Die Gesamtsterblichkeit scheint sich 2021 zu erhöhen – Effekt der Impfkampagne?

Bis zum 8. August 2021 starben rund 28 000 oder 4,9% mehr Menschen als im gleichen Zeitraum in 2020. Die Übersterblichkeit lag fast durchgehend vor. Die Flutkatastrophe an Ahr und Erft spielt quantitativ keine Rolle. Übersterblichkeit trotz oder sogar wegen Impfkampagne? Teil 1: Gesamtbetrachtung

Von Gastautor Dr. Anton Stein

Bis zum Jahr 2020 wurde die Gefährlichkeit einer Grippewelle fast immer nur retrospektiv abgeschätzt, und zwar mittels Sterbezahlen bzw. statischen Untersuchungen, ob es während einer Grippewelle zu einer Erhöhung der Sterblichkeit kam oder eben nicht. Außer in „grauer Vorzeit“, also bei der sogenannten Spanischen Grippe 1918-1920, verfolgte niemand ernsthaft die Idee, Sterbezahlen anhand von Labordiagnosen wie z.B. seit 2020 mit einem PCR-Test zu messen bzw. abzuschätzen. Denn man wird zwangsläufig immer eine erhebliche Anzahl von Todesfällen „übersehen“, nämlich dann, wenn kein Testergebnis vorliegt.

Zudem soll es bisweilen ja auch eine überbordende Zuordnung zu COVID-19 gegeben haben, z.B. durch Todesfälle auf Intensivstation, bei denen ein, z.B., Krebspatient den Zufallsbefund SARS-CoV-2 (positiv) hatte, aber keinerlei klinische Anzeichen von COVID-19, und dennoch als COVID-19-Toter gezählt wurde. Derlei spielt bei dieser Auswertung keine Rolle.

Die Auswertung aller Sterbezahlen hat zudem gerade seit Beginn der Impfkampagne den Charme, dass auch verdeckte und möglicherweise verschwiegene Impftote mit eingehen, also das Risiko über alles gemessen wird und man somit auch den Nutzen unterm Strich erkennen kann. Die Frage ist dann nur: Gab es seit Beginn der Impfkampagne weniger, gleich viel oder gar mehr Todesfälle?

Vielen dürfte mittlerweile bekannt sein, dass es in 2020 bis zum Ende des Sommers keine Übersterblichkeit gab – und das trotz der angeblich schlimmsten Pandemie aller Zeiten und zudem noch ohne Impfkampagne. Über den weiteren Verlauf 2020 kann man vortrefflich streiten. Nimmt man die rohen Zahlen dann gab es 2020 eine leichte Übersterblichkeit. Gewichtet man die Zahlen aber nach dem Alter der Verstorbenen, verschwindet diese Übersterblichkeit weitgehend. Zudem bleibt eine Unsicherheit, weil die Impfkampagne am 26./27. Dezember 2020 begann und vermutlich zu einigen Todesfälle noch vor Jahresende führte.

Wie aber sieht es 2021 aus?

Ich habe hierzu die Daten des Deutschen Statistischen Bundesamtes (destatis) ausgewertet. Destatis bringt jeden Dienstag eine „Sonderauswertung Sterbefälle“ heraus, die neben den aktuellen Zahlen auch jene aus den Jahren 2016 bis 2021 bietet, außerdem die Betrachtung von Alter, Geschlecht und Bundesland erlaubt. Die jüngste Auflistung, auf der diese Analyse beruht, stammt vom 17. August 2021 (Stand der Daten 16.8.)und beinhaltet Sterbefälle bis zum 8. August 2021.

In diesem Artikel gehe ich auf die Tageswerte ein, und zwar ohne Berücksichtigung des Alters; dazu in einem späteren Artikel. Die täglichen Sterbezahlen der Jahre 2020 und 2021 habe ich mit den Mittelwerten der jeweiligen Tage der Jahre 2016-2019 normiert.

