Australien will alle Benutzer sozialer Medien mit digitaler ID eindeutig identifizieren

12. Juli 2022von 2,4 Minuten Lesezeit

Viele Industrien und die Politik sind an der Einführung einer digitalen und biometrischen Identifikation interessiert. Ganz vorne mit dabei sind natürlich die Digitalindustrie und die Politik, die Konzerne weil ihnen das bessere Geschäfte verspricht, die Politik um mehr Kontrolle über ihre Untertanen Bürger zu erhalten. Anonymität und Privatsphäre sollen abgeschafft werden. Schon lange nicht mehr wurden so viele Grundrechte in so kurzer Zeit so massiv angegriffen und abgeschafft.

Australien ist schon mit seinen totalitären ZeroCovid Maßnahmen und der umfassenden Impfkampagne unangenehm aufgefallen. Der Impfpass soll jetzt ausgeweitet werden auf eine volle digitale Identität und für weitere Bereich Anwendung finden. Mitarbeiter der Digital Transformation Agency (DTA) haben sich gegen die Verwendung des von der australischen Regierung vorgeschlagenen digitalen Identitätssystems zur De-Anonymisierung von Social-Media-Konten ausgesprochen. Der frühere Minister für Beschäftigung, Arbeitskräfte, Fertigkeiten, Klein- und Familienunternehmen Robert Stewart schlug die Verwendung vor, um Online-Trollerei zu stoppen, berichtet Crikey.

Die australische Regierung hat nach Möglichkeiten gesucht, das Alter und die Identität der Bürger online zu überprüfen. Die DTA hat das Gesetz über die vertrauenswürdige digitale Identität (Trusted Digital Identity Bill) ausgearbeitet, und der eSafety Commissioner hat sich mit einem Altersverifizierungsprogramm befasst, mit dessen Hilfe das Alter von Personen festgestellt werden kann, die mit einem Gerät auf das Internet zugreifen. Solche Vorschläge wurden von Regierungen auf der ganzen Welt gemacht und haben verschiedene Bedenken hinsichtlich des Schutzes der Privatsphäre und der freien Meinungsäußerung aufgeworfen.

Durchgesickerte Protokolle und ein Memo von einem Treffen zwischen der DTA und dem Office of the eSafety Commissioner im Oktober 2021 lassen vermuten, dass die DTA-Mitarbeiter überrascht waren, als der ehemalige Minister Stuart Robert in einem Sky News-Interview vorschlug, dass das digitale Identitätsprogramm dazu verwendet werden könnte, Personen zu identifizieren, die sich hinter anonymen Social Media-Konten verbergen.

Es ist kein großer Schritt zu sagen: „Moment mal, vielleicht sollten wir die digitale Identität für […] Bereiche nutzen, in denen die Identität nachgewiesen werden muss“, sagte der Minister zu der Zeit.

Wurde die DTA aufgefordert, irgendwelche Maßnahmen im Zusammenhang mit diesen öffentlichen Kommentaren zu ergreifen?„, hieß es in einem Abschnitt des Memos des eSafety-Beauftragten.

Aus dem Sitzungsprotokoll geht hervor, dass sich die DTA-Mitarbeiter gegen die Verwendung des digitalen ID-Schemas zur Deanonymisierung von Konten in sozialen Medien aussprachen: „Es wurde festgestellt, dass sie immer noch versuchen, andere Ideen/Vorschläge für die digitale ID in Schach zu halten.“


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13 Kommentare

  1. Andreas I. 12. Juli 2022 at 14:31Antworten

    Hallo,
    die Digitalindustrie ist dran interessiert, weil „Daten das neue Öl“ seien.
    Ich frage mich allerdings schon seit längerem, ob nicht eher Daten die neuen Tulpenzwiebeln sind. Was wäre, wenn sich Kaufverhalten eben doch nicht so einfach fernsteuern lässt? Mal abgesehen davon, dass dadurch, dass Anbieter die Daten haben, die potentiellen Käufer auch nicht mehr Geld haben und nicht mehr kaufen können.
    Also wieviel realen Gewinn Daten wirklich bringen und wieviel Spekulation auf erhoffte Gewinne ist … am Ende könnte es auch nur eine weitere Spekulationsblase sein und der Börsenwert der digitalen Tulpenzüchter ebenso spekulativ sein.

