Ist Russlands Invasion in der Ukraine der Untergang des Dollars?

28. Dezember 2022von 3,5 Minuten Lesezeit

Es ist plausibel, dass der Yuan in einer „multipolaren“ Welt innerhalb weniger Jahre zu einer Alternative zum US-Dollar wird. Dies wird der amerikanischen Wirtschaft und ihrer globalen Position einen schweren Schlag versetzen, von dem sich Washington möglicherweise nicht mehr erholen kann.

Diese Krise hat die internationale Ordnung und die globale Neuordnung vorangetrieben, indem sie den Staaten die Möglichkeit bietet, ihre eigenen Interessen zu verfolgen, ohne sich einem politischen Lager anzuschließen. Grob gesagt hat die Krise die Welt in drei Lager gespalten: Eines, das von den Vereinigten Staaten und der NATO angeführt wird, eines, das von Russland und China angeführt wird, und zwischen diesen beiden Lagern befindet sich eines, in dem sich die meisten Länder neutral verhalten, wie Robert G. Rabil, ein Professor für Politikwissenschaft an der Florida Atlantic University, in einem Artikel für The National Interest analysiert.

Diese neutralen Länder sind sich der Tatsache bewusst, dass sie in einer Zeit des globalen Wettbewerbs um knappe Ressourcen weder Russland, das größte Land der Welt mit den meisten Ressourcen, noch China, das Land mit der zweitgrößten Wirtschaft und dem größten Bestand an Devisenreserven in der Welt, sanktionieren oder bekämpfen können.

Seit dem einseitigen Einmarsch in den Irak im Jahr 2003 hat die unipolare Macht Amerikas Unbehagen und Gegnerschaft hervorgerufen. Die Ukraine-Krise und die sich daraus ergebenden Folgen für die Spaltung der Welt sowie die nahezu universelle Wahrnehmung, dass die amerikanische Macht nach den Debakeln im Irak und in Afghanistan im Niedergang begriffen ist, haben die Entschlossenheit dieser Länder nur noch verstärkt, die amerikanische Weltmacht durch die Förderung von Multipolarität und Multilateralismus zu bremsen. In dieser Hinsicht geht China mit gutem Beispiel voran, indem es internationale Organisationen wie die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit – die weltweit größte regionale politische, wirtschaftliche und sicherheitspolitische Organisation – und die BRICS als Gegengewicht zur wirtschaftlichen, politischen und sicherheitspolitischen Macht des Westens unterstützt.

Während die SOZ eine neue „demokratische, faire und rationale internationale politische und wirtschaftliche Ordnung“ anstrebt, propagieren die BRICS – ein Akronym für fünf führende Schwellenländer: Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika – den Übergang zu einer multipolaren Welt. Mit Institutionen wie der Neuen Entwicklungsbank versuchen sie, Alternativen zum westlich dominierten Internationalen Währungsfonds und der Weltbank zu schaffen. So haben beispielsweise Algerien, Ägypten, die Türkei, Saudi-Arabien, Argentinien und der Iran entweder formelle Anträge gestellt oder ihre Bereitschaft bekundet, den BRICS beizutreten.

Im Mittelpunkt dieser Entwicklungen steht der Versuch, den amerikanischen Dollar zu meiden, um die globale Position der Vereinigten Staaten insgesamt zu schwächen. Im Grunde ist der Dollar der Unterbau der Vereinigten Staaten. Bei der Untersuchung der wirtschaftlichen Muster und Trends wird deutlich, dass viele Länder die Verwendung des Dollars als Haupthandelswährung überdenken.

Vor allem China plant die Einführung von Rohöl-Termingeschäften auf Yuan-Basis und die Bezahlung von Rohölimporten in seiner eigenen Währung anstelle des US-Dollars. In der Tat haben China und Saudi-Arabien aktive Gespräche darüber geführt, dass Riad einen Teil seiner Ölverkäufe an Peking in Yuan abrechnet.

Sollte Saudi-Arabien beginnen, Öl in Yuan zu handeln, würde die Dominanz des US-Dollars auf dem globalen Erdölmarkt zweifellos leiden.