1. Tägliche Sterbezahlen 2020 und 2021
Blau, gestrichelt: 2020, Rot, durchgezogen: 2021, jeweils gleitender 7-Tage Durchschnitt. Die senkrechten Striche zeigen den Beginn der Impfkampagne (27. Dezember 2020) und die Hochwasserkatastrophe an Ahr und Erft (14. Juli 2021). Der Abfall am Ende der roten Kurve ist technisch bedingt und darf nicht interpretiert werden!
Basierend auf „Sonderauswertung Sterbefälle“ vom 17. August 2021, destatis.

Der Verlauf 2020

Man sieht einen kleinen, aber einigermaßen breiten Peak ungefähr am Tag 99, bzw. dem 8. April 2020. Dies war die erste bzw. die originale Welle von COVID-19. Zuvor waren die Sterbezahlen deutlich niedriger, d.h. bis etwa zum Tag 70 (10. März 2020) sogar unter 1, also einer Untersterblichkeit entsprechend. Dies erklärt sich dadurch, dass in 2020 die Grippewelle entweder ganz ausblieb oder aber wenigstens, also als COVID-19-Welle, viel später als in den Vorjahren erschien.

Bis zur Mitte des Jahres (ungefähr die rote Senkrechte) gab es keinerlei Übersterblichkeit im Vergleich zu den Vorjahren, was man daran abschätzen kann, dass die blaue Kurve mal leicht über und mal leicht unter der 1er-Linie lag.

Danach gab es um den Tag 224 (11. August 2020) einen deutlich höheren und schmäleren Peak. Dieser wird gemeinhin einer damaligen Hitzewelle zugeordnet. Jedenfalls gab es im August 2020 praktisch keinerlei Corona-Aktivität und keine Lockdown-Maßnahmen bis auf die Maskenpflicht in öffentlichen Innenräumen und Seniorenheimen. Etwa ab dem Tag 327 (22. November 2020) gab es einen scharfen kontinuierlichen Anstieg, der gemeinhin als die zweite Corona-Welle gedeutet wird. Die höchsten Sterbezahlen wurden aber erst nach dem Beginn der Impfkampagne (27./27. Dezember 2020) gesehen. Das Ausmaß dieses Weihnachtspeaks wurde im Wesentlich durch das Bundesland Sachsen, daneben noch durch Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg bestimmt, nicht oder kaum durch die großen westlichen Bundesländer.

Der bisherige Verlauf in 2021

Der Peak der Sterbezahlen fiel genau mit dem Beginn der Impfkampagne zusammen. Es stellt sich also die Frage: Ist eine Auswertung nach Jahreszahl oder nach Impfbeginn sinnvoller? Das möchte ich aber zunächst dahin gestellt lassen.

Nach dieser Corona-Welle oder der Impfbeginn-Welle fielen die Sterbezahlen fast kontinuierlich bis zum Tag 69, dem 10. März 2021. Die wesentliche Ursache für diesen Tiefpunkt dürfte erneut in den Grippewellen der Vorjahre liegen, vielleicht auch im diesjährigen Ausfall der Karnevals-, Faschings- und Skisaison, vielleicht auch an einer gewissen protektiven Wirkung der Impfung. Danach stiegen die Sterbezahlen und blieben seit dem 6. April fast durchgehend über 1 (also relative Übersterblichkeit) und auch über den Werten von 2020 (blaue gestrichelte Kurve).

Die letzten Wochen seit Ende Juli sollten nur mit Vorsicht interpretiert werden, da es erfahrungsgemäß bei den Sterbezahlen noch zu Nachmeldungen und Verlagerung vom einen Tag oder Woche auf eine andere Woche (vor und zurück) kommt. Der Abfall der roten Kurve ganz am Ende ist rein technisch bedingt, weil das Programm trotz fehlender Werte weiter rechnet.

