Änderungen der WHO Richtlinien fördern Maßnahmen wie Lockdowns und führen zu ‚Gesundheitsterror‘

25. Mai 2022von 4,5 Minuten Lesezeit

Diese Woche findet die Weltgesundheitsversammlung (World Health Assembly – WHA) in Genf statt. Die WHO beabsichtigt, Lockdowns und andere nicht-pharmazeutische Maßnahmen zur Eindämmung der Virusausbreitung in die offiziellen Pandemie-Richtlinien aufzunehmen. Die Änderungen sind bereits zum großen Teil umgesetzt, ohne dass dafür die Zustimmung der Mitgliedsländer eingeholt oder benötigt wird.

Dies geht aus einem Bericht hervor, der der Weltgesundheitsversammlung (WHA) der WHO bei der laufenden Session vorgelegt wurde. Er stammt von der „Working group on strengthening WHO preparedness and response to health emergencies“ (Arbeitsgruppe zur Stärkung der Bereitschaft und Reaktion der WHO auf gesundheitliche Notfälle) vom 3. Mai 2022. Es entstand im letzten einer Reihe von neun Meetings dieser Arbeitsgruppe.

Diese Maßnahmen sind nicht Teil des neuen Pandemievertrags oder der Änderungen der Internationalen Gesundheitsvorschriften von 2005 (IHR) und bedürfen nicht der Zustimmung der Mitgliedsstaaten. Dem Bericht zufolge ist die Umsetzung bereits im Gange.

Neben den Änderungen der IHR, geht es um weitere Empfehlungen (insgesamt 131), die in einem Bericht der Arbeitsgruppe zur Stärkung der Epidemic Preparedness der WHO vorgelegt wurden.

Die meisten dieser Änderungen und Empfehlungen beziehen sich auf die gemeinsame Nutzung von Informationen und Ressourcen und die Vorbereitung auf künftige Pandemien; keine von ihnen greift direkt in die Souveränität der Staaten ein, indem sie es der WHO ermöglicht, Maßnahmen zu verhängen oder aufzuheben. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie nicht gefährlich sind, denn sie bestätigen und kodifizieren die teils absurden Maßnahmen der letzten zwei Jahre, angefangen mit dem Lockdown von Hubei in China am 23. Januar 2020.

Nicht-pharmazeutische Interventionen tauchen in den Empfehlungen dreimal auf, einmal unter „Gerechtigkeit“ und einmal unter „Finanzierung„, wo die Staaten aufgefordert werden, „angemessene Investitionen in“ und „rasche Entwicklung, frühzeitige Verfügbarkeit, effektiven und gerechten Zugang zu neuartigen Impfstoffen, Therapeutika, Diagnostika und nicht-pharmazeutischen Interventionen für gesundheitliche Notfälle, einschließlich Kapazitäten für Tests, skalierte Herstellung und Verteilung“ sicherzustellen.

Die rasche Entwicklung und frühzeitige Verfügbarkeit nicht-pharmazeutischer Maßnahmen und ’neuartigen Impfstoffen‘  klingt an sich schon besorgniserregend, wenn man sich vor Augen hält, dass die NPIs und die Gentechnik Präparate in den letzten beiden Jahren nur geschadet aber nicht genützt haben. Die entsprechenden Passagen können aber von den Staaten auf verschiedene Weise interpretiert werden.

Wirklich besorgniserregend wird es jedoch im Abschnitt „Führung und Steuerung“ LPPPR 29 (Seite 55) besagt:

Nicht-pharmazeutische Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit sind in jedem Land systematisch und rigoros in dem Umfang anzuwenden, wie es die epidemiologische Situation erfordert. Alle Länder müssen über eine explizite, evidenzbasierte und auf höchster Regierungsebene vereinbarte Strategie zur Eindämmung der COVID-19-Übertragung verfügen.


Die Forderung, dass die Pandemiestrategie eines Landes darauf abzielen muss, die Virusübertragung einzudämmen, ist eine wesentliche Änderung gegenüber den derzeitigen Leitlinien. Die bestehende Pandemievorbereitungsstrategie der meisten Länder, die im Einklang mit früheren WHO-Empfehlungen ausgearbeitet wurde, besagt eindeutig, dass kein Versuch unternommen werden sollte, die Virusübertragung zu stoppen, da dies nicht möglich ist und wertvolle Ressourcen verschwendet würden.

Wir sehen mit der Entwicklung der Fallzahlen in den höchst geimpften Ländern wie Portugal, Taiwan, Israels etc, dass es nicht möglich sein wird, die Ausbreitung eines neuen pandemischen Atemwegsvirus zu stoppen. Es ist eine Verschwendung von Ressourcen und Kapazitäten der öffentlichen Gesundheit, dies zu versuchen.

Es ist mit ziemlicher Sicherheit nicht möglich, ein neues Virus in seinem Ursprungsland einzudämmen oder auszurotten, wie die Inselstaaten Australien, Neuseeland und andere gezeigt haben. Man muss davon ausgehen, dass sich das Virus unweigerlich ausbreiten wird und dass alle lokalen Maßnahmen, die zur Unterbrechung oder Eindämmung der Ausbreitung ergriffen werden, auf nationaler Ebene keinen oder nur sehr begrenzten Erfolg haben werden und dass man sich nicht darauf verlassen kann, „Zeit zu gewinnen“.

