„Bester Film des Jahres 2022“ – Doku zum Sturm auf Reichstag weiter im Gespräch

11. Januar 2023von 3,3 Minuten Lesezeit

Stand die Deutsche Bundesrepublik am 29. August 2020 vor einem Putsch? Natürlich nicht. Aber was steckte wirklich hinter dem „Sturm auf den Reichstag? Ein Dokumentarfilm klärt auf. 

Die Dokumentation der Journalistin Aya Velázquez zu den Ereignissen des 29. August 2020 in Berlin ist weiterhin heiß diskutiert. Über 90 Minuten präsentiert sie ihre monatelangen Recherchen zu den Hintergründen des sogenannten „Sturm auf den Reichstag“.

Psy-Op Reichstag

Der Anspruch von Velázquez ist kein geringer: Sie präsentierte die „Chronik einer Psy-Op“ und „wie Verfassungsschutz, Berliner Behörden und Medien den ‚Angriff auf die Demokratie‘ inszenierten.“ Es dürfte ihr gelungen sein. Auch Wochen nach der Veröffentlichung wird der Film heiß diskutiert. Der Mainstream schäumt, Stefan Homburg bezeichnete den Film am Montag als „besten Film des Jahres 2022“. Nicht nur habe der Film inhaltlich „substantielles“ zu bieten, auch handwerklich sei er „sehr gut“ gemacht. Offenbar ist es ihr gelungen.

War die Aktion am 29. August eine „staatliche Inszenierung“ damit Politik und Medien den endgültigen (und vermeintlichen) Beweis bei der Hand zu haben, dass Demonstranten gegen das Corona-Regime, die „Querdenker“, eine Gefahr für die Demokratie darstellen würden? Denn sie hätten an diesem Tag einen „Angriff auf die Demokratie“ gewagt. Indizien dafür, dass es sich tatsächlich um eine Inszenierung gehandelt hätte, legt Velázquez jedenfalls vor.

Medien-Inszenierung

Dass die Deutsche Bundesrepublik aufgrund der Aktion in irgendeiner Weise am Rande des Untergangs gestanden wäre, ist jedenfalls absolut lächerlich. Zu ergänzen wäre, ob solche vermeintlichen Putschversuche einer wütenden Masse von vornherein überhaupt eine Chance auf Erfolg haben könnten. Anders als 1917, als russische Revolutionäre den Winterpalast in St. Petersburg gestürmt hatten, sind die Orte der Macht heute weitaus komplizierter zu finden. Oder umgekehrt formuliert: Die Macht befindet sich heute nicht mehr in Gebäuden. (Im Übrigen war schon der „Sturm auf den Winterpalast“ damals eine weniger spektakuläre Aktion als es später symbolische Wirkung hatte.)

Wofür solche Bilder allerdings hervorragend tauglich sind: zur medialen und propagandistischen Verwertung. Velázquez baut das Ereignis in ihrem Text zum Film in einen globalen Kontext ein. Das ist– auch aufgrund der aktuellen Ereignisse in Brasilien – erneut höchst relevant:

„Der ‚Sturm auf den Reichstag‘ blieb im internationalen Kontext kein isoliertes Ereignis. Seit Beginn der globalen Maßnahmenpolitik wurden in zahlreichen Ländern Parlamentsgebäude im Rahmen von Corona-Maßnahmenkritik gestürmt. Hinzuzufügen ist nach eingehender Quellenrecherche, dass ständig irgendwo auf der Welt ein Parlamentsgebäude gestürmt wird – aus den unterschiedlichsten, teilweise auch berechtigten Gründen, wie etwa schwerem Hunger der Bevölkerung, schwerster Korruption, oder schierer Verzweiflung angesichts zu gering ausgefallener Reparationszahlungen einer gewissen deutschen Bundesregierung angesichts eines in Namibia begangenen Völkermords. Eine Parlamentsstürmung als letztes, probates Mittel bei einem Regierungsversagen, muss angesichts der Realität von Parlamentsstürmen in Betracht gezogen werden. Im Zuge des globalen Corona-Maßnahmenregimes ist zu beobachten, dass Parlamentsstürme im politmedialen Diskurs vermehrt als ‚Angriff auf die Demokratie‘, statt als Protest gegen aktuell gewählte Parlamentarier interpretiert werden. Der Realität von Parlamentsstürmen weltweit kann eine solche Interpretation nicht standhalten – allein schon, weil bei regelmäßig stattfindenden ‚Klima-Parlamentsbesetzungen‘ vollkommen andere Bewertungsmaßstäbe angelegt werden.“

Besonders heftig ging der Geschäftsführer der deutschen Journalistinnen und Journalisten Union (dju) gegen die Doku einer Kollegin vor. „Propaganda“, „Selbstvergewisserung“ und „Inszenierung“, so Jörg Reichel. Auf einen Diskurs wollte sich Reichel aber nicht einlassen.

Noch ein Satz: In Österreich kam es im September 2021 zum „Sturm“ auf das Wiener Rathaus. Jedoch nicht aufgrund der weltweit einmaligen Wiener Covid-Politik, sondern wegen des Klimas. Die Medien hofierten die Stürmer. Skandal war es keiner.

Bild Lukas BeckFlagge der EinheitCC BY-SA 4.0

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17 Kommentare

  1. helderup 12. Januar 2023 at 11:18Antworten

    So dolle war der Sturm auf das Winterpalast in St. Petersburg auch nicht.
    Die Geschichte wurde erst durch die Verfilmung Eisensteins rund und als „Mächtig“ geframed.

    In der Doku von Aya Velázquez wird mir zuviel Musik gespielt. Ständig irgend ein Sound.
    Das gefällt mir nicht, das lenkt ab, das beeinflusst den Zuseher.

    Ich befreie mich nicht aus einer Waschtrommel um dann freiwillig in die nächst zu springen.

  2. Jurgen 11. Januar 2023 at 21:14Antworten

    So wie in USA, Brasilien und anderswo? Nö, Deutschland nicht. Wir deutschen Bürger warten seit 77 Jahren auf die Einstellung der Besatzung per BRD. Und dieses Jahr könnten wir endlich einen Schritt weiter kommen.

  3. meMO an mich selbst 11. Januar 2023 at 20:07Antworten

    Das Skript zu „Sturm auf den Reichstag“ scheint auch international sehr geschätzt zu werden. Auch die Amis haben dieses Stück inszeniert – und nun sogar Brasilien. In Österreich wird lediglich noch nach Hauptdarstellern und Statisten gesucht.

  4. Peter Pan 11. Januar 2023 at 19:11Antworten

    Juli 1978

    Aktion Feuerzauber
    oder besser bekannt als
    Celler Loch.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Celler_Loch

  5. Hans im Glück 11. Januar 2023 at 17:47Antworten

    Leider Off Topic, aber es sollte nicht untergehen: Der Tierarzt verlässt das RKI!
    Jetzt beginnt, was ich vor kurzem geschrieben hatte: Nur schnell weit weg von der Verantwortung!
    Die Herren von PEI und Stiko werden mit Sicherheit in Kürze ebenfalls Reißaus nehmen.

    • meMO an mich selbst 11. Januar 2023 at 20:09Antworten

      Auf Reitschuster.de meint man Lauterbach dahinter zu entdecken, Wieler dürfte womöglich unfreiwillig gegangen worden sein.
      Das würde Ihre These leider entkräften – so sehr auch ich hoffen würde, dass Sie damit Recht haben.

      • wellenreiten 11. Januar 2023 at 21:02

        Vielleicht trifft ja beides zu. Die USA sind in der Hinsicht einen Schritt voraus (Francis Collins, Tony Fauci, Marion Gruber, Philip Krause). Wäre gut, wenn es auf EU-Ebene bald krachen würde. Ich denke, dass die Aufarbeitung eventuell von den USA nach Europa schwappen könnte und in diesem Fall wäre das ausnahmsweise eine gute Sache. Die Justiz scheint allerdings in den USA besser zu funktionieren.

      • meMO an mich selbst 11. Januar 2023 at 21:53

        @ wellenreiten 11. Januar 2023 at 21:02

        Natürlich möglich, bin da ganz bei Ihnen und fände das auch gut. „Optionen“ gibt es ja mehr als genug.
        Ich hoffe da ehrlich gesagt auf Florida. Ich frage mich nämlich, ob die 2. in Wahrheit missachtete Gruppe – die Alten, die man wegsperrte – da mehr Radau machen konnte als die Kinder. In Florida leben so viele Pensionäre, einige Vermögend, die dann vielleicht nicht mehr so gern Politikern was spenden wollten, oder gar böse Briefe schrieben, juristisch unterlegt etc weil Lebenserfahrung usw.

        Wäre ich zB ein vermögender Pensionär, dann hätte ich die österr. „Regierung“ in Grund und Boden verklagt. Vor allem die Wiener Stadt“regierung“ und die „Epidemiologin“ Pam, den Kurpfuscher Nowotny, der als Veterinär ganz sicher keine humanmedizinischen Beratungsstunden im ÖR abhalten darf, einen ORF, der wiederholt schlicht lügt und damit die Bevölkerung gesundheitlich nachweisbar schädigt oder zumindest gefährdet (insbesondere Schwangere)

        An jedem einzelnen Fall hätte ich meine Freude gehabt ;))

    • Fritz Madersbacher 11. Januar 2023 at 20:54Antworten

      @Hans im Glück
      11. Januar 2023 at 17:47
      „Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen“ (Schiller, Die Verschwörung des Fiesco zu Genua)
      Die „Pandemie“-Gallionsfiguren müssen nun bezeichnenderweise sukzessive dem Scheinwerferkegel der Öffentlichkeit entzogen werden, die Aushängeschilder werden abgeräumt, der Pandemie-Betrug ist nicht mehr durchzuhalten. Es ist aber vorstellbar, dass die bisher von den Pandemie-Medien angebeteten „Experten“ bei Bedarf wieder hervorgeholt und in Medienkampagnen zu Sündenböcken gestempelt werden, um sich selbst reinzuwaschen – wenn nämlich die schlimmen Folgen dieses Betrugs für die Gesundheit der Menschen, für Gesellschaft und Wirtschaft nicht mehr länger vertuscht werden können …

      • meMO an mich selbst 11. Januar 2023 at 22:07

        Das halte auch ich für sehr plausibel. Ich denke wir werden es schon beim ersten Prominenten-Prozess erfahren. Egal wo der stattfindet.

        Könnte mir zB vorstellen, dass man Fauci „nur“ für Remdesivir „hängen“ wird, aber nicht für die „Impfungen“.

        Übrigens zur Abwechslung auch mal ein DANKE, ich lese Ihre immer sinnvollen Beiträge sehr gerne (auch wenn ich anderer Meinung bin, gerne mal) – aber wer so lustvoll stänkert wie ich sollte ab und zu auch mal…;))

      • meMO an mich selbst 11. Januar 2023 at 22:09

        Ich Depp habe vergessen den Adressaten von meinem 22:07 Kommentar zu nennen (tja, die Egozentrik;))

        Danke, Fritz Madersbacher…;))

      • Fritz Madersbacher 12. Januar 2023 at 10:36

        @meMO an mich selbst
        11. Januar 2023 at 22:07
        Keine Ursache, auch ich lese Ihre Kommentare (wie auch jene anderer Mitkommentatoren) sehr gerne, vielen Dank …

  6. Thomas Holzer 11. Januar 2023 at 17:24Antworten

    Passend dazu auch die Inszenierung der Razzia gegen die „Reichsbürger“, mit live Berichterstattung durch die öffentlich-rechtlichen an jeder Ecke. Und Frau Faeser hat ja in den Abgrund des Terrors geschaut 🙉🙊🙈😀😁🤣😂🥃🥃

    • Rex Cramer 11. Januar 2023 at 18:29Antworten

      „Und Frau Faeser hat ja in den Abgrund des Terrors geschaut“- bei einem Blick in den Spiegel

  7. Georg Uttenthaler 11. Januar 2023 at 17:18Antworten

    Diese Inszenierungen dienen doch nur der Ablenkung von den wirklichen Problemen, Reichsbürger- Terror diente zur Ablenkung eines bestialischen Mädchen- Mordes durch einen Migranten, der gar nicht da sein dürfte. Der Bundestagssturm war doch damals zur Umsteuerung von einer erfolgreichen, riesigen Demo in Berlin mit weit über 100.000 Teilnehmern, um die Nazi Keule auszupacken.
    Die ganzen Horror- Nummern sind inszeniert und der Gen- gespritzte „deutsch- österreichische gutgläubige Michel“ wird es glauben, vor den schlimmen Reichsbürgern beschützt zu werden, die dann mit dem Rollator und MP- Bestückung angreifen. Wie die Spatzen von den Dächern pfeifen, dienen diese Aktionen der weiteren Zensur, der Verfolgung von aufmüpfigen Bürgern und dem schrittweisen Errichten einer Linksgrünen Diktatur. Wir nähern uns dunkelsten Zeiten, die unsere Vorfahren noch erleben mussten.
    Offensichtlich sollen auch diese sogenannten „Rebellen“ mundtot und kriminalisiert werden, weil sie den Finger in die Wunde legen. Wir vergessen dann die von unseren „Politnullen“ hausgemachten Probleme wie Teuerung, Strom- Spekulation- Zockerei. Die Agenda der links- Grünen sind momentan dabei, unsere Länder zu ruinieren, damit sie der Putin nicht mehr angreifen will. Das ist doch schön.!!!

  8. Heiko 11. Januar 2023 at 17:16Antworten

    Die Drehbücher, Regisseure und Finanziers solcher Aktionen sind immer die selben. Leider ist das Publikum dem intellektuell nicht mehr gewachsen und lässt sich in die gewünschte Richtung schieben.

  9. Idaho 11. Januar 2023 at 16:47Antworten

    War die Blaupause für das was ein paar Monate später in den USA passiert ist.

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