Inflation: Wie unsere Regierungen und die EZB irren.

1. Mai 2022von 5,1 Minuten Lesezeit

Wenn ein Arzt eine Krankheit falsch diagnostiziert, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass seine Behandlung die Lage des Patienten nicht verbessern wird. Aber Fehldiagnosen führen nicht nur in der Medizin zu Fehlbehandlungen.

In Europa explodiert die Geldentwertung. Die Inflation erreicht eine Höhe, die bald auch dem Mittelstand die Finanzierung des täglichen Lebens verunmöglichen wird. Also wird die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzinssatz erhöhen um die Inflation in den Griff zu kriegen. Ich glaube, damit gießt die EZB Benzin ins Feuer.

 

Die EZB geht davon aus, dass nach klassischer Lehre die Verteuerung der Ware Geld zu einem Einbremsen des Wachstums und damit der Inflation führen wird. Sie geht auch davon aus, dass die Inflation großteils auf einem Überangebot an Kapital basiert. Immerhin hat die EZB ihre Bilanzsumme von 1.5 Billionen Euro im Dezember 2007 (vor der Bankenrettung des Jahres 2008) auf 8,78 Billionen im April 2022 aufgeblasen. Diese Geldschwemme hat in der Tat auch schon bisher zu einer Inflation geführt, nur nannte sich das bis jetzt „steigende Aktien und Immobilienwerte“, war unter sehr Vermögenden gern gesehen und hatte (bis auf die Immobilienpreise) keinen Einfluss auf das Leben normaler Menschen oder Firmen. Denn bei denen kam die Geldflut ja nie an. Oder kennen Sie einen Angestellten oder einen Tischler, dessen Schuldverschreibungen von der EZB angekauft wurden? Oder einen Installateur, der zinsfrei Kapital abrufen konnte?

Wenn wir also seit 14 Jahren eine zinsfreie Geldschwemme haben, warum steigen die Preise der Realwirtschaft erst jetzt an? Weil die gleichgebliebene Kaufkraft der normalen Menschen und Firmen erst jetzt auf ein drastisch verknapptes Warenangebot trifft und damit die Preise treibt.

Das hat meiner Meinung nach zwei Gründe. Die Corona „Maßnahmen“. Und die „Energiewende“, also die Verknappung und Verteuerung von Energie.

Die Corona Lockdowns haben die weltweiten Lieferketten nachhaltig zerstört. Wer in letzter Zeit versucht hat, etwas zu kaufen, irgendetwas, sei es eine Playstation 5, ein Auto oder gar ein Fahrrad, wird wissen, wovon ich rede. Auch Häuslbauer haben festgestellt, es fehlt einfach an allem. Die Weltwirtschaft ist ein hochkomplexes und vernetztes System, das nicht einfach nach Belieben ein oder ausgeschaltet werden kann. Wie offensichtlich unsere Politiker und „Experten“ glaubten. Die Behebung des durch die Corona „Maßnahmen“ angerichteten Schadens wird Jahre dauern. Aber nur, wenn dieser Irrsinn nicht weiter fortgesetzt wird und die Lieferketten sich wieder einspielen können.

Die „Energiewende“ hingegen hat zu einem sprunghaften Anstieg vor allem der Gaspreise geführt. Ab der Jahresmitte 2021 ist der Dutch TTF Gaspreis (ein Referenzpreis in Europa) angestiegen. Mit einem schönen Peak nach dem 26. September. Was ist 2021 passiert? Im Juni wurde das Europäische Klimagesetz von den EU Ministern angenommen. Und am 26. September war die Deutsche Bundestagswahl. Es war also für Gasversorger anzunehmen, dass die Erreichung der „Klimaziele“ und der Ausstieg der größten europäischen Wirtschaft aus Atom und Kohle zu einer erhöhten Nachfrage führen wird. Die Gaspreise stiegen schon lange vor Putins Einmarsch in die Ukraine. Übrigens wurden die Gaslieferungen seitens Russlands und die Durchleitung seitens der Ukraine bis vor Kurzem unterbrechungsfrei durchgeführt (seit dem 27. April werden Polen und Bulgarien nicht mehr direkt beliefert), der Gaspreisanstieg ist also eher der Spekulation als der Verknappung zuzurechnen.

