Am Tag des Weltfriedens: Soldatenkundgebung für Österreichs Neutralität

2. September 2022von 1,7 Minuten Lesezeit

Am 21. September kommt es in Wien zu einer Kundgebung von Soldaten. Sie erheben ihre Stimme und fordern die „Aufrechterhaltung der Neutralität“.  

Die Neutralität bleibt weiterhin das Herz der österreichischen Gesellschaft. Für 70 Prozent ist Österreichs Neutralität „sehr wichtig“. Das ergab eine Umfrage im März. Weitere 21 Prozent erachten die Neutralität als „eher wichtig“. Trotzdem tritt Österreich seine Neutralität mit Füßen und lieferte sogar Soldatenhelme in die Ukraine.

Neutralität das Herz Österreichs

Auch der Wirtschaftskrieg gegen Russland wird vom politmedialen Komplex offensiv unterstützt. Die Chefin der „NEOS“, die Österreich unbedingt in die NATO holen will, sagt ganz offen: Europa und die Ukraine müsse „den Krieg gewinnen“. Ganz egal, dass für neun von zehn Österreicher die Neutralität Österreichs der wesentliche Stabilitätsfaktor ist.

Am 21. September, am Tag des Weltfriedens, erheben in Wien nun österreichische Soldaten ihre Stimme und verlangen die „Aufrechterhaltung der Neutralität Österreichs“. Neben österreichischen Soldaten werden auch zwei Offiziere aus Deutschland bei der Kundgebung sprechen und „die Bedeutung eines neutralen Österreich“ würdigen.

Was kann die Neutralität?

In der Presseinformation verweist man weiter darauf, dass die Neutralität ein wichtiger Baustein für Österreichs Unabhängigkeit gewesen ist. Die „Immerwährende Neutralität“ wurde am 26. Oktober 1955, am Staatsfeiertag und der Gründungstag der Zweiten Republik, als erstes Verfassungsgesetz beschlossen.

Die Kundgebung findet um 18 Uhr am Platz der Menschenrechte am unteren Ende der Mariahilferstraße statt.

Themen, die unter anderem besprochen werden, drehen sich alle um das Herz der österreichischen Identität. Etwa: „Ist Neutralität überhaupt möglich?“ oder die Neutralität als „Baustein der internationalen Sicherheit“ und als „sicherheitspolitisches Instrument“. Auch das Militär als Mediator wird thematisiert.

Was noch besprochen werden soll und weitere Informationen sind auf der Seite www.soldaten-fuer-neutralitaet.at zu finden.

Bild Bundesheer Fotos from Österreich, Treuegelöbnis (30460922302)CC BY-SA 2.0 

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19 Kommentare

  1. 1150 3. September 2022 at 18:17Antworten

    @huber
    es geht aber noch deutlich tiefer, wie z.b. standard, krone, kurier, falter, oe24, kleine zeitung uva.
    dafür reicht der platz hier nicht aus…….
    korrekturlesen sollte man auch, bevor man etwas absondert und untergriffig wird
    lg

  2. Bernhard 3. September 2022 at 11:54Antworten

    Anders als im Sport ist in diesem Konflikt ein Sieg auch eine Niederlage. Nur bei einem Unentschieden gewinnen beide. Und aus Freiheit wird nicht Frierheit.

  3. Alter Pauker 3. September 2022 at 10:31Antworten

    Hubers Vision: Glatter Durchmarsch!

    • Elisabeth 3. September 2022 at 10:43Antworten

      wochenblick.at/brisant/van-der-bellen-migranten-parteien-retteten-seine-kandidatur/

      • Huber 3. September 2022 at 13:15

        Elisabeth
        3. September 2022 at 10:43Antworten
        Vom Wochenblick.at. Gratuliere.
        Eines der primitivten Medien Österreichs.
        Passt aber gut zu ihnen.

  4. Pro Dotto Diddi Otto 3. September 2022 at 7:53Antworten

    Der Diensteid der deutschen Soldaten lautet: „Ich gelobe, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen.“ – Mal sehen, wie sich dieser Widerspruch auflöst … ;) – Immerhin haben die Soldaten sich quasi alle spritzen lassen und haben damit gezeigt, wo ihre Loyalität liegt. In den USA, in D und wohl auch in Ö wird das Militär im Inneren (!) eine entscheidende Rolle spielen bei den begonnenen Umwälzungen.

    • Elisabeth 3. September 2022 at 8:10Antworten

      Da Proteste gegen die extremen Preissteigerungen als „rechtsextrem“ eingestuft werden und Demonstranten gegen die Harakiri-Sanktionen, für den Frieden und für Grund- und Menschenrechte, für körperliche Unversehrtheit … als „Staatsverweigerer“ und „Demokratiefeinde“ gelten, wird auch das Militär ähnlich brutal wie die Polizei auf die friedlichen Demonstranten losgehen. Es wird jedenfalls schon darauf vorbereitet. Die Demos als „rechtsextrem“ zu denunzieren, gehört dazu, um quasi „die Stimmung anzuheizen“.

