Kursker Botschaften

19. August 2024von 9,1 Minuten Lesezeit

Der Name der Stadt Kursk war des öfteren verbunden mit bedeutenden Ereignissen in der russischen Geschichte. Nun hat die ukrainische Armee dort die Grenze überschritten. Im Westen findet Selenskij dafür Zuspruch. Aber viele rätseln auch über seine Motive und Erfolgsaussichten.

Am 8. August meldeten die Nachrichtenagenturen, dass ukrainische Einheiten bei Kursk die russische Grenze überschritten und Landstriche mit mehreren Ortschaften erobert haben, darunter die Kleinstadt Sudscha. Bis zuletzt war die Rede von einem Gebiet in der Größe von etwa tausend Quadratkilometern. Angesichts der gewaltigen Ausdehnungen Russlands ist das unbedeutend. Wesentlich größer ist die propagandistische Reichweite dieser Meldung. Erstmals seit über 80 Jahren stehen fremde Truppen in Russland.

Neue Hoffnung

Nachdem westliche Medien in der letzten Zeit immer häufiger eingestehen mussten, dass ihre hochtrabenden Träume nach dem Beginn des Krieges nicht Wirklichkeit geworden waren und die Ukraine den Krieg zu verlieren drohe, sprudelten manche nun wieder über vor Zuversicht. Der britische Telegraph trumpfte auf, „mit dieser Aktion wurde im Krieg gegen Putin der Spieß umgedreht“(1). De Volkskrant aus Amsterdam meinte sogar, „wenn die Drohungen selbst nach dem Vordringen auf russisches Territorium nicht wahr werden, erscheinen Putins rote Linien erneut als Bluff“(2).

Gibt also keinen Grund mehr zur Zurückhaltung gegenüber Russland? Jedenfalls scheint der Übermut der Warschauer Gazeta Wybrocza noch weiter zu gehen. Sie stellt fest, dass all die Angst vor einer Ausweitung des Krieges, die besonders Deutschland von der Lieferung der Taurus-Marschflugkörper abgehalten hatte, durch den ukrainischen Vormarsch auf russisches Gebiet sich als unbegründet erwiesen habe. Die atomare Abschreckung Russlands sieht sie als Papiertiger an. Denn die „Drohungen des Kremls sind irgendwie verstummt“ (3).

Was sie als Beweis für Moskaus Zahnlosigkeit anzusehen scheint, macht sie tollkühn:  „Denn wenn es so einfach war, in russisches Gebiet hinter der Front einzudringen, wie gut bewacht ist dann zum Beispiel (die russische Enklave) Kaliningrad an der Grenze zur NATO?“ (4). Für sie ist nach den Ereignissen von Kursk klar, dass man vor Russlands Drohungen keine Angst haben sollte und sich vielleicht sogar noch etwas mehr herausnehmen könnte. Träumt man allen Ernstes davon, dass man sich ohne Konsequenzen die russische Enklave einverleiben könnte, nur weil Russland an seiner Grenze Schwäche zeigte?

Auch der Kommentator der Frankfurter Allgemeine Zeitung, Reinhard Veser, sieht Grund für neuen Optimismus. Für ihn ist das Vordringen ukrainischer Verbände „eine Blamage für die russische Armee“ (5). Aber er ist doch realistisch genug zu erkennen, dass Putin dadurch nicht in Bedrängnis kommen wird. Dennoch machten diese Ereignisse deutlich, dass „der Aggressor trotz seiner Überlegenheit verwundbar ist“. (6).

Der Kursker Vorstoß sollte deshalb „Anstoß sein, der Ukraine mehr Freiheit beim Einsatz der aus dem Westen gelieferten Waffen zu lassen“ (7). Zwar ist auch Veser überzeugt, dass Putin eine solche Überraschung wie die von Kursk wird wegstecken können. Aber „mehr davon könnten für ihn zum Problem werden“ (ebenda). Im Westen scheint trotz aller Unklarheiten über Hintergründe und Aussichten der Kursker Aktion wieder die Hoffnung auf den Endsieg über Russland aufzukeimen.