Hinzu kommt das Sonderereignis Flutkatastrophe an Ahr und Erft. Laut Wikipedia, darin Stand vom 13. August, starben in Deutschland in deren Folge 183 Menschen. Tatsächlich zeigt die rote Kurve einen Peak am 15. Juli 2021 mit einem Spitzenwert von 1,134 (im Verhältnis zum Mittelwert 2016-19).

In absoluten Zahlen sieht dies aber nicht mehr beeindruckend aus und eine Übersterblichkeit ist auf Bundesebene nicht mehr erkennbar (Tabelle 1). Möglicherweise wurden jene 183 Todesfälle auch nicht alle direkt dem 14. Juli zugeordnet, sondern irgendwelchen Folgetagen. Das würde die „Verdünnung“ sogar noch besser erklären.

Selbst mit bloßem Auge, und bei den oben genannten Begrenzungen, kann man erkennen, dass die rote Kurve im Durchschnitt sowohl über der blauen als auch über 1 liegt, und zwar über lange Zeiträume. Bis zum 8. August einschließlich (letzter Tag in dieser Auswertung von Destatis) starben in 2021 im Mittel 2.742 Menschen pro Tag, gegenüber 2.614 Menschen pro Tag. Dies ergibt eine Differenz von 128 Menschen pro Tag. Bis zum 7. August 2020 (220 Tage, wegen 29. Februar) starben in 2020 575.108 Menschen gegenüber 603.255 bis zum 8. August 2021. Also 28.147 oder 4,9% mehr in 2020. Wenig überraschend: Dies ist eindeutig statistisch signifikant (p < 0.0001, t-Test).

Fazit

Nach den neuesten Zahlen von destatis starben 2021 rund 28.000 Menschen mehr in 2021 als im gleichen Zeitraum in 2020. Und dies obwohl in 2020 doch die angeblich schlimmste Pandemie aller Zeiten wütete und obwohl in 2021 doch die Impfung schützen sollte. Ist vielleicht die Impfung die Ursache für diese Übersterblichkeit?

Nähere Überlegungen dazu in einem Folgeartikel, der die Sterbezahlen pro Altersklasse betrachtet.


Dr. Anton Stein (Pseudonym – richtiger Name ist der Redaktion bekannt) ist promovierter Apotheker mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Pharma-Branche. Aus Rücksicht auf seine Familie möchte er nicht, dass sein Name genannt wird.


Gastbeiträge geben immer die Meinung des Autors wieder, nicht meine. Ich veröffentliche sie aber gerne, um eine vielfältigeres Bild zu geben. Die Leserinnen und Leser dieses Blogs sind auch in der Lage sich selbst ein Bild zu machen.



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39 Kommentare zu „Die Gesamtsterblichkeit scheint sich 2021 zu erhöhen – Effekt der Impfkampagne?

  1. leider werden sich die Gläubigen damit herausreden, dass die neuen Mutanten eben gefährlicher seien, wie auch jedes mal von den Medien beim Erscheinen einer neuen Variante angekündigt.
    Lügen werden einfach mit neuen Lügen überdeckt.

    1. DAS SIND IMPFTOTE UND SUIZIDE ,DIE NOCH ALLE DEUTLICH ZUNEHMEN WERDEN!!!!!

  2. Fehlt in der vorletzten Zeile vor „Fazit“ nicht ein als?!? Dort müsste es doch heißen „Also 28.147 oder 4,9% mehr ALS in 2020.“

  3. Demzufolge könnte die Kurve bei Beginn der dritten Impfungen wieder stark ansteigen.
    Die Frage ist auch wie es Geimpften im Winter während der „Grippezeit“ gehen wird …

    1. derzeit in Israel wieder zu beobachten. seit Anfang August steigen die täglichen Impfungen und prompt auch wieder die Todesfälle kurz danach.
      aber sicherlich nur eine Scheinkorrelation – weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

  4. Generell: Natürlich ist das Gesamtsterbegeschehen einer der wenigen wirklich validen Datenpunkte, die wir in diesem ganzen Wahnsinn haben und deswegen macht es absolut Sinn dort genauer hinzuschauen.

