Pandemie schuf 130 neue Milliardäre und 2,1 Billionen Dollar an neuem Reichtum

Eine neue Analyse von Americans for Tax Fairness und dem Institute for Policy Studies zeigt, dass insgesamt 745 Milliardäre jetzt ein kollektives Vermögen von 5 Billionen Dollar besitzen, was „zwei Drittel mehr ist als das Vermögen von 3 Billionen Dollar, das die unteren 50% der US-Haushalte besitzen„.

Laut einer neuen Analyse, die am Montag veröffentlicht wurde, hat die Zahl der amerikanischen Milliardäre zugenommen und ihr kollektives Vermögen um 2,1 Billionen Dollar zugenommen, seit vor 19 Monaten von der WHO die Pandemie ausgerufen wurde.

Ein insgesamt 70-prozentiger Anstieg des Reichtums unter den reichsten Personen der USA seit März 2020 hat zu etwa 130 neuen Milliardären geführt, so der neue Bericht. In einer Erklärung stellten die Gruppen fest, dass es jetzt 745 Personen mit „10-stelligen Bankkonten“ gibt, verglichen mit den 614, die es zu Beginn der Pandemie gab..

Amerikas Milliardäre sind während der Pandemie um 2,1 Billionen Dollar reicher geworden, ihr kollektives Vermögen ist um 70 % in die Höhe geschnellt – von knapp 3 Billionen Dollar zu Beginn der COVID-Krise am 18. März 2020 auf über 5 Billionen Dollar am 15. Oktober dieses Jahres, so die Daten von Forbes, die von Americans for Tax Fairness (ATF) und dem Institute for Policy Studies Program on Inequality (IPS) analysiert wurden.

Das Vermögen von 5 Billionen Dollar, das jetzt von 745 Milliardären gehalten wird, ist um zwei Drittel höher als das Vermögen von 3 Billionen Dollar, das die unteren 50 % der US-Haushalte nach Schätzungen des Federal Reserve Board besitzen.

Das große Glück dieser Milliardäre in den letzten 19 Monaten wird umso deutlicher, wenn man es mit den verheerenden Auswirkungen des Coronavirus auf die arbeitende Bevölkerung vergleicht. Fast 89 Millionen Amerikaner haben ihren Arbeitsplatz verloren.

Die meisten Gewinne dieser Milliardäre werden nach den derzeitigen Vorschriften nicht besteuert und verschwinden steuerlich völlig, wenn sie an die nächste Generation weitergegeben werden.

„Diese Zunahme des Reichtums von Milliardären ist unfassbar, unmoralisch und in guten Zeiten nicht zu rechtfertigen, geschweige denn während einer Pandemie, in der so viele mit Arbeitslosigkeit, Krankheit und Tod zu kämpfen haben“, sagte Frank Clemente, Geschäftsführer von Americans for Tax Fairness. „Aus praktischen und moralischen Gründen muss der Kongress damit beginnen, die übergroßen Gewinne der Milliardäre effektiv zu besteuern. Viele der derzeit diskutierten Vorschläge zur Besteuerung der Reichen würden Milliardäre aufgrund der Art und Weise, wie sie ihr Geld verdienen, ausnehmen. Die Einkommenssteuer für Milliardäre hingegen zielt genau auf die Hauptquelle des Einkommens von Milliardären: das Wachstum ihrer Investitionen.“

„Milliardäre sind unterbesteuert und spielen mit ihrem beträchtlichen Reichtum Verstecken“, sagte Chuck Collins vom Institute for Policy Studies, Autor von The Wealth Hoarders. „Gezielte Steuererhöhungen für Milliardäre, einschließlich der vorgeschlagenen Einkommenssteuer für Milliardäre, würden das Steuerrecht wieder ins Gleichgewicht bringen und diese eklatanten Missbräuche bei der Frage, wer für die Dienstleistungen zahlt, auf die wir alle angewiesen sind, verringern.“


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15 Kommentare zu „Pandemie schuf 130 neue Milliardäre und 2,1 Billionen Dollar an neuem Reichtum

  1. Der „Erfinder“ des Biontech/Pfizer „Impfstoffes“ wurde inner eines Jahres, Dank der Politiker und vor allem der Steuerzahler, in den Club der 200 reichsten Menschen „aufgenommen“ 🙉🙈🙊🤭😎🥃🥃

