
Peter Thiel: Anti-Christ, KI-Gott, Totengräber der Menschheit?
Spätestens mit dem Aufstieg von Trump geriet auch Peter Thiel ins Rampenlicht. Seine Firma Palantir verschob das Verständnis von Kontrolle und Überwachung, gleichzeitig referiert er über Philosophie und Religion. Ein neues Buch untersucht den US-Milliardär und seine Welt.
Der US-Milliardär Peter Thiel gilt als einer der mächtigsten und gefährlichsten Männer der Welt. Er gehört zwar mit „nur“ 26,5 Milliarden Dollar nicht zu den allerreichsten Menschen[1], aber durch seine Kontrolle der Überwachungsfirma Palantir hat er eine ungeheure Macht angehäuft. Tatsächlich kann er alles über jeden Menschen dieser Welt wissen.
Dies ist Grund genug, sich mit dem Werdegang, den Machenschaften und den politischen Positionen des Peter Thiel zu beschäftigen. Insofern muss man den beiden Autoren Tahir Chaudhry und Tariq Hübsch danken, dass sie mit „Peter Thiel. Palantir, der KI-Gott und das Ende des Menschen“ (München 2026) ein solches Werk vorgelegt haben.
Es beinhaltet zahlreiche interessante Informationen über Peter Thiel und die Pläne der US-Milliardäre im Allgemeinen, jedoch sind einige theoretischen Voraussetzungen der beiden Autoren mit Vorsicht zu genießen. Besonders krass ist die Vorstellung von Tariq Hübsch, dass der Antichrist tatsächlich existiere.
Kindheit und Jugend
Peter Thiel wurde am 11. Oktober 1967 in Frankfurt am Main als Kind des Chemieingenieurs Klaus und der Hausfrau Susanne Thiel geboren. Klaus Thiels Beruf brachte es mit sich, dass er an zahlreichen Orten der Welt arbeitete, um großtechnische Anlagen in Betrieb zu nehmen. Seine Familie begleitete ihn auf seinen Reisen. So lebten die Thiels ab 1968 in Cleveland, Ohio, USA. Eingeschult wurde Peter Thiel in Südafrika, wo damals noch die Apartheit herrschte. Später lebten die Thiels in der Stadt Swakopmund in Südwestafrika (heute Namibia) wo Klaus Thiel eine Uranmine aufbaute. Das Land war bis 1915 eine deutsche Kolonie und wurde dann bis 1990 von der Südafrikanischen Union verwaltet, die auch dort die Apartheit einführte. Die deutsche Stadt Swakopmund galt noch in den 70er Jahren als Hochburg faschistischen Gedankengutes. So waren dort häufig Hakenkreuzsymbole zu sehen und die Menschen begrüßten sich teilweise mit „Heil Hitler“.
Ab 1977 lebten die Thiels wieder in den USA und zwar diesmal in Foster City, Kalifornien.
Peter Thiel galt als ausgesprochen intelligent und als guter Schüler. Insbesondere in der Mathematik zeigt er eine außergewöhnliche Begabung. Mit seinen Klassenkameraden hatte er jedoch nur wenig Umgang. In den USA wurde er dann auch gemobbt. Thiel zog sich während seiner Pubertät zunehmend in Phantasiewelten zurück und verschlang jede Menge Science Fiction und Fantasy, darunter auch Tolkiens Herr der Ringe. Peter Thiel besaß mit dem Tandy TRS-80 einen der ersten Personal Computer der Welt, mit dem er tagelang textbasierte Abenteuerspiele wie Dungeons & Dragons[2] spielte. Im Jahr 1985 schloss er als bester Schüler seines Jahrganges die High School ab. Anschließend studierte Thiel an der Stanford University Philosophie und Jura. Dabei entwickelte er eine Vorliebe für reaktionäre Philosophen wie Leo Strauß, Ayn Rand und Carl Schmitt. Typisch ist für sie das Misstrauen gegenüber der Masse und der Demokratie. Während seines Studiums gab Thiel die konservativ und libertär orientierte Zeitung Stanford Review heraus. Viele Autoren dieser Zeitung wurden später zu Schlüsselpersonen in Thiels Unternehmen und Investments. Nach seinem Studienabschluss 1992 absolviert Thiel ein Referendariat am US Court of Appeals for the Elevent Circut und trat 1993 eine Stelle bei der Großkanzlei Sullivan & Cromwell an. Diese Kanzlei hatte in den 30er Jahren beste Verbindungen zu Hitler und war in den 50er Jahren über die Dulles-Brüder wesentlich an der Formulierung der aggressiven Außenpolitik der USA beteiligt. Nach kurzer Zeit wechselte er aber zur Schweizer Großbank Credit Suisse als Derivatenhändler.[3]
Erste Aktivitäten als Kapitalist
Bei Credit Suisse kündigte er jedoch nach einigen Jahren und kehrte 1996 nach Kalifornien zurück. In Menlo Park startete Thiel mit Geld von Freunden und Familie seinen ersten Hedgefonds namens Thiel Capital Management. Er setzt zunächst auf riskante Börsenspekulationen gegen angeschlagene Firmen. Aus dieser Position heraus baut Thiel ein eigenes Netzwerk auf, die so genannte PayPal-Mafia.
