
Neue Google-Serverfarmen in Deutschland
Tech-Riese Google plant milliardenschwere Serverzentren in Frankfurt, München und Berlin. Während die Regierung jubelt, zahlt Deutschland drauf. Googles Investition macht den Strom in Deutschland noch kostbarer.
Als „Großinvestition“ in den Industriestandort Deutschland wird ein Plan des US-Riesens Alphabet (Google) verkauft. Deutschland sei als Standort attraktiv – so die politische Propaganda, die an Orwell erinnert. Denn bekanntlich zieht die Industrie aus Deutschland ab. Daran ändern auch neue Serverfarmen aus den USA nichts.
Solche Serverfarmen (fachsprachlich nennt man sie „Rechenzentren“) sind kein industrieller Produktionsbetrieb. Dort wird nichts hergestellt, außerdem werden kaum Arbeitsplätze geschaffen. Gerade in ihren Rechenzentren baut Big Tech massiv Stellen ab, die KI übernimmt. Es gibt ohnehin nicht sehr viel Arbeit dort, und bald noch weniger. Was die Zentren aber brauchen: Strom.
Diese Zentren verbrauchen manchmal so viel Strom wie eine Millionenstadt. Und durch die Energiekrise, die in Deutschland bewusst herbeigeführt worden ist (Abschaltung der Atomkraft, Importstopp aus Russland, Ächtung von Kohle, …), ist Energie im Land ein knappes und kostbares Gut. Und nun kommt ein US-Unternehmen, baut Serverzentren, die permanent massiv Strom benötigen. Strom, der für Deutsche immer teurer wird und den die Industrie brauchen würde.
Angeblich soll der Strom aus „100 % grünen Quellen“ kommen, was letztlich nur ein Marketing-Gag ist. Der Strom kommt freilich aus dem öffentlichen Netz, wie anders. Man bilanziert aber als „klimaneutral“, weil man Zertifikate erkauft, die keinen Bezug zur tatsächlichen Energiequelle haben. Ein Taschenspielertrick der Klimaretter.
Die Politik verkauft die Investition auch als Erfolg für die „digitale Souveränität“ Europas und Deutschlands – auch hier ist wieder das Gegenteil der Fall. Die Serverfarmen sind von den USA kontrolliert, unterstehen US-Recht. Der amerikanische CLOUD Act aus 2018 erlaubt es US-Behörden, auf Daten in Rechenzentren weltweit zuzugreifen. Mit der EU ist das Gesetz per Abkommen ratifiziert. Deutschland hat also keinerlei Kontrolle über die Daten, die in den Servern dann gespeichert werden. Sie stehen zwar in München, Frankfurt, Berlin, die Kontrolle bleibt aber in den USA.
Am 11.11. wird der Plan umfassend verkündet, er wird als Meilenstein für Deutschlands Digitalisierung verkauft werden. Die Rechnung dürfte aber erst später kommen. Das Stromnetz wird dadurch zusätzlich unter Druck gesetzt werden, die Abhängigkeit von den USA wird verstärkt.
Die Kritik ist groß: „Googles Milliardenprojekt ist kein Indikator für Stärke, sondern ein Symptom struktureller Schwäche. Es steht für ein Land, das seine Energieversorgung nicht sichern, seine Datenhoheit nicht verteidigen und seine Industriepolitik nicht strategisch denken kann. Was bleibt, ist ein schöner Pressetermin und eine neue Betonburg im Dienste fremder Interessen“, schreibt eine geopolitische Analystin.
Bild „Google“ by Cesar Solorzano is licensed under CC BY-NC-ND 2.0.
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2025_03_23
https://tkp.at/2025/03/23/studie-mit-hilfe-von-ki-grok-3-zerlegt-behauptungen-vom-menschengemachten-klimawandel/
In der Studie wird die anthropogenen CO₂-Emissionen mit 10 Milliarden Tonnen pro Jahr beziffert, die aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe, der Zementproduktion und Landnutzungsänderungen stammen. Das sind etwa 4 % des jährlichen globalen Kohlenstoffkreislaufs von 230 Milliarden Tonnen.
Bei den Strompreisen in Deutschland halte ich das für Fake News.
Kann dadurch
(„Diese Zentren verbrauchen manchmal so viel Strom wie eine Millionenstadt. Und durch die Energiekrise…“)
ein Black-Out ausgelöst werden?
Sind notwendig für den geplanten digitalen Euro….
….😂🤣😂….neue STROMFRESSER braucht das Land….genial…selbstverständlich 100% grün…😂Gesurft wird nur bei Sonne und Wind, klare Sache. Digitales Geld und Kontrolle nur im Sommer…..allerdings fällt selbst in den wärmeren Monaten des Jahres mittlerweile die KLIMAERWÄRMUNG a u s ‼️Für WIE blöd halten die uns eigentlich ?? Besser gefragt, halten die uns alle tatsächlich für SO BLÖDE wie Politik und Medien uns gerne hätten ??
Ach so, wir kompensieren diesen Stromfresser mit ÖKOWAFFEN….die Steinschleuder wird wieder aktuell…😂
Da bekommen die E-Auto-Fahrer dann abends eine Nachricht: „Bitte schließen Sie Ihr Fahrzeug an die Wallbox, damit der Strom in der Nacht für Google reicht. Sie können morgen auch mit dem Fahrrad zur Tafel fahren.“
Deshalb soll ja jetzt der Industriestrompreis kommen. Dann bezahlen wir, dank der katastrophalen Energiepolitik der Ampel, den Konzernen den Strompreis, die ihrerseits bekanntlich so gut wie keine Steuern abführen. Wir reiten uns immer schneller rein.
Degrowth führt schon rein logisch zur Simplifikation.
Während Wachstum zu höherer Komplexität führt, tendiert Minuswachstum zur Vereinfachung. Morgen werden wir kein Rechenzentrum brauchen, sondern eine Hacke. Jemand, der morgen weniger hat als heute, wird weniger Gold, Luxus und Technik haben als heute.
Die Wette ist, dass höhere Komplexität, in diesem Falle IT-Services, derart viel Produktivität erlauben, dass sie Minuswachstum auffangen. Das ist eher nicht der Fall.
Der Grund für die Farmen dürfte eine Entlastung der transatlantischen Verbindungen sein. Es muss nicht jeder Fernseher seine Pixel direkt aus den USA beziehen.