    Aber: Bitte die Analyse sauber halten!

    Schwankungen in einer bestimmten Breite sind vollkommen normal. Es reicht ja schon eine heiße Sommerwoche und die Zahlen gehen nach oben.
    Was wir in den Jahren 2020 und bisher 2021 an Sterbegeschehen sehen, ob durch COVID19 oder die Impfungen bewegt sich innerhalb der normalen Bandbreite. Die gesamten Zahlen weichen nirgends auffällig von der Zeit von vor 2020 ab.
    Darüber hinaus haben wir seit ca. 2005 eine für die Gesamtzahl der Sterbefälle relevante Verschiebung großer Bevölkerungsgruppen in die hohen Altersstufen. Dadurch ergibt sich ein Trend nach oben. Daher sollte man für eine saubere Analyse die Sterbezahlen nach Alterssemestern einteilen z.B in 10 Jahresstufen. Das haben viele andere kluge Leute schon gut für die vorliegenden Zahlen z.B. für 2020 gemacht und daraus ergeben sicht praktisch keinerlei Auffälligkeiten. Aber selbst für 2020 fehlen noch ca. 10% der Sterbefälle, da das Statistische Bundesamt eben noch nicht alle Daten ausgewertet hat. Für 2021 haben wir noch gar keine Daten. Daher halte ich eine vorzeitige Analyse dazu für wenig hilfreich.

    1. Das erklären Sie doch bitte einmal genauer! Es reicht – so meinen Sie – eine heiße Sommerwoche für einen Fehlereffekt. Ja, möglich, aber wo sehen Sie Hitzewochen in 2021? D hat seit dem Frühjahr feuchtkühle Witterung. Dann beanstanden Sie, die Destatis-Zahlen könnten durch verzögerte Auswertung noch weiter steigen. Das wäre doch sogar im Sinne des Autors. Dann wären es halt NOCH MEHR Tote. Schließlich, wie kommen Sie auf fehlende Daten aus 2020? Diese Jahresstatistik war Jan/Feb 2021 abgeschlossen.

    2. Re. Yossarian
      Ich halte Ihre Bedenken im Prinzip für berechtigt und werden im Teil 2 und 3 angesprochen, und wie ich meine, ausgeräumt werden.
      Es stimmt übrigens nicht, dass die Destatis-Daten für 2020 noch vorläufig wären, Die sind seit etwa 10 Wochen final.
      Und die Zahlen für 2021 liegen ja eben vor. Die sind in der Tat noch vorläufig, Allerdings verfolge ich die Veränderungen jede Woche. Und da lagen die Abweichungen bis KW 26 zuletzt bei etwa 0,026%. Das halte ich für hinreichend genau. Zwischen KW 26 und 31 würde ich noch mit mehr Nachmeldungen rechnen, die aber kaum die 1% erreichen werden, bei der aktuell letzten Woche stets etwas mehr. Das macht aber aufs Jahr fast nichts mehr aus..

  5. Interessant ist auch die Übersicht der Todesursache nach Monat. Mit einsetzen der Pandemie verringern sich die Todesfälle aufgrund Erkrankungen des Atmungssystems(!), des Kreislaufsystems(!) und gehen mit Beginn der zweiten Welle sogar noch etwas weiter runter.
    Noch beeindruckender: Todesfälle aufgrund von Krebs (Neubildungen) sind im November und Dezember 4000 und 5000 weniger(!) zu verzeichnen als in den ganzen Monaten davor, da waren es stabil etwa 20000 pro Monat. Eine Reduktion um etwa 20-25%. Ein Wunder!

    1. Erklärung: die Menschen starben weniger an den übrigen Ursachen, weil sie nicht „totbehandelt“ wurden(?) aber andere(?) starben dann leider an Covid.

    2. Erklärung: die Todesfälle sind umdeklariert worden.

    Welche Erklärung ist plausibler?