Dabei handelt es sich um Gründer von Internetfirmen der zweiten Generation, die von vorne herein auf Disruption analoger Strukturen und damit verhältnismäßig gut bezahlter Arbeitsplätze setzen und auf digitale Monopole. Peter Thiel investiert in den folgenden Jahren im Rahmen seiner wachsenden finanziellen Möglichkeiten in diese Firmen. Ende der 90er Jahre war Thiel zwar schon ein Multimillionär, aber noch kein Milliardär.
Zu diesen Unternehmen gehören die Bewertungsplattform Yelp, Hotmail, der erste Webmaildienst[4], PayPal im Jahr 1998, an deren Gründung und operativen Leitung Thiel selbst beteiligt war, Facebook, LinkedIn, Friendster, YouTube, Instagram, Eventbrite (Tickets) und Reddit. PayPal wurde im Jahr 2002 von EBay übernommen. Peter Thiel konnte aus dieser Transaktion einen Profit von 55 Millionen Dollar herausschlagen, Elon Musk, der ebenfalls in PayPal investiert war, sogar 250 Millionen.
Wie wir gesehen haben, war PayPal das zentrale Element der frühen Internetaktivitäten von Peter Thiel. Dabei stellt sie nicht nur eine bequeme Zahlungsmöglichkeit für Internetkäufe zur Verfügung. Es entsteht auch eine neue Finanzinfrastruktur „die lückenlose Datenspuren darüber erzeugt, ‚wer wem wann‘ Geld sendet. Für Staaten und große Konzerne eröffnet das weitreichende Möglichkeiten: Geldflüsse lassen sich verfolgen, Verhaltensmuster analysieren, Netzwerke rekonstruieren, Konten einfrieren und unerwünschte Akteure vom Zahlungsverkehr ausschließen. In einer zunehmend bargeldarmen Ökonomie verschiebt sich damit die Macht über Geldströme vom anonymen Bargeld hin zu kontrollierbaren, digitalen Plattformen.“[5]
Palantir
Nach dem 11. September 2001 fielen im Westen alle Hemmungen bei der Massenüberwachung der eigenen Bevölkerungen. Für Risikokapitalisten wie Peter Thiel ergaben sich daraus völlig neue Profitmöglichkeiten. Im Jahr 2003 gründete er Palantir Technologies, eine kommerzielle Überwachungsfirma. Die Grundidee war, dass man die in Paypal eingesetzte Betrugssoftware Igor auch nutzen könne, um „Terroristen“ aufzuspüren. Dabei handelt es sich um ein System, das aus verstreuten Daten verborgene Netzwerke und Muster sichtbar macht, um Verhalten zu analysieren, Entwicklungen vorherzusagen und in Fragen der Sicherheit Entscheidungen treffen zu können. Hier muss allerdings hinzugefügt werden, dass Igor zumindest Anfang der 00er Jahre eine sehr große Anzahl von falsch Positiven erzeugte und so zahlreiche völlig unschuldige Kunden schädigte. Dies nahm solche Ausmaße an, dass in Diskussionsgruppen den Menschen geraten wurde, niemals große Geldbeträge auf einem Paypal-Konto zu belassen.
Nach einer rund zweijährigen Durststrecke stieg der Risikokapitalarm der CIA namens In-Q-Tel mit rund zwei Millionen in Palantir ein. Dies verschaffte Thiel Zugang zu Geheimdiensten und Justizbehörden.
Palantir verknüpft alle vorhandenen Daten aus öffentlichen und nichtöffentlichen Quellen, wie sozialen Netzwerken, Kommunikations- und Verbindungsdaten, Regierung-, Sozial-, Polizei- und Geheimdienstdatenbanken, um über eine Person eine so genannte Ontologie[6] zu erstellen. Dabei handelt es sich um ein System, das Erfahrungen und Interaktionen einer Person mit der Welt erfasst, speichert und zugänglich macht. Es soll das Leben eines Individuums lückenlos nachzeichnen.
Berücksichtigt werden u.a.: Adresse, Wohnumgebung, Vorstrafen, Bezug von Sozialleistungen, die Steuerhistorie, Verwandte und Bekannte, Kreditkartenkäufe, besuchte Webseiten und soziale Netzwerke, Inhalte von Telefonaten, gesendete und empfangene E-Mails, Faxe und Postsendungen, Sofortnachrichten, gelesene Bücher und Zeitschriften, konsumierte Radio- und Fernsehinhalte, Standortdaten über GPS sowie medizinische Daten. Aus all dem soll ein Gesamtbild entstehen, das „Vorlieben, Pläne, Ziele und andere Hinweise auf Absichten“ einer Person identifizierbar macht.
Je nach Vorgaben der Auftraggeber folgen aus der KI-generierten Risikoabschätzung einer Person unterschiedliche Handlungen. Dies kann von der Nichteinstellung in eine begehrte Stelle[7] bis hin zur außergerichtlichen Tötung mittels Drohnen oder Sprengfallen reichen.
Dabei sind für die Überwacher soziale Netzwerke von Vorteil, weil die Menschen hierdurch angeregt werden, sehr viele Informationen dieser von sich aus preiszugeben. Diese stehen dann selbstverständlich Palantir zur Verfügung. Es wird sogar vermutet, dass z.B. Facebook die zivile Variante eines eingestellten staatlichen Datensammelprojektes namens Lifelog ist.
