Studie: Keine der Corona Maßnahmen hatte einen nennenswerten positiven Effekt

25. Mai 2022von 2,1 Minuten Lesezeit

Eine kürzlich veröffentlichte Untersuchung ist die bisher umfassendste Studie zu Covid-Massnahmen (NPIs). Sie betrachtet 10 NPIs in 169 Ländern. Das Fazit: Keiner der NPIs hatte im Laufe der Zeit einen wesentlichen und konsistenten Effekt auf die Todesfälle durch Covid-19.

Als Reaktion auf Ausrufung der Pandemie durch die WHO haben die Regierungen nicht-pharmazeutische Interventionen (NPI) eingeführt. Diese NPIs zielen darauf ab, Todesfälle im Zusammenhang mit COVID-19 zu verhindern, konzentrierte sich die bisherige Literatur über ihre Wirksamkeit auf Infektionen und auf Daten aus der ersten Hälfte des Jahres 2020. Die Ergebnisse früherer NPI-Studien können jedoch durch eine unzureichende Berichterstattung und eine nicht rechtzeitige Meldung der Fälle beeinflusst werden. Darüber hinaus erschweren die geringen zeitlichen Unterschiede bei der Anwendung dieser NPIs in der ersten Welle die Ermittlung zuverlässiger Ergebnisse.

Die neue Studie mit dem Titel „The Effects of Non-pharmaceutical Interventions on COVID-19 Mortality: A Generalized Synthetic Control Approach Across 169 Countries“ (Die Auswirkungen nicht-pharmazeutischer Interventionen auf die COVID-19-Sterblichkeit: Ein verallgemeinerter synthetischer Kontrollansatz über 169 Länder hinweg) erschien in Frontiers in Public Health.

Um diese Probleme zu umgehen, wurden in der Studie Daten zu täglich bestätigten COVID-19-bedingten Todesfällen pro Kopf aus Our World in Data und zu 10 verschiedenen NPIs aus dem Oxford COVID-19 Government Response Tracker (OxCGRT) für 169 Länder vom 1. Juli 2020 bis zum 1. September 2021 untersucht.

Es wurden keine substanziellen und konsistenten COVID-19-Todesfälle reduzierenden Effekte der untersuchten NPIs gefunden. Zu sehen ist eine geringfügige Änderung des Trends der COVID-19-bedingten Todesfälle etwa 30 Tage nach der Einführung strenger Regeln für den Aufenthalt zu Hause und in geringerem Maße nach der Schließung von Arbeitsplätzen.

Interessant die Aussage im zweiten Absatz der Resultate: „Wie aus Abbildung 2 hervorgeht, zeigt unser Modell eine konsistente und statistisch signifikante mildernde Wirkung der Impfung auf die COVID-19-Todesfälle ab etwa Tag 45 bis Tag 110 nach der Behandlung. Dieser Effekt ist ebenfalls beträchtlich.“

Das ist tatsächlich der Zeitraum, in dem auch andere Untersuchungen eine Reduktion schwerer Verläufe zeigen. Die Frage stellt sich allerdings, was ist von Tag 0 bis Tag 44 und ab Tag 111.  Nimmt man also eine Periode von 6 Monaten, so hat man an 114 Tagen keinen Schutz und an 66 Tagen schon. Schlechtes Geschäft, würde ich sagen, insbesondere dann, wenn man noch die Nebenwirkungen mit einbezieht.


Bitte unterstütze unsere Arbeit via PayPal oder Überweisung

Folge uns auf Telegram und GETTR


Stanford Studie mit Top Medizin-Wissenschaftler Ioannidis zeigt keinen Nutzen von Lockdowns

Martin Sprenger zur neuen Johns-Hopkins-Lockdown-Studie: „Es wird Zeit Rechenschaft abzulegen!“

Haben Lockdowns Infektionsverbreitung beschleunigt?