Aber steigende Energiepreise sind für unsere Regierungen kein Problem. Es soll ja weniger verbraucht werden. Des Klimas wegen. Was unsere Regierungen nicht mitbedacht haben, Energie und Gas sind für jede wirtschaftliche Aktivität notwendig. Für den Transport von Waren ebenso wie für die Herstellung von Kunstdünger. Produzenten wie BASF oder Yara haben schon im Herbst 2021 die Produktion von Kunstdünger ganz oder teilweise eingestellt. Wegen der Gaspreise. Weniger Dünger führt erstens zu weniger Nahrungsmittelproduktion und zweitens zu höheren Düngerpreisen für die Bauern. Was wiederum beides die Konsumentenpreise rasant ansteigen lässt.

Unsere Regierungen hätten sich eventuell vor dem Beschluss diverser Energiewenden und Steuern ein Satellitenbild von Afrika bei Nacht ansehen sollen. Da sieht man, was Energiearmut und eine „angebotsorientierte Energieversorgung“ bedeuten. Armut. Mangel. Was übrigens auch ein Grund für die Migration von Afrika nach Europa ist. Polemisch betrachtet wird dann zumindest die Migration aufhören, wenn Europa auf dem wirtschaftlichen Niveau Afrikas angekommen ist.

Die im täglichen Leben spürbare Inflation hat ihren Grund also in der mangelnden und gewollt verteuerten Produktion der Wirtschaft. Jetzt erhöht die EZB den Leitzins um das Wirtschaftswachstum einzubremsen, wirft der Produktion also einen zusätzlichen Knüppel zwischen die Beine, was die Versorgung zusätzlich erschwert. Ich bin mir nicht hundertprozentig sicher, dass das eine gute Idee ist. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen sind durch die Corona „Maßnahmen“ schon angeschlagen, eine Zinserhöhung könnte für viele der letzte Stoß in den Abgrund sein. Und die Verteuerung der Ware Geld, die wie Energie in allen Produkten enthalten ist, würde natürlich auch an die Konsumenten weitergereicht.

Was eine Zinssteigerung bewirken könnte, ist ein Anstieg des Euro Kurses gegenüber anderen Währungen. Und damit eine Verbilligung von Importen. Aber ob dieser Anstieg die Belastungen wett macht, ist unsicher. So wie jegliche Wirtschafts“wissenschaft“ unsicher ist, weil es sich um eine Sozialwissenschaft handelt. Es menschelt, Prognosen sind ebenso vorsichtig zu lesen wie die Vorhersagen der Corona Modellierer.

Was die Preissteigerungen wirklich bekämpfen würde, wäre ein sicheres Ende aller Corona „Maßnahmen“, die Rücknahme von Steuererhöhungen auf Energie und das Eingestehen der Tatsache, dass ein industrialisierter Kontinent nicht mit Wind und Sonne betrieben werden kann.

Im Übrigen wird auf den Finanzmärkten großes Jammern und Wehklagen einsetzen, sollte die EZB ihre Anleihekäufe zurückfahren und die Bilanzsumme verkleinern. Aber Dividenden werden ja weiterhin gezahlt und fallende Wohnungspreise sollten nicht das größte aller Probleme sein.

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25 Kommentare

  1. Ben 4. Mai 2022 at 23:09Antworten

    BEZAHLEN WIR WIRKLICH MIT UNSERER GASRECHNUNG PUTINS KRIEG?

    Mit dem Bezug von russischem Gas und Öl finanzieren wir den russischen Angriffskrieg in der Ukraine – das behaupten jedenfalls unsere Leitmedien unablässig; die Politiker allerlei Geschlechts schwätzen dies nach und schicken sich an – stets zulasten der Bevölkerung, für deren Wohl sie verantwortlich sein sollen -, das halbschmutzige russische Gas so schnell wie möglich durch komplett schmutziges und extrem umweltschädlich gefördertes und zu uns transportiertes Fracking-Flüssiggas aus den USA zu ersetzen.

    Quelle:
    https://ansage.org/bezahlen-wir-wirklich-mit-unserer-gasrechnung-putins-krieg/

    Inflation durch teures US – Gas …… und beschert US-Gasindustrie das Geschäft ihres Lebens..?