Allen voran gibt die Frankfurter Allgemeine die Richtung vor. „Moskau muss kehrtmachen, dann können die Waffen ruhen. Jedes Einfrieren des Eroberungsfeldzug belohnt den Aggressor … Deshalb muss nicht nur die Ukraine gewinnen … Auch Deutschland muss unangreifbar sein“(8). Verhandlungen oder gar die ungeliebte Kampfpause scheinen fürs Erste abgesagt zu sein. Vielleicht war das Selenskijs Absicht, die Vertreter von Verhandlungen mit Russland im westlichen Lager zum Schweigen zu bringen. Denn wer wollte jetzt noch so etwas fordern, wo die Ukraine das Gesetz des Handelns übernommen zu haben scheint.

Motive und Rätsel

Selenskij selbst hatte sich wie die gesamte ukrainische Führung und Armeespitze über die Hintergründe dieses Vormarsches bisher in Schweigen gehüllt. Zwar schießen die Spekulationen im Westen ins Kraut, aber auch die Bedenken. Die Neue Züricher Zeitung schickt ein Stoßgebet zum Himmel: „Hoffentlich haben sie einen Plan“ (9).

Erst eine Woche nach dem Beginn der Operation äußerte sich nun der ukrainische Präsident zu diesem Vorhaben. Es hat den Anschein, als hätte man die Reaktionen der Partner, aber auch Russlands abwarten wollen, um dann aus deren Stellungnahmen eine Begründung und Strategie vorstellen zu können, die besonders den Erwartungen und Befürchtungen der westlichen Partner Rechnung trägt. Es deutet aber auch darauf hin, dass Kiew sich bei Beginn der Aktion selbst nicht darüber im Klaren war, was es erreichen will. Die Motive hängen anscheinend davon dem, wie erfolgreich der Angriff sein wird.

Von Anfang an war vonseiten der westlichen Partner über Selenskijs Motive spekuliert worden. Das deutet darauf hin, dass Kiew ohne Rücksprache mit den westlichen Führungskräften gehandelt hat. Vermutlich befürchtete man, dass diese Pläne sonst vorzeitig an die Öffentlichkeit gelangt wären oder – noch schlimmer – an den Einwänden der Waffensteller hätten scheitern können.

Zwar hat der Westen teilweise den Einsatz der eigenen Waffen über die Grenze hinweg auf russisches Gebiet gelockert, doch geschah das in einem solchen Ausmaß, das Russland weiterhin als begrenzten Einsatz werten konnte.  Besonders in Washington scheint man trotz weiterer Waffenlieferungen großen Wert darauf zu legen, dass die Erklärungen zu der Ausweitung des Waffeneinsatzes nicht den Eindruck einer unbegrenzten Eskalation des Konflikts erwecken.

So scheint diese Aktion der ukrainischen Führung nicht nur gegen Russland gerichtet zu sein sondern auch gegen die eigenen Verbündeten, die man vor vollendete Tatsachen stellen will. Man gibt ihnen zu verstehen, dass man sich nicht länger vorschreiben lässt, wie man den Krieg zu führen hat, wo und welche Waffen dabei zum Einsatz kommen. Dabei werden die Ukrainer gerade von solchen Kräften im Westen bejubelt, die die Zurückhaltung gegenüber Russland ohnehin für einen Fehler halten. Denn in ihren Augen ist Russland ein Papiertiger, der schwach und besiegbar ist. Diese Sicht sehen sie durch den ukrainischen Husarenritt bestätigt.

Andere Stimmen vermuten in dem Vorgehen der ukrainischen Armee die Vorbereitung von Verhandlungen, für die man die eigene Position stärken will, „weil die Ukraine bei Verhandlungen mehr Macht und Verhandlungsmasse haben würde“(10). Nun kann man den Russen russisches Gebiet zum Tausch gegen solches anbieten, das im Donbass von der russischen Armee gehalten wird.

Und natürlich geht es auch darum, mit diesem Erfolg einen Stimmungswandel in der eigenen Armee und Bevölkerung zu bewirken. Denn die Entwicklung an der Front im Donbass bot wenig Hoffnung darauf, all das erreichen zu können, was man nun mit diesem Coup im Kursker Gebiet zu erreichen glaubt. Und all diese Aspekte bedient Selenskij in seiner gerade veröffentlichten Mitteilung.

Und Russland?