Der Name Palantir bezeichnet in Tolkiens Universum sehende Steine, die allerdings vom bösen Herrscher Sauron so manipuliert werden können, dass sie nur das zeigen, was er ihre Nutzer sehen lassen will. Insofern irritiert es außerordentlich, dass Thiel sein wichtigstes Unternehmen ausgerechnet nach diesen eher problematischen Artefakten nannte. Fast gewinnt man den Eindruck, dass Thiel sich selbst als Sauron imaginiert.
Diese Analogie ist nicht weit hergeholt, war doch bereits die Vorgängersoftware Igor von zahlreichen falschen Positiven geplagt. Die hessische Polizei soll mit HessenData, ihrer Version von Palantir Gotham, die sog. Rollatorputschisten aufgespürt haben. Auch ist wieder das gleiche Muster zu beobachten: Palantir macht aus einer etwas spinnerten Rentnergruppe gefährliche Putschisten, gegen die der Staat mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln vorgehen müsse.
Dies zeigt, dass die Kontrolle über die innere und äußere Sicherheit von Menschen langsam zu Maschinen wandert. Sie folgen einer Logik, die für ihre Anwender im Polizeiapparat nicht mehr nachvollziehbar ist, aber voll und ganz den Interessen derjenigen entspricht, die den Algorithmus kontrollieren.
Palantir spielt zunehmend auch im Militär eine entscheidende Rolle. Das System zeigt aufgrund von komplexen Datenanalysen innerhalb von Sekunden, wo Flugzeuge eingesetzt, wo Truppen positioniert werden müssen, wohin Raketen gelenkt werden sollen und wohin nicht. Gleichzeitig berechnet es, wie eigene Ressourcen optimal eingesetzt werden können, z.B. welche Waffentypen gegen welche Ziele eingesetzt werden sollten, um z.B. den Einsatz von teuren Raketen zu optimieren.[8] Aufgrund dieser Fähigkeiten prahlte z.B. US-General Christopher Donahue, die NATO könne die russische Region Kaliningrad in wenigen Stunden erobern.
Israel setzte Palantir oder ein ähnliches System namens Lavender dazu ein, um Hamas-Mitglieder im Gazastreifen aufzuspüren. Wenn ein weiteres Programm mit dem zynischen Namen „Where is Daddy?“, bestätigt, dass sich die Zielperson im Haus befindet, wird der ganze Wohnblock bombardiert, wo zumindest die Angehörigen des angeblichen Hamas-Mitglieds ums Leben kommen. Nach israelischen Richtlinien sind „Kollateralschäden“ von 10 Toten für ein einfaches Hamas-Mitglied, von 100 Toten für einen Hamas-Kommandeur zulässig.[9]
Das Verhältnis von Lavender zu Palantir ist nicht bekannt. Aber Palantir-CEO Alex Carp hat mehrfach erklärt, dass seine Softwareprodukte auch für gezielte Tötungen eingesetzt werden.
Auch aus seinen Investitionen in Facebook und Palantir konnte Thiel Profite in Milliardenhöhe herausschlagen. Durch diese drei Projekte (Paypal, Facebook und Palantir) „trug er zur Entstehung von Technologien, Dateninfrastrukturen, Märkten und Machtstrukturen bei und zur Herausbildung einer neuen Klasse von Tech Milliardären, die eng miteinander verflochten ist.“[10]
Thiels Ideologie – die Dunkle Aufklärung
Peter Thiel hat zahlreiche Philosophen um sich geschart, die eine eigene philosophische Schule, die neoreaktionäre Bewegung oder Dunkle Aufklärung bilden. Thiel unterstützt diese materiell und diskutiert häufig mit ihnen.[11]
Als Milliardär hält sich Thiel mit Äußerungen zu seinen politischen Ansichten und Forderungen zurück. Aber sein Hausphilosoph Curtis Yarvin versichert, dass Peter Thiel vollkommen aufgeklärt sei im Sinne der Dunklen Aufklärung. Er gehe nur sehr vorsichtig vor. Thiel äußerte immerhin, dass er Demokratie und Freiheit nicht für vereinbar hält, woraus denklogisch die Abschaffung der Demokratie und die offene Milliardärsdiktatur folgt.
Um Thiels Ideologie vollständig zu verstehen, müssen wir uns mit den Lehren der Dunklen Aufklärung im Allgemeinen und des Philosophen Curtis Yarvin im Besonderen beschäftigen.
Yarvins Ausgangspunkt ist eine Desillusionierung vom Status Quo und der politischen Demokratie. Dafür prägte er den aus dem Film Matrix stammenden Begriff Einnahme der rote Pille. Aus dieser Desillusionierung folgt für ihn die Ersetzung der Demokratie durch ein neofeudales System, in dem die Regierenden ihre Untertanen so beherrschen wie einst der Feudalherr seine Leibeigenen.
