
USA diskutieren Ölexport-Verbot
Donald Trump steht innenpolitisch aufgrund der hohen Benzinpreise stark unter Druck. In Washington wird derzeit eine neue, drastische Maßnahme diskutiert: ein Exportverbot für Öl und Ölprodukte. Dieser Schritt würde besonders die Europäische Union treffen.
Die Folgen von Trumps Konfrontation mit dem Iran bekommen vor allem seine Wähler aus der Arbeiterklasse zu spüren. Die Inflation hat erst begonnen zu steigen, und Trump gilt für viele Amerikaner als Hauptverantwortlicher für die massiv gestiegenen Benzinpreise in den USA. Diese könnten schon bald die Rekordhöhen aus der Biden-Ära übertreffen.
Aktuell pumpen die USA Öl aus den strategischen Reserven so schnell wie nie zuvor ab. Zudem hat die Regierung Schifffahrtsbeschränkungen aufgehoben und Sanktionen gegen Russland und Venezuela teilweise gelockert. Auch über eine vorübergehende Aussetzung der Bundes-Benzinsteuer wurde diskutiert, diese ist bisher jedoch nicht umgesetzt worden. Eine Öffnung der Straße von Hormuz verweigert Trump weiterhin.
CNN, bekannt als eines der deutlichsten Anti-Trump-Medien, sieht die Regierung in die Enge getrieben. „Es gibt kaum etwas, was die Regierung noch tun kann“, sagt Jan Stuart, globaler Energie-Stratege bei Piper Sandler. Er rechnet damit, dass die Benzinpreise noch weiter steigen werden. Der Experte erwartet, dass der Brent-Ölpreis im nächsten Quartal im Schnitt bei 130 Dollar pro Barrel liegen wird – ein neuer Quartalsrekord. Auch im kommenden Jahr dürfte der Preis nahe der 100-Dollar-Marke bleiben.
Laut der Analyse würde eine Aussetzung der Benzinsteuer nur wenig an den Preisen ändern, den USA aber Milliarden an Einnahmen kosten. Denn bald beginnt in den USA die große Reisesaison. Die in Russland lebende ehemalige österreichische Außenministerin Karin Kneissl schreibt dazu:
„Trump muss einen Ausweg aus der hohen Benzinpreiskrise finden, bevor in den USA die Reisezeit beginnt. Eine radikale, aber wahrscheinlich wirksame Maßnahme wäre: ein Verbot aller US-Ölexporte.“
Laut CNN wird dieser Schritt bereits offen diskutiert und als „nukleare Option“ bezeichnet: eine Einschränkung oder sogar ein vollständiges Verbot von US-Exporten von Rohöl, Benzin und anderen Erdölprodukten. CNN:
„Zwar räumen einige Analysten ein, dass die Benzinpreise in den USA bei einem Exportstopp schnell sinken könnten. Der Effekt wäre jedoch nur kurzfristig, und dieser extreme Schritt würde die globalen Energiemärkte weiter destabilisieren. Raffinerien würden ihre Benzinproduktion wahrscheinlich drosseln, texanische Ölkonzerne schwer getroffen werden und die Weltölpreise in die Höhe schießen – mit verheerenden Folgen für die Weltwirtschaft.“
Es wäre ein radikaler Schritt. Karin Kneissl hält ihn dennoch nicht für unmöglich:
„Angesichts seiner Unzufriedenheit mit den Europäern im Allgemeinen (NATO) und im Besonderen (noch ausstehendes Zollabkommen) würde es mich nicht überraschen, wenn Washington einen solchen Schritt unternähme. Man kann sich die Folgen für die EU-Importeure von ‚Freedom Gas‘ aus den USA vorstellen.“
Tatsächlich wäre ein solches Exportverbot für die EU vermutlich eine kleine Katastrophe. Die USA sind inzwischen der mit Abstand wichtigste Öllieferant für die Europäische Union und decken rund 15 Prozent der EU-Ölimporte ab. Danach folgen Norwegen und Kasachstan. Seit 2022 sind die USA klar der größte einzelne Lieferant und haben ihre Position weiter ausgebaut. Der Anteil Russlands liegt nur noch bei rund einem Prozent.