Darin spricht Kiew von der Schaffung einer Sicherheitszone für das Gebiet Sumy, wovon bisher nie die Rede war. Aber damit nimmt er westlichen Kritikern den Wind aus den Segeln, die doch gerade erst den Einsatz westlicher Waffen nach Russland in solche Gebiete hinein genehmigt hatten, von denen eine direkte Bedrohung für ukrainisches Gebiet ausgeht wie im Falle der Stadt Charkow. Selenskij scheint von dem Erfolg seiner Armee, aber auch der propagandistischen Wirkung dieses Erfolges beflügelt, schwächt er doch so manches Problem der letzten Zeit ab.

Die Unterstützung seiner westlichen Verbündeten wächst wieder, von Verhandlungen ist fürs erste keine Rede mehr. Das eroberte Gebiet diene nun als Faustpfand, „um im Gegenzug von Russland besetzte Gebiete im Osten und Süden der Ukraine zurückzuerlangen“ (11). ES gehe darum, Russland unter Druck zu setzen, „sich auf ernsthafte Friedensgespräche einzulassen“ (12). Der Erfolg des Kursk-Vorstoßes habe die Moral in der ukrainischen Armee und Gesellschaft wieder aufleben lassen.

Aber damit nicht genug, entwirft er noch viel weiter gehende Szenarien. Er bringt die Stadt Kursk in Zusammenhang mit den dramatischen Ereignissen um den Untergang des U-Boot mit gleichem Namen. Damals sei  dieser Name mit Putins Aufstieg an die Macht verbunden gewesen. „Jetzt sehen wir das Ende davon, und es ist wieder Kursk“ (13). Die Vorstellung eines Sieges über Russland hat neue Kraft bekommen. In seiner Euphorie scheint Selenskji aber zu vergessen, dass Kursk auch für die größte Panzerschlacht der Geschichte steht. Und damals besiegte die Rote Armee die Panzerwaffe der faschistischen Invasoren.

Die russische Führung sagt bisher wenig dazu, außer dass man den Feind vernichten werde. Auch im Westen gibt es viele Stimmen, die diesen ukrainischen Vorstoß sehr kritisch sehen. Im Überschwang des Erfolgs sprechen ukrainische Militärs davon, dass die russische Armee überrascht worden sei, und sie vermitteln den Eindruck, über eine neue Strategie zu verfügen. Denn „Überraschungen seien in der Kriegsführung ein Schlüsselfaktor … und es gehe darum, die russische Armee mit asymmetrischen Angriffen aus dem Konzept zu bringen“ (14).

Viele Experten hegen Zweifel daran, dass die ukrainische Armee in der Lage ist, das Gebiet zu sichern. Und dann stellt sich die Frage, ob der Einsatz an Material und Personal, das an der Front im Donbass fehlt, nicht  bei Kursk sinnlos vergeudet wurde.

Andererseits stimmt bedenklich, dass die ukrainischen Militärs selbst über die Leichtigkeit des Erfolges überrascht zu sein scheinen. Denn man weiß nur zu genau, dass solche Husarenritte „heute aufgrund fortgeschrittener technischer Mittel zur Aufklärung fast unmöglich zu erreichen“(15) sind. Unter anderem war bereits kurz nach der Invasion der ukrainischen Truppen in russischen Foren darüber berichtet worden, dass „die Pläne der Gegner … vorab bekannt gewesen seien“ (16).

Unter diesen Umständen stellt sich die Frage, ob die ukrainischen Verbände nicht mit Hurra in eine aufgestellte Falle gelaufen sind. Der weitere Verlauf der Operation besonders von russischer Seite, wird zeigen, ob nicht für einen dünnen Propagandaerfolg wichtige ukrainische Ressourcen unnötig verheizt wurden, die an anderer Stelle wesentlich sinnvoller hätten eingesetzt werden können. Denn bis jetzt ist nicht erkennbar, dass die russische Armee Einheiten aus dem Donbass abzieht und damit der Druck auf die ukrainischen Truppen im Donbass nachlässt, während kampferprobte Kräfte in Kursk gebunden sind.