Demnach ist es nur konsequent, wenn Yarvin gegen eine gute Bildung der Menschen ist. Denn der Anstieg der Bildung sei für autokratische Systeme wie in Frankreich vor 1789 und Russland vor 1917 katastrophal gewesen. Dazu passt, dass das Bildungsniveau an Schule und Hochschule im Westen seit 1989 bewusst heruntergefahren wird. Ebenfalls in Richtung einer allgemeinen Verblödung wirken Smartphones und süchtig machende Soziale Netzwerke. „Die Druckrevolution förderte einst Vernunft und Demokratie. Heute zerstört die Smartphone-Sucht unsere Lesefähigkeit und führt zur Post-Literalität. Dieser Verfall mindert die Intelligenz sowie den kritischen Diskurs und bedroht so das Fundament unserer Zivilisation.“[12]
Der Vergleich zwischen der späten römischen Republik und den heutigen USA ist ein zentrales Motiv bei Yarvin. Er dient dazu, den Übergang von einer Republik zu einer autoritären Herrschaftsform historisch zu legitimieren. Ebenso wie die römische Republik erst durch Julius Caesar und später Augustus befriedigt wurde, in dem sie die Macht der verschiedenen Ämter bei sich bündelten, sollen auch die USA von einem nationalen CEO oder Diktator regiert werden, der ohne Rücksicht auf bürokratische oder judikative Hindernisse durchregieren kann. Diese Vorstellung korrespondiert mit dem Selbstverständnis vieler Kapitalisten, die ihre Firmen ohnehin bereits als Diktaturen führen und dieses Modell nun auf die gesamte Gesellschaft übertragen wollen.
Yarvin behauptet, dass Wunderwerke der Technik wie Iphones und Notebooks nur von kapitalistischen Unternehmen kreiert werden können, während der Staat hierzu völlig unfähig sei. Dabei hat er natürlich den korrupten und von Kapitalisten gekaperten US-Staat der Gegenwart im Sinn. Allerdings zeigt das Beispiel der Sowjetunion, dass staatliche Experimental-Konstruktionsbüros unter bestimmten Bedingungen sehr wohl Flugzeuge, Hubschrauber, Raketen, Flugzeug- und Raketenmotoren, Kerntechnik und U-Boote herstellen konnten, die sich an der Weltspitze der Technikentwicklung befanden. Auch in den USA konnten die Grundlagen der Mikroelektronik in den 60er Jahren nur durch hohe staatliche Subventionen entwickelt werden und sie bauten auf der Grundlagenforschung von ebenfalls staatlich geförderten Universitäten auf.
Yarvin möchte den Nationalstaat abschaffen. Ersetzt werden soll er durch diktatorisch regierte kleinere Strukturen, die er als Sovcorp bezeichnet. Dies ist die Abkürzung für Souveränes Unternehmen. Der Inhaber dieser Sovcorp hat die absolute Kontrolle über Finanzen, Sicherheit und Rechtsprechung. Die Welt setzt sich nach der Vorstellung von Yarvin aus 10.000senden oder gar 100.0000senden dieser Sovcorps und größeren Einheiten wie Realms (Reiche) zusammen. An der Spitze dieser Strukturen steht ihr Besitzer, den Yarvin als Nationalen CEO, Monarch oder Diktator bezeichnet.
Ihre Bewohner sind keine souveränen Bürger mehr, die individuelle Rechte haben, sondern Kunden oder Nutzer. Ihr Status ist an ihren ökonomischen Wert geknüpft. Gleichheit vor dem Gesetz und ein egalitäres Menschenbild sind überholte Mythen aus der Vergangenheit, so Yarvin. Die Regierten haben kein Mitspracherecht, sondern nur das Recht auszuwandern.
Was passiert aber mit den vielen Menschen, die von den Inhabern der Sovcorps nicht mehr benötigt werden? Yarvin schlägt vor, sie zu Biodiesel zu verarbeiten. Oder man könne eine „humane“ Alternative zu diesem vorgeschlagenen Genozid finden. Diese würde darin bestehen, die unproduktiven Menschen in dauerhaft versiegelten Zellen zu isolieren und ihnen über eine virtuelle Realität ein erfülltes Leben vorzugaukeln. Nach einigen Jahren würden die Körper der so behandelten Menschen dann doch absterben. Der Film Matrix lässt grüßen.
Auch an „Umsiedlungszentren“, also Konzentrationslager denkt Yarvin.
Da KI einen großen Teil der noch bestenden Arbeitsplätze ersetzen wird, schlägt Yarvin also vor, die meisten Menschen auf dieser Welt auszurotten. Dies wäre ein Massenmord von bisher nicht gekannten Dimensionen. Aber dieses Programm stimmt sehr gut mit Ideen vieler Milliardäre für eine radikale Bevölkerungsreduktion überein.
Bisher haben Milliardäre einem harten Sozialdarwinismus gefrönt, aber sich nicht ordinär rassistisch geäußert. Wie wir an Curtis Yarvin sehen, führt extremer Sozialdarwinismus fast automatisch zum normalen Rassismus zurück. Denn Yarvin äußerte die Vorstellung, dass Intelligenz und anderen wertvolle Merkmale zwischen Ethnien ungleich verteilt seien. So solle für Schwarze die Sklaverei wieder eingeführt werden, denn manche Menschen (und Rassen) seien von Natur aus für Unterwerfung, andere dagegen (die Weißen) zur Herrschaft bestimmt. Es fragt sich allerdings, ob es für schwarze Sklaven in Yarvins Welt überhaupt genug Arbeit gibt, die nicht von Robotern übernommen werden kann.
