Studien: Schutz durch Vitamin D bei Covid-19

Die rasche Verbreitung von COVID-2019 in vielen Regionen der Welt erfordert vorbeugende Gesundheitsmaßnahmen. Nun zeigen Studien, dass ausreichende Vitamin-D-Spiegel Schutz gegen Erkrankung und einen schweren Verlauf bieten könnten.

Die Mortalität von COVID-19 wirkt sich überproportional auf BAME-Personen (Schwarze, Asiaten und ethnische Minderheiten) in Großbritannien, auf Afroamerikaner, schwedische Somalier und Heimbewohner, insbesondere in Pflegeheimen, aus. Der Schweregrad und die Mortalität von COVID-19 scheinen mit einem Vitamin-D-Mangel in Zusammenhang zu stehen, was zur Erklärung höherer COVID-19-Mortalitätsraten bei diesen Bevölkerungsgruppen beiträgt.

Generell wurde festgestellt, dass Menschen, die aus südlicheren in nördlichere Länder migrieren, niedrigere Vitamin-D-Spiegel haben als autochthone Bewohner. Das Vitamin, das eine extrem wichtige Rolle für die Funktion des Immunsystems spielt, wird durch die UVB Strahlung der Sonne in der Haut gebildet. Verhindert oder reduziert wird die  Erzeugung durch Sonnencreme und dunklere Haut. Deshalb haben die Somali-Schweden, die überproportional von Todesfällen betroffen sind, niedrige Vitamin D Spiegel als die hellhäutigen Schweden. Auch im Winter kommt keine UVB Strahlung nördlich bzw südlich des 20sten Breitegrades durch.

Studie über Vitamin-D-Spiegel an Covid-19 Patienten

Ein bemerkenswerter kürzlich veröffentlichter Preprint mit dem Titel „Eine Vitamin-D-Supplementierung könnte möglicherweise die klinischen Ergebnisse von mit Coronavirus-2019 (COVID-19) infizierten Patienten verbessern“ untersucht den Vitamin-D-Status und die Krankenhausergebnisse bei 212 COVID-19-Patienten.

Daten zu klinischen Merkmalen und Vitamin-D-Spiegeln wurden aus den medizinischen Unterlagen extrahiert. Die Studie stellt fest: „Der Vitamin D-Status ist signifikant mit den klinischen Ergebnissen verbunden.“ Und „bei COVID-19-Patienten [könnte] ein erhöhter Vitamin-D-Spiegel die klinischen Ergebnisse verbessern und / oder das Schlimmste mildern.“

In der Studie hatten 47 der 49 Patienten mit milden klinischen Ergebnissen „normale“ Vitamin-D-Spiegel. Umgekehrt hatten nur 2 der 48 kritischen Patienten „normale“ sondern niedrige Spiegel.

Studie über Vitamin D Abhängigkeit der Mortalität in Europa

In einer anderen als Preprint veröffentlichten Studie von Queen Elizabeth Hospital Foundation Trust und University of East Anglia wurden die mittleren Vitamin D-Spiegel für 20 europäische Länder ermittelt und mit der durch COVID-19 verursachten Morbidität und Mortalität verglichen.

Der mittlere Vitamin-D-Spiegel in jedem Land war stark mit der Anzahl der Fälle pro Million Einwohner bzw. mit der Mortalität pro Million verbunden. Der Vitamin-D-Spiegel ist in der alternden Bevölkerung besonders in Spanien, Italien und der Schweiz sehr niedrig. Dies ist auch die am stärksten gefährdete Bevölkerungsgruppe für COVID-19.

Die Autoren kommen zur Schlussfolgerung: „Wir glauben, dass wir eine Vitamin-D-Supplementierung zum Schutz vor SARS-CoV2-Infektionen empfehlen können.“

Neue Studien angemeldet

Bei den Medizinbehörden hat das University Hospital in  Angers eine Studie angemeldet, in der der Einfluss von hoch dosierten Vitamin D Gaben bei Hochrisiko Patienten erforscht werden soll.

Vitamin D Aufnahme

Derzeit gibt es keine wirksame COVID-19-Prävention. Impfstoffe bieten enorme Möglichkeiten, aber ebenso große Hürden und erfordern Zeit. Die Vitamin-D-Biologie ist ein ausgereiftes, gut erforschtes Gebiet, das 100 Jahre zurückreicht. Dosen und Risiken innerhalb klinischer Parameter wurden festgelegt und gut quantifiziert. Es gibt staatliche Leitlinien für die Aufnahme. Vitamin D-Mangel ist eine medizinisch akzeptierte Erkrankung, die behandelt werden muss.

Vitamin D ist an der Synthese von über 2000 körpereignen Proteinen und Enzymen beteiligt, und jedes Jahr werden weitere bekannt.Und etliche dieser Enzyme steuern unsere Immunabwehr. Vitamin D ist ein Immunmodulator. Denn der Kampf, den unser Körper gegen Entzündungen jeglicher Art fürht, seien sie bakteriell oder von Viren ausgelöst, muss moderiert werden, es müssen ausreichend Killer-Zellen da sein, aber wenn es zu viele werden, dann greifen sie unweigerlich die gesunden Zellen an und produzieren in ihrem Abwehrkampf so viele Zytokine (Zellgifte), dass es zu einem gefürchteten Zytokinsturm kommt, der allzu häufig in einer Sepsis und Multiorganversagen endet. Wer an Autoimmunerkrankungen wie etwa Psoriasis leidet, kennt das. Im Winter blüht sie auf, im Sommer vergeht sie. Es sei denn, man supplementiert im Winter ausreichend. Wobei ausreichend dann ist, wenn die  Psoriasis weg ist.

Die Erkenntnis (vorbehaltlich weiteren Forschungsnachweises), dass Vitamin-D-Mangel zur COVID-19-Infektion, zum Fortschreiten, zum Schweregrad und zur Mortalität beiträgt, würde ein Umdenken erfordern bei: Saisonalität von COVID-19, Zugang ins Freie, Motivation für körperliche Bewegung, Ergänzung, klinische Behandlung und Bereitstellung von kostenlosen Vitamin-D-Ergänzungen für Gesundheits- und Pflegekräfte an vorderster Front. Eine vernünftige Sonneneinstrahlung (je nach Breitengrad und Wetter) ist kostenlos, für alle verfügbar und verbessert schnell den Vitamin-D-Status, wird jedoch durch Ausgangssperren gehemmt.

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Bild von silviarita auf Pixabay

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