    1. Ganz klar die 2.
      So was hatte übrigens letztes Jahr auch schon die CDC festgestellt. .Und es gilt für alle Todesursachen, die nicht direkt COVID lauten. Und in 2021 dürften einige geneigt sein, uns Impftote als COVID-Tote unterzujubeln. Und zwar weltweit!
      Und das ist eben auch der Grund, nur noch wenig auf COVID-Inzidenz und COVID-Tote zu schauen.

  6. So richtig deutlich ist die Übersterblichkeit nicht zu sehen, vor allem, wenn man sich die Kurve 2021 um ca. –14 Tage verschoben denkt.

    Die Frage, die ich schon in einem anderen Kommentar aufgeworfen habe, ist jedoch: Wieviel „Impf“-Tote muss es geben, damit das auffällt?

    Nehmen wir 1000 Personen Durchschnittsbevölkerung. Bei einem Mediansterbealter von 82 sterben davon innert eines Jahres 12 Personen. Würde auf 700 Geimpfte ein Impftoter pro Jahr kommen (eine riesige Zahl!) und 70% Durchimpfung der Bevölkerung erreicht, dann wäre das 1 zusätzlicher Toter auf 1000, also insgesamt 13 statt 12. Das ist nicht mal 10% mehr.

    Solange die Impftoten eine Alters- und Vorerkrankungsverteilung haben, wie die Durchschnittsbevölkerung, würde es lange dauern, bis eine erhöhte Sterblichkeit offensichtlich wird.

    So wie ich die Meldungen auf den einschlägigen Impfschadenkanälen deute, triggern die Genspritzen aber genau solche Vorerkrankungen. D.h. mutmasslich trifft es Menschen mit einer Lebenserwartung, die unterhalb des Bevlkerungsmedians liegt. Falls das stimmt, wird die zusätzliche Geimpftensterblichkeit noch weniger sichtbar.

    Man müsste wohl mal Geimpftensterbemodelle machen um zu sehen, wie sich das demografisch auswirkt und ab welchem Wert man statistisch deutliche „Signale“ bekommt.

    1. Re Ulf Martin
      „Wieviel „Impf“-Tote muss es geben, damit das auffällt?“
      Das Kernproblem bei „Impftoten“ ist ja ähnlich dem der „COVID-Toten“. Bei den Impftoten gibt es ein sehr starkes „Underreporting“, bei den „COVID-Toten“ (siehe oben, Kommentar von Pierre) eine gewaltige Übertreibung.
      Aber letztendlich ist es doch egal, woran man stirbt, denn das Leben hat noch niemand überlebt. Hauptsache, der Tod kommt nicht zu früh.

    2. @ Anton Stein

      Na klar. Mir geht es darum: Wie kann man jemanden davon überzeugen, dass die Genspritze kein gute Idee ist. Die kleine Betrachtung soll vor allem zeigen, dass die Übersterblichkeit vermutlich kein besonders deutliches Argument liefert, selbst wenn die Geimpftensterblichkeit erheblich sein sollte. Andererseits hätte man bei 1:700 Toten natürlich ein Schadwirkungsquote die wohl in der Grössenordnung 1:10 liegt. Das würde wohl auffallen. Wie es ja inzwischen vielen Ärzten auffällt, die die Impfkampagne in ihren Praxen gestoppt haben (Reitschuster und Corona-Blog berichteten).