Dieses Programm bezeichnete der Philosoph Nick Land als Dunkle Aufklärung. Besser wäre es allerdings von einer Gegenaufklärung zu sprechen, die durchaus als Endpunkt der Postmoderne mit ihrer Zertrümmerung der „Großen Erzählungen“ betrachtet werden kann.
Letztes Ziel der Menschheit ist für Land die Singularität, also die Schaffung einer Künstlichen Intelligenz, die so mächtig ist, dass sie sich von selbst weiterentwickelt. Der Mensch wird dann nicht mehr benötigt. Er soll sich sein eigenes Grab schaufeln.
Gewöhnliche Erdenbürger mögen diesen Prozess aufhalten wollen. Land will ihn beschleunigen. Diese Ideologie nennt man Akzelerationismus. Die Kräfte des Kapitalismus und des technischen Fortschritts dürfen keinesfalls aufgehalten werden. Wenn die Menschheit im Gefolge dieses Prozesses ausstirbt, hat sie dies zu akzeptieren. Da auch der neoliberale Staat noch ein Hindernis für diese Entwicklung seien kann, muss er zerschlagen und durch Sovcorps ersetzt werden.
Für Land ist der Mensch lediglich ein kurzzeitiger Wirt für das Technokapital, ein „biologischer Bootloader“ für die kommende digitale Superintelligenz (Elon Musk). Die Singularität bedeutet die bewusste Auslöschung der Menschheit zugunsten einer überlegenen künstlichen Intelligenz.
Peter Thiel will diese Ideen praktisch umsetzen. In einem ersten Schritt sollen Räume für einen wahrhaft freien, ungebändigten Kapitalismus entstehen. Das ist im Augenblick nur im Weltraum, im Internet und auf den Weltmeeren möglich. So finanziert Thiel seit 2008 das Seasteading-Institut, das schwimmende Städte nach dem Muster der Sovcorps auf dem offenen Meer errichten will. Solche haben sich bisher allerdings noch nicht materialisiert. Auch die privaten Weltraumaktivitäten von Elon Musk, dem reichsten Mann der Welt, haben diesen Hintergrund.
Immerhin existiert in Honduras die Enklave Prospera als erste Sovcorp überhaupt. Donald Trump hat in seiner neuen Amtszeit ab 2024 zumindest einige Forderungen der besonders aggressiven zweiten Generation der Tech-Milliardäre übernommen. Dazu zählt auch das Projekt Stargate, wo mit unglaublichen 500 Milliarden Dollar die Künstliche Intelligenz gefördert werden soll, um so die globale US-Hegemonie gegen China zu erhalten und um schließlich die Singularität hervorzubringen. Es wird damit gerechnet, dass der Vizepräsident Vance in noch viel größerem Maße den Forderungen von Thiel und Co. entsprechen wird, sollte er Präsident werden. J.D. Vance wird deshalb auch als Dark Elf, also dunkler Elf bezeichnet, was im Tolkien-Universum einem Ork entspricht, wobei diese Bezeichnung im Westen paradoxerweise schon für Russen reserviert ist.[13]
Das Thielversum
Peter Thiel befindet sich auf dem Weg zu einer neuen digitalen Feudalherrschaft. Ein Blick auf seine Investitionen und Projekte – das Thielversum – lässt erkennen, wohin diese Entwicklung führen kann:
- PayPal: Digitale Zahlungsinfrastruktur, Kontrolle über Geldflüsse und Finanzsysteme
- Palantir: Datenanalyse und Identifizierung von Feinden des Westens im eigenen und anderen Ländern
- Facebook, Airbnb und andere: Plattformökonomie, Steuerung von Verhalten, Kommunikation und Nutzung von Lebensräumen, Zerstörung von preiswertem Wohnraum und gut bezahlten Arbeitsplätzen
- Founders Fund, Thiel Capital, Mithril Capital und Valar Ventures: Investmentvehikel, Finanzierung und Steuerung strategischer Schlüsseltechnologien
- Clarium Capital: Makro Hedgefonds, Wetten auf globale Krisen und Systemverschiebungen
- Thiel Fellowship und Breakout Labs: Gegenelite und Frühphasenforschung,
- Imitatio und Machine Intelligence Research Institute: ideologische und KI-Forschung, Analyse von Macht, Gewalt und Kontrolle zukünftiger Intelligenz
- Seasteading Institute und Pronomos Capital: alternative Staatsmodelle, Verlagerung politischer Ordnung in private oder halbautonome Zonen
- Methuselah Foundation, SENS und Alcor: Lebensverlängerung und Kryonik, technischer Angriff auf Alter und Tod
- Neuralink: Schnittstelle zwischen Gehirn und Maschine, direkter Zugrif auf neuronale Prozesse
- Colossal Biosciences: Eingriff in Evolution, Wiedererschaffung ausgestorbener Arten
- Anduril Industries: autonome Waffensysteme, Technologisierung militärischer Gewalt[14]
Peter Thiel und die Religion
Peter Thiel hält neuerdings Vorträge, in dem er vor dem Antichristen warnt. Dies nutzt Tariq Hübsch in seinem Nachwort, um zu diskutieren, ob Thiel nicht eher selbst der Antichrist sei. Dies ist angesichts von Thiels Aktivitäten als Metapher verführerisch. Hübsch scheint diese Frage aber ernst zu meinen.[15] Selbstverständlich ist Thiel nicht der Antichrist, weil ein solches Wesen aus wissenschaftlicher, aufklärerischer Sicht nicht existiert.
Auch ist die Frage unerheblich, ob Peter Thiel mit seinen Ideen nicht Blasphemie begehe. In der Geschichte ist es durchaus nichts Ungewöhnliches, dass sich christliche Glaubensinhalte säkularisieren, wie zuletzt Hauke Ritz in seinem Buch „Vom Niedergang des Westens zur Neuerfindung Europas“ gezeigt hat. So wurde zum Beispiel aus der christlichen Nächstenliebe die soziale Gleichheit und damit der Sozialismus.[16]
Peter Thiel und andere Milliardäre wollen Himmel und Hölle der christlichen Religion technisch nachbauen. Für sie steht insbesondere Langlebigkeit und Unsterblichkeit für sich selbst und bereits auf Erden im Vordergrund.
Es gibt hier aber eine Besonderheit: In den USA dominiert zumindest in gewissen Kreisen das puritanische Christentum, das die Prädestination betont. In den 50er und 60er Jahren, im Nachkriegskapitalismus, gehörten nach Todd etwa 90% der Bevölkerung zu den Erwählten (die Weißen) und nur etwa 10% zu den Verdammten (die Schwarzen).[17]
Heute dagegen gehören aus Sicht der Milliardäre nur noch sie selbst zu den Erwählten, die für sich den Himmel auf Erden nachbauen wollen, 99,9999% der Bevölkerung zu den Verdammten, für die eine Hölle bereitet wird, sei es durch ihre Verarbeitung zu Biodiesel, ihre Einsperrung in Konzentrationslagern oder man pfercht die Menschen in dauerhaft versiegelte Zellen ein und gaukelt ihnen mittels KI ein erfülltes Leben vor, bis ihre Körper absterben.
Fazit
Das Buch von Chaudhry und Hübsch ist wertvoll, es mit Peter Thiel einen sehr wichtigen Exponenten der zweiten Generation der Silicon Valley-Milliardäre vorstellt, die weitaus aggressiver ist als die erste (Gates, Zuckerberg, Jobs etc.). Dieser ersten Generation haben wir wohl den Klima- und Coronawahn zu verdanken. Auch die Gates und Co. wollten über das WEF und die UNO eine politische Diktatur errichten, hielten aber noch an einer demokratischen Hülle fest.
Dies halten die noch aggressiveren Milliardäre der zweiten Tech-Generation für völlig überflüssig. Was Harari in seinen Schriften und Vorträgen bloß angedeutet hat, wird nun von den Philosophen der Dunklen Aufklärung, die Thiel nahestehen, konkretisiert und radikalisiert. Damit haben wir erstmals eine Vorstellung, wie der Weg zur absoluten Herrschaft der Milliardäre aussehen kann.
Allerdings wird ein wichtiger Faktor im Buch nicht berücksichtigt: Peter Thiel und Co. können ihre Vorstellungen nur dann umsetzen, wenn der Westen den gegenwärtig tobenden Dritten Weltkrieg gegen Russland und China gewinnt. Auch ein Peter Thiel ist nur so mächtig wie die USA und der Westen insgesamt. Das heißt, für uns alle ist ein Sieg der Multipolaren Welt zur Überlebensfrage geworden. Vom Westen und seinen Milliardären haben wir jedenfalls nichts anderes zu erwarten, als einen angekündigten Genozid an alle „überflüssigen“ Menschen, also mindestens 99,9999% der Menschheit.
Problematische Aussagen
Dennoch kann das Buch von Chaudhry und Hübsch nicht uneingeschränkt empfohlen werden. Besonders irritierend ist, was man als eine Vermischung von Kategorien bezeichnen kann. Bisher war es üblich, dass man entweder ein wissenschaftliches bzw. journalistisches Buch schreibt, wobei der persönliche Glaube des Autors außer Betracht bleibt oder aber man schreibt ein explizit religiöses Buch zu religiösen Themen. Es irritiert außerordentlich, dass die beiden Autoren zunächst eine große Fülle von Material über Peter Thiel zusammentragen, dann aber Tariq Hübsch erst im Nachwort (!) ernsthaft die Frage diskutiert, ob Peter Thiel der Antichrist ist oder nicht.[18] Man ist versucht, dies ebenfalls als Teil der von den Autoren wortreich beklagten Bildungskatastrophe im Westen zu begreifen. Auf jeden Fall fallen sie damit selbst hinter die Aufklärung zurück.
Bei einem Kapitalisten, einem Milliardär wie Peter Thiel kommen die Autoren nicht umhin, auch die Entwicklung des Kapitalismus zu berücksichtigen. Dennoch ist dieser Punkt seltsam unterbelichtet. Dies ist wiederum aber kein Wunder, wenn sie die Machenschaften von Thiel unter der Rubrik „seligmachender Glaube an Wissenschaft und Technologie“ abhandeln. Dies hat weitreichende Implikationen. Vor allem werden dadurch zumindest implizit die explosiven Gegensätze zwischen dem Westen und der Multipolaren Welt eingeebnet, zum Verschwinden gebracht. Es wird der Eindruck erweckt, es sei völlig nebensächlich, welche Seite den Dritten Weltkrieg gewinnt, wenn dieser überhaupt ernsthaft geführt werde. Dies nützt letztendlich den Milliardären um Thiel.
Das Kapitel 2 ist sicherlich das schlechteste im ganzen Buch.[19] Aus der Tatsache, dass viele Hippies nach dem Ende der 68er-Bewegung in Computerfirmen arbeiteten, welche heute Scheußlichkeiten wie Palantir hervorbringen, schließt Hübsch, dass die Hippie-Ideologie immer schon problematisch war. Davon, dass sich Eigenschaften von Ideologien und Personen mit geänderten Umständen selbst ändern können, scheint Hübsch noch nie etwas gehört zu haben. „Vernunft wird Unsinn, Wohltat Plage“, heißt es aber schon bei Goethe.[20]
Noch irritierender ist, dass Hübsch disparate Entwicklungen wie die Hippies, Kybernetik, das MK Ultra-Programm der CIA und das Wirken der Wissenschaftlerin Margarete Mead zu einem seltsamen Amalgam zusammenmischt, um die Entstehung von Milliardären wie Thiel zu erklären. Es ist müßig, dieses abwegige Gewirr auseinander zu nehmen. Nur noch ein Wort zu Margarete Mead: Sie hat als Ethnologin noch eine sexuelle Utopie auf Südseeinseln erlebt.[21] Da ist es verständlich, wenn sie überlegt, wie man diese von ihr bewunderten Merkmale auch auf die damals sehr verklemmten und miefigen westlichen Gesellschaften übertragen kann und welche Rolle dabei bewusstseinserweiternde Drogen wie LSD spielen können. Dass Hübsch dies als überzeugter Christ oder Muslim ablehnt, ist freilich verständlich.
Aufgrund der heutigen Verbrechen der USA besteht zudem bei vielen Menschen die Tendenz, die USA und ihre Kulturentwicklungen in den düstersten Farben zu zeichnen. Dies ist genauso wenig gerechtfertigt wie ihre kritiklose Idealisierung.
Tahir Chaudhry & Tariq Hübsch: Peter Thiel. Palantir, der KI-Gott und das Ende des Menschen, München 2026, ISBN 978-3-98169-572-4, Grenzgänger-Verlag, 24,90 Euro
[1] Elon Musk, der reichste Mann der Welt, besitzt im Mai 2026 zwischen 650 und 800 Milliarden Dollar.
[2] Dungeons & Dragons war ursprünglich ein Papier- und Stiftrollenspiel, es gab aber auch Versionen für PCs.
[3] Vgl. Tahir Chaudhry, Tariq Hübsch: Peter Thiel, München 2026, S. 87ff
[4] 1997 von Microsoft übernommen.
[5] Chaudhry, Hübsch: Peter Thiel, a.a.O., S. 148.
[6] In der Philosophie bedeutet Ontologie die Lehre vom Sein. Auch aus dieser Namensgebung ist erkennbar, dass Thiel philosophisch gebildet ist.
[7] Ohne dass die Person erfährt, warum ihr die Einstellung versagt wurde.
[8] Vgl. Chaudhry, Hübsch: Peter Thiel, a.a.O., S. 202.
[9] Yuval Abraham: ‘Lavender’: The AI machine directing Israel’s bombing spree in Gaza, 972 Magazine, 03.04.2024, im Internet: https://www.972mag.com/lavender-ai-israeli-army-gaza/
[10] Chaudhry, Hübsch: Peter Thiel, a.a.O., S. 156.
[11] Vgl. zum Folgenden: Chaudhry, Hübsch: Peter Thiel, a.a.O., S. 161ff, Kapitel 6.
[12] Chaudhry, Hübsch: Peter Thiel, a.a.O., S. 164.
[13] Das Motiv des verdorbenen Elfen wird in der Amazon-Serie Herr der Ringe: Ringe der Macht von 2022 sogar noch weitaus stärker betont als in den Büchern von Tolkien.
[14] Vgl. Chaudhry, Hübsch: Peter Thiel, a.a.O., S. 211f
[15] Vgl. Chaudhry, Hübsch: Peter Thiel, a.a.O., S. 273ff.
[16] Vgl. Hauke Ritz: Vom Niedergang des Westens zur Neuerfindung Europas, Wien 2024, S. 185, Rezension auf TKP: https://tkp.at/2024/10/21/vom-niedergang-des-westens-zur-neuerfindung-europas/, abgerufen am 10.05.2026
[17] Vgl. Emmanuel Todd: Der Westen im Niedergang, Neu-Isenburg 2024, S. 218, Rezension auf TKP: https://tkp.at/2025/09/20/der-westen-im-sinkflug-emmanuel-todds-diagnose-der-krise/, abgerufen am 10.05.2026
[18] Vgl. Chaudhry, Hübsch: Peter Thiel, a.a.O., S. 273ff.