  2. Eva-Maria 3. Mai 2022 at 7:49Antworten

    Ich frag mich mit welchen Drohungen es den Briten(US) gelingt, die EU dazu zu bringen, daß sie die Russenenergie boykottiert und Energie Spekulationen befördert. Denn das ist die wahre Ursache der Inflation. Die Geldblähungen machten nur punktuelle Preisblasen und keine breite Inflation wie jetzt.

    https://ria-ru.translate.goog/20220430/trass-1786249209.html?_x_tr_sl=ru&_x_tr_tl=de&_x_tr_hl=de

    In der alles enthüllenden Rede sagte Liz Truss, man habe den russischen Pass storniert und jeder muß was dafür zahlen, wenn er Zutritt zum Welthandel haben will. Werden die Kanzlers der EU etwa mit Lieferblockaden und Swiftabsperrungen bedroht? Also See Piraterie sozusagen? Nur eine Vermutung, denn nur ein flächendeckender Banken+Währungskollaps kann schlimmer sein als eine flächendeckende Inflation plus Massenarbeitslosigkeit, zumindest aus Sicht der Reichen.

  3. Michael R 2. Mai 2022 at 12:46Antworten

    《 Was die Preissteigerungen wirklich bekämpfen würde, wäre ein sicheres Ende aller Corona „Maßnahmen“, die Rücknahme von Steuererhöhungen auf Energie und das Eingestehen der Tatsache, dass ein industrialisierter Kontinent nicht mit Wind und Sonne betrieben werden kann. 》
    Und der Krieg in Europa? Was ist mit dem?

  4. Donnie 2. Mai 2022 at 10:43Antworten

    Geschichtlich gesehen hat die Zinserhöhung in einer Rezession stets im Crash gemündet. So auch diesmal.

  5. Jo Ne 2. Mai 2022 at 10:21Antworten

    Gut im Artikel ausgedrückt Herr Veber. „Nach „seit 14 Jahren eine zinsfreie Geldschwemme haben“ und dann auf die „zwei Gründe“. Die Corona „Maßnahmen“ und die „Energiewende“ zu kommen, ist vielleicht etwas zu kurz geschwommen.

    Da geschöpfte „Gelder“ (2/3 auf der Realwirtschaft aufgesetzt) einmal auf die Wirtschaft (1/3) zurückkommen war doch voraus zu sehen. Nicht erschrecken was da noch auf uns zukommt.

    Wenn wir auf die über 5000 Jahre der Geschichte des Geldes schauen hat die Menschheit doch alles schon einmal erlebt und auch schon einmal in entsprechenden Maßnahmen, die meines Erachtens für den Großteil der Menschen eher negativ ausging, durchgemacht. Und nun haben wir die Geldströme auf der Welt noch besser miteinander verwoben.

    Gelernt aus dieser Geschichte des Geld haben wir? Nicht viel, oder?

    Hörte ich Experten zu wie: Marcel Fratzscher (Grinse), Daniel Stelter (fundiert), Hans-Werner Sinn (nach der Abgabe der Leitung des ifo Instituts für mich nun kritisch eingestellt und jetzt wahrnehmbar), Max Otte (das Große und Ganze im Blick da Investment Fonts Verwalter), Markus Kral (mit Einblicke auf die Risikoanalyse des Bankensystems) und nicht fehlen dürfen Dirk Müller (Mr. DAX) und Marc Friedrich (mit eigenen Ansichten aber interessant). Darf man sich schon eine eigene Meinung bilden.

    Und ich frage mich immer wieder, wie kann man es den für das Leben der Menschen auf der Erde besser machen?

  6. Andreas I. 2. Mai 2022 at 10:04Antworten

    Hallo,
    technologisch sehe ich nicht nur kein Problem, alles außer E-Stahlwerke mit Wind & Sonne zu betreiben, sondern damit könnten nach anfänglich hohen Investitions-Kosten danach langfristig die Strompreise niedriger werden.
    Aber ob das überhaupt gewollt ist …
    Tschernobyl war 1986, heute schreiben wir 2022, in einen solchen Zeitraum hätte viel gemacht werden können (und sowieso werden anderswo Flughäfen schneller fertig ;) aber es ist wenig gemacht worden; also ist es m.E. nicht gewollt.
    Außerdem sehe ich Erdgas noch als beste der fossilen Varianten und die Gas-Infrastruktur kann mit Wasserstoff verbunden werden …