(1) Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) vom 12.8.24: Putin gedemütigt (aus The Telegraph, London)

(2)  FAZ vom 12.8.24: eine Botschaft an den Westen (aus De Volkskrant, Amsterdam)

(3)  FAZ vom 13.8.24: Image-Katastrophe für Putin (aus Gazeta Wybrocza, Warschau)

(4)  ebenda

(5)  FAZ vom 10.8.24: Handlungsfreiheit für die ukrainische Armee

(6) ebenda

(7) ebenda

(8)  FAZ vom 12.8.24: Was wir verteidigen

(9)  FAZ vom 12.8.2024: Hoffentlich hat Kiew einen Plan (aus Neue Züricher Zeitung)

(10)  FAZ vom 14.82024: Vorstoß deckt Russlands Schwächen auf (aus ABC Madrid)

(11)  FAZ vom 15.8.2024: Selenskyj formuliert Ziele des Kursk-Vorstoßes

(12) ebenda

(13) ebenda

(14)  FAZ vom 14.8.2024: Eine Frage der Sicherheit

(15)  ebenda

(16) FAZ vom 9.8.2024: Was bezweckt die Ukraine mit der Offensive in Kursk?

Bild „Russia_3645 – Battle of Kursk Bulge“ by archer10 (Dennis) is licensed under CC BY-SA 2.0.

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Rüdiger Rauls ist Reprofotograf, Buchautor und betreibt den Blog Politische Analyse



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13 Kommentare

  1. Verschwoerungspraktiker 20. August 2024 um 7:49 Uhr - Antworten

    Es geht nur um Folgendes:

    Einen Friedensvertrag mit zwangsläufigen Gebietsabtritten im Donbass und der zwingenden Neutralität der Ukraine abzuwenden, da das unweigerlich das Ende des Selenskyj-Regimes bedeuten würde.
    Sich weiterhin den Geldregen aus dem „Westen“ zu sichern. Die Ukraine kann aus eigener Kraft keinen Krieg führen, da die Kriegskosten ein Mehrfaches des Bruttoinlandproduktes ausmachen. Also pumpt man weiterhin Milliarden in eines der korruptesten Länder der Welt.

    Abgesehen davon kann die Ukraine den Krieg, schon alleine aus demographischer Sicht, nicht gewinnen. Völlig ausgeschlossen……..

  2. Stefan Otto 20. August 2024 um 0:48 Uhr - Antworten

    Finanzanalysten, Bankster, Brooker wissen oft sehr gut Bescheid über das politische Geschehen. Sie müssen quasi gute Informationen haben, um ihr (übles) Geschäft zu verrichten.
    Und was meinen die zur aktuellen Nummer? Ist die Rückeroberung Stalingrads jetzt in greifbare Nähe gerückt?
    Die internationale Ratingagentur Fitch (London), hat am 13. August 2024 die Bonität der Ukraine von „C“ auf „RD“ herabgestuft.
    Was sich so bewerten lässt: Die Finanzmärkte haben die Ukraine aufgegeben. Und zwar im zeitlichen Zusammenhang mit der Hasardeurnummer Kursk.

  3. baueranton 19. August 2024 um 22:04 Uhr - Antworten

    Erstmals seit über 80 Jahren stehen fremde Truppen in Russland.
    Stimmt. Aber das ist nicht das Erste mal das fremde Mächte in Russland standen. Aber sie hielten sich da meist nicht lange. Wenn man aus der Geschichte eines lernen sollte, dann ist es : Demütige nie das russische Volk !

    • Varus 20. August 2024 um 3:27 Uhr - Antworten

      Das russische Volk demütigt sich gerne selber – gestern berichtete das Böse Medium, dass Putin in Aserbaidschan eine ganze Reihe von Abkommen unterschreibt, darunter im Klimagedöns-Bereich. Aserbaidschan plant zwar bis 2050 nicht „Net Zero“, sondern 40% Dekarbonisierung, doch 40% Idiotie bleibt immer noch idiotisch. Wenn aber Russland so brav westlichen Abzocke-Narrativen folgt, wofür wird überhaupt der Krieg gegen den Kollektiven Westen geführt? Vor Soros auf die Fre*** fallen, Schuhe küssen, winselnd CO2-Tribute entrichten.

