Kein Ende der Covid-Restriktionen in Österreich zu Ostern

14. April 2022von 3 Minuten Lesezeit

In Österreich geht das Covid-Theater weiter. Auch im Frühling schenkt man der Bevölkerung kein Ende der Maßnahmen. Wien will weiterhin an „2G“ festhalten, die Grundlage für den restriktiven Weg schafft der Bund.

Update 13.30 Uhr: Mittlerweile hat Johannes Rauch seine Verordnung vorgestellt. Für den Einzelnen ändert sich de facto nichts: Maskenpflicht gilt weiterhin in Supermärkten und Öffis. Die Verordnung gilt bis 8. Juli. Kein Journalist schaffte die Nachfrage, wie das möglich sei, wenn doch das Gesetz, auf dem die Verordnung basiert, nur bis 30. Juni 2022 gültig ist. 

Update 14.45 Uhr: Auch in Wien fällt die 2G-Regel. Es bleiben strengere Testpflichten in Spitälern und Pflegeheimen. Ansonsten folgt Wien dem Bund. 

Bis einschließlich Samstag ist die aktuelle „Covid-19-Basismaßnahmenverordnung“ noch gültig. Dann wäre, sofern sie nicht aktiv von Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) verlängert wird, Österreich zumindest vorübergehend von allen Covid-Einschränkungen befreit. Zumindest vorübergehend. Doch auch diese Erleichterung wird dem Land nicht gemacht. Rauch kündigte bereits eine neue Verordnung an.

Wien wird Insel

Noch heftiger bleibt es in Wien. Bürgermeister Michael Ludwig, der aktuell infiziert in Quarantäne sitzt, kündigte aus der Isolation heraus an, weiterhin bei „2G“ in der Bundeshauptstadt zu bleiben. Das ist europaweit fast einmalig: Nur in Griechenland und Wien gilt 2G, doch im Urlaubsland sollte es bald aufgehoben werden. Laut Medienberichten will Wien aber bis „Mitte oder Ende Mai“ die Zugangsbeschränkung beibehalten. Dann dürfte man wirklich die einzige Region Europas sein, in der man ein Covid-Zertifikat für das Kaffee trinken braucht.

Beenden könnte nur der Bund das Wiener Covid-Theater. Die Wiener „Covid-19-Basismassnahmenverordnung“ basiert auf der gleichnamigen Rauch-Verordnung. Gäbe es keine Verordnung aus dem Bund könnte Michael Ludwig keine Verschärfung durchsetzen. Es wäre rechtlich schlicht nicht möglich.

Rauch schenkt keine Ruhe

TKP hatte um eine Stellungnahme aus dem Gesundheitsministerium gebeten, mit welcher gesetzlichen Grundlage man ab Sonntag plane. Es kam keine Antwort. In der „Tiroler Tageszeitung“ nahm Rauch aber dazu Stellung. Und es kommt die Ernüchterung: Zwar werde es „Lockerungen“ geben, doch die auslaufende Verordnung wird durch eine neue ersetzt werden. Damit ist der Weg für die SPÖ Wien frei, den „Wiener Weg“ weiterzugehen. Würde keine neue Verordnung aus dem Ministerium nachkommen, wäre ganz Österreich ab Sonntag beispielsweise maskenfrei. Auch die Wiener U-Bahnen.

Dazu darf es offenbar nicht kommen. Bis zum Samstag hat das Gesundheitsministerium Zeit, die neue Verordnung kundzumachen. Johannes Rauch scheint gewillt dies zu tun und arbeitet fest daran. Dann dürfte die Wiener Verordnung einfach verlängert werden.

Und der „Wiener Weg“ arbeitet auch mit faulen Tricks: Anders als kommuniziert gilt in den Gastgärten Wiens keine „G-Regel“. Wer im Schanigarten oder vor der Tür des Gastgewerbes sitzt muss nichts vorweisen, Kellner verlangen trotzdem oft genug Zertifikate, auch draußen.

Wichtig für WIrt und Polizei: Im Außenbereich der Gaststätte gilt kein „2G-Nachweis“

Ein echter „Freedom Day“, ein Ende der Maskenpflichten und ein (vorübergehendes) Ende der Covid-Regeln gönnt die Regierung dem Land also nicht. Im Herbst wird ohnehin wieder verschärft. Das Covid-19-Maßnahmengesetz muss Ende Juni verlängert werden: SPÖ und Grüne haben bereits klar ihre Absicht dazu geäußert, es fehlt noch die ÖVP, doch auch sie und ihre Experten warnen schon vor der neuen Variante im Herbst.

Bild Bwag/wikimedia

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20 Kommentare

  1. Florian 15. April 2022 at 6:17Antworten

    Keine Panik. Die Maßnahmen werden ab Samstag zurückgefahren.
    De Artikel hätte man sich schenken können.