15 Kommentare

  1. Dr. Rolf Lindner 25. Mai 2022 at 22:26Antworten

    MITGELÜGELT, MITVERPRÜGELT

    Wer heute noch, trotz aller Klarheit,
    weiter verbreitet nicht die Wahrheit,
    der sollte darum bangen,
    dass er wird mitgefangen,
    denn hoffentlich bald
    sagt der Staatsanwalt:
    Durch Impfen viele Leichen,
    danke, das muss reichen,
    weil es kaum klarer passt,
    Gengiftimpfer in den Knast.
    Das Geld der Kriminellen,
    den Opfern zur Verfügung stellen.

    Allen Coronagötzendienern
    sollte man den Hintern wienern.
    Stelle mir das bildlich vor,
    wenn er da steht, der Jammerchor.
    Wer heut‘ noch obenauf,
    bekommt was hinten drauf.
    Die sich als hohe Herren fühlen,
    müssen sich den Steiß dann kühlen.
    Können dabei noch seien froh,
    dass man versohlt nur ihren Po.

  2. Mister X 25. Mai 2022 at 12:53Antworten

    Zitat aus der Studie, die verlinkt ist <<Results: We do not find substantial and consistent COVID-19-related fatality-reducing effects of any NPI under investigation. We see a tentative change in the trend of COVID-19-related deaths around 30 days after strict stay-at-home rules and to a slighter extent after workplace closings have been implemented. As a proof of concept, our model is able to identify a fatality-reducing effect of COVID-19 vaccinations. Furthermore, our results are robust with respect to various crucial sensitivity checks.

    Conclusion: Our results demonstrate that many implemented NPIs may not have exerted a significant COVID-19-related fatality-reducing effect. However, NPIs might have contributed to mitigate COVID-19-related fatalities by preventing exponential growth in deaths. Moreover, vaccinations were effective in reducing COVID-19-related deaths.>>

    Also die Studie behauptet was anderes sowohl beim Resultat als auch in der Schlussfolgerung – und nicht dass <> Richtig übersetzt: die Impfung konnte effektiv die Anzahl der in zusammenhang mit COVID-19 stehenden Todesfälle, reduzieren.

    Also die mit und an Todesfälle. Ich stehe auch sehr kritisch der Gen-Dingsbums-Impfung gegenüber, es nützt mir aber nichts wenn mein Wunschdenken Argumente produziert – Fakt ist NPI’s nützen nichts oder fast nichts – das wird in der Studie behauptet. Ich schätze Ihre Seite sehr, wegen dem Mut gegen diesen Wahnsinn entgegen zu halten, und ich kann mir gut vorstellen wie schwierig es ist mit wenigen Mitteln die Qualität aufrecht zu halten. Aber es braucht genau wegen dem ganz genaue Arbeit – solche Fehler sind echt kontraproduktiv… Und es ist gefundenes Fressen für sogenannte Fakten Checker…

    Respektvoll, Mister X

    • Dr. Peter F. Mayer 25. Mai 2022 at 14:44Antworten

      Danke, habe die Aussage präzisiert. Das ist wieder eine Geschichte um die Publikation nicht zu gefährend. Impfung wirkt … aber nur von Tag 45 bis 110.

  3. Daniel Hünig 25. Mai 2022 at 12:51Antworten

    Der Artikel verschweigt eine im Abstract hervorgehobene Behauptung: dass die Impfungen C19-bezogene Todesfälle verhindert hätten.
    Das finde ich nicht in Ordnung. Auch wenn man mit den Schlussfolgerungen einer Studie nicht einverstanden ist, gehört es zum seriösen Berichten, eine korrekte Zusammenfassung zu geben.
    Ich zitiere:
    „Conclusion: Our results demonstrate that many implemented NPIs may not have exerted a significant COVID-19-related fatality-reducing effect. However, NPIs might have contributed to mitigate COVID-19-related fatalities by preventing exponential growth in deaths. Moreover, vaccinations were effective in reducing COVID-19-related deaths.“
    Natürlich klingt das sehr nach einem verzweifelten Versuch, die untauglichen Maßnahmen noch irgendwie ein bißchen zu rechtfertigen. Der Nachsatz zu den Impfungen erinnert an das obligatorische „der Sozialismus siegt!“ aus früherer Epoche.

    • Chrissie 25. Mai 2022 at 13:05Antworten

      Mit diesen Nachsätzen entlarven die sich als absolute Nicht-Wissenschaftler.