[19] Vgl. Chaudhry, Hübsch: Peter Thiel, a.a.O., S. 45ff.
[20] Johann Wolfgang von Goethe: Faust. Der Tragödie erster Teil.
[21] Vgl. Margaret Mead: Jugend und Sexualität in primitiven Gesellschaften, Bände 1 bis 3, München 1970.
Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wieder. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.
Jan Müller, geboren 1971, ist Soziologe und lebt in einer Stadt in Hessen.
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Silicon Valley, Peter Thiel und das Kommen des Antichrist
Milliarden für KI-Halsbänder: Nur für Kühe?
ein Neoliberaler 3.0…
Ergänzendes zur Thematisierung der Genese der US-Hippie- Kultur (durch einen der beiden Autoren):
Gerechterweise sollte aber auch Erwähnung finden , dass die Autoren auch eine These zur Sprache bringen, die als „Verschwörungshypothese“ schon innerhalb der (traditionellen) Linken in den 1970er Jahren kursierte: Dass nämlich das Hippe- Phänomen und insbesondere das Inmodebringen (der Einnahme) von psychedelisch wirksamen Substanzen eine verdeckte soziologische bzw. „massenpsychologische“ Operation (Psy-op) der damaligen US- Geheimdienste war. Und zwar einerseits zur Neutralisierung libertär- oppositioneller Jugendkulturkräfte, besonders aber als Teil des damals (und bis heute) allgegenwärtigen „Kulturkampfes“ der US- Eliten gegen die Gefahr der (intellektuellen) Ansteckung der (jungen) Bevölkerung durch den „zersetzenden“ Einfluss duch (marxistische) Klassen (-kampf) Ideen. Etwa nach dem Motto: Drogeninduziert halbschizoide Benebelung individualisiert und lenkt gründlich von der rationalen Analyse der realen gesellschaftlichen Verhältnisse im Land der Wohlstandsverheißungen ab.
Au weia
Das ist ja eine logisch völlig falsche Aussage Herr Jan Müller:
„Selbstverständlich ist Thiel nicht der Antichrist, weil ein solches Wesen aus wissenschaftlicher, aufklärerischer Sicht nicht existiert.“
Damit schreiben Sie genau den absurden Denkfehler fort, den soviele Wissenschaftlicher entweder bewusst lügend oder für einen Wissenschaftler traurig nichtwissend praktizieren.
Denn: Die Abwesenheit eines wissenschaftlichen Beweises für etwas ist eben kein Beweis für die Abwesenheit dieses etwas.
Sie können an den Antichrist glauben oder auch nicht. Das ist Ihre persönliche Angelegenheit.
Aber zu behaupten den Antichrist gäbe es selbstverständlich nicht ist eine falsche Behauptung.
Eine perfekte ahrimanische Hülle…. siehe Anthroposophie. Kein „schlechter“ Mensch, nur ein Werkzeug…
Steiner hat mir, obwohl ich nur einen kleinen Promillesatz seines Wissens kenne, viel gebracht.
Sie kennen es sicher:
‚Warum gibt es das Böse‘
Damit wir Menschen überhaupt die freie Entscheidung haben.
Damit wir daraus lernen und daran wachsen können.
Das Umgekehrte ist richtig. Diejenigen, die weit hergeholte Behauptungen wie die Existenz Gottes aufstellen, müssen dafür Belege anbringen. Dies ist ihnen nicht gelungen. Andererseits kann die Entstehung des Judentums und des Christentums ohne übersinnliche Kräfte sehr befriedigend erklärt werden.
Sie liegen falsch.
Aber in der materialistisch geprägten Wissenschaft ist Ihre Denkweise natürlich die einzig richtige.
Sie glauben(!) alles aus der Materie her- und ableiten zu können. Dies sei Ihnen unbenommen.
Mein Weltbild, und das vieler anderer ist das nicht.
Eigentlich möchte ich gar nicht so viel über diesen durch und durch schlechten Menschen wissen! Aber es steht außer Frage, ob Thiel der Antichrist ist oder nicht. Er ist genau der, den er als Antichrist selbst beschreibt! Was ist überhaupt ein Antichrist? Das ist jemand, der sich gegen Gott auflehnt, gegen Gott spricht und gegen seine Gesetze der Bibel handelt und sich selbst als Gott betrachtet und Gott spielen will! All das Erfüllt Thiel voll und ganz! Und wenn jemand gegen Gott handelt, dann gehört er automatisch zum „anderen Lager“, also zum Lager der Satanisten! Und genau das ist Peter Thiel! Und wenn man solchen Leuten Macht in die Hand gibt, ist klar, was dabei herauskommt! Genauso wie Satan, will Thiel alle christlichen und biblischen Werte zerstören!
Allerdings beschreibt die Bibel auch im Offenbarungsbuch, was mit diesen Leute passieren wird! Das sollte sich Thiel mal genau durchlesen, falls er das überhaupt versteht!
Ihr Beitrag dürfte in der Schleife gewesen sein, denn als ich meinen schrieb war er noch nicht da.
Stimmt, denn jedes verdächtige Wort wird vom System hier analysiert und muss erst manuell freigegeben werden.
Fast zu viel, um es geistig so richtig zu fassen… zu grauenvoll…