Wer steckt hinter dem Nazigruß in Österreichs Parlament?

27. März 2023von 4 Minuten Lesezeit

War es nur eine “unvorteilhafte” Aufnahme, die den ukrainischen Politiker beim Nazigruß zeigte, als er Österreichs Parlament besucht hattte? Er bestreitet den Gruß – naturgemäß. Aber wer ist der Mann? 

Am Donnerstag wird Wolodymyr Selenski per Video vor dem österreichischen Parlament sprechen. Bisher hatte die Politik aufgrund der in Österreichs Verfassung verankerten immerwährenden Neutralität noch Skrupel vor dem Auftritt. Dieses sind jetzt offenbar beiseite geräumt. Und das obwohl der Leiter der ukrainischen Parlamentsdelegation, Mykyta Poturajew, aus Selenskis Partei „Diener des Volkes“ zuletzt für einen massiven Skandal gesorgt hatte. Bei seinem Besuch im Parlament sah es so aus, als hätte er per Hitlergruß die österreichische Politik begrüßt.

“Russen köpfen”

Medial wurde dem Skandal in keiner Weise nachgegangen– TKP hatte aber berichtet. War es aber wirklich der Nazigruß, den Poturajew da zeigte? Eine genauere Recherche zur Person zeigt, dass der Politiker Russenhass zelebriert und Stepan Bandera, dem ukrainischen Nazi-Kollaborateur, anhängt.

Er selbst sprach nach seinem Auftritt im Parlament von einer „sehr lustige Geschichte“. Die FPÖ würde einen „Skandal schüren“. Der Screenshot sei „lächerlich“, denn er habe das Victory-Zeichen gezeigt und nicht den Nazigruß. Außerdem wäre es gerade die FPÖ, die von Moskau finanziert werde. Er streitet es also ab, eine Nähe zum Nationalsozialismus zu haben.

Als er damals für Empörung gesorgt hatte, weil er meinte, eine Atombombe auf Moskau „sei der effektivste Weg das Problem zu lösen“, reagierte er ähnlich. Die Aussage sei ein „Witz“ gewesen, Medien die das nicht verstehen würden, seien „geisteskrank“.

Kann man ihm also glauben? War es sicher nicht der Nazigruß und wer ist der Mann, der für Selenski die Delegation anführt? Früher hatte er für “alle Oligarchen in Dnipropetrowsk gearbeitet “.. in der Ukraine wird er den „Sorosjata“ (Soros Boys) zugeschrieben. Während des Krieges hat er für ein Mediengesetz lobbyiert, das die Meinungsfreiheit einschränkt. Mittlerweile ist das Gesetz durchgebracht.

Und seit 2014 ist er mit besonders heftigen anti-russischen Äußerungen aufgefallen. Obwohl er bis zum Maidan-Putsch auf der Seite des pro-russischen Regimes war – er hat etwa eine Partei beraten, die heute verboten ist – wurde er danach zum „Kämpfer gegen die russische Welt“.

Auf Facebook nannte er Russland 2014 dann einen „faschistischen Staat“, die ukrainisch-orthodoxe Kirche sei ein „Dämon“. Und als Gegengewicht zu Russland brauche es ein polnisch-litauisches Commenwealth. Doch das sind noch die harmloseren Dinge in seiner Gedankenwelt. Als der Bürgerkrieg im Donbass losging, schlug er vor, die „Separatisten“ zu „köpfen und zu pfählen“.

Er schrieb: „Eigentlich sollten die Ruchlosesten gepfählt werden. Und die einfachen Mörder geköpft werden. Und dann sollten die Pfähle mit den Körpern und den Köpfen entlang der Staatsgrenze der Ukraine mit der Russischen Föderation aufgestellt werden. Den Konflikt kann erst dann als beendet betrachten, nachdem die Knochen [verrottet] sind. In etwa 100 Jahren.“

Bandera-Verharmlosung

Als sich der israelische und der polnische Botschafter anlässlich eines Marsches am 1. Jänner 2020 für Stepan Banderas Geburtstag empört hatten, verteidigte er den ukrainischen Nazi-Führer. Bandera dürfe nicht für die ethnischen Säuberungen gegen Polen und Juden verantwortlich gemacht werden, die Ukraine hätte auf die Empörung der Botschafter nicht reagieren sollen:

“Ich denke, dass die Äußerungen in diesem Fall eher politischer Natur waren, weil man Stepan Bandera keine ethnischen Säuberungen vorwerfen kann. Er konnte sich nicht physisch daran beteiligen. Es gibt kein einziges von Stepan Bandera unterzeichnetes Dokument, in dem zu ethnischen Säuberungen aufgerufen wird, und in der Natur hat es das auch nie gegeben.”, schrieb er in einer privaten Telegramgruppe.