  2. Elisabeth H. 12. Juli 2022 at 14:18Antworten

    Für mich geht das zu weit. Die Regierung wird weiter nach Möglichkeiten suchen um die totale Kontrolle zu erlangen. Bei der umfassenden Impfkampagne wurde durch die Luca-App schon reichlich gesammelt und Ade Rechte. Ehrlich gesagt besitze ich kein Smartphon und habe noch nie einen gehabt. Es ist nicht meine Baustelle. Außer einen Computer (und der solange gebraucht 14 Jahren bis es hin war) und es ist mein zweiter und letzter Computer was ich besitze. Danach besorge ich mir keinen mehr, wegen den angeforderten Daten die jetzt ein „Muss“ geworden ist. Meine Nachbarin bekommt regelmäßig Werbung ins Haus geflattert, weil sie Handy und Bestellungen macht und somit die Daten schön weiter verkauft und verwendet wird. Mich erstaunt das unser Datenschutz so durchlöchert ist, sodass immer mehr unsere Daten verkauft und auf unsere Kosten einen satten Nebenverdienst haben.

  3. Ute Küstermann 12. Juli 2022 at 12:48Antworten

    Es macht schon einen Angst um diese mehr und mehr Kontrolle über uns zu erlangen. Wenn man langsam seine Privatsphäre verliert, dann weiß ich nicht wohin das führend wird. Bürgerkrieg vielleicht oder noch schlimmer. Viele Länder ahmen anderen Länder nach und hier birgt die Gefahr. Bei Trends wie jene aus der USA zu uns rüberschwappt kennen wir. Nein, das Leben steht unter keinem guten Stern.
    Egal welche Plattformen genannt werden. Alles hat eine Gemeinsamkeit sobald man den Computer hochfährt. @User Gerhard H. schreibt am 12. Juli 2022 seine Empfehlung über „jeder denkende Mensch“ ohne selbst nachgedacht zu haben, und gibt sich selbst in diesem Moment voll und ganz der Digitalen Welt hin.
    Allein schon beim Computer, Smartphon, Seitenbesuche usw. sind wir alle in Nutzungsbedingungen involviert und es wird immer mehr werden. Die Zensoren kennen keinen Schlaf.

  4. suedtiroler 12. Juli 2022 at 12:30Antworten

    im Hintergrund hört man schon die Schlafschafe: „ich hab ja nichts zu verbergen“

  5. Utmann 12. Juli 2022 at 12:13Antworten

    Wie wahr, wie wahr. Die Politik sind sehr an der Einführung einer digitalen und biometrischen Identifikation interessiert. Der Personalausweis war schon mit biometrischen Passbild dran. Beängstigend diese Gier und Macht.
    Nun zu eine Aussage. Ähm Moment Mal, Gerhard H. Sie schreiben „Hände weg von den a-sozialen Medien wie „Zwitscherer, Fratzenbuch und wtf-App“. Und wo bitteschön sind Sie gerade bei kommentieren gelandet? Es ist egal wo wir uns rumtreiben, die Digitale Welt ist unser Big Brother geworden.

  6. Pohlmann 12. Juli 2022 at 11:41Antworten

    Diese Kontrollen mögen in vielen Bereichen sehr gut sein. Doch mich nervt dieses „ungefragt“ zu etwas verdonnert werden, was ich nicht will. Vielleicht weil ich Analog noch am liebsten mag. Da weiß ich was ich habe. Besorgt sehe ich wie mehr und mehr wir Menschen nichts mehr zu melden haben.
    Die Bevölkerung ist mit zu vielen Märchenstunden überlöffelt wurden. Vertrauen in Institutionen sind seit der Pandemie generell auf Tiefpunkt gelangt. Klar ist, das Medienvertrauen ist auf einem Rekordtief erlangt. Vertrauen ist ein Gut das nicht jeder automatisch erhält und nur sehr, sehr, sehr wenige erhalten diesen Vertrauen. Tendenz geht allerdings nach unten seit der Pandemie und Corona-Politik. Gerade in den Medien ist die fehlende Fähigkeit kaum vorhanden. Es ist auf Nullpunkt angelangt. Grob gesagt, wenn jemand „Maus frisst Hai“ als Schlagzeile bedient, um die Klicks oder Auflagen zu ehöhen, der hat sein Beruf verfehlt. Leider viel zu viele verfehlen ihren Beruf. Noch weniger schenkt man der Regierung vertrauen. Wenn kaum jemand nach dem warum fragt, dann sollte man sich nicht mehr wundern. Die Werte haben die Menschen selbst abgeschafft. Tendent steigend. Das Vertrauen verliert im dritten Corona Jahr in wichtige Institutionen in einen neuen Tiefpunkt, bis es den Boden erreicht hat. Der ist nicht weit entfernt. Eines hätten sie alle besser wissen müssen. Desinformation kann täuschend echt sein, deshalb fallen viele darauf rein. Desinformation und Manipulation sind eben keine Information. Deshalb muss man eben mit den Konsequenzen klarkommen.
    Fazit: Sie sind alle sehr nahe am Boden wiederzufinden.