  7. ich halte einen anderen grund für schlüssiger.

    so gefährlich dieses völlig wahnsinnige gen-experiment vulgo „impfung“ auch ist und leider schon europaweit einige tausend tote gefordert hat, aber um damit eine deutliche übersterblichkeit auszulösen, müssten diese zahlen noch um ein vielfaches höher sein. ich hab da einen anderen verdacht.

    schauen wir uns mal die offiziellen eurostat-sterblichkeitszahlen für den monat juni 2021 an (die für juli liegen noch nicht vor):

    https://ec.europa.eu/eurostat/statistics-explained/images/4/4e/Table1-excess-mortality-202108.png

    übersterblichkeit österreich: 12,0%
    übersterblichkeit deutschland: 7,4%

    klar ist, dass diese übersterblichkeit nicht auf corona-todesfälle (die es im juni ja kaum mehr gab) zurückzuführen ist. ich denke, die zahl eines anderen landes für den selben monat könnte eine plausible erklärung liefern:

    UNTER(!)sterblichkeit schweden: 2,3%

    die bisherige impfquote ist in allen drei ländern ähnlich hoch. also daran wird’s nicht liegen. werden da nicht eher die tödlichen kollateralschäden von lockdown & co. immer spürbarer?

    1. Das kann ebenso sein. Man kann auch die These aufstellen, daß die Maske wie eine Petrischale wirkt und sich darunter Viren vermehren.

      In UK spricht man vom Covid-Wunder, denn 2 Wochen nach Beendigung aller Maßnahmen halbierten sich alle Indikatoren.

  8. Da ich mich selbst mit Strebezahlstatistiken wissenschaftlich befasse, möchte ich hier einen methodischen Mängel feststellen. Die Sterbezahlen unterschiedlicher Jahre können nicht einfach verglichen werden, auch nicht einfach Mittels Durchschnittswerten. Jedenfalls ist es nicht trivial aus solchen Vergleichen Schlüsse zu ziehen. Gründe sind: alternde Bevölkerung, Variationen in der Bevölkerungspyramiede, Beeinflussungen der Sterblichkeit verschiedener Jahre, d.h. in einem Jahr mit hoher Sterblichkeit, z.b. Hitzewelle oder Grippewelle sterben vermehrt Geschwächte, die Pulsation besteht dadurch in der Folge aus einem höheren gesünderen Anteil, so dass die Sterblichkeit im Folgejahr oder in Folgejahren geringer Ausfällt. Es existiert ein ca. 5-jaehriges Muster, welches auch in 2020 hineinpasst. Man muss 2021 abwarten, um zu sehen, ob das Muster erhalten geblieben ist oder ob es eine Abweichung gibt.

    1. Es wird im Artikel darauf hingewiesen, dass genau der Teil, also Berücksichtigung der Veränderung in der Altersstruktur und andere Einflüss im Teill 2 des Artikels noch kommen.

  9. Ich empfehle, auch einen Blick auf https://www.mortality.org/ zu werfen, dort gibt es altersbezogene Sterberate für diverse Länder als CSV Datei und auch grafisch aufbereitet ( https://mpidr.shinyapps.io/stmortality ).

    Wie oben schon geschrieben, ist es für einen aussagekräftigen Vergleich hilfreich, die Sterberaten in Relation zur Größe der Altersgruppe anzusehen (dazu im oben verlinkten grafischen Tool auf „Measure: Age-specifi Death Rate, Ages XX-YY“ klicken).

    Für Deutschland ist die Sterberate in der Altersgruppe 15-64 in den Jahren 2016 bis einschließlich 2020 bei 0,25%, d.h. 0,25% der Menschen in dieser Altersgruppe sind pro Jahr gestorben. Im Jahr 2021 liegt diese Rate bei 0,26%, also eine leichte Erhöhung eines Wertes, der in den Jahren davor aber immer konstant war.

    Für Altersgruppe 65-74:
    2016: 1,68%
    2017: 1,66%
    2018: 1,68%
    2019: 1,64%
    2020: 1,67%
    2021: 1,74%

    Die Raten für 2021 sind natürlich hochgerechnet. Es liegen Daten bis einschließlich KW 30 vor. Selbst wenn man den Zeitraum für 2020 auf die ersten 30 KW einschränkt, sind die Sterberaten in den genannten Altersgruppen in 2021 höher.

    1. Nachtrag: ein Nachteil von mortality.org ist, dass die Altersgruppen teilweise recht groß gefasst sind, insbesondere die Gruppe 15-64. Mit Daten von destatis.de bekommt man feiner aufgelöste Sterberaten heraus, die die Sachlage genauer abbilden.

      Daten für Deutschland von destatis.de:

      Altergruppe
      Jahr
      60-64 65-69 70-74 75-79 80-84 85-89 90-

      2016: 0,91% 1,40% 1,98% 3,25% 6,17% 11,51% 23,14%
      2017: 0,90% 1,37% 2,07% 3,20% 6,14% 11,62% 23,82%
      2018: 0,92% 1,39% 2,09% 3,24% 6,12% 11,64% 24,17%
      2019: 0,89% 1,36% 2,05% 3,16% 5,83% 11,39% 23,29%
      2020: 0,90% 1,39% 2,14% 3,18% 5,91% 11,74% 24,31%
      2021: 0,92% 1,44% 2,18% 3,35% 5,82% 11,26% 23,53%

  10. Habe eine Frage und hoffe, dass sie mir beantwortet werden kann. Viele Verwandte von meiner Mutter, die im Irak wohnen, haben sich mit Pfizer impfen lassen. Jung und Alt haben sich alle impfen lassen! Jedoch keiner hat bis jetzt irgendwelche Nebenwirkungen bzw. ist daran verstorben. Wie ist das möglich? Könnte es sein, dass ein Staat wie Irak nur Placebo – als Pfizer-Impfung getarnt – bekommen hat?

    1. Könnte sein, könnte auch sein, daß nur bestimmte Ethnien negativ reagieren. Der Orient ernährt sich anders als Afrika, Afrika anders Asien, Asien anders als die USA, die USA anders als Nordeuropa und Nordeuropa anders als Südeuropa.
      Ein Generalimpfstoff scheint mir schon ein Großbetrug.

      Was wir hier verschweigen müssen aus politischer Korrektheit, ist in der Genforschung eine anerkannte Tatsache, die Ethnien ticken alle anders.
      Es wird auch geforscht, eugenisch nur eine bestimmte Ethnie zu treffen.

  11. Wie schätzen Sie den allgemeinen Gesundheitszustand Ihrer Verwandten und Bekannten vor der Impfung ein? Wenn sie bei gutem Gesundheitszustand waren, werden sie die Impfung (einen harmlosen, keimfreien Kochsalzlösung-Placebo sowieso) schon gut verkraften, ob diese ihnen viel nützt, ist eine andere Frage. Hoffentlich bleibt alles so, wie Sie es geschildert haben.

    1. Unterschiedlich. Vor der Impfung waren viele kerngesund, aber einige hatten gesundheitliche Probleme (unter anderem aufgrund des Alters). Nach der Impfung hat sich deren der Gesundheitszustand nicht geändert.

  12. Man muß mit allem vorsichtig sein; aber es gibt Fälle, wo man keine Rücksicht zu nehmen braucht, denn wenn die andere Seite sich drauf einläßt, müßte sie ihre Manipulationen zugeben. Es wären nur relativ kleinere Lügen. Aber immer noch sehr schlimme Lügen, die Betrugsverfahren nach sich ziehen.

    Die westliche Welt ist technisch in einem Sterbe-Aufwärtstrend. Die Ursachen sind vielfältig, und keine, über die man sich den Kopf zerbrechen müßte. Wächst die Bevölkerung, sterben auch mehr.

    Die Zahlen werden von RKI und Jubelpresse so verdreht, daß das Gegenteil herauskommt, was sie zeigen. Die Parteioligarchen haben leichtes Spiel.

    Und diese Kurve müßte weltbekannt sein, sie ist in jedem Land gleich und entlarvt das Fundament des Märchens als brüchig :

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1104173/umfrage/todesfaelle-aufgrund-des-coronavirus-in-deutschland-nach-geschlecht/

    Wenn jetzt von Alt nach Jung geimpft wird, ist der logische Schluß eine flacher werdende Corona-Sterberate an Corona und flacher werdender Inzidenzverlauf. Zumindest zeigt uns das alles, daß der Impfstoff keinen Cent werte ist. Wenn man das weiß, weiß man eigentlich schon alles.