      Gestern brachte das Böse Medium noch eine geradezu ulkige Meldung – die EUdSSR belegt Biodiesel aus China mit Strafzöllen. Die Chinesen hysterisieren sofort wie Greta, irgend etwas mit Klima und Weltuntergang ohne China-Biodiesel – glaubten die, die im Westen in Doppeldenk geübte Obrigkeit glaubt selber den verbreiteten Klima-Unsinn? Kommt jetzt Xi nach Brüssel, sich neben ein paar Last-Generation-Typen:innen an ein Klo in der EUdSSR-Zentrale anzukleben? (Putin nicht, da er im Westen steckbrieflich gesucht wird – der muss sich „für Klima“ in Moskau an irgend etwas ankleben. Zum Beispiel gegen den eigenen Krieg, für dessen „Klimaschäden“ der Westen schon mal eine „Rechnung“ ausstellte – zu begleichen aus den eingefrorenen russischen Milliarden. Dazu käme es nicht, hätte Putin längst gesagt, was für Murks die westliche Klima-Narration ist – was ihm sogar die Russische Akademie der Wissenschaften nahelegte, was genauso TKP wie das Böse Medium berichteten.)

  4. Jan 19. August 2024 um 20:24 Uhr - Antworten

    Es geht darum, für WW3 eine ganze Liste von Fronten zu eröffnen: Finnland, Kaliningrad, Polen, Ukraine, Schwarzes Meer, Moldau, Georgien, Aserbaidschan, Syrien, Irak, Iran/China, Taiwan, Bangladesch. Dazu kommt die Impffront in Afrika und die Auseinandersetzung mit Venezuela/Russland.

    • Varus 20. August 2024 um 10:10 Uhr - Antworten

      Dabei ist noch nicht einmal klar, um was überhaupt gekämpft wird. Das Böse Medium brachte gestern noch einen Artikel – Putin unterschrieb ein Ukas, der die Einwanderung der Leute erleichtert, die „zerstörerische neoliberale ideologische Haltungen“ ablehnen. Ob ihm klar ist, dass zu dieser Agenda etliche Abzocke-Narrative westlicher Oligarchen gehören, insbesondere Klimagedöns? Dann unterschreibt er mit nichtwestlichen Ländern ständig Pakte, in den hoch und heilig geschworen wird, genau diese westliche Agenda zu befolgen.

      Welchen Unterschied der Weltkrieg ausmachen soll, ist mir absolut unklar – dass WEF sich künftig öfter in St Petersburg statt Davos treffen soll, was dortige Hotels und horizontales Gewerbe fördern würde? Ob man diese Förderung nicht billiger ohne Weltkrieg hinkriegen könnte?

  5. Andreas I. 19. August 2024 um 19:56 Uhr - Antworten

    Hallo,
    die eine Hälfte des Artikels ist m.E. eine solide Medienanalyse (der Qualitätsmedien), enthält aber keine politische Information, also wäre wie gewohnt die Rubrik ,,Meinung“ die passsende wäre.
    (In Ermangelung ei9ner Rubrik ,,Medienmanalyse“, was nicht verkehrt wäre für die Art ,,alternativer“ Medien, die sich vielo an dem Qualitätsgesindel reiben müssen.)

    Die andere Hälfte des Artikels ist [Bitte bleibt respektvoll – keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe] und ich finde nach wie vor, dass man möglicherweise auf Masse an Artikeln (Artikelautoren) verzichten könnte zugunsten von Klasse.

    • Andreas I. 19. August 2024 um 19:58 Uhr - Antworten

      ein ,,wäre“ zuviel, aber naja

  6. R.Fongern 19. August 2024 um 19:41 Uhr - Antworten

    Dünnes Eis für die Ukraine !!. Wenn das die westlichen Scharfmacher und Kriegstreiber,insbesondere in der EU ,hier spez.Deutschland,,noch nicht erkannt haben, dann unterschätzen jene Verblendeten den Überlebenswillen Russlands. Noch hat die Ukraine nicht die Oberhand über das Kriegsgeschehen.Russland denkt nach,das sollte nicht unterschätzt werden.

  7. Michael Rosemeyer 19. August 2024 um 19:12 Uhr - Antworten

    Die Ukraine ist der Aggressor, wie von ÖRR 2014 dokumentiert und bestätigt.
    https://x.com/MichaelRos16236/status/1800594359890628714

    FF

    ARD 2014 https://t.co/RBFwBcwaGQ

    New York Times 2024 https://t.co/mLhxLebGWI

  8. Georg Uttenthaler 19. August 2024 um 18:10 Uhr - Antworten

    Bitte, schreibt nicht Präsident S…. schreibt der „Komiker Schnorrenzky“ das kommt hin!!! Der ist nicht mehr legitimiert! Hat der Bettel- Kommiker den Schuss nicht gehört, wann es genug ist? Für Putin ist das so, wie mit lästigen Fliegen!!! Wieviele seiner Landsleute müssen noch sterben?