  7. Egon 12. Juli 2022 at 10:04Antworten

    Schon vor einigen Jahren hat man die Anonymität und Privatsphäre abgeschafft. Nach Atemschutzmasken kommt die Zwangsjacke Verordnung. Nur jetzt wird der Rest erledigt. Seit Corona wird überall die Gelegenheit genutzt und die wenigen Grundrechte wird wohl dann auch in kurzer Zeit massiv angegriffen und schnell gesetzlich abgeschafft. Während sie alle einen Phantom (ZeroCovid) oder was auch immer nachjagen.

    Totale Überwachung, die wird es nie geben, denn es sind Menschen die die Programme erstellen. Und bekanntlich die machen ständig Fehler. Sonst hätten wir einen reibungslosen Ablauf auf dieser Welt ohne Pannen und Schlupflöcher. Was wir besonders seit Corona vor Augen geführt bekommen. Da machen viele die Rechnung ohne die anderen die immer eine Nase voraus sind.

  8. Gerhard 12. Juli 2022 at 9:52Antworten

    Willkommen in China! Äh sollten wir nicht langsam aufwachen? Überall geht der Weg zur sicheren Digital Bervormundung.Doch es gibt immer viele Füchse unterwegs.

  9. Pierre 12. Juli 2022 at 9:40Antworten

    Ha! Gestern hatte ich einen anderen Beitrag kommentiert, wo ich das als mögliche Entwicklung beschrieben hatte. Hat ja nicht lange gedauert…

    Das wäre so, wie wenn ich in der Öffentlichkeit erstmal einer Behörde meinen Ausweis vorzeigen muss, bevor ich jemanden ansprechen möchte.

  10. Gerhard H 12. Juli 2022 at 9:09Antworten

    Meine Empfehlung:
    Hände weg von den a-sozialen Medien wie „Zwitscherer, Fratzenbuch und wtf-App“.
    Jeder denkende Mensch, der deren Nutzungsbedingungen genau liest und versteht, muß doch sehen, daß er sich den Datenkraken und Zensoren voll und ganz ausliefert !

    • Pierre 12. Juli 2022 at 9:59Antworten

      Absolut. Diese Portale sollte man austrocknen lassen.

      • Vortex 12. Juli 2022 at 22:30

        Lieber zurück ins reale Leben oder für Oldtimer wieder zurück zum CB-Funk, hier gleich mal testen, wie sich z. B. RDS: http://websdr.org/ anfühlt, jetzt erst mal nur passiv, aber völlig legal den Amateurfunkern zuhören. :)

    • P. Kiehl 12. Juli 2022 at 11:36Antworten

      Gerhard H

      Juli 2022 at 9:09

      Meine Empfehlung:

      Hände weg von den a-sozialen Medien wie „Zwitscherer, Fratzenbuch und wtf-App“.
      Jeder denkende Mensch, der deren Nutzungsbedingungen genau liest und versteht, muß doch sehen, daß er sich den Datenkraken und Zensoren voll und ganz ausliefert!

      Herr Gerhard H.,
      erstaunlich ist Ihre Empfehlung, denn in diesem Moment befinden Sie sich Mittendrinn in den Klauen der Digialen Welt. Schon der Eintritt begleitet Sie ein guter Freund mit dem Namen Algorithmus. Noch nie was davon gehört? Der Algorithmus weiß über uns Bescheid und keiner bemerkt diesen unsichtbaren Freund der einen das Leben zur Hölle machen kann. Kennt unsere Gewohnheiten sehr genau.

      Der unsichtbare Begleiter begegnen wir überall, wie z.B.: auf Facebook, Telefone, Versicherung, Banken, um einige zu nennen. Digitalewelt sind eben nicht Menschen und daher passieren oft viele Fehler. Böse vermehrt. Trifft der eine falsche Entscheidung, dann hat man den Mist an der Backe. 48 Prozent wissen es nicht. Das Problem EU-Datenschutzverordnung isnicht angemessen.Tagtäglich beeinflussen uns Algorithmen – sei es, weil man sich Videos auf Youtube ansieht oder sich mit anderen Nutzern in sozialen Medien austauscht. Manipulation lauert überall. Wir sind umzingelt. Nur ohne Internet und alles was zusammenhängt ist man außen vor. Fast, denn in vielen Bereichen kommen wir nicht drumherum. Nachdenken lohnt sich immer.
      Bleiben Sie gesund.

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