    Was € und Inflation angeht, da denke ich, dass das Gelddrucken seit 2008 sicherlich ein Faktor ist, auch wenn das Geld lange nicht „unten“ ankam, aber irgendwann kommt es über Umwege eben doch in den Wirtschaftskreislauf.
    Bei allem, was hier in den letzten Jahren passierte, da habe ich den Eindruck, dass eine Marktbereinigung „von oben“ stattfindet.
    Und wie immer: wer profitiert?
    Naja von höheren Zinsen profitieren sicherlich am meisten diejenigen, die die größten Geldmengen auf Bankkonten haben.

  7. U. K. 2. Mai 2022 at 9:51Antworten

    Wie wahr, wie wahr. Ihr Satz: Wenn ein Arzt eine Krankheit falsch diagnostiziert, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass seine Behandlung die Lage des Patienten nicht verbessern wird. Aber Fehldiagnosen führen nicht nur in der Medizin zu Fehlbehandlungen.
    Hier werden sehr viele aus eigener Erfahrung zustimmen. Ers vor einer Woche erhielt ich eine falsche Diagnose und dies nicht einmal knapp unter der Gürtellinie. Dank mein gesunden Menschenverstand habe ich zwei weitere Ärzte konsultiert und bestärigten mir ich sei kerngesund. Für solche Fehldiagnose wird jeder Arzt geradestehen müssen.

  8. Al 2. Mai 2022 at 8:59Antworten

    „sei es eine Playstation 5“ Vielleicht braucht man so etwas einfach gar nicht. Und die Lieferketten könnten von 10.000de Kilometer auf weniger als 10 reduziert werden – für alles wirklich erforderliche.

    Wenn man auf eine Playstation mal etwas warten muss – daran ist noch keiner eingegangen. Autos gibt es auch viel zu viel. Sehen wir doch mal das positive: zerstörte Lieferketten könnten dazu führen, sich mal auf die wesentliche Dinge im Leben zu besinnen.

    • Josef 2. Mai 2022 at 9:55Antworten

      Zerstörte Lieferkette betreffen nicht nur Playstations… diese bedeuten Menschen leiden und sterben! … Steigende Energiepreise bedeuten Menschen leiden und sterben… Das so wie Sie zu sehen kann man sich nur bei „uns“ leisten. Ich schreibe „uns“ weil selbst bei uns ist das nicht so für alle, also zB USA:

      „10s of millions of Americans live in energy poverty, meaning they experience hardship paying for their basic energy needs. 25 million US households say they’ve gone without food or medicine to pay for energy. 12 million say they’ve kept their home at an unsafe temperature“

      https://energytalkingpoints.com/energy-poverty/

      https://www.eia.gov/consumption/residential/data/2015/hc/php/hc11.1.php

      • Al 3. Mai 2022 at 21:54

        „diese bedeuten Menschen leiden und sterben! “ da muss ich ganz bös darauf antworten: weil sie sich abhängig gemacht haben! Sind wir denn auf abhängiges Leben dieser Art angewiesen? Ich sage: nein! Wir werden dazu „überredet“. Indem man uns kein anders Leben DENKEN lässt!

        Ein anders Leben ist möglich. Überall!

  9. mfey 1. Mai 2022 at 23:15Antworten

    Volle Übereinstimmung. Endlich mal makro-ökonomische Vernunft statt monetaristischem Unsinn, der leider in den Kommentaren hier auch durchschimmert.
    Eine Zinserhöhung durch eine Zentralbank macht nur dann Sinn, wenn bei Vollbeschäftigung und zu hohen Löhnen bei gleichzeitig begrenzten voll ausgelasteten Produktionskapazitäten die Lohn-Preis-Spirale in Gang kommt.
    Wir es also mit einer überhitzten Konjunktur zu tun haben. Das Gegenteil ist seit Jahrzehnten europaweit der Fall.
    Machmal ausgelöst durch einen exogenen Schock, wie die Ölkrise in den frühen Siebziger Jahren.
    Jetzt haben wir ein Lieferkettenproblem und eine falsche Entscheidung zur Gasversorgung, die schon vor dem Ukrainekrieg die Preis hochgetrieben hat.
    Politische Fehlentscheidungen müssen korrigiert werden. Es wird aus sozialen Gründen nicht ohne eine nachhaltige Umverteilung von oben nach unten gehen, um die steigenden Lebenshaltungskosten in den Griff zu bekommen.
    Der viel zititerte Markt sorgt leider nicht für eine Verteilungsgerechtigkeit.
    Drastische Gehaltserhöhungen ( die wir schon lange nicht mehr hatte und die aktuell unrealistisch erscheinen) würden bei Lieferengpässen das Problem nicht lösen.
    Den spekulativen Anteil der Energeipreise müßte man durch sofortige Regulierung des Finanzmarktes zurückfahren.
    Lebensmittel, Wasserversorgung und Energie dürften niemals zu Spekulationsobjekten gemacht werden.
    Die Privatisierung dieser Sektoren rächt sich nun.
    Es sieht so aus, als ob die nationale und internationale Politik aus welchem Grund auch immer, unsere Wirtschaft resetten, sprich ruinieren möchten. Das WEF dürfte als wesentlicher Treiber leicht auszumachen sein. In Australien und immer unverhüllter auch bei uns wird die New Word Order offen proklamiert. Nationalstaatliche Demokratie adieu, die Ökodiktatoren mit den Privatfirmen WHO und UN (korrupt und finanziell abhängig) wollen eine totalitäre Weltregierung errichten.
    Dass man auf Dauer von den fossilen Ernergieträgern weg möchte, kann ich ja noch nachvollziehen. Dass man aber trotz fehlender Erfolge der bisherigen Maßnahmen – insbesondere in Deutschland – an einem unausgegorenen Konzept festhält, wird uns von dem vermeintlichem Ziel weltweit faktisch immer weiter entfernen.
    Gute links findet man auf makroskop.eu sowie https://www.relevante-oekonomik.com/ (leider teilweise hinter einer Bezahlschranke).

  10. Peter Pan 1. Mai 2022 at 19:28Antworten

    In Venezuela läuft der Übergang zum digitalen Spielgeld bereits über die Inflation. Die Bürger haben die Wahl.

  11. adam rhau 1. Mai 2022 at 18:42Antworten

    Stimmt ja teilweise durchaus. Aber ohne die EZB-Geldmengenaufblähung hätten wir jetzt Teuerungsraten wie in der Schweiz oder in Ungarn.

  12. Hans im Glück 1. Mai 2022 at 18:20Antworten

    Off Topic, aber da muss ich was sagen. Die Frankfurter Allgemein bringt Online folgende Schlagzeile:

    „1. Mai: Scholz beschimpft, Giffey mit Eiern beworfen – Ausschreitungen in Dortmund“

    Hallo liebe Leute: Angesichts dessen was die Politikerkaste seit 2 Jahren an ihrem Volk verbricht, ist das noch eine recht harmlose Ausdrucksform, um das Verhalten dieser Elfenbeinturm Bewohner zu monieren.

    • Andreas I. 2. Mai 2022 at 20:07Antworten

      Hallo,
      wer immer „Giffey“ ist (mir zunehmend egal, wie die Marionetten heißen), hat dann immerhin was mit Helmut Kohl gemeinsam. ;-)

  13. Jürgen 1. Mai 2022 at 17:36Antworten

    „Eingestehen der Tatsache, dass ein industrialisierter Kontinent nicht mit Wind und Sonne betrieben werden kann“

    Doch. Kann. Nicht heute und nicht morgen aber übermorgen.
    Fossile Brennstoffe sind endlich.
    Mit Wind, Wasserkraft (nicht nur Staudämme sonder z.Bsp. Gezeitenkraftwerke) und Sonne alleine nicht aber mit Sonnenstrom erzeugter Wasserstoff.
    Kernfusion
    Biogas

    • 1150 1. Mai 2022 at 18:13Antworten

      verbrauch lässt sich nur durch reduzierung der verbraucher reduzieren. wir arbeiten erfolglos daran, österreich hat mehr als neun millionen konsumenten, davon ist ein gutes drittel importmasse. ergo mehr masse, mehr belastung……
      zusätzliche vernichtung der begrenzten ressourcen an platz, wie anbauflächen, erholungsflächen, waldflächen, etc.
      zusätzlicher verbrauch an lebensmittel, wasser,etc.
      anstieg von abwässern, luftverschmutzung, müllmengen, energieimporten, etc.

      • muc 2. Mai 2022 at 10:57

        ein schrecklicher kommentar!
        ein wenig über den tellerrand schauen wär ein tip.
        „reduzierung der verbraucher“…wie wollen sie das bewerkstelligen?
        mit „impfungen“?, oder wie?

      • 1150 2. Mai 2022 at 18:36

        @muc
        china hat es mit der ein kind politik vorgezeigt und den sozialtouristen die latte ganz hochlegen.
        offenbar wieder ein realitätsverweigerer und einer, der sein gutmenschentum noch immer auf die „solidargemeinschaft“ umlegen möchte? wie hoch ist der persönliche beitrag an der rettung?
        scheinbar sind die abgaben und beiträge im land noch zu gering und platz genug vorhanden……

    • Alfons Zitterbacke 1. Mai 2022 at 18:23Antworten

      Ah ja, und dann werden die Genies wieder die Idee vom Solarkraftwerk im erdnahen Weltraum + Downlink per Mikrowellen auspacken, da kann jix schief gehen.

      • 1150 1. Mai 2022 at 18:33

        @ Alfons Zitterbacke,

        bitte nicht die speicherkapazitäten der kobolde in den leitungen ausser acht lassen, da steckt viel kapazität drin

      • Frühling 1. Mai 2022 at 22:50

        @Hans im Glück. Mir geht dieses mimosenhafte Getue von Politikern mittlerweile schwer auf den Keks. Klar ist es für Frau Giffey nicht schön, dass sie mit Eiern beworfen wurde, aber es gibt ganz andere Formen tagtäglicher Gewalt. Da wird von vielen Politikern gerne drüber hinweggesehen. Betrifft sie ja nicht, sondern unschuldige Bürger. Verglichen damit finde ich so ein paar Eierwürfe geradezu lächerlich. Frau Giffey hat die Eier überlebt und bei ihrem Einkommen wird sie sich wohl noch eine Reinigung der Kleidung leisten können, ohne gleich in Tränen auszubrechen. Mit diesem ständigen hochstilisieren von Lächerlichkeiten in eigener Sache tun sich Politiker keinen Gefallen. Wer noch die Zeit hat, um so einen Krimskrams wie Eierwürfe zu kommentieren ist offensichtlich mit seiner politischen Arbeit nicht ausgelastet.

    • Anton Specht 1. Mai 2022 at 21:06Antworten

      „… aber mit Sonnenstrom erzeugter Wasserstoff.
      Kernfusion
      Biogas“

      Sorry, aber Biogas ist der grösste Unfug, welcher jemals erfunden wurde. Hier wird genauso viel Energie aufgewendet wie nachher als sogenanntes Biogas erzeugt wird. Um dieses Biogas (Methan) zu erzeugen, müssen auf riesigen Ackerflächen Mais und andere sogenannte Energiepflanzen angebaut werden. Für die Bearbeitung der Felder wird Diesel benötigt, für die Herstellung von Kunstdüngern wird Energie benötigt, für die Herstellung von Pflanzengiften wird Energie benötigt. Und dann entweichen auch noch einige Prozent des erzeugten Methans aus den Gasbehältern in die Luft und tragen zur Erderwärmung bei. Der Strom aus Biogasanlagen ist hoch subventioniert.
      Würden auf den Ackerflächen anstatt Energiepflanzen Photovoltaikanlagen angepflanzt, dann könnte man etwa das 40-fache an Strom von den Feldern ernten! Werden sogenannte Agri-Solarparks erstellt, können auf den Feldern auch noch Lebensmittel angebaut werden.

      • Jürgen 1. Mai 2022 at 21:20

        @Anton Specht
        Ich spreche nicht von Biogas aus Lebensmittel sonder von Biogas aus tierischen Ausscheidungen, pflanzlichen Abfällen und Hausmüll.

    • Al 3. Mai 2022 at 21:59Antworten

      „Doch. Kann.“ lachhaft. Auf einem Niveau von einem Hundertstel des heutigen. Das ist nicht mit so albernen Wörtern ausgedrückt.

      (Aber was soll man denn von Das auch erwarten.)

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