Sein großes Stück während des Krieges war dann das neue Mediengesetz, für das er lobbyiert hatte. So legte er selbst ein 175-seitiges Dokument vor, das auch von Medienexperten und Journalisten heftig kritisiert wurde.

In welche Richtung seine Vorstellung zu Medien geht, zeigt eine Anekdote. Er hat im Februar Netflix vorgeworfen, „russische Propaganda“ zu betreiben. Warum? Weil man die russische Fernsehserie „Trozki“ streamen könnte: “Wenn es niemanden interessiert, dort in den TOPs hängt jetzt die russische Serie “Trotsky”. Das ist reine bolschewistische Propaganda…! Und morgen gibt’s wieder so einen russischen Scheiß!” Und dabei war er vor dem Maidan-Putsch selbst noch auf der „russischen Seite“ gestanden.

Am Donnerstag spricht jetzt der Chef des Mannes. Ob Nazi-Gruß oder nicht, Poturajew druckt wohl treffend aus, für welches Regime in der Ukraine herrscht. Mehrere Gruppen haben auch zur Kundgebung gegen den Selenski-Auftritt aufgerufen. Man trifft sich um 8 Uhr morgens vor dem Parlament.


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21 Kommentare

  1. lbrecht torz 28. März 2023 at 12:37

    Sagte ein US-amerikanischer Politiker nicht einmal sinngemäß:

    “es sind kriminelle Hunde – aber es sind UNSERE Hunde.”

    Gerade die “Grünen” (Fücks, Harms, Göring-Eckhard, …) haben damals (im Zusammenhang mit dem Tschernobyl-Unglück?) beste Freundschaften mit ukrainischen Nazis geschlossen.

    Was hierzulande zur Verteufelung jedes Gegners dient, indem man ihm irgendeine Form von Natsie-Nähe unterstellt (Wortverwendungen, Kontaktschuld, völlig herbeiphantasierte Verbindungen, willkürliche Ausdeutungen von Gesagtem, …) ist den gleichen Leuten im Fall der Ukraine bei völliger Offensichtlichkeit (Natsie-Symbolik, Natsie-Reden, Natsie-Verherrlichung, Natsiekollaborateur-Verherrlichung, Natsie-Handeln, …) völlig egal.

  2. Mine 28. März 2023 at 5:30

    Strafanzeige gegen Vizekanzler Kogler: Niederösterreichischer FPÖ-Wähler fassungslos über „Kellernazi“-Sager
    s. Exxpress

    Gerade habe ich mich gefragt, warum das niemand anzeigt. Also immerhin. Bestimmt kommt aber die abhängige und parteitreue Plagiats-Justiz, zu dem Schluss: Das darf der Kogler sagen. Es ist keine Volksverhetzung, sondern Satire gewesen. Und der H-Gruß im Parlament, sagt selbige Justiz, ist auch OK, denn das sind ukrainische N*, die den Wertewesten verteidigen und wennst noch einmal sagst, die C-Maßnahmen, Kennzeichnung und Verhetzung Ungetupfter und Zwangsimpfungen mit einem experimentellen Gendreck erinnerten an finstere Zeiten, bist “Antisemit”, gell?, denn das ist Verharmlosung, du “Kellernazi”, du…

    • 1150 28. März 2023 at 7:21

      der österreichische jelzin darf das sagen,
      bestimmt wird als entschuldigung eine delirante episode von den ärzten geltend gemacht werden.
      seine alkofahrten mit totalschaden hat ja auch sein fahrer “übernehmen” dürfen.

      • Mine 28. März 2023 at 8:51

        Naja, sie sind halt die Liebkinder der Schwartzen…

      • 1150 28. März 2023 at 11:35

        @mine,
        der partei oder der neger???

      • Mine 28. März 2023 at 11:48

        tz tz tz … absichtlich falsch geschrieben ;-)

  3. asisi1 28. März 2023 at 4:07

    Dieses Schauspiel zeigt uns den Zustand der Justiz in den deutsch sprachigen Ländern ganau an!
    Beim kleinen Mann würden sofort hunderte devote korrupte Richter und Staatsanwälte aufheulen! Es zeigt uns aber ganze genau, wir leben in einem offenen Gefangenenlager, wo der Sklave eben gar nichts zu sagen hat! Die Annähmlichkeiten bekommen nur die devoten Mitläufer!

  4. Andreas N 27. März 2023 at 20:07

    ich kann mir schon heute die beurteilung der mahnwache vom orf abwärts vorstellen. wird wohl wieder nötig sein sich vor ort selbst ein bild zu machen. die rede wird wohl wieder eher eine nachbestellung sein und kein parlamentarier wird sich dazu aufschwingen dem dringlichen wunsch österreichs nach waffenstillstand, friedensverhandlungen und einem stoppen der sinnlosen opferung junger und alter männer ausdruck zu verleihen. je länger dieser krieg dauert, desto tiefer die verletzungen an der bevölkerung, desto nachhaltiger spätere rache und generationen überdauernder hass. auch für das übersehen der nazigestik werden wir noch einen preis bezahlen, einen bitteren.

  5. therMOnukular 27. März 2023 at 18:05

    Wie ich mittlerweile gelernt habe, war es ein “Wolfs-Gruß”, Daumen und Mittelfinger berühren sich zu einem Kreis, der Rest bleibt ausgestreckt. Sieht man auch auf etlichen Ukraine-Videos.

    Und die Verfassung gilt für die Guten nicht, solche Gesetze wurden ja für die Bösen gemacht. Also warum sich darum scheren, man ist doch ein Guter.

    “Wer Rächter ist, bestimme ich” scheint sich der geschichtsvergessene Witzekanzler samt Entourage zu denken. Wie sich die Geschichte doch wieder einmal reimt und als Farce wiederkehrt.

  6. wr 27. März 2023 at 17:56

    Hey Jutta … wieder beim Blasen … deinem ÜberIch … ?

  7. Die hören nicht auf... 27. März 2023 at 17:32

    5,5 m hoch steht die griechische Weisheitsgöttin Pallas Athene vor dem österreichischen Parlament im Zentrum einer allegorischen Figurengruppe gemeinsam mit der Siegesgöttin Nike, Inn und Donau, Elbe und Moldau, auf Delphinen reitenden geflügelten Putten, 4 Eulen als Symbol der Weisheit, die mit P.A. über die Gewaltenteilung Exekutive und Legislative wachen.

    Mit dieser Weisheit sind unsere derzeit Regierenden, unsere gewählten Volksverräter leider nicht gesegnet.

    Statt täglich für Verhandlungen und Frieden zu appellieren holen sie sich einen offensichtlich drogenkranken Warlord im Blutrausch in unser Hohes Haus.

    Durch diesen kleinen, ukrainischen Wasserträger wird die immerwährende Neutralität Österreichs, die seit 1945 als absolut tabu gilt, der Lächerlichkeit preis gegeben.

    Zum Ablegen unserer Unparteilichkeit werden wir, für alle Welt nun sicht- und hörbar, offiziell von diesem Abgesandten der USA “gezwungen”.

    Österreich ist NICHT frei.
    Österreich ist WIEDER Kriegspartei.

  8. flatten_the_curve 27. März 2023 at 17:22

    Sogar die Springerpresse schrieb 2014 über die völkerrechtswidrige NATO-Aggression: “Neonazis rüsten sich für Marsch in die Ostukraine”. Bereits 2011 haben diese angekündigt, Donezk anzugreifen:
    “Samstag, 15.01.2011
    Für Bandera drohen die Tjagnybok-Anhänger den Dnepr zu überqueren und Donezk anzugreifen

    „Wir werden nicht nur eine dieser Sitzungen, hier in Lwiw, abhalten; wir werden eine solche Sitzung in Kiew durchführen und wie mir scheint, wird der Tag kommen, wo wir eine solche Sitzung auf den Straßen Donezks durchführen! Unsere Bandera-Armee wird den Dnepr überqueren, nach Donezk vordringen und wird diese blauweiße Bande, die heute die Macht usurpiert hat, aus der Ukraine werfen“, erklärte der Abgeordnete des Oblastrates, der Swoboda-Mann Jurij Michaltschischin, auf der Versammlung.”

  9. 1150 27. März 2023 at 16:32

    beim österreichischen boris jelzin als vizekanzler und sportminister, wen wundert’s.

    • wellenreiten 27. März 2023 at 22:24

      Wofür der eigentlich sein Gehalt bekommt ist wirklich ein Rätsel. Dem muss extrem fad sein, wenn man sich ansieht, welche Videos der veröffentlicht. Für solchen Blödsinn bezahlen die Menschen sicher gerne Steuern.

  10. Fritz Madersbacher 27. März 2023 at 16:02

    “Am Donnerstag wird Wolodymyr Selenski per Video vor dem österreichischen Parlament sprechen”
    Das ist der eigentliche Skandal. Dass die sich selbst als “liberale Demokraten” titulierende NATO-Hiwi-Bagage mit jeder Sorte Faschisten gemein macht, wenn sie nur den westlichen Imperialismus unterstützt, ist jetzt wirklich nichts Neues mehr. Nur Dummköpfe nehmen ihr nach ihrem Auftritt in der “Pandemie”-Inszenierung ihre heuchlerischen Lippenbekenntnisse zur “Demokratie” noch ab. Aber die NATO-Kollaborateure versuchen die Neutralität Österreichs zu sabotieren, zu verunglimpfen und abzuschaffen – und uns zu NATO-“Pflichterfüllern” zu machen, und das wird ihnen mit Sicherheit nicht gut bekommen. Diese landesverräterischen Quislinge werden wie ihr Namensgeber ein Ende in Schimpf und Schande nehmen, für sie und ihre Oberherren und Befehlsgeber hält die Zukunft der Welt den sprichwörtlichen Abfallhaufen (der diversen Imperien und ihrer Lakaien) bereit …

    • Fritz Madersbacher 27. März 2023 at 17:40

      @Jutta
      27. März 2023 at 16:44
      “Und kommen sie mir bitte nicht mit dem Beispiel Schweiz”
      Nein, ich komme Ihnen nicht mit dem Beispiel der Schweiz, die “verösterreichert” ja gerade und büßt dafür (Beispiel Credit Suisse).
      “Wer nirgends mitgeht bleibt alleine und auf der Strecke. Dazu ist Österreich nicht in der Lage. In welchem Zeitalter leben Sie denn?”
      Ich bitte Sie, einmal über den Horizont der österreichischen und deutschen Durchhalteparolen-Medien hinauszublicken, und Sie werden sehr rasch erkennen, wer sich irrationalem Wunschdenken hingibt. Das Mitgehen mit dem “Westen” ist der Weg in demütigende Isolierung, so werden wir wirklich auf der Strecke bleiben. Der österreichische Außenminister macht gerade diese Erfahrung bei seinen Reisen ins nichtwestliche Ausland, die verblendeten Medien stopfen sich die Ohren zu, schließen die Augen und fahren uns gegen die sprichwörtliche Wand …

      • Grld 27. März 2023 at 17:50

        Das Blödl auf das Sie so ruhig antworten wurde gerade gelöscht.
        Bravo!

    • Frühling 27. März 2023 at 22:18

      Das zackige an diesem Typ ist nicht gerade sympathisch.

  11. rudifluegl 27. März 2023 at 15:13

    Mit dem Video auf dem Soldaten eindeutig zeigen, wie sie den Nazi Gruß handhaben ist wohl alles hinlänglich bewiesen!

    • Mine 28. März 2023 at 5:52

      Login

      • Mine 28. März 2023 at 5:58

        OK, das hat nicht funktioniert. Statt es zu reparieren, wurde es leider wieder deaktiviert und so werden wir mit dem Gestörten weiterhin sekkiert….

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