Orbán: Budapest ist die einzige Stadt in Europa, die geeignet ist für Friedensgipfel Putin – Trump

20. Oktober 2025von 3,3 Minuten Lesezeit

Ministerpräsident Viktor Orbán erklärte, Budapest sei derzeit der einzige geeignete Ort in Europa für einen Friedensgipfel zwischen den Präsidenten Russlands und der Vereinigten Staaten. Er charakterisiert damit treffend den traurigen Zustand der EU.

Während seines regelmäßigen Auftritts in der Radiosendung „Guten Morgen, Ungarn!“ von Kossuth Radio betonte Ministerpräsident Orbán, dass Ungarn aufgrund seiner konsequenten Friedenspolitik in einzigartiger Weise für die Ausrichtung eines solchen historischen Treffens qualifiziert sei. „Es gibt nur ein Land auf der politischen Landkarte Europas, das sich konsequent und offen für den Frieden eingesetzt hat“, sagte er.

Das nur mehr in der Verfassung immerwährend neutrale Österreich und dessen Regierung bekommen damit eine schallende Ohrfeige, insbesondere der aktuelle und der frühere Außenminister.

Orbán erinnerte an jahrelange Kritik und merkte an, dass selbst in den dunkelsten Zeiten der verstorbene Papst Franziskus Ungarn ermutigt habe, in seinem Streben nach Frieden nicht nachzulassen.

Der Ministerpräsident bestätigte, dass er am Donnerstagabend mit US-Präsident Donald Trump gesprochen habe und auch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sprechen werde. Nach einem produktiven Dialog zwischen den Präsidenten Trump und Putin wird nun innerhalb einer Woche ein Treffen zwischen den Außenministern beider Länder geplant, das möglicherweise den Weg für ein Treffen der beiden Staatschefs in Budapest kurz danach ebnen könnte.

„Der Präsident hat mir gestern mitgeteilt, dass das Treffen der Außenminister auf der Tagesordnung steht. Wenn alles gut geht, könnten sie in zwei Wochen hier in Budapest sein“, kündigte er an.

Die organisatorischen Vorbereitungen haben bereits begonnen. Premierminister Orbán erklärte, dass er am späten Donnerstagabend Anweisungen zur Einrichtung des Organisationskomitees erteilt und die wichtigsten Aufgaben für die Vorbereitung des Gipfeltreffens verteilt habe.

„Bei diesem Treffen geht es nicht um uns – es geht um den Frieden“, betonte der Ministerpräsident und verwies damit auf die Bedeutung des Gipfeltreffens über den Nationalstolz hinaus. Dennoch unterstrich er die Bedeutung der diplomatischen Konsequenz Ungarns, um dies zu ermöglichen: „Von Anfang an haben wir gesagt, dass Krieg eine schlimme Sache ist, aber das ist kein Grund, die diplomatischen Kanäle zu schließen. Ohne Diplomatie wird es niemals Frieden geben.“

Premierminister Orbán nutzte die Gelegenheit auch, um die Europäische Union zu drängen, ihren derzeitigen Kurs zu überdenken. „Alle in der Union sind für den Krieg, außer uns“, sagte er. „Aber die EU sollte sich nicht aus dem Frieden heraushalten. Wie der amerikanische Präsident sollten wir mit den Russen sprechen – und nicht nur als Hilfstruppen hinter der US-Diplomatie herlaufen.“

Auch die wirtschaftlichen Folgen des Krieges wurden hervorgehoben. „Die EU hat 180 Milliarden Euro in diesen Krieg gesteckt, während sich Christen am Rande Europas gegenseitig umbringen“, erklärte Ministerpräsident Orbán. „Dieser Krieg fügt der europäischen Wirtschaft den schwersten Schaden zu“, fügte er hinzu.

Er argumentierte, dass der Frieden den Beginn einer neuen Phase des Wachstums und der Sicherheit für Europa markieren würde: „Wenn Frieden erreicht wird, müssen alle Kriegsstrategien über Bord geworfen werden. Wir brauchen einen europäischen Sicherheits- und Verteidigungsplan – nicht weil wir mit Russland im Krieg stehen, sondern weil Frieden durch militärische Stärke gesichert werden muss.“

„Frieden eröffnet eine neue Ära der wirtschaftlichen Entwicklung, und das ist im Interesse jeder ungarischen Familie – auch derjenigen, die noch nie in ihrem Leben etwas von Außenpolitik gehört haben“, schloss Ministerpräsident Orbán.