    Problematisch finde ich die „Gewöhnung“ ans Unrecht. Da ist wie mit Afghanistan, man marschiert mit fadenscheinigen Behauptungen ein und dann kümmert sich einfach niemand drum.
    Peter Scholl-Latour bekannte immer wieder erstaunt, wie schnell Krieg und Bürgerkrieg zum Normalzustand würden.

  13. um die Sterblichkeit zu prüfen muss man die verlorenen Jahre addieren, nicht die Toten. denn es ist ein großer Unterschied, ob jemand mit 30 stirbt oder mit 90. für die verlorenen Jahre wiederum braucht man die Sterbetafel. die Summe der verlorenen Jahre schliesslich muss man durch die Anzahl der Verstorbenen dividieren und kommt dann für 2019 und 2020 auf einen Wert von ca. 10 verlorene Jahre.

  14. Eine wissenschaftliche Analyse der Sterblichkeit (auch in Bezug auf die Impftoten) in Deutschland findet man hier:
    https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2021.07.06.21260105v1
    Folgende Sachen sollte man bei der Analyse beachten:

    1. Normierung auf 2016-2019 hat überhaupt keinen Sinn. Die Gesamtsterbedaten haben in 2016-2019 einen Trend nach oben. Außerdem gab es 2017 und 2018 heftige Grippewellen (kein regelmäßiges Muster), die den Mittelwert verfälschen.
    2. Bis Mitte 2020 gab es eine leichte Übersterblichkeit, wenn man genau rechnet, siehe verlinkten Artikel
    3. Die höchsten Sterbezahlen waren nicht ab Beginn der Impfkampagne, sondern auf dem Höhepunkt der zweiten Coronawelle
    4. Der Tiefpunkt in 2021 um Tag 70 ist hauptsächlich wegen der Untersterblichkeit in der Altersgruppe 80+. Das ist der Vorsterbeeffekt – in der Coronawelle sind viele Schwache verstorben, die kurz danach nicht mehr sterben konnten. Daraus kann man Abschätzen wieviele infiziert waren. Die Ursache des Anstiegs danach ist unklar, jedenfalls gibt es hier nicht genügend Coronatote (siehe verlinkten Artikel)
    5. Fazit ist überhaupt nicht überraschend. Es starben in der ersten Hälfte 2021 mehr als in 2020, weil die zweite Coronawelle ihren Höhepunkt um den Jahreswechsel hatte, und sehr heftig war. Um den Impfeffekt zu untersuchen, wurde im verlinkten Artikel der Abfall der Sterblichkeit in verschiedenen Altersgruppen untersucht. Die 80+ wurde als erstes mit der Impfung dran. Hier war der Abfall der Sterblichkeit (überraschenderweise) am stärksten

  15. @ Ulf Martin
    „Na klar. Mir geht es darum: Wie kann man jemanden …“
    Vielen Dank! Mir geht es ebenfalls darum.
    Ich bin vom Typ halt sehr wissenschaftlich orientiert – plakative Werbeaussagen, bzw. Lügen sind nicht meine Art.
    Wenn die Zahlen derzeit halt so sind, wie sie sind, sollten wir das hinnehmen. Die andere Seite führt nichts anderes als den Glauben ins Feld.
    Aber nehmen Sie es so: Wenn Sie die beiden anderen Teil gelesen haben, die inzwischen online sind, dürften Sie merken, dass die Übersterblichkeit konsistent und real ist. Und dem Teil können Sie entnehmen, dass ich die Sache, sofern mir / uns destatis keinen Strich durch die Rechnung macht, weiter verfolgen werden. Und ich jedenfalls bin mir sicher, dass die Dinge schlimmer werden.

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