  4. J Th. 25. Mai 2022 at 11:56Antworten

    Offensichtlich zeigt die Studie zu Covid-Massnahmen genau das was einige schon wussten. Ich sagte es unter meinen Freunden und es kam damals nach der 3G-Regeln genau das raus was ich gesagt hatte. Was viele sowieso wussten diese Maßnahmen wie Impfung, 3 G-Regeln oder falsche Lockdowns. Am Ende steckten die geimpften nach und nach an, bis heute ist es so geblieben. Tückisch ist, dass Geimpfte entweder nach der ersten, zweiten, dritten oder vierten Coronainfektion sterben. So erlebte ich das in meinem Umfeld. Selbst danach werden sie Bestraft und den Titel Geimpft entzogen. So läuft die Nummer Corona und Maßnahmen.

  5. Pierre 25. Mai 2022 at 11:56Antworten

    Offensichtlich ist die Datenlage keineswegs überwältigend, was den Erfolg von Maßnahmen und auch der Impfungen angeht.

    Allein das müsste doch reichen, um die NPIs höchstens freiwillig zu gestalten.

    Was noch viel spannender gewesen wäre: wie der Einfluss der Maßnahmen und Impfungen auf die Gesamtsterblichkeit wirkte. DAS wurde ja eben NICHT untersucht.

    Die Definition Covid-Toter ist ja hochgradig abhängig von Entscheidungen von Gesundheitsbehörden und Ärzten.

    Und nach dem Zeitraum wo die Impfungen angeblich einen positiven Einfluss gehabt haben gehts steil bergauf. Ich behaupte, hier wurde wenn überhaupt für einzelne kurzfristig etwas Zeit erkauft aber langfristig könnte es durchaus zum „rebound“ kommen.

  6. Chrissie 25. Mai 2022 at 10:26Antworten

    @Jarzina

    Wie auch immer „Covid-Todesfälle“ definiert sind. Die Regierungen könnten sogar EXTRA die Meldestatistiken gefälscht haben, um einen Effekt hervorzuzaubern. Mit Beginn der Impfungen hat man zb auch das anlasslose Testen massiv reduziert. So hat man auch schon einen „positiven Impf-Effekt“ vortäuschen können.

    • Ulrich Jarzina 25. Mai 2022 at 12:37Antworten

      Ja, die Gefahr der Datenmanipulation ist hier gegeben, das sehe ich auch so. Man denke nur an die Vorwürfe, die im BMJ gegen Pfizer erhoben wurden.

      Argumentativ könnte man jetzt mehrere Varianten fahren.

      Variante 1 wäre der Totalangriff: „Ihr habt überhaupt keine belastbaren Daten, also lasst uns in Ruhe mit eurem Zeugs!“

      Variante 2 wäre demgegenüber etwas abgeschwächt: „Eure eigenen Daten belegen doch das Gegenteil dessen, was ihr uns hier verkaufen wollt.“

      Variante 3 wäre eine Kombination aus beidem: „Verlässliche, belastbare Daten fehlen oder werden z.T. nicht (mehr) erhoben. Aber selbst aus den Daten, die wir haben, geht hervor, dass eure Version der Erzählung sich durch nichts belegen lässt.“

      Variante 3 ist mein Favorit. Es ist ja nicht nur so, dass die Impfgläubigen z.T. kompromittierte Daten veröffentlichen – sie interpretieren sie auch noch falsch!

  7. Chrissie 25. Mai 2022 at 10:04Antworten

    Im Grunde kann man ja eine Studie in die Tonne treten, die in ihrer Konklusio lauter „könnte“ und „vielleicht“ enthält. Um zu wissen, dass die Massnahmen nichts genutzt haben, dazu genügt mir das Beispiel Schweden vollkommen. Aber meine Oma (und der gesunde Menschenverstand) haben das auch vorher schon gewusst dass die Massnahmen absurd sind.