Ob Trump wirklich zu dieser „nuklearen Option“ greifen wird, bleibt abzuwarten. Doch er steht massiv unter Druck und viele Möglichkeiten gibt es für ihn nicht.
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Die EU sucht den Russland-Vermittler
Die USA haben nach der Nordstream-Sprengung bereits ein Gesetz auf den Weg gebracht, dass den Export einschränkt, wenn in den USA selbst zuwenig verfügbar ist. Viele Lieferungen kommen zwar aus den USA, weil es dort weiter verarbeitet und verschnitten wird, es ist aber größtenteils kanadisches Öl.
Die Ölreserven der USA sind begrenzt, die Russlands und Norwegens ebenso und selbst die in Nahost sollen nicht mehr laufen wie zuvor.
Das Problem ist nicht das Öl grundsätzlich, sondern die Verdopplung des Verbrauchs alle 50 Jahre. Exponentieller Verbrauch geht nie gut. In den letzten 10 Jahren haben sie das chinesische Wachstum von 10% auf 5% gedrückt, internationale Krisen spielen dabei eine Rolle. In Europa sind wir dank Schneelensky im Degrowth.
Während die Epstein-Eliten sich dieser Problematik seit 70 Jahren bewusst sind, hat sich „die Kritik“, falls wir diese als rudimentären Bodensatz einer einstmals vorhandenen intellektuellen gesellschaftlichen Diskussion werten wollen, darin gefallen zu kreischen, dass weil Malthus Kontaktschuld auf sich geladen habe, was zweifellos richtig ist, die Naturgesetze nicht mehr gelten.
Es handelt sich entweder um ein geologisches Problem oder ein Machtproblem oder beides, aber es ist nicht dadurch zu lösen, dass ein Kommentator empfiehlt, Rothschild möge Öl vom Mond holen. Diese Vorschläge stoppen seit 70 Jahren eine ernsthafte Debatte.
Anstelle zu fantasieren, könnten wir die Gelder für Schneelenskys Klunker in eine einzige Tiefenbohrung umlenken. Dann wissen wir, was dort unten ist! Aber schlage das einer vor, Malthus war ein Eugeniker, hast du das nicht begriffen?
Die Folge ist, es gibt keinen Plan B. Auch nicht in der kritischen Szene oder der räächten Äcke. Die einzige realistische Möglichkeit ist die, von unseren Regierungen abzuverlangen, dass wir Kleingärten gründen können. Wir wissen von Dmitri Orlov, dass dies funktioniert. Alles, was du in der Garage frickeln kannst.
Es gibt keine Lösung für das große Welttheater. Sie werden die Show durchziehen.
Die heute junge Generation ist mental zu schwach, um sich mit dem Thema auseinander zu setzen. Sie werden also nicht auf Widerstand treffen.
müsste trump halt noch mehr öl aus rusländ kaufen, dann ganz teuer in die eu verkaufen, das wäre da doch ein riesendeal mehr……
Hat er nicht noch kürzlich versprochen, die restliche Welt mit Öl und Gas zu versorgen? Blöd, wer sich auf die Amis verlässt und von Alternativen abkoppelt.
Die ethisch verlumpte und total verwahrloste so genannte „Elite“ der USA, wozu auch die Geldwaschanlagen-Betreiber (aka Bill-the-killer-Gates et.al.) zählen, kann oder will sich nicht vorstellen, dass der Spieß von Seiten Europas und den anderen Teilen der Welt herumgedreht werden kann und in die USA nichts mehr exportiert wird. Hochmut kommt vor dem Fall.
Vielleicht auch ein Gas-Export-Verbot. Ist einfach besser. Gerade für Saublödistan.
Warum? „Iss einfach so.“
Ja dann…
EUropa muss endlich Frieden mit Russland schließen.
Europa sollte endlich das Hirn einschalten. Alles andere ergibt sich dann.
Warum ist beispielsweise Feie Energie nicht schon längst die bevorzugte Form der Energieerzeugung? Weil das mit der aktuellen Metaphysik nicht möglich ist.
Gegen den ökonomischen Analphabetismus – https://opium-des-volkes.blogspot.com/2022/10/gegen-den-okonomischen-analphabetismus.html
Sie meinen Westeuropa. Das Problem ist doch, dass die westeuropäische Elite genau wegen ihrer mentalen Limitierung im Amt ist.