Aus der Sicht des Auslands hat die Staatsverschuldung der USA die schwindelerregende Summe von 31 Billionen Dollar überschritten, und die globale Macht der USA hat abgenommen. Es ist kein Zufall, dass einige der Verbündeten und Freunde der Vereinigten Staaten erwägen, andere Währungen für ihren Handel und ihre Währungsreserven zu verwenden oder zu halten.

Heute nimmt die globale Macht Washingtons langsam, aber stetig ab. Durch die Spaltung der Welt in drei große Lager hat die Ukraine-Krise, wie sie von der NATO verfolgt wird, das „neutrale Lager“ näher an China und Russland herangebracht.


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Neue Allianzen verändern geopolitische Kräfteverhältnisse – die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit

Saudi Arabien als BRICS Mitglied stärkt multipolare Welt – Europa mit wachsendem Defizit

BRICS-Länder diskutieren die Schaffung einer einheitlichen Währung

31 Kommentare

  1. niklant 29. Dezember 2022 at 18:11Antworten

    Es wäre das beste, wenn der Dollar ins Bodenlose fällt! Dann würde eine große Nation erkennen, das man mit Krieg nicht immer gewinnen kann! Die Ukraine ist nur die Ami-Marionette und Selenski der Hauptkomiker in dieser Komödie. Sollte der Dollar absacken, würden so manche EU-Politiker eine lange Nase brauchen, um ihre lügen aufrecht zu erhalten!

  2. Jurgen 29. Dezember 2022 at 14:11Antworten

    Der US-Dollar ist doch schon kaputt, die Märkte haben es nur noch nicht eingepreist. Nur noch das US-Militär, Europa und ein Teil des ehemaligen Commonwealth sowie die immer noch gehaltenen US-Staatsanleihen stützen weiterhin den US-Dollar. Geschäfte in US-Dollar sind deutlichst rückläufig. China baut mittlerweile bereits die Dollar-Staatsanleihen (aus dem Exportgeschäft) im größeren Stil ab, nicht zuletzt aufgrund der amerikanischen Taiwan Dystopie. Ein Zusammenbruch des US-Dollars und des Euros in 2023 hat eine kombinierte Wahrscheinlichkeit deutlich größer Null, was die letzten 3% des US-Dollar Wertes, 97% sind seit 1971 bereits verloren gegangen, auf Null impliziert, spätestens wenn die Menschen anfangen die Annahme dieses Geldes zu verweigern.

  3. Jan 29. Dezember 2022 at 0:40Antworten

    Richtig, aber an der Sache vorbei.

    Seit 2019 besteht bei Öl ein supply crunch, dh, es wird aus geologischen Gründen weniger gefördert als nachgefragt. Hängt ua mit dem Zusammenbruch des US-Fracking zusammen.

    Gleichzeitig konzentriert sich die Ölförderung auf Russland, Naher Osten und die saudische Halbinsel.

    Die BRICSS, denen kürzlich erst die Saudis beigetreten sind, möchten jetzt an ihre Freunde verkaufen, die militärisch am gleichen Strang ziehen und Wachstumsraten von 10% aufweisen.

    Womit möchte Europa demnächst Stahl, Glas, Dünger und Waffen produzieren? Mit Windmühlen im Burgenland?

    Die USA haben noch etwas Öl, aber nicht genug.

    Es bleibt nur die Möglichkeit, den Russen, im Nahen Osten oder im Saudischen ein Stück abzuschneiden. Das geht nur mit einem Krieg gegen Russland und China.

    Ob wir dafür noch genug Öl haben? Oder ziehen wir wie anno dazumal per Pferd nach Stalingrad?

    Der Dollar fällt sowieso – weil die USA und Europa nicht genug Öl haben!

    Wer es verpasst haben sollte: Nehammer ist aus Katar mit leeren Händen gekommen!

    • Ric 29. Dezember 2022 at 7:43Antworten

      Jan
      29. Dezember 2022 at 0:40Antworten

      Wow !
      Sie sind ja ein Universalexperte.
      Egal ob Geopolitik, Krieg, Wirtschaft, Corona, Medizin, Wissenschaft, Virologie.
      Da hat doch Corona und der Ukriane Krieg auch etwas Gutes wenn es solche Experten hervorbringt.
      Mit solchen Leuten sehe ich ganz beruhigt in die Zukunft.
      Satire ende.