    • alexandrabader 3. September 2022 at 11:07Antworten

      Sehen Sie sich Interviews mit Scott Ritter an. Er sagt, dass Deutschland und die USA ihre Verteidigungsfähigkeit opfern, indem sie die Ukraine versorgen. Inzwischen vermietet Selenskij seine Villa in Italien an Russen. Ritter und an deren steht auch Ex-CIA-Chef General Petraeus gegenüber, der vielleicht unter Selbsttäuschung leidet. Weil „wir“ ja angeblich „den Kommunismus besiegt“ haben….

  5. Huber 3. September 2022 at 7:30Antworten

    Wundert mich dass keiner über die 25.000 Unterstützungserklärungen für Van der Bellen etwas schreibt.
    Hatte man doch hier die große Hoffnung dass er die 6000 nicht zusammenkriegt.
    Nicht traurig sein.
    Wird ein glatter Durchmarsch für VdB.

    • Marc 4. September 2022 at 21:25Antworten

      ich weiss dass es auch andere gab die wesentlich mehr Unterstützungserklärungen hatten , diese aber nicht mehr weitergezählt haben weil es schon wesntlich mehr gab als gefordert. Mit diesen dauernden kindischen Infos- der hat mehr wie der ander etc. sollte man sehr vorsichtig sein. Es könnte da auch eine Überraschung geben die einigen Kopfweh bereiten könnte

  6. rudi & Maria fluegl 3. September 2022 at 5:34Antworten

    Die hätten wohl besser Ihre Narrenkappen in die Ukraine geschickt und die Helme selber aufgesetzt.
    Farblich abgestimmt zu ihren Narrenmasken.
    Dann wäre jede Verwechslung bezüglich Humoreske, wenigstens endgültig ausgeschlossen.
    Als lächerliche „Groteskler“ sind die keinen Grinser wert.
    Die Tränen die sie bewirken befreien hoffentlich zumindest von Schadstoffen und Leidensdruck.

  7. Fritz Madersbacher 2. September 2022 at 19:01Antworten

    „Am 21. September, am Tag des Weltfriedens, erheben in Wien nun österreichische Soldaten ihre Stimme und verlangen die „Aufrechterhaltung der Neutralität Österreichs“
    Wie wichtig das ist, zeigt ein Interview mit dem Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten Alexander Schallenberg:
    „Die Linie der Bundesregierung hat sich schon in den letzten Jahren sehr deutlich akzentuiert. Einer der wesentlichen Parameter ist eine klare transatlantische Orientierung und eine Orientierung eines Wertefundaments. Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass nur noch 25 Prozent aller Staaten weltweit unser Wertesystem und unser Gesellschafts- und Wirtschaftsmodell teilen. Und mit denen müssen wir zusammenarbeiten – ob mit Australien, Neuseeland, Kanada, den USA oder anderen Staaten. Das heißt, unsere Ausrichtung war davor schon richtig und wird jetzt bestätigt“ („Tiroler Tageszeitung“, 25/08/2022)

    • Pierre 2. September 2022 at 22:18Antworten

      Die Welt wendet sich also zunehmend von „unserem“ Modell ab und damit wird bestätigt, dass es das richtige Modell ist?! Logik ist wohl nicht Schallenbergs Stärke.

      • Fritz Madersbacher 2. September 2022 at 23:34

        @Pierre
        2. September 2022 at 22:18
        „Logik ist wohl nicht Schallenbergs Stärke“
        Wir werden ihm wohl die Zügel straffer ziehen müssen oder besser gleich den Weisel geben … (für unsere nichtösterreichischen Freunde und -innen: laut Duden „österreichisch umgangssprachlich“ für „jemanden abweisen, entlassen“) …

      • Elisabeth 3. September 2022 at 6:54

        Der Weisel kommt aus der Bienensprache. Es ist der Name der Königin. Wenn eine neue geboren wird, kriegt sie den Weisel. Sie verlässt den Stock und nimmt ihr Volk mit, das sich traubenfôrmig um sie sammelt. So etwas hängt dann an Ästen von Bäumen. Mein Vater hat mal einen Bien mit dem Schmetterlingsnetz eingefangen und fortan hatten wie einen eigenen Honig …

      • Fritz Madersbacher 3. September 2022 at 8:44

        @Elisabeth
        3. September 2022 at 6:54
        Danke für die etymologische Erklärung, die ich weggelassen habe, weil sie in eine andere Richtung weist: Schallenberg wird „sein“ Volk nicht mitnehmen …

      • Elisabeth 3. September 2022 at 9:15

        :-)
        Ich war bloß dankbar, mit meinem „unnützen Wissen“ prahlen zu können.

      • Elisabeth 3. September 2022 at 9:20

        PS: aber „sein“ Volk könnte er doch mitnehmen, weil das sind eh nicht wir, sondern die Freimaurer … ;-)

    • alexandrabader 3. September 2022 at 14:21Antworten

      Das lenkt ab – ich kann Schallenberg ein komplexes Netz an Personen aufzeichnen, die in Politik und Wirtschaft sehr viel Einfluss haben und mit Putin verbunden sind. Es geht auch um alle Parteien.

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