    Im Umkehrschluss heißt das: Die Maske braucht man nicht mehr in der Gastronomie, bei Veranstaltungen – egal welcher Größe – und in vielen Bereichen des Handels, etwa in Kleidergeschäften oder im Möbelladen. Die Möglichkeit, im Club und bei großen Veranstaltungen zwischen 3G und Maskenpflicht zu wählen, fällt ebenfalls weg. Eine 3G-Regel gibt es damit nur noch in Krankenanstalten und ähnlichen vulnerablen Bereichen.
    Diese vulnerablen Bereiche sind es auch, in denen Wien strenger bleiben wird als der Bund. Besucherinnen und Besucher in Spitälern und Heimen brauchen weiterhin einen PCR-Test, FFP2-Maske sowieso. Eine 2G-Regel wird es nicht mehr geben.
    Die fällt auch in der Gastronomie und in Clubs.

    • quantumonly 15. April 2022 at 17:45Antworten

      Alles einfach nur NONSENS egal wie sie versuchen es zu argumentieren, seit mehr als 2 Jahren bringen all die Maßnahmen nichts.

  2. Elisabeth 15. April 2022 at 4:00Antworten

    Staubmasken halten keine Viren ab. Das Material, das so dicht ist, dass es Viren abhält, würde auch keine Luft mehr durchlassen. Zudem ist alles Unfug, weil Viren auch über die Augen eindringen können. Seien wir froh, dass Coronaviren relativ harmlos sind.

    Die Masken dienen der Demütigung und der Schädigung unserer Gesundheit, besonders der Kinder. Und es ist ein gutes Geschäft, bei dem auch die verantwortlichen „Experten“ und Parteiheinis mitschneiden. Deswegen sollen sie bleiben.

    Wann werden wir es erleben, dass die Menschen die Masken einfach nicht mehr tragen? Aber es gibt leider viele, die sehr einfältig sind und uns sofort denunzieren und genug aggressive minderbemittelte Polizisten. Wenn es nicht im Dieseits ist, dass die Verantwortlichen bestraft werden, so wird es im Jenseits geschehen.

  3. adam rhau 14. April 2022 at 19:14Antworten

    Sind Sie sicher, daß 2 G nur in Gaststätten-Innenräumen gilt? Viele Gasthäuser sehen das nicht so und schaden sich dadurch selbst. Auch daß der kontrollierenden Polizei dies bewußt ist, bezweifle ich…

    Im übrigen: nach Schanghai mit Rauch, Ludwig und Hacker! Dort werden sie sich wohlfühlen.

  4. Gast 14. April 2022 at 17:20Antworten

    Schade, zu früh den Urlaub gebucht, in der Hoffnung, dass die Österreicher sich doch noch besinnen. Maskenpflicht bis 8. Juli? Und dann noch FFP2 (Staubschutzmasken) ? Das ist ein eindeutiges Signal der Willkür!

  5. C'est moi 14. April 2022 at 15:42Antworten

    Alles Verbrecher!

    Darum kann man da nur eines tun: NIX – also keine Maske tragen, keine Spritzen akzeptieren,….“Maßnahmen“ generell ignorieren.

  6. Slobodan Covjek 14. April 2022 at 15:34Antworten

    Wir brauchen ein Tribunal, um die Verantwortlichen hinter Gitter zu bringen. Der Eingriff in die Atmung der Bürger ist ein unzulässiger Übergriff eines Willkürstaates. Leider hat der VfGH in dieser Staatskrise auf der ganzen Linie versagt.

    • Elisabeth 15. April 2022 at 4:10Antworten

      Der VfGH ist parteipolitisch besetzt. Er besteht eben aus rotschwarzen Richtern und zuletzt kam noch eine GrünIn dazu. Die haben vermutlich a) alle Plagiatstiteln und b) null Ahnung von Naturwissenschaft und Logik. Sie entscheiden nach Parteivorgabe und diese orientiert sich daran, was Soros möchte …

  7. Thomas Holzer 14. April 2022 at 13:13Antworten

    Und der Schwachsinn geht weiter! Maskenpflicht bis 08. Juli! Mit Verlaub, denen im Gesundheitsministerium ist das Virus ins Gehirn gesprungen 🙊🙉🙈😎☹️😱🥃🥃🇮🇱

  8. zaungast 14. April 2022 at 11:51Antworten

    Arme Österreicher – das klingt ja schlimmer als im Lauterbachland. Besonders peinlich ist die Rolle der österreichischen Sozialdemokratie – oder sollte sie ebenso wie die deutsche in die gerne verdrängte etatistische Krankheit zurückgefallen sein, die sie schon Anno 1914 mitmarschieren ließ? Und wie man sagen muss: sich recht wohl dabei gefühlt hat. Warten wir ab – in Berlin nahen wieder die Tage der Kriegskredite und vom gefühligen wählerwirksamen Salonpazifismus verabschieden sich mittlerweile auch die Grünen im Sekundentakt. Meine Prognose: Herr Scholz wird der Gustav Noske der sogenannten Sozialdemokraten – wahrscheinlich ist der Kriegsnotstand in der Planung und dabei wird der bewusstlosen Bevölkerung die Impfplörre einfach mal nebenher verabreicht. So greift eins in andere.