Die österreichische Bundesregierung wäre jedenfalls gut beraten, sich an die Seite Ungarns zu stellen und für den Frieden statt für Krieg und Zerstörung zu arbeiten.

Elekes Andor, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons


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9 Kommentare

  1. Michael Rosemeyer 25. Oktober 2025 um 21:08 Uhr - Antworten

    Moskau und St. Petersburg sind schöne Städte in Europa!!

    Eutopa geht bis zum URAL!!!

  2. Sting2 21. Oktober 2025 um 13:30 Uhr - Antworten

    Treffen mit Putin in Budapest: Markus Krall warnt vor Attentat

    https://zuerst.de/2025/10/20/treffen-mit-putin-in-budapest-markus-krall-warnt-vor-attentat

    Nach seinem jüngsten Telefongespräch mit Kremlchef Putin will sich US-Präsident Donald Trump nun in nächster Zukunft mit Putin in der ungarischen Hauptstadt Budapest treffen.

    Dabei soll es um ein Ende des Ukraine-Krieges gehen.

    Für „keine gute Idee“ hält hingegen der Unternehmensberater, Gold-Experte und Bestsellerautor Markus Krall die Zusammenkunft in Budapest.

    Die Sicherheitssituation dort sei bedenklich, schreibt Krall auf Facebook und gibt zu bedenken: „Radikale Kräfte in der Ukraine bereiten angesichts der Opposition von Präsident Orbán gegen den Krieg sicher schon länger die Option eines Attentats auf ihn vor.

    Dabei hilft ihnen die unmittelbare Nähe der ungarischen Hauptstadt Budapest zur Ukraine, deren Grenze nur knapp 300 km von der Stadt entfernt liegt.

    Solche Kräfte haben dabei wahrscheinlich Unterstützung aus Geheimdienstkreisen anderer Länder und sind mit einiger Wahrscheinlichkeit bereits vor Ort.“ …ALLES LESEN !!

    • Sabine Schoenfelder 21. Oktober 2025 um 14:47 Uhr - Antworten

      Ich mag Krall, aber seine Vorhersagen haben sich zu oft als u n z u t r e f f e n d erwiesen.
      Zwei international „renommierte“ Geheimdienste bewachen die Jungs.
      Mein Tipp : Nichts wird geschehen…..allenfalls eine bedrohliche „Inszenierung“. Wenn überhaupt.

  3. Sting2 21. Oktober 2025 um 13:29 Uhr - Antworten

    Die angloamerikanische Politik war von Beginn andarauf ausgerichtet, mit Hilfe ihrer Ukrainepolitik, Russland zu einer Militäraktion zu zwingen.

    Die Ukraine in der NATO wäre für Russlands Sicherheit unter keinen Umständen akzeptierbar gewesen.

    Dem Westen war das bekannt und man hat dementsprechend provokativ an der Ukraine gezerrt.

    2008 hat Bush jun. auf der Bukarester Natokonferenz von seinem Plan gesprochen, die Ukraine und Georgien in die NATO zu integrieren.

    2014 wurde der Putsch in Kiew durchgeführt, von den USA und ukrainischen Nationalisten.

    Mit dem Beschuss ostukrainischer Gebiete, deren Bevölkerung den gewaltsamen Umsturz nicht akzeptiert hatte, begann praktisch der Krieg.

    Die Minsker Abkommen waren westlicherseits nur Hinhaltetaktik, um die Ukraine aufzurüsten.

    Noch im Dezember 21 wurden NATO und USA zu Sicherheitsverhandlungen aufgefordert. Aber: Null Reaktion!!!

    Die Friedensverhandlungen im Frühjahr 22 wurden vom Westen ( Boris Johnson) sabotiert.

    https://tkp.at/2025/10/17/ruestungsmillionen-gingen-an-boris-johnson

    Mit den westlichen Waffenlieferungen wurde der Konflikt zum Krieg der NATO gegen Russland, auf Kosten der ukrainischen Bevölkerung.