    Die Autoren schreiben, die Massnahmen könnten vielleicht ein exponenzielles Wachstum verhindert haben. Wie kann man nur so hartnäckig dumm sein (oder sich dumm stellen). Das ist bisher noch nie passiert, nirgends. Und auch das hat ja Schweden wiederum bewiesen, schwarz auf weiss.

    • Peter Pan 25. Mai 2022 at 10:57Antworten

      Als Naturwissenschaftler sehe ich Hypothesen durchaus als wichtigen Beitrag. Man muss sie nur als das sehen, was sie sind. Die Hypothesen müssen im nächsten Schritt belegt und widerlegt werden, durch einen Vergleich mit der Realität.

      Wie sehr die Korruption beim deutschen Bundesverfassungsgericht die Rechtsprechung beeinflusst hat, erkennt man unter anderem daran, dass die „Richter“ des Gerichts den Bezug zur Realität überhaupt nicht mehr für nötig erachten. Die behaupten tatsächlich, dass das Ergebnis einer einzelnen Modellrechnung (Hypothese) ausreicht, um alle Maßnahmen der Regierung zu rechtfertigen, ohne dass ein Bezug zur Realität hergestellt werden muss. Das öffnet der Willkür alle Tore. Ich halte das Vorgehen menschenunwürdig.

  8. Peter Pan 25. Mai 2022 at 9:52Antworten

    1) Die während der „Pandemie“ verwendete Definition „an und mit Corona“ führt zu einer signifikanten und nicht mehr zu korrigierenden Fälschung der Datenerfassung.
    2) Die Rate der an (nicht „an und mit“) COVID-19 verstorbenen Menschen ist sehr klein im Vergleich zur sonstigen Todesrate.

    Daraus folgt für mich, dass die Statistiken zur „Pandemie“ nur sehr schwer zu interpretieren sind.

    Ich sehe hinter der inszenierten „Pandemie“ und all den Terrormaßnahmen („Corona Maßnahmen“) eine Folge von Zielen, nämlich die Einführung der Überwachungszertifikate, der daran gekoppelten Einführung von digitalem Alugeld und der darauf folgenden Enteignung (Great Robbery bzw. der Große Raub).

    • Ulrich Jarzina 25. Mai 2022 at 12:48Antworten

      Man stelle sich einmal vor, wir würden die Statistik der Verkehrstoten so führen:
      Jeder der an oder mit einem Verkehrsunfall gestorben ist, würde zählen. „Mit Verkehrsunfall“ wären all diejenigen gemeint, die bis zu 8 Wochen vor ihrem Ableben einen von der Vollkasko regulierten Schaden an ihrem Auto/Fahrzeug hatten, Marderbiss inklusive.

  9. Hans H. 25. Mai 2022 at 9:42Antworten

    Danke für diese interessante Studie. Der letzte Satz im Artikel ist aber falsch. Die Autoren schreiben in die Studie, dass ihr Modell als Funktionsnachweis in der Lage ist die Reduktion von Todesfällen durch die Impfungen nachzuweisen. „As a proof of concept, our model is able to identify a fatality-reducing effect of COVID-19 vaccinations.“

    • Ulrich Jarzina 25. Mai 2022 at 10:05Antworten

      Es kommt hier auf den den Untersuchungszeitraum an. Betrachten Sie dafür einmal Bild/ Figure Nr. 2. Bis ca. 120 Tage nach Pieks ist die Zahl der Covid-Todesfälle reduziert (Tote durch Nebenwirkungen sind in der Statistik nicht enthalten!). Nach 120 Tagen steigt sie an und ist höher als vor dem Pieks.
      Hier müssten also auch die Autoren entsprechend nachbessern, denn der „fatality-reducing effect“, den sie festgestellt haben, bezieht sich, erstens nur auf die Covid-Todesfälle und auch hier nur auf die ersten 120 Tage nach Pieks.

      Damit ist das wieder so eine Studie, wo Text und Daten/Grafiken mehr als nur ein wenig voneinander abweichen.

Wir freuen uns über jeden Kommentar, aber ersuchen einige Regeln zu beachten: Bitte bleiben wir respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe, keine (Ab-)Wertungen und bitte auch keine Video-Links und Texte mit roten Rufzeichen. Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Aktuelle Beiträge