    Ich weiß nicht welcher Ami-Militär dem Selenski geraten hat diesen Vorstoß auf russisches Territorium durchzuführen. Oder: die haben sich nur verirrt??? Die Strategie ist leicht zu durchschauen, aber die Russen lassen nicht verzetteln, auch wenn der „Wertewesten“ hier schon den Untergang der Russischen Armee vorhersagt. Die Ukrainer wissen wohl nicht wie unendlich groß Russland ist. Hier sind schon ganz andere Kampfverbände gescheitert? Hitler mit 2500 Panzern…… Diese Vorstoß bedeutet völlige Hilflosigkeit der DEMENZ- USA.

    ERINNERE:….Die deutschen Offensiven im Frühjahr 1918 und Ende 1944 (Ardennenoffensive) versetzten zwar den Gegner in Erstaunen das man noch diese Bündelung von Kräften und Material sowie Schnelligkeit aufweisen konnte – aber letztlich verkürzte es den Krieg. Der jetzige ukrainische Vorstoß ist Größenklassen kleiner „winzig“ – es wird noch nichtmal eine Division sein – die Antwort Rußlands das Kräfte aus anderen Teilen Rußlands ranschafft aber nicht aus Donetsk/Luhansk abzieht dürfte sehr hart werden. Bis Trump Frieden macht, das größte Dilemma des „WERTEWESTEN“ und Rheinmetall!!!

  9. Reinhard Hardtke 19. August 2024 um 17:54 Uhr - Antworten

    Die Truppen sind bei diesem Vorstoß sinnlos vergeudet. Gibt es keinen Verbund (u. a. Lufthoheit) , gibt es kein dauerhaftes Halten der Gebiete. So stürmt man vor, vor, vor. Nur wohin und wie weit? Russland ist riesig. Die Einkesselung und die Zerstörung der Panzer ist nur eine Frage der Zeit. Aber der Westen macht sich gleich vor freudiger Aufregung ins Höschen und flatuliert seine parteiischen Gehirnpfurze in die Öffentlichkeit. Einfach nur peinlich diese bornierten Schreibtischtäter. Das die ukrainischen Truppen schon längst hätten zu Hause bei ihren Familien sein könnten, darauf kommt wohl niemand. Und das will wohl auch niemand.

    Dieser Krieg ist mit voller Absicht vom Westen provoziert. Russen und Ukrainer aufeinander gehetzt worden. Was ist das nur für eine Schande. Die NATO Erweiterung und die Stationierung von amerikanischen Atomraketen (oder ukrainischen Atomraketen unter Amerika. Kontrolle) auf ukrainischen Gebiet konnten nicht unbeantwortet bleiben. Das schrieben kurz vor Kriegsausbruch selbst bedeutende amerikanische Analysten. Russland hat jahrelang davor gewarnt – gar gebettelt, es nicht so weit komme zu lassen. Der Kriegt sollte kommen. Jetzt Russland imperiale Gelüste zu unterstellen, ist pure Propaganda, nur durch die eigenen Lügen unterfüttert und dient nur einem: die Bevölkerung zu verängstigten, gefügig zu machen und die eigenen totalitären Machtansprüche zu verschleiern.

  10. Fritz Madersbacher 19. August 2024 um 17:25 Uhr - Antworten

    „Die russische Führung sagt bisher wenig dazu, außer dass man den Feind vernichten werde“

    „MOSCOW, August 16. /TASS/. Ukraine’s incursion into Russia’s borderline region of Kursk was planned with the participation of NATO and Western special services, and was prompted by Kiev’s realization of its imminent collapse, Russian presidential aide Nikolay Patrushev said … in an interview with the Izvestia daily. „The operation in the Kursk Region was … planned with the participation of NATO and Western special services.“ … Patrushev dismissed the US Department of State’s claims of non-involvement into the matter. „It’s common for the United States to say one thing and do just the opposite. Without their participation and direct endorsement, Kiev would have never dared to set its foot on the Russian territory,“ he said“
    („TASS“, 16 Aug 2024)

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