  9. Lothar 14. April 2022 at 11:15Antworten

    Wer für den Schwachsinn in Wien verantwortlich ist? Die Wähler natürlich. Die haben diese Schwabisten gewählt. In Wien sollten noch viel strengere Maßnahmen gelten, dann wären die Coronahysteriker etwas beruhigt.

  10. Fritz Madersbacher 14. April 2022 at 11:08Antworten

    Der Bevölkerung „schenken“, dem Land „gönnen“ – in diese Demutshaltung sollten wir uns nicht begeben, sonst wird die Versuchung wieder groß, uns wie Ochsen oder Gäulen „Zügel anzulegen“ bzw. „die Zügel zu straffen“. Es ist ganz klar: für die den Pharma-Profiteuren hörigen Hypochonder in Politik und Medien ist der ihr Handeln bestimmende Virus-Wahn nie zu Ende, somit auch nicht die profitable „Pandemie“. Und der einzige „Immunschutz“ ist für diese in ihrer Angst nicht zurechnungsfähigen Leute die Verabreichung der mittlerweile längst als wirkungslos und schädlich entlarvten Genpräparate und der immer noch aufrechte Zwang zur „Auffrischung“ im Herbst. Es wird interessant, ob am einstigen internationalen Kampftag der Arbeiterklasse ein Rest von Rebellion in der Wiener Sozialdemokratie sichtbar wird, oder ob der 1. Mai – Aufmarsch zu einem traurigen „Pandemie“-Lemminge-Zug zur höheren Ehre der mental adipösen Greise, Halbgreise und Jung-Greise/-innen an der Spitze dieser Partei stattfindet …

    • Fritz Madersbacher 14. April 2022 at 11:10Antworten

      Korrektur: „… oder ob der 1. Mai – Aufmarsch zu einem traurigen „Pandemie“-Lemminge-Zug zur höheren Ehre der mental adipösen Greise, Halbgreise und Jung-Greise/-innen an der Spitze dieser Partei verkommt …“

  11. Gabriele 14. April 2022 at 11:02Antworten

    Bgm. hat trotz Ganzkörperkondom jetzt Omikron…vielleicht wegen der fehlenden Gasmaske. Solange der das Sagen hat, gibt es nur Verbarrikadieren in der Gruft. Wien ist wirklich „anders“ und der Rest auch nicht viel besser. Österreich will sich auf diese Art einen Weltruf erarbeiten. Sonst haben wir ja nicht viel zu bieten – jedenfalls für die Pharma-Mafia.

  12. wellenreiten 14. April 2022 at 10:46Antworten

    Ludwig wird sich zu Ostern ganz bestimmt an die Quarantäne halten, da bin ich sicher.
    Ich habe resigniert und bereite so viele Auslandsaufenthalte wie möglich vor.

  13. anamcara 14. April 2022 at 10:42Antworten

    Unglaublich, do geht ma’s G’impfte auf.

    • anamcara 14. April 2022 at 10:50Antworten

      Ergänzend:
      Griechenland: Maskenpflicht und Impfpässe fallen zur Urlaubssaison laut Reuters

      Vom 1. Mai bis zum 31. August müssen die Bürgerinnen und Bürger keine Coronavirus-Impf- oder Krankheitsbescheinigungen mehr vorlegen, um Innenräume oder offene Räume wie Restaurants zu betreten, und die Behörden erwägen auch die Aufhebung der Anforderung, eine digitale COVID-Bescheinigung der EU vorzulegen, um ins Land einzureisen.

      Darüber hinaus wird das Tragen von Masken in Innenräumen ab dem 1. Juni nicht mehr vorgeschrieben sein, und Schüler werden nach den Osterferien in den Unterricht zurückkehren, ohne dass sie regelmäßig negative Selbsttests vorlegen müssen.

      Übersetzt mit http://www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

  14. magerbaer 14. April 2022 at 10:38Antworten

    Und alles nur für den Schutz von vorerkrankten wissenschaftlichen Halbwahrheiten im Dienst der scheinheiligen Pharmacia und gelobpreist von den Jüngern der Incompetencia ….

  15. Peter Pan 14. April 2022 at 10:37Antworten

    Wie viele Personen sind eigentlich für den Schwachsinn in Wien verantwortlich?
    Wieso können die noch nachts in Ruhe schlafen?

    • Sonