So kann man das eigene Covid-Risiko berechnen

Heute mal was anderes als Auflockerung: Mathematik. Nicht abschrecken lassen, es ist leicht verständlich und das Ergebnis ist interessant! Jeder mit Hauptschulabschluss verfügt über genug Wissen dafür. Übrigens bemerkenswert, dass die Vorstände der Unis Klagenfurt und Innsbruck gegenüber ihren Studenten absondern, wer nicht „2G“ sei, sei für den universitären Bildungsweg sowieso nicht geeignet.  Es ist unglaublich, dass in einem Rechtsstaat jemand das ungestraft von sich geben darf!

Von Gastautor Mario Kienspergher

Ich habe mir nämlich mal mein eigenes Risiko, „an Corona zu versterben“, ausgerechnet. Das geht relativ einfach. Zuerst muss man wissen, wie viele Leute der eigenen Altersgruppe „mit oder an Corona“ verstorben sind. Das findet man auf https://orf.at/corona/daten/ in einer Grafik, die so aussieht:

 

Den Haken bei der eigenen Gruppe setzen (bei mir 45-54), alle anderen Haken entfernen, rechts unten auf „Gesamt“ stellen und dann die Gestorbenen zählen. Ergibt bei mir ca. 190 in 20 Monaten, umgerechnet 114 in 12 Monaten. Wobei in dieser Zahl jetzt noch Männer und Frauen enthalten sind, sowie auch „mit und an Corona verstorbene„, das bitte im Hinterkopf behalten! (Man kann natürlich auch auf „120 Tage“ stellen und dann x 3 nehmen. Ist halt nicht so genau wie ein größerer Zeitraum, bei mit wären das dann 35 x 3 = 105 statt 114 Gestorbene.)

Nun schaut man sich auf Statistik Austria an, wie viele der eigenen Altersgruppe denn überhaupt so sterben:
https://www.statistik.at/web_de/statistiken/menschen_und_gesellschaft/bevoelkerung/gestorbene/index.html

Man lade die Excel-Tabelle mit den „Gestorbene[n] seit 2006 nach Altersgruppe, Familienstand und Geschlecht“ herunter:

Aus dieser Excel-Tabelle habe ich mir die Jahre 2017 (rot), 2018 (gelb) und 2019 (grün) herausgesucht. (Bitte nicht 2020 nehmen, das enthält ja schon die „Corona-Toten“ von 2020 und verfälscht unser Ergebnis!) Man sucht die eigene Altersgruppe – da die Werte des ORF die Gruppe 45-54 abdecken, muss man in der Tabelle zwei Zeilen auswählen, nämlich 45-50 und 50-55.

2017: 720 + 1.305 = 2.025
2018: 712 + 1.261 = 1.973
2019: 690 + 1.184 = 1.874
=========================
Durchschnitt: ( 2.025 + 1.973 + 1.874 ) / 3 = 1.957

Im Durchschnitt starben in den Jahren 2017..2019 pro Jahr 1.957 Männer der Altersgruppe 45-54 an diversesten Ursachen (Verkehrsunfall, Herzinfarkt, Grippe, …); nur nicht „an Corona“, denn das gab es da ja noch nicht. Die 114 Corona-Toten von oben in der gleichen Altersgruppe sind also 114 / (114 + 1957) = 5,5 % davon – allerdings, kramt im Hinterkopf: Das sind Männer und Frauen, „mit oder an Corona verstorben“. Ich gehe der Einfachheit halber für die Männer einfach von der Hälfte aus, für meine Zwecke sicher eine erlaubte Vereinfachung.

Ergebnis: Wenn man denn als Mann zwischen 45 und 54 stirbt, ist die Wahrscheinlichkeit derzeit 2,8 %, „mit oder an Corona“ zu sterben; 97,2 % sterben an was anderem – wie gesagt: Verkehrsunfall, Herzinfarkt, Grippe, …

Das reicht mir aber noch nicht, ich will meine wirkliche „Sterbebedrohung“ wissen. Dazu müsste ich wissen, wie viele Männer in dieser Altersgruppe es in Österreich überhaupt gibt. Auch das findet man bei der Statistik Austria:

https://www.statistik.at/web_de/statistiken/menschen_und_gesellschaft/bevoelkerung/bevoelkerungsstruktur/bevoelkerung_nach_alter_geschlecht/index.html

In dieser Tabelle findet man die Bevölkerungszahl nach Altersgruppen:

Zu Jahresbeginn gab es 301.333 Männer in der Altergruppe 45-49 und 350.635 Männer von 50-54, macht zusammen 651.968. Mag sein, dass dieser Wert über das Jahr 2021 schwankt durch Verstorbene und neu dazu „hineingerutschte“; für meine Abschätzung reicht er.

Bei 651.968 zu Jahresanfang lebenden Männern von 45-54 sind 114 Verstorbene in dieser Altersklasse – und das sind Männer und Frauen, den genauen Anteil wissen wir ja nicht, da unterscheide ich jetzt schon gar nicht mehr! – das ist ein Wahnsinnsanteil von 0,2 PROMILLE. Mein persönliches Risiko, „mit oder an Corona zu sterben“ beträgt max. 0,2 PROMILLE. Oder umgekehrt, die Wahrscheinlichkeit, dass ich diesen Scheiß überlebe beträgt 99,98%.

Jetzt wäre natürlich noch interessant, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, auf die Intensivstation zu kommen. Leider werden detaillierte Zahlen zur Intensivbelegung in Österreich nicht veröffentlicht. Es könnte ja sein, dass ein Selberdenker daherkommt und sich sein Risiko selbst ausrechnet, wo kämen wir denn da hin!

Für eine ganz grobe Abschätzung reicht es aber dennoch noch. Auf https://orf.at/corona/daten ist diese Tabelle tagesaktuell zu finden:

Derzeit sind 119.744 Personen „aktive Fälle“, davon liegen 1896 im Spital und 428 zusätzlich auf Intensiv. Das ist nur eine Momentaufnahme aller Geschlechter und aller Altersgruppen und wirklich nur eine grobe Schätzung!

Anteil der Spitalspatienten auf Normalstation an den Erkrankten: 1.896 / 119.744 = ca. 1,6 % müssen ins Spital.
Anteil der Patienten auf Intensivstation an den Erkrankten: 428 / 119.744 = 0,4 %.
Anteil der Patienten auf Intensiv an Spitalspatienten: 428 / (428 + 1896) = 18,4 %

Nun gehen wir davon aus, dass alle Genesenen, alle aktiven Fälle und alle Gestorbenen zusammen die Menge ist, die bisher jemals in Österreich an Corona erkrankt ist: 814.894 + 119.744 + 11.343 = 945.981 Fälle (passt mit der Grafik zusammen). Von diesen 945.981 jemals erkrankten Personen sind dann in gröbster Näherung nach derzeitigem Schlüssel (bessere Werte habe ich halt einfach nicht!) …

… 1,6 %, das sind 15.136 Personen, im Spital gelandet;
… 0,4 %, das sind 3.784 Personen, auf Intensiv behandelt worden.

Und nun gehe ich von der absolut irrsinnigen Annahme aus, all diese Personen jeden Geschlechts und aller Altersgruppen seien Männer meiner Altersgruppe gewesen, was natürlich eine hoffnungslos zu hohe Zahl ergibt:

Im Spital: 15.136 / 651.968 = 2,3 %
Auf Intensiv: 3.784 / 651.968  = 0,6 %

Mein persönliches maximales, wahrscheinlich um Zehnerpotenzen zu hoch eingeschätztes Risiko, im Spital „wegen Corona“ zu landen beträgt daher 2,3 %.
Mein persönliches maximales, wahrscheinlich um Zehnerpotenzen zu hoch eingeschätztes Risiko, auf Intensiv „wegen Corona“ zu landen beträgt daher 0,6 %.
Mein persönliches maximales, wahrscheinlich auch noch um das Zwei- oder Dreifache zu hoch eingeschätztes Risiko, „mit oder an Corona zu sterben“, beträgt (siehe oben) 0,02 % oder 0,2 Promille.

Bitte mich richtig zu verstehen: Wenn jemand bei den 0,2 Promille dabei ist, ist das natürlich blöd für ihn oder sie. Ich sage hier niemandem, dass „Corona“ nicht gefährlich sein kann. Ich verharmlose „Corona“ nicht, ich setze es in den richtigen Bezug zur Realität. Ebenso ist das Ergebnis für Angehörige von Risikogruppen natürlich höher, dieses Risiko müsste in die Berechnung mit einfließen.

Dies hier dient nur meiner persönlichen Abschätzung, was ich für ein Risiko trage, und 0,2 Promille sind für mich kein Grund, einer experimentellen Gen-Therapie mit vorläufiger Zulassung in der EU zuzustimmen. Das Risiko eventueller, derzeit nicht abschätzbarer Langzeitfolgen (im Vergleich zum Erkrankungs- und Sterberisiko, das ich eben abgeschätzt habe) wiegt für mich WEITAUS stärker.

Insofern darf ich bezugnehmend auf die Äußerungen unseres Herrn Bundeskanzlers zusammenfassen: „Ich zögere nicht. Ich zaudere nicht. ICH LEHNE BEGRÜNDET AB und lege Wert auf diesen Unterschied!“

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay


Gastbeiträge geben immer die Meinung des Autors wieder, nicht meine. Ich veröffentliche sie aber gerne, um eine vielfältigeres Bild zu geben. Die Leserinnen und Leser dieses Blogs sind auch in der Lage sich selbst ein Bild zu machen.



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26 Kommentare zu „So kann man das eigene Covid-Risiko berechnen

  1. Statistik schön und gut. Aber sie geht davon aus, dass alle Mitglieder einer Altersgruppe gleich gefährdet sind. Vermuten würde ich aber, dass die 0,2 Promille, die es wirklich trifft sehr wahrscheinlich immungeschwächt oder vorerkrankt sind. Gibt es dazu Kenntnisse aus Obduktionen?
    Andersrum, wenn ich gesund lebe, mit Vitaminen, Spurenelementen, guter Nahrung, Sonne, frischer Luft und viel Bewegung, darüber hinaus noch ein ausgeglichenes Seelenleben habe – ja dann dürfte mein Risiko auch als Ü50 doch kaum errechenbar gering sein, oder?

  2. Frechs Virerl sagt: hab Lebenszweck
    daß ich den Menschen bisserl neck,
    im Paradies hat man trainiert
    und ist nie zum Arzt spaziert

  3. Zitat, Mückstein in Krone Artikel:
    ..“ Die Ungeimpften seien „Infektionstreiber der vierten Welle“, so Mückstein. Man sehe dies deutlich an den Inzidenzen, die bei den Ungeimpften fünf- bis sechsmal höher seien. Sollten sich die Zahlen nicht verbessern, könnte es weitere Maßnahmen für alle setzen..“

    Antwort:
    Die Werte sind deshalb so hoch, weil derzeit testen (fast) nur die Ungeimpften.
    Sperrt man diese ein und testet sie schlagartig gar nicht mehr (außer für Arbeit) sinken die Inzidenzen bei diesen.
    Denn wo kein Test, da kein Ergebnis.
    Kennt man: Experten-Methode Foitik.

    Und bei der Krankenhausbelegung (Wieviel Geimpfte, wieviel Ungeimpfte liegen dort?) weiß man auch, wies „expertische Zählen“ geht.
    Als Geimpft zählt man nicht ab Tag des 1. Jaukerl, sondern erst ab 14 Tage nach dem 2. Jaukerl. Die bekannte Schwächephase in der ersten Woche/10 Tagen, kommt also immer den Ungeimpftenzahlen zugute.

  4. also eines muss man dem pharmakologischen industriellen komplex lassen, das erste mal in der geschichte ist es gelungen, ein placebo (scheinmedikament) mit garantierter nebenwirkung grossflächig zu vermarkten.
    da hat man vom militärischen industriellen komplex gelernt, mit angst geld zu machen.
    die kirche hat das bisher erfolgreich vermocht, siehe ablasshandel.
    am acker der angst ist noch viel potenzial zum ernten

  5. Damit man die überschätzen 0.2 Promill im Kontext sieht:

    Das Risiko, nach einer Impfung an Myokarditis zu Erkranken, liegt offizell bei ~ 1:5000 oder 0.2 Promille. Und dieser Wert ist wahrscheinlich um mindestens einen Faktor 10 bis 50 unterschätzt. Von diesen sterben 42% in den nächsten 10 Jahren.

  6. Das Risiko geht für beide Szenarien gegen Null falls Sie noch dazu ein halbwegs gesundes Leben führen.
    Schwerkranke und Übergewichtige machen fast alle schweren Fälle aus, vor allem bei etwas jüngeren Menschen.
    Das wird meiner Meinung nach viel zu selten berücksichtigt.

  7. „100 % aller CORONA-Patienten in den Wiener Spitälern GEIMPFT“

    hätte die Schlagzeile letzte Woche lauten können. Wenn man die Prozentsätze aller »doppelt geimpfte« + »nicht doppelt Geimpfte« addiert.

    Der Artikel »Zahl der Impfduchbrüche steigt« auf ORF News – https://orf.at//stories/3236061/ – 10.11., 17:50 – läßt mich etwas ratlos zurück:

    Weshalb das in buchstäblich aller politischer Munde auf der Zunge getragene Wort „UNGEIMPFTE“ – jederzeit bereit, eingesetzt zu werden – der ORF hier nicht – wie sonst auch – in Stellung gebracht hat, ist mir unerklärlich. Wie der Herr BK und seine Ministerkollegen bekanntlich „nicht ohne Not zögern noch zaudern“, die 2021 eingebürgerte ugs. Bezeichnung für die nunmehrigen Unterprivilegierten der österreichischen Bevölkerung einzusetzen, setzen auch die linientreuen Medien, allen voran der ORF, regelmäßig „die Ungeimpften“ ein.

    Folgende Werte aus der ORF News-Meldung 10.11. zu COVID-Fällen in Wiener Spitälern:

    Wien – Patienten COVID-Intensivstationen:

    – »doppelt geimpft« ……………….. 13,5 %
    – «nicht zweimal geimpft« ……….. 86,5 %

    Wien – Patienten COVID-Normalstationen:

    – »doppelt geimpfte« …………….. 39 %
    – »nicht doppelt Geimpfte« ……… 61 %

    Was sind »nicht doppelt Geimpfte« / »nicht zweimal Geimpfte«? Wörtlich interpretiert, würde ich sagen, damit hat man „einmal Geimpfte“ erfasst. Dieses Wort findet sich hier zwar nicht. Hätte man aber »Ungeimpfte« (mit) gemeint, hätte man konkret dieses Wort oder »nicht Geimpfte« verwendet.

    Oder „Nicht einmal geimpft“ formuliert. Oder eben „ungeimpft“.

    Da sich weder „ungeimpft“ noch „nicht 1x geimpft“ noch „nicht einmal geimpft“ findet, schließe ich daraus:

    In den Wiener COVID-Stationen befanden sich – Stand 09.11. – zu 100 % gentherapeutisch behandelte Personen.

    Einige Werte aus der ORF-Meldung:

    »Eindeutig sind auch die Spitalszahlen: 13,5 % der Wiener Covid-Intensivpatienten sind doppelt geimpft, 86,5 % sind nicht zweimal geimpft. Auf den Normalstationen liegen 39 % doppelt geimpfte Covid-19-Kranke und 61 % nicht doppelt Geimpfte.«

    »Von den 72.794 symptomatischen laborbestätigten Coronavirus-Fällen, die zwischen 11. Oktober und 7. November aufgetreten sind, waren 41 % der Betroffenen – 29.818 Personen – vollständig geimpft.«

    »Von 21.000 Fällen waren rund 13.000 symptomatisch, davon wieder 9.000 mit Impfung. Die Altersgruppe ist zu rund 84 % geimpft. Wenn der Anteil der Geimpften in der Population steigt, dann steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass unter den Personen, die sich mit SARS-CoV2 infizieren bzw. daran erkranken, Geimpfte sind, betonen die AGES-Experten. In der sehr breit gefächerten Gruppe der 18- bis 59-Jährigen betrug der Anteil der Impfdurchbrüche rund 38 %, bei den Zwölf- bis 17-Jährigen rund 8 %.«

    1. @ D. Hünig

      Ja, durchaus, da könnten auch erste „Geboosterte“ dabei sein, wenn man ein »dreifach geimpft« vermeiden will. Und wer will das schon zugeben, nicht wahr.

      Aber ich staune über die schöne Wortfindung »nicht zweimal geimpft«. Kreatives Tarnen.

      Also könnte ich etwa sagen, ich bin „nicht zweimal verheiratet“. Oder, ich bin „nicht doppelte Großmutter“.

      Eine schöne Sache für Ratespiele …

  8. Abstoßend! Ausgerechnet Mediziner bedienen sich dieser Wörter. Politiker und Mediziner sprachen daher zuletzt öfter von einer „Pandemie der Ungeimpften“. Das ist die Vulgärübersetzung.

    2G-Regeln wurden diskutiert oder in einigen Ländern eingeführt. Doch trägt die Annahme überhaupt noch, dass ein Ausschluss Ungeimpfter aus einigen Bereichen ausreicht, um die Situation einzufangen? Nein!
    Viele Experten machen aber auch klar: Wer geimpft ist, kann trotzdem zum Pandemiegeschehen beitragen. „Es ist trügerisch zu glauben, dass ein Geimpfter sich nicht infizieren kann, sagte der Virologe Hendrik Streeck.“ Auch wenn es am Anfang vielleicht so ausgesehen habe, aber der Begriff „Pandemie der Ungeimpften“ sei nie richtig gewesen. Alle Menschen seien Teil dieser Pandemie.

    Auch der Virologe Christian Drosten sagte, er finde es falsch, wenn derzeit von einer „Pandemie der Ungeimpften“ gesprochen wird. „Wir haben eine Pandemie, zu der alle beitragen – auch die Geimpften. „Die Delta-Variante hat leider die Eigenschaft, sich trotz der Impfung zu verbreiten.“ Die 2G Regel, ob das noch im November die Inzidenz senkt – ich habe da meine Zweifel, sagte Drosten.

    Die Delta-Variante hat viele Annahmen über die Impfung über den Haufen geworfen. Drosten machte zudem klar, dass sich die Delta-Variante trotz Impfung verbreiten könne. Der Verbreitungsschutz lasse bei der Delta-Variante schon zwei bis drei Monate nach der Impfung nach.

    Zugleich ist der Anteil vollständig Geimpfter an den Corona-Fällen mit Symptomen in den letzten Wochen deutlich gestiegen, wie aus dem Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts vom Donnerstag hervorgeht.
    2G und 2G-Plus-Modell bedeutet es: Ist man geimpft, genesen, dann muss man noch ein Test machen und Maske tragen. Man kann es auch noch komplizierter machen anstatt einheitliche Regel. Es werden Hintertür Regel geschaffen verkleidet in Form von 2G, 2G Plus inkl. Test usw. Es ist doch so, das sowohl unsere Politiker, als auch die Fachleute mit ihrem Latein am Ende sind. Punkt!

    Selbst nach Ansicht einige Forscher reicht das aber eher nicht aus. Es brauche mindestens 2G mit Maske, sagt etwa der Infektiologe Pletz. „Das muss man nun wirklich versuchen in die Köpfe zu bringen: Dass 2G nicht heißt, dass man ohne Maske in großen Mengen in Innenräumen sitzt.“ Die Wiedereinführung von Kontaktbeschränkungen könnte aus Sicht mehrerer Experten dazu beitragen, die Welle zu brechen.

    Brechen kann man nur diese Welle, wenn alle in der Bevölkerung an einem Strang ziehen und sich an die Regeln halten. Alles andere fördert nur eine Fortsetzung der Pandemie und vielleicht zu einer Mutation die wir alle nicht überleben würden. Auch wenn es sich wie ein Horrorfilm klingt, ist es nie auszuschließen. Oder hätte jemand jemals gedacht das wir eine Pandemie erleben würden? Eben!

    1. @ Caro Schneider:

      „Die 2G Regel, ob das noch im November die Inzidenz senkt – ich habe da meine Zweifel, sagte Drosten.“

      Diese Zweifel teile ich absolut. 2G wird gar nichts bringen! Diejenigen, die man aussperren will, treffen sich dann eben woanders privat. Und die erlauchten Erlaubten dürfen munter weiter machen? Nein, Inzidenzen senkt das nicht, aber das ist vielleicht auch gar nicht beabsichtigt damit. Den Politikern geht es ja in erster Linie um die Fälle, die die Krankenhäuser füllen, da Deutschland einen eklatanten Mangel an Pflegekräften hat. Diese Altsünde, Pflegekräfte zu schlecht zu bezahlen, schlägt nun zurück auf die Ungeimpften…

      Der Prozentsatz an Geimpften in den Kliniken ist immernoch nicht so hoch, als dass man endlich von der Schuldzuweisung an Ungeimpfte und dem Allheilmittel Impfung ablassen würde. Also geht es letzten Endes weiter in die einmal eingeschlagene Richtung – auch wenn sie nicht wirkt wie versprochen – die Impfung wird nicht nur empfohlen, sondern inzwischen gefordert, wer sich widersetzt, wird sanktioniert.

  9. Und wieder bin ich als „Genesener der ersten Stunde“ fein raus. Mich hat es gleich am Anfang erwischt, März 2020. Mein Wohnort liegt ca. 3 km von der bayrischen Automobil-Zulieferfirma entfernt, wo die ersten Fälle auftraten. Ich kenne Covid, ich hab’s überstanden. Somit gehe ich davon aus, immun zu sein. Nützt mir nur nichts, weil die Politik sagt, dass ich mich impfen lassen muss, wenn ich wieder am öffentlichen und kulturellen Leben teilhaben will. Die natürliche Immunität wird grundsätzlich nicht anerkannt. Und natürlich denke ich nicht im Traum daran, mich den Risiken einer solchen Gentherapie auszusetzen, die ich so wenig brauche wie ein künstliches Hüftgelenk, nur weil die Politik in Zusammenarbeit mit der Pharmalobby sich das so ausgedacht hat. Eingriffe in meinen Körper ohne medizinische Indikation lasse ich nicht zu. — Zurück zum Risiko: Wie bereits durchlebt, also bekannt.
    Im Übrigen: Um an SARS COV 2 zu sterben, muss man sich erst infiziert haben. Die Wahrscheinlichkeit dazu verhält sich meiner Meinung nach wie bei der radioaktiven Strahlung. Ob ich eine kritische Menge erreiche hängt ab von der a) Intensität der Strahlenquelle, b) dem Abstand dazu (Abnahme mit 1/r^2) und c) der Einwirkdauer.

  10. es wäre spannend in den familienchroniken der rektoren der uni’s zu stöbern, da findet sich bestimmt genug muff der tausend jahre unter den talaren, sonst würde solche ausgrenzungen und offene diskriminierung, zumal der jahrestag der kristallnacht in unmittelbarer nähe liegt, nicht so locker über die zunge gleiten
    so etwas gab es an den universitäten schon einmal

  11. Tolle Berechnung – vielen Dank!

    Zahlen über Intensivstationsbelegung in Ö (ICU) gibt es auf der goeg-Website
    https://goeg.at/Intensivpflege_COVID

    Aktuelles Dokument vom 8. Oktober 2021 beschreibt den Stand per 31.8.2021:
    Gesamt ICU (1.1.2020 bis 31.8.2021): 8.947 Personen, bei 685.691 pos. getesteten (nach meiner Recherche) ergibt das für 1,3% (laut goeg 1,35%) aller positiv Getesteten eine ICU-Betreung. Von den ICU-Patienten sind 36% verstorben.

    Die Daten sind auf Seite 9 in Tabelle 5 komplett nach M+F sowie nach Altersgruppen angegeben.

    Das ist die erste und einzige „offizielle“ Fundstelle über die Gesamtzahl der ICU-Belegung in Ö, die ich bisher gefunden habe. Sehr interessant wären auch „offizielle“ Zahlen über die Gesamtzahl der Hospitalisierten.

  12. @ Karl

    Danke für den Tipp, ich finde das Ergebnis nicht gerade beruhigend:

    Bei mir (56 Jahre, w, kein Übergewicht) kam heraus:

    Das absolute Risiko eines COVID-19-assoziierten Todes liegt bei 1 zu 13699.
    Dies ist auf Rang 61 von 100, wobei 100 am stärksten gefährdet ist.

    In einer Menschenmenge von 10000 Menschen mit den gleichen Risikofaktoren wird wahrscheinlich 1 oder weniger an COVID-19 erkranken und daran sterben und 6 werden in einem Zeitraum von 90 Tagen ähnlich dem jüngsten Höhepunkt ins Krankenhaus eingeliefert.

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