Doch nun sagt die WHO, dass die Eindämmung der Virusübertragung das Ziel der Pandemiebekämpfung sein soll. Das ist eine Katastrophe, denn es bedeutet im Grunde genommen, dass massive Kollateralschäden in Kauf genommen werden.

Schlimmer noch, der Bericht besagt, dass diese Empfehlung in die „normative Arbeit“ der WHO einfließen wird, was bedeutet, dass sie Teil der offiziellen WHO-Leitlinien für die Reaktion der Staaten auf eine Pandemie sein wird. Schlimmer noch, es heißt, dass sie bereits umgesetzt werden – es braucht keinen Vertrag oder die Zustimmung der Mitgliedstaaten, um dies zu tun, es wird bereits getan.

Es ist zu erwarten, dass in den kommenden Monaten und Jahren auf internationaler und nationaler Ebene neue Leitlinien erscheinen werden, die diese Annahme, dass Beschränkungen auferlegt werden sollten, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, berücksichtigen. Und das, obwohl die letzten zwei Jahre nur die Richtigkeit der früheren WHO-Leitlinien bestätigt haben, dass dies nicht möglich und den Versuch nicht wert ist.

Wie der italienische Philosoph Giorgio Agamben formulierte: „Es geht um nichts Geringeres als die Schaffung einer Art „Gesundheitsterror“ als Instrument zur Regelung dessen, was als Worst-Case-Szenario definiert wurde.“

Hier ist das gesamte Dokument der Working Group:

Working Group on Strengthening WHO Preparedness and Response to Health Emergencies 9–May-3-2022-en


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4 Kommentare

  1. Ökologe 26. Mai 2022 at 22:36Antworten

    Da war Correctiv aber schnell. Leute (bzw. Dr. Mayer), was stimmt nun?!?:

    „Bewertung FALSCH: Falsch.
    Die Änderungsvorschläge der USA für die Internationalen Gesundheitsvorschriften würden die Befugnisse der Weltgesundheitsorganisation in einigen Bereichen zwar ausweiten, Mitgliedstaaten müssten diesen jedoch zunächst zustimmen. Zudem können sie Empfehlungen der WHO ablehnen, so etwa die Hilfe und Entsendung von Expertenteams. Einigkeit über die Vorschläge wurde zudem nicht erzielt.“

    https://correctiv.org/faktencheck/2022/05/25/was-hinter-der-who-beratung-ueber-eine-aenderung-der-internationalen-gesundheitsvorschriften-steckt/

  2. Veron 25. Mai 2022 at 12:47Antworten

    Man hat also gewusst, dass es nicht geht. Dann hat man es trotzdem probiert und bestätigt bekommen, dass es nicht funktioniert. Und nun wird genau das gefordert. Eigentlich müssten alle Staaten daraufhin aus der WHO austreten, wären wir von vernünftig denkenden Politikern vertreten. Wie schon lange ergibt sich die Frage: was haben sie davon, dass sie dieses Spiel mitmachen .. ..

  3. Markus 25. Mai 2022 at 12:19Antworten

    wie ist es möglich dass eine private organistaion die auch noch von eugenikern etc. finanziert wird ohne die Länder irgendwelche Dinge in den Raum stellen kann wo sich dann alle daran halten müssen. Sind diese ganzen Politiker entweder so korrupt, so dumm, oder so kriminell und machtgeil- dass sie solche Dinge mitspielen? Diese WHO gehört so wie sie derzeit dasteht zerschlagen. Das sind eher verbrecher als gitsgesinnte herrschaften.
    Jenbe Politiker die diesem Spiel unterstützung gewähren gehören bestraft.Das ist ja schon fast Sklaverei die da mit den menschen betrieben wird.

    • Nightbird 25. Mai 2022 at 18:41Antworten

      „wie ist es möglich dass eine private organistaion…“

      Die eigentliche Hauptschuldige ist hier eine durch und durch korrupte EU mit totalitären Allmachtsphantasien.
      Man braucht der Flintenuschi nur zuzuhören, um zu erahnen, was man vorhat.

      Anlässlich der damaligen Propaganda und dem dümmlichen Geseiere rund um den Beitritt Österreichs ahnte ich schon, daß das nicht gut gehen wird.

      Und letztendlich haben sich meine Vorahnungen bestätigt.

      Die WHO ist hier ein Mittel zum Zweck, als Privatorganisation die zu 100% anhängig, süchtig, gierig nach Privatgeldern ist.
      Denen ist es scheissegal, woher die Silberlinge kommen, um sich bei denen anzudienen, die herrschen wollen.
      Ausserdem ist diese WHO durchseucht von Lobbyisten der Pharmaindustrie und anderen Gierhälsen.

      Ich sage: Raus aus der EU, der WHO. Und zwar sofort!
      Am Schleunigesten mit der Einstellung jeglicher Mitgliedszahlungen.

      Wen der Geldstom der Dummen versiegt, werden die Herrschaften in Brüssel sicher sofort munter werden.

      Nightbird.

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