    Die EU ist zur Zeit der unbelehrbare Kriegstreiber, auch auf unsere Kosten.

    Nicht kriegstüchtig sollte die EU sein, sondern friedensfähig. Russland will und kann uns nicht angreifen

    • Sabine Schoenfelder 21. Oktober 2025 um 14:49 Uhr - Antworten

      Exakt.👍🏼😎

  4. Daisy 21. Oktober 2025 um 7:25 Uhr - Antworten

    @ Wirtschaftliche Folgen..
    Die Epoch Times berichtet:
    „Spätestens Ende 2027 soll kein russisches Pipeline-Gas oder Flüssiggas mehr in die EU gelangen. Dafür stimmte heute eine Mehrheit der EU-Energieminister. Die Slowakei und Ungarn stimmten dagegen. Wirtschaftsministerin Katerina Reiche begrüßt das Vorhaben. Es gibt allerdings eine Notfallklausel: Sei „plötzlich“ die „Energieversorgung ernsthaft gefährdet“, kann die EU-Kommission das Importverbot kurzfristig aussetzen.“

    Also im Notfall soll Russland liefern. Wäre ich Russland, würde ich das dann verweigern.

    Die österr. Bundesregierung wurde nicht vom Volk gewählt, sondern von den Davoser Globalisten eingesetzt, wozu man auch Sxrxsch rechnen kann. Sie werden Oraban natürlich anfeinden und von ihm verlangen, dass er Putin verhaftet. Österreich zählt in Russland zu den „unfreundlichen“ Ländern, weil es die Neutralität aufgegeben hat, ganz gegen den Volkswillen, denn ca. 80% der Österreicher wollen die Neutralität behalten. Dies zeigen die Umfragen immer wieder sehr klar und deutlich.

    Putin bekommt von Bulgarien eine Überflugsgnehmigung. Man würde für seine Sicherheit sorgen.
    Trump hat in Wahrheit Koksi von unten bis oben zusammengesch…, während die westl. Lügenmedien noch berichteten, dies sei ein Treffen auf Augenhöhe gewesen. Mitnichten. Er schrie ihn an, die Gebiete abzutreten, sonst macht Putin die gesamte Ukraine platt…doch Koksi schrie zurûck und gibt nicht auf. Diese Beziehung ist daher als zerrüttet zu betrachten. Solange er immer wieder Geld von den Willigen und „uns“ (ohne unsere Zustimmung) erhält, macht er weiter, und schließlich müsste er sich ja im Frieden Wahlen stellen. Er lässt weiterkämpfen bis zum letzten Ukrainer (bzw. Söldner), bis wir total pleite sind, bis zum Weltkrieg, bis Russland kapituliert….am St.Nimmerleinstag…
    Er bekommt weiterhin Geld und Waffen. Jetzt fordert er 25 Patriotsysteme, die er mit dem eingefrorenen russ. Geld bezahlen môchte.

    EU-Außenbeauftragte Kallas: Putins Reise nach Ungarn ist „nicht schön“…:-)

  5. Fritz Madersbacher 20. Oktober 2025 um 18:22 Uhr - Antworten

    „Er argumentierte, dass der Frieden den Beginn einer neuen Phase des Wachstums und der Sicherheit für Europa markieren würde“

    Ein „Frieden“ im Ukraine-Konflikt wäre gleichbedeutend mit einer Niederlage des Westens und einem Zerfall bzw. einer Entmachtung des „Friedensprojekts“ EU, der Beginn einer neuen Phase für Europa (und die Welt) …

  6. Sabine Schoenfelder 20. Oktober 2025 um 15:25 Uhr - Antworten

    „Orbán: Budapest einzige Stadt in Europa geeignet für Friedensgipfel Putin – Trump“….
    und Roscheeee Köppel träumte von einem GIPFEL in der Schweiz…adieu Neutralität, unter dem Einfluß der EU zerrrrieben…..
    Bleibt ihm immer noch das Matterhorn ! 😁🤓

  7. Jurgen 20. Oktober 2025 um 13:01 Uhr - Antworten

    Gibt es überhaupt noch ein Land innerhalb der EU, das noch Reisepässe in einer anderen Farbe als rot (Handelsrecht) ausgibt?

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