      Sie verwechseln allerdings Meinung mit Wissen, denn was sie von sich geben hat mit Wissen gar nichts zu tun. Eher mit Wirtshaus – Stammtischgesprächen.

      • I.B. 29. Dezember 2022 at 17:56

        Mit Ihrer Antwort an Jan outen allerdings Sie sich hiermit als Universalgelehrter. Denn wieso sonst könnten Sie erkennen, dass Jan nicht Wissen, sondern nur seine Meinung kundtut?

  4. Heiko 28. Dezember 2022 at 19:25Antworten

    Es ist wie bei Corona, alle diskutieren über Details, aber niemand über den rosa Elefanten im Raum. Die Artikel über die Krisen des gesellschaftlichen Überbaus sind kaum noch zählbar, aber niemand schreibt über die zu Grunde liegende Krise des Kapitalismus in seiner Ausprägung als staatsmonopolistischer Kapitalismus gepaart mit Imperialismus. Ein Zusammenbrechen der US-Hegemonie löst ja nicht die allgemeine Krise des Kapitalismus,weil dieser in sein technologisches Endstadium gekommen ist. Dieser Zusammenbruch wird aber vielen Ländern die Möglichkeit geben, sich für gesellschaftliche Alternativen zu entscheiden.

    • Fritz Madersbacher 29. Dezember 2022 at 11:29Antworten

      @Heiko
      28. Dezember 2022 at 19:25
      „Die Artikel über die Krisen des gesellschaftlichen Überbaus sind kaum noch zählbar, aber niemand schreibt über die zu Grunde liegende Krise des Kapitalismus in seiner Ausprägung als staatsmonopolistischer Kapitalismus gepaart mit Imperialismus“
      Das ist allerdings den der Analysen von Marx und Lenin Mächtigen vorbehalten, und von denen gibt es nach vielen Jahren Indoktrination mit bürgerlichen Ideen und Vorspiegelung von Illusionen bezüglich „Wohlfahrtsstaat“, „Wohlstandsgesellschaft“, „sozialer Marktwirtschaft“, „Demokratie“ etc. nicht sehr viele. Umso mehr müssen sie sich zu Wort melden, denn die „Pandemie“-Inszenierung und der Niedergang des westlichen Imperialismus haben vielen Menschen die Augen geöffnet über die häßliche Realität hinter den schönen Vorspiegelungen …

    • Andreas I. 29. Dezember 2022 at 20:12Antworten

      @ Heiko Hallo,
      „Dieser Zusammenbruch wird aber vielen Ländern die Möglichkeit geben, sich für gesellschaftliche Alternativen zu entscheiden.“

      Wenn die Chance genutzt wird.
      Im Grunde ist es das Scheitern der liberalen Ideologie, zumindest in dogmatischer Ausprägung.
      Gedämpft wird der Optimismus allerdings durch das Bewusstsein der Mehrheit, das haben die letzten 3 Jahre gezeigt.

  5. Andreas I. 28. Dezember 2022 at 19:24Antworten

    Hallo,
    es ist nicht der einzige Sargnagel der Leitwährung, aber vielleicht einer der abschließenden.

    Erstens kann man den Krieg in der Ukraine von 2014 an als Stellvertreterkrieg zwischen USA und Russland betrachten und wenn USA es nicht schafft, Russland zu „jugoslawisieren“ – und danach sieht es bisher nicht aus – dann kann Russland bestimmen, gegen welche Währungen es seine Rohstoffe verkauft.

    Zweitens ist man damit beim Gedanken Rohstoffökonomie gegen Finanzökonomie und Russland ist u.a. aufgrund seiner riesigen Fläche eines der rohstoffreichsten Länder, aber der ökonomische Gedanke gilt genauso für Venezuela oder Katar, nur dass die nicht das Militär haben, um mit USA auf Augenhöhe zu kommunizieren. Und apropos Militär:

