzt sein sollten.
Drohnen zwingen US-Systeme wie Patriot oder THAAD an Grenzen: Abwehrkosten explodieren (Millionen pro Rakete), während eine Shahed-Drohne oft nur 20.000–50.000 Dollar kostet. Die Analystin Kelly Grieco (Stimson Center) schätzt die Verteidigungskosten der VAE allein in den ersten Tagen der iranischen Angriffe auf bereits bis zu 2,28 Milliarden US-Dollar (andere Schätzungen sprechen von 1,45 bis 2,28 Milliarden). Etwa eine Milliarde pro Tag rechnete man in den ersten beiden Tagen. Dagegen wird der iranische Aufwand (Drohnen + Raketen) auf maximal 360 Millionen US-Dollar beziffert.
In der Ukraine stagniert die Front seit Jahren trotz enormem Ressourcenaufwand – menschlich und technisch –, weil Drohnen Offensiven im Keim ersticken. Ähnlich geraten Golfstaaten trotz High-Tech-Abwehr unter Dauerdruck. Drohnen verändern so die militärische Hierarchie. Selbst ökonomisch schwache Akteure können sich künftig riesige Drohnen-Bestände zulegen, die zwar nicht zur Abwehr dienen können, allerdings eine Gefahr für jede noch so moderne Luftabwehr darstellen. Auch wenn diese neu gedacht werden muss: Satelliten, KI-gestützte Sensoren, Laserwaffen und mobile Jamming-Systeme gewinnen schon jetzt an Bedeutung, doch einen Schwarm von Kamikaze-Drohnen kann man damit noch nicht wirklich stoppen – oder nur mit massivem Aufwand.
Ich versuche, das Kalkül zu verstehen – angegriffen hat das Zionistenstan, welches doch zum primären Ziel werden sollte? Was bringt es, stattdessen vor allem etliche Nachbarn zu verprügeln?
wenigstens beweisen die österreicher, wie so oft in der geschichte, dass man den veränderungen
immer einige jahrzehnte hinterher hoppelt.
aktuell werden milliarden an sondervermögen für überholten raketenabfangschrott flüssig gemacht
um einigen wenigen °°freunden°° die taschen zu füllen und ein paar mickrige provisionen einzustreichen.