  2. Monopoly – Geld regiert die Welt

    „…Weniger als eine Handvoll Großkonzerne beherrschen jeden Aspekt unseres Lebens. Das mag übertrieben erscheinen, aber vom Frühstück, das wir zu uns nehmen, bis zur Matratze, auf die wir uns betten, und alles, was wir dazwischen tragen und konsumieren, ist weitgehend alles von diesen Konzernen abhängig.
    Es sind riesige Investmentgesellschaften, die den Verlauf des Geldflusses bestimmen. Sie sind die Hauptdarsteller des Schauspiels, das wir gerade erleben….“

    https://alschner-klartext.de/2021/10/12/monopoly-geld-regiert-die-welt/

    1. So sieht das aus.

      Brüssel ist die Lobbyzentrale in Europa. Von da geht die Planwirtschaft aus. Wir von der betreuten Gesellschaft dürfen nur noch mit großen Augen die tollen Ideen bejubeln, welche die Parteien für unser aller Wohl „ersonnen“ haben.

  3. etliche Masken-Millionäre und Vermittler-Millionäre dürften auch dazu gekommen sein.
    ganz zu schweigen von Politikern, welche Vermittlungsgebühren kassiert haben oder Villen weit unter Marktwert bekommen haben.

    aber hier gibt es nicht zu sehen, bitte weitergehen. kümmern sie sich um ihre Impfung und deren Folgen, oder kämpfen sie weiter dagegen an.

  4. Ich bin zwar kein Millionär geworden, aber als der Dax bei 8500 Punkten lag aufgrund von Corona, da habe ich beim Wertpapierkauf zugeschlagen. Der Kursgewinn meiner Papiere, wenn ich diese heute verkaufen würde, übersteigt mein Bruttojahreseinkommen deutlich.

    1. @Hans im Glück
      20. Oktober 2021 um 18:17 Uhr
      Dann sind Sie ja wirklich ein Hans im Glück. Oder würden Sie – ähnlich wie der Hans im Glück des Märchens, der seinen Klumpen Gold über verschiedene Zwischenstufen gegen die Erkenntnis tauscht, dass Glück nicht von Besitz abhängt – auf Ihren Zugewinn verzichten für eine Rückkehr zur „Vor-Corona-Zeit“? Eine rein hypothetische Frage natürlich …

  5. Wie betrübt werden die alten und neuen Milliardäre sein, wenn die WEF-Vorher- und Ansage zur Agenda 2030 umgesetzt sein wird:

    „Im Jahr 2030 werden SIE nichts besitzen und glücklich sein.“

    Nachdem sich bei diesem „… SIE …“ keine selektierende Fußnote findet, darf man annehmen, auch Superreiche werden gerechterweise von der großen Belastung ihrer Vermögenswerte befreit werden. Oder?

    Und die unsagbaren Schätze der Religionsgemeinschaften, vornehmlich der Katholischen Kirche?

    Die vergleichsweise monetären Peanuts bei 90 % der Weltbevölkerung, vernachlässigbar.

    WOHIN gehen die unsagbaren Schätze und Vermögen der Reichen und Superreichen? WER oder WAS nimmt sich dieser schweren Last an gesammelten Besitztümern an?

    Antworten auf offene Fragen wie diese liegen noch im Dunkeln.

    Bis dato darf spekuliert werden. Mein persönlicher Favorit: ein karikativer Verwaltungsverein namens „Schwarzer Felsen“.

  6. @ Sozialismus
    @ Feudalismus

    Der Sozialismus strebt die klassenlose Gesellschaft Kommunismus an.

    Milliardärinnen deuten am Feudalismus hin.

    Wir dürfen uns wieder mit

    Sissi,
    Altem Fritz und
    Zarin Katharina II.

    auseinandersetzen.

    Mir wäre dabei die Frage wichtig:

    Wann wurde welches Leibeigentum bzw. die Sklaverei abgeschafft?

    Ich glaube es nicht.

    Meine Nähe zur Geburtsstadt von Ludwig van Beethoven Bonn:

    Beethoven fühlte sich ziehmlich bald materiell gezwungen in das feudale Österreich zu gehen.

    Bei Ankunft O-Ton: „Für die Schweine spiele ich nicht.“

    Wir spielen aber schön weiter mit beim Glauben an den kapitalistischen Euro.

    „Freude schöner Götterfunken … „

    1. Der Sozialismus verstaatlicht die Privatwirtschaft. Deshalb bin ich auch vom Feudalismus überzeugt. Die neuen Könige werden Großgrundbesitzer sein. Auf deren Land dürfen wir dann leben.

      Das mit dem Glück ist natürlich so eine Sache. Das wird uns immer versprochen, nach der Privatisierung des Volkseigentums sollte es uns allen besser gehen, die Renten haben die Facharbeiter sicher gemacht und im Osten blühen die Landschaften.

      Die blühenden Landschaften im Osten waren Staatseigentum und sind an große Agro-Unternehmen verhökert worden. Das hätte der Staat gar nicht gedurft, weil es unser Land war.

      George Soros soll ein Privatland besitzen halb so groß wie die Schweiz mit eigener Energie- und Wasserversorgung.

      Vor 10 Jahren in etwa war die Occupy-Bewegung entstanden. Interessanterweise konnte die mit staatlicher Hilfe sofort wieder zerschlagen werden.

      Trotzdem glaube ich höhere Mächte, nämlich daß das Öl-Fördermaximum überschritten worden ist und die Teuronic versinkt.

    2. @ Taktgefühl

      Ab der Finanzkrise 2008 wurde der Euro von der EZB aufgeweicht. Nicht wenige Schulden anderer wurden dabei abgekauft, wofür die Notenpresse in Frankfurt am Main fleißig druckte.

      ICH HABE HOHE SCHULDEN, UND IM GLEICHEN MAßE BEKOMME ICH NOCH EINMAL VON DER EU GELD. („Rettungsschirme“) … so etwas konnte nicht gut gehen.

      Da tauchte kurz einmal ein Professor Lucke mit hartem D-Mark-Gedanken auf, der vom „alternativen“ Hof gejagt wurde.

      Gestern gab der Bundesbankpräsident in Frankfurt am Main seinen Rücktritt zum Jahresende bekannt.

      Wir reden von steigenden Gas- und Spritpreisen.

      Da macht jemand uns etwas knapp.

      Sollte China und Russland aufgeweichten Euro dafür nehmen?

      Russland behält also lieber sein Gas und sein Öl.

      Es gilt also mittlerweile Ware gegen Ware. Wir nennen es Lieferengpässe.

      In Europa wird es dunkel und kalt, wegen geld- und fiskalpolitischem Versagen der EU, und am ENDE SOLL AN ALLEM DAS VIRUS SCHULD GEWESEN SEIN …

  7. @Fritz Madersbacher,

    „auf Ihren Zugewinn verzichten für eine Rückkehr zur „Vor-Corona-Zeit“? Eine rein hypothetische Frage natürlich “

    Eine interessante Frage. Ich versuch es mal. Der Zugewinn ist ja letztlich nur eine Zahl am Bildschirm. Das ist im Prinzip wie Till Eulenspiegel, der den Duft der Wurst mit dem Klang der Münze bezahlt.
    Unterm Strich bleibt eine Lebensweisheit, die ich als Jugendlicher von einem alten Mönch in meiner Schule erhalten habe:

    Der wahre Reichtum ist die Armut an Bedürfnissen.

    Ich war immer bestrebt es so zu halten. Und ja – ich würde darauf verzichten, da ich alles habe, was ich benötige.

    1. @ Hans im Glück

      „Und ja – ich würde darauf verzichten, da ich alles habe, was ich benötige.“

      Das sagen alle investiven Aktionärinnen im Rahmen ihrer materiellen FREIHEIT mit „Ich würde …“, um ihrer Historie nicht zu widersprechen mit „Ich tat es wieder.“.

      Ich hörte neulich einen Kollegen erst mit „Mir geht es gut, ich habe ein Haus.“ und dann mit „Im Keller steht immer das Wasser, es ist halt ein altes Haus.“ Er klagt, so lange ich ihn kenne, über (Schimmelpilz-) Allergien.

      Was ist nun der Sinn des Lebens? Ich meine, dass wir uns bewegen, um Sonnenenergie zu verbrennen.

      Das Blenden des aufgeweichten Euro in der Sonne macht etwas mit unserem Verstand, es sei den Aktionärinnen die Einseitigkeit, beim Vergessen der Schattenseite, zu verzeihen.

      Der Schleifstein am Ende fiel auch noch in den Brunnen.

      Ein Haus ist immer Schwingungen ausgesetzt, es bekommt Risse … Das sichere Verfügen dabei über osteuropäische Bauhandwerker ist genauso eine Spekulation, wie bereits eingetretene Lieferengpässe beweisen.

      „Du bekommst nicht mehr von mir das, was Du wölltest, weil Dein Euro recht weich geworden ist.“

    2. @Hans Im Glück
      21. Oktober 2021 um 5:59 Uhr
      Eine sehr weise Antwort …
      Das Glück gehört denen, die sich selber genügen (Aristoteles, Nikomachische Ethik)

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