    Drittens hat die ungedeckte Leitwährung einen kleinen Haken. Zunächst ist diese indirekte Besteuerung der gesamten Welt ein Vorteil für USA.
    Um alle Staaten der Welt zu überzeugen, den US-Dollar im Außenhandel zu verwenden, besonders bei Öl, braucht USA die weltweite Militärpräsenz.
    Um die weltweite Militärpräsenz finanzieren zu können, muss USA „Geld drucken“ und Schulden aufnehmen – aber das führt zu einer Inflation des US-Dollar.
    Eine Währung mit (überdurchschnittlicher) Inflation ist als Währungsreserve eher ungünstig und eine Leitwährung, die sich nicht als Reservewährung eignet …
    Also wollen die anderen Staaten um so dringender raus aus dem US-Dollar → USA braucht noch mehr Militärausgaben → Inflation wird weiter angeheizt → die anderen Staaten wollen noch dringender raus → USA braucht noch mehr Militärausgaben usw., das ist eine Rückkopplung, das schaukelt sich auf, bis es kracht.
    Es krachte schon in Irak und Libyen, aber seit Syrien (2011) kann USA sich nicht mehr vollständig durchsetzen.
    Zwar kann USA die syrischen und irakischen Ölquellen besetzen, aber wie lange noch? Selbst im Irak sagte das Parlament „Go home!“ und in Syrien ist sowieso noch die alte syrische Regierung an der Macht und gleich neben Syrien und Irak liegt der Iran … also wie lange sich USA da noch halten kann ….
    Und in der Ukraine, also gegen Russland, sieht es auch nicht so aus, als ob USA sich durchsetzten könnte.

    Viertens wird das natürlich weltweit beobachtet und jeder Staat zieht seine eigenen Schlüsse daraus.

    Fünftens sind das langsame Prozesse, um 2005 rum wurde man noch verspottet, wenn man gesagt hat, dass es nur eine Frage der Zeit ist, wann die USA-Ökonomie zusammenbricht, 2008 während der Bankenkrise verging einigen vorher Spottendenden das Lachen, seitdem drucken FED und EZB Geld wie blöde und dann die Kriege, nun in der Ukraine; USA wollte Russland wirtschaftlich ruinieren, stattdessen ist zunächst mal Deutschland wirtschaftlich ruiniert und USA hat das Abenteuer auch schon 100 Mrd. $ extra gekostet, was vergleichsweise wenig erscheint, aber zur oben beschriebenen Rückkopplung dazu kommt.

    • Jan 29. Dezember 2022 at 0:57Antworten

      Venezuela braucht 10 Jahre Investitionen, um die vorhandenen, riesigen Vorräte langsam aus dem Boden zu bekommen. Ölföderung ist keine Kartoffelernte!

      Der Schutzherr von Venezuela ist übrigens – Putin.

      Die Chinesen haben mit dem Iran einen Vertrag und dürften deren riesige Vorräte als eigene betrachten. Schaut man sich den Besuch der Chinesen bei den Saudis an, dürfte dort ähnliches laufen. Das heißt bei Zugriff des Westens Krieg mit China!

      So riesig die Vorräte sind: Den Bedarf der BRICSS plus den der USA plus den Europas lassen sich daraus nicht decken.

      Wir fördern heute weniger als 2019 und das war absehbar (Fatih Birol hat über Jahre gewarnt) und basiert auf geologischen Gründen (aber auch ökonomischen, zB den Ausstieg der Banken aus dem US-Fracking).

      Öl ist der begrenzende Faktor der Weltwirtschaftsentwicklung. Die aufstrebenden Volkswirtschaften aka BRICSS möchten auf ihre Entwicklung nicht zugunsten USA und EU verzichten.

      Deshalb kommt Kill Bill ja auf die Idee, dass seine Eine-Welt-Regierung die Knappheit verwalten müsse!

  6. Maximilian 28. Dezember 2022 at 16:20Antworten

    Wer schonmal versucht hat Yuan zu verschieben weiss, dass der Yuan keine Alternative zum USD ist und so auch nie sein wird. International ist der Yuan so gut wie Laufschuhe aus Stahlbeton… welche in den Boden zementiert sind.

    • Fritz Madersbacher 28. Dezember 2022 at 17:30Antworten

      @Maximilian
      28. Dezember 2022 at 16:20
      „Saudi-Arabien galt bisher als wichtigster Verbündeter der USA im Mittleren Osten. Diese Zeit könnte sich aber dem Ende zuneigen. Denn während des dreitägigen Staatsbesuches einer chinesischen Delegation, angeführt von Präsident Xi Jinping, schloss China mit Saudi-Arabien weitreichende Abkommen ab. Der erste Stein für den Petro-Yuan statt des Petro-Dollars könnte damit gelegt sein … Hinter Russland ist Saudi-Arabien der zweitgrößte Öllieferant für China. Das Ziel Chinas dürfte sein, diesen Handel künftig in Yuan abzuwickeln. Auch das „Wall Street Journal“ berichtet entsprechendes. Sollte dieser Deal zustande kommen, würde das erhebliche Probleme für den US-Petrodollar bringen“ („Vom Petro-Dollar zum Petro-Yuan – Saudi-Arabien nähert sich China an“, TKP-Blog, 09/12/2022)
      „International ist der Yuan so gut wie Laufschuhe aus Stahlbeton… welche in den Boden zementiert sind“
      Das könnte auf den „USD“ schneller zutreffen, als viele heute glauben …

      • meMO an mich selbst 28. Dezember 2022 at 17:48

        AmS ist der gesamte Blickwinkel hier etwas „schräg“.

        Es arbeitet niemand auf dieser Welt daran, den Petro-Dollar durch eine andere Petro-Währung zu ersetzen. Kein Petro-Dollar bedeutet eben nicht, dass man einen Ersatz dafür braucht!

        Russland, China und andere (nicht nur) BRICS-Staaten wollen schlicht wieder die Möglichkeit haben, auch Energie in ihren eigenen Währungen zu handeln und sich diese Dinge wieder untereinander auszumachen. Statt dem Petro-Dollar sollen eben wieder andere Wertsicherungen und Bemessungsgrundlagen angewendet werden, nicht nur Gold.

        Der Trick der USA war ja der Welt einzureden, der Petro-Dollar wäre so etwas wie ein Goldersatz und statt der Goldpreisbindung brauche man nur genügend Dollar horten. Aber nach und nach stören sich immer mehr Staaten daran, dass auf diese Weise die USA quasi Gold drucken kann, so viel es will und braucht. Klar gewinnt man so jeden Wirtschaftskrieg….den man seither einen nach dem anderen angezettelt hat. Darum schlägt das Pendel nun zurück.

    • Andreas I. 28. Dezember 2022 at 19:34Antworten

      @ Maximilian Hallo,
      „Wer schonmal versucht hat Yuan zu verschieben weiss, dass“

      … die westlichen Banken nicht können, was chinesische Banken können, denn in China muss das ja irgendwie gehen.
      Oder es liegt nicht am Können, sondern am Wollen.

  7. Aurelian 28. Dezember 2022 at 15:47Antworten

    Damit hört sich dann auch endlich auf, dass alle anderen Länder indirekt durch den Dollar sämtliche US-Kriege mitfinanzieren, wie es bisher der Fall ist.

    • Jan 29. Dezember 2022 at 1:17Antworten

      Die USA haben die Ölländer gezwungen, ihr Öl auf den „freien Märkten“ zu verkaufen. Davon haben alle profitiert, die kein Öl haben und sich auch keines militärisch beschaffen können.

      Zum Glück hat Europa eine hochentwickelte Solarindustrie, die jederzeit Öl ersetzen könnte – vor allem in der Nacht und im Winter…

      Aber Physik hat noch nie jemanden interessiert.

      Ein wenig Sarkasmus bevor der Hunger kommt, sollte erlaubt sein!

      Gegen das, was jetzt kommt, war Corona Peanuts…

  8. PALLA Manfred 28. Dezember 2022 at 15:43Antworten

    DA sich das GANZE ja nicht von „Heute auf Morgen“ entwickelt hat, nochmals meine LeseTipps: – > „Die verschwiegenen Ursachen der Jahrhundert-Krise“ < („pdf“, 12-seitiger BuchAuszug) und vorab der Artikel > „Die BRD finanziert die US-Kriegsmaschine“ < (seit 1971/über 850 MilitärBasen global) – beides so googeln !!! – Autor/Verleger P. Haisenko hat auch eine aktuelle Seite unter „anderweltonline.com“ und ER will sogar Meinen „AnGlO-armeerikanisch-khasarischen(*)“ MIT-Reisenden auf „Meinem (T)Raum-Vehikel“ (um die Sonne) mit „ehrlicher FürSorge“ aus dem Schlamassel (verfahrene Lage) heraushelfen !!! – übrigens, so wie Ich auch !!! () ;-)
    zu (*) – dazu der Artikel – > „Welche Rolle spielt die jüdische Komponente im Ukraine-Konflikt“ < – ebd.
    zu (
    ) – dazu demnächst evtl. m e h r „in diesem Theater“ ;-)

  9. Jo Ne 28. Dezember 2022 at 15:34Antworten

    Als jemand der in einem System aufwachsen durfte, wo einmal „Angebot und Nachfrage bestimmen den Wert oder Preis“ eines Gutes und halten somit das geschäftliche Wirken und die dort angeschlossenen Währungen der Welt im Gleichgewicht.

    Frage ich mich: Benötigt man uns als Verbraucher oder Nachfrager noch?

    Oder kann man mit „Bazooka“, „Doppelwumms“ und „Gaspreisbremse“ eine Geschäftstätigkeit aufrechterhalten ohne die Verbraucher und ohne einen tieferen wirtschaftlichen Hintergrund?

    Zum Nachdenken, es kommt der Film Oeconomia (Geldschöpfung), dieser ist bereits in der ZDF Mediathek verfügbar, ins Fernsehen und wird am Dienstag den 17.01.23 auf 3sat gezeigt.

    • Jan 29. Dezember 2022 at 1:25Antworten

      Wenn Deagels damals recht hatte und sich die Bevölkerungen um 30-50% reduzieren, wird man auch weniger Öl brauchen.

      Zum Glück ist es nicht möglich, 50% der Bevölkerung zu reduzieren und Impfrendi würde das auch nie tun!

      Das wäre dann ja mehr als der Hitler wegdezimiert hätte – allein der Gedanke ist eine Verniedlichung der Massenmorde Hitlers! Quasi ein Beweis der rehäugigen Harmlosigkeit.

      Wie war das mit den Schlafschafen?

  10. Michel Dummer 28. Dezember 2022 at 15:11Antworten

    31 Billionen Schulden der USA…
    Nun was sagen sie zu Deutschlands Verbindlickeiten?
    Schon vor Corona:
    ca.
    2 Billionen Schulden
    12 Billionen Haftung für fremde Schulden in der EU und zwar so das die Gläubiger OHNE SCHADEN DAVON KOMMEN(eine perversion des Anleihemarktes,denn jeder Anleger weiss das er alles verlieren kann-normalerweise.Ausserdem wurde dagegen D. das was für alle anderen Länder gilt verboten,wegen Wettbewerbsvezerrung).
    +6 bis 8 Billionen an Zukunftsverpflichtungen wie Pensionen etc.

    Also hat Deutschland fast so viel Schulden wie die USA!Aber die USA haben viel mehr Steuerzahler.In Deutschland zahlen nur ca. 16 Millionen Steuern(Beamte usw. kann man abziehen da sie nichts erwirtschaften).
    Deutschland dürfte somit eins der ärmsten Länder sein.Denn wer Schulden hat kann nicht Reich sein wie es immer von D. behauptet wird.

    • Maximilian 28. Dezember 2022 at 16:21Antworten

      Deutschland hat ja gezeigt, dass man auch ohne die Steuerzahler Geld herstellen kann. Steuernzahlen ist sowas wie Maskentragen, ein symbolischer Akt der Unterwerfung.

  11. meMO an mich selbst 28. Dezember 2022 at 14:33Antworten

    „Ist Russlands Invasion in der Ukraine der Untergang des Dollars?“

    Ja. So wird es in einigen Jahren in den Geschichtsbüchern stehen.

    Die USA haben diesen Kampf heraufbeschworen – und sie werden ihn verlieren.
    Denn beinahe 90% der Staaten dieser Welt wollen die USA nicht gegen Russland unterstützen, verweigern Sanktionen usw. Allmählich beginnen die ca 1000 Militärbasen rund um den Globus die restliche Welt zu ersticken und man will sich lieber wieder davon befreien. Zu offensichtlich ist das Schauspiel rund um Nordstream, zu offensichtlich auch das von der US-Admin. kalkulierte Leid anderer Staaten zu Gunsten der US-„Wirtschaft“. Zu offensichtlich, dass die USA immer dann „Demokratie“ in ein Land bringen „müssen“, wenn dort wertvolle Rohstoffe entdeckt wurden.

    Und es sind ALLE Kontinente betroffen: Südamerikanische Staatsmänner verweigern Deals und Meetings, sobald die USA dazu einladen, Afrikanische Politiker sagen einem Blinken ins Gesicht, man brauche diese USA nicht im eigenen Land, Asiaten wie Japan reduzieren nicht nur schon mal ihre Dollarreserven, sondern treiben auch lieber mit denen Handel, die mehr Handelsschiffe besitzen als Kriegsflotte, also China & Co.

    Man sagt es eh so schön: 90% der Menschen finden Mobbing gut.
    Und diese 90% stehen nicht hinter den USA. Im Gegenteil, ein großer Teil der Meute Underdogs hat lange auf einen Moment gewartet, an dem man die USA einmal „alleine“ auf weitem Feld abpassen kann. Auf der „Blutwiese“ quasi.

    • wellenreiten 28. Dezember 2022 at 16:08Antworten

      Wenn getanzt wird will ich führen
      Auch wenn ihr euch alleine dreht
      Lasst euch ein wenig kontrollieren
      Ich zeige euch wie’s richtig geht

      Wir bilden einen lieben Reigen
      Die Freiheit spielt auf allen Geigen
      Musik kommt aus dem Weißen Haus
      Und vor Paris steht Mickey Mouse

      Ich kenne Schritte die sehr nützen
      Und werde euch vor Fehltritt schützen
      Und wer nicht tanzen will, am Schluss
      Weiß noch nicht, dass er tanzen MUSS

      Wir bilden einen lieben Reigen
      Ich werde euch die Richtung zeigen
      Nach Afrika kommt Santa Claus
      Und vor Paris steht Mickey Mouse

      We’re all living in Amerika
      Amerika ist wunderbar
      We’re all living in Amerika
      Amerika
      Amerika

      We’re all living in Amerika
      Coca-Cola
      Sometimes war
      We’re all living in Amerika
      Amerika
      Amerika

      (Rammstein – Amerika, beim Video zum Lied auf die Details achten)

  12. Heinz 28. Dezember 2022 at 13:57Antworten

    lb Redaktion, es wird viel herumgeschrieben, was die Hegemonie des US-Dollars betrifft. Ich denke aber, dass es eine höchst komplexe, in alle Lebens- und Wirtschaftsbereiche der Menschen dieser Welt ist.
    Ich vermisse einen tragfähigen Diskurs darüber, was passiert, wenn plötzlich die Länder ihre Devisenreserven, welche sie ja vorrangig in US-$ halten, zurückschicken.

    Was ist das Ergebnis. Ich denke, dass man darüber wirklich nachdenken und einen tiefergehenden Exkurs beginnen sollte. Denn so einfach, wie es auf den ersten Blick erscheint („Die Saudis verkaufen Öl und nehmen Yuan und dann kaufen sie mit den Yuan entsprechende Mengen an hochwertigen Industriewaren und -Fertigungsanlagen).

    Klingt ja nicht ganz unlogisch und ist jedem, der vor der Einführung des Euro in Europa gereist ist, aber wie tiefgehend ist das Problem tatsächlich und welche Auswirkungen hätte es, wenn zB die Hälfte der vorhandenen Petrodollars und US-Treasury-Bonds plötzlich sich in Nichts auflösen sollten.

    Es ist ja nichts anderes, als dass die USA ihre Schuldscheine auflösen müssten. Gegen was? Gold? Hätte die USA überhaupt die Menge an Gold, um die Welt „auszuzahlen“?

    Und was dann?

    Klingt für mich in hohem Maß nach Insolvenz.

  13. I.B. 28. Dezember 2022 at 12:51Antworten

    Ich bin eher skeptisch, wennich höre, dass irgendjemand, irgendwas oder irgendein Staat am Ende sei. Wie oft hat es geheißen, es werde eng für Assad? Auch dass die Wirtschaft der USA am Ende sei, habe ich schon oft gehört, auch dass der Euro demnächst „crashen“ werde, höre ich seit ein paar Jahren. Das mag alles stimmen, die Frage ist nur: wann?

    Ich kann mir vorstellen, dass unsere „Freundschaft“ mit der USA nur aus Angst besteht. Die USA sind eine Atommacht und haben als einzige Nation Atombomben abgeworfen. Wenn wir uns also dem Diktat der USA nicht beugen, was dann? Wieso sonst hat Scholz eine so jämmerliche Gestalt abgegeben, als Biden verkündete, Nord Stream 2 werde nicht in Betrieb gehen, sollte Russland in die Unkraine einmarschieren.

    Die USA sind skrupellos, das haben sie immer wieder unter Beweis gestellt.

    • Fritz Madersbacher 28. Dezember 2022 at 13:31Antworten

      @I.B.
      28. Dezember 2022 at 12:51
      „Heute nimmt die globale Macht Washingtons langsam, aber stetig ab“
      Das ist eine vorsichtige, aber umso mehr zutreffende Aussage. Für die betreffenden Machthaber ist das nicht beruhigend, sondern alarmierend, vor allem, da sie sich eben noch sicher im Aufwind fühlten. Die international vorherrschenden Reaktionen auf die Ereignisse in der Ukraine waren für den „Westen“ überraschend und niederschmetternd, ein Menetekel an der Wand. „Stetige Abnahme der Macht“ führt sehr schnell zu Absturz, wie z.B. bei einer Währung (Dollar?) …

  14. Jens Tiefschneider 28. Dezember 2022 at 12:12Antworten

    Ami allein zu Haus.

  15. Peter Ruzsicska 28. Dezember 2022 at 11:52Antworten

    „Ist Russlands Invasion in der Ukraine der Untergang des Dollars?“ Hoffentlich!
    Nur wenn der Yuan zur sog. Leitwährung mutiert wie einst der US-Dollar, dann hat sich auch nichts geändert:
    Pest oder Cholera Das ist hier die Frage – oder nicht????

    Kann man nur hoffen (!?) daß ein sog. multipolares Gleichgewicht sich tatsächlich ereignet…

    Hiatztat’n!
    G’nua g’sudat is!
    G’sund Bet’n hot a scho laung nix g’nutzt.
    In’s Häf’n mid’n G’schlodda – oba scho‘ Gestan!

  16. Ric 28. Dezember 2022 at 11:48Antworten

    Das Experiment BRIC läuft ja bereits seit 2006. Wirklich viel hat sich seither nicht getan.
    Außer der Erweiterung zu BRICS durch den Beitritt von Süd Afrika 2010.

    • wellenreiten 28. Dezember 2022 at 15:42Antworten

      Haben die USA innerhalb von 15 Jahren ihre Vormachtstellung erreicht?
      Abgesehen davon verfolgt kaum ein anderer Staat dieselben dubiosen Ziele wie die USA.

  17. 1150 28. Dezember 2022 at 11:48Antworten

    mit der beschlagnahme der devisenreserven russlands hat sich der wertewesten selbst amputiert.
    jede nation und deren geldelite weltweit hat gesehen, wie geliehen und endlich das wohlwollen der usa und seiner hörigen kolonialstaaten ist.
    das ende des dollars ist absehbar und wird durch ein rohstoff gedecktes, weltweit akzeptiertes zahlungsmittel/währung ersetzt werden.
    die usa haben weder rohstoffe noch ressourcen welche als druckmittel herhalten können, damit wird auch ihre militärische keule stumpf und kraftlos. ihre militärtechnik ist nur teuer aber ineffizient und diente nur der profitmaximierung, dies funktionierte solange, als sie die vermeintlichen „alleinherrscher“ waren.
    siehe die f35, welche noch immer ca. 800 relevante fehler im system aufweist.
    ja selbst das wetter treibt sie saisonal in regelmässige ausnahmezustände, ausserhalb der städte sieht es heute noch so aus wie bei uns in den 50/60igern
    also good bye boys und nehmt eure europäischen heloten in brüssel, iwf, who etc. mit über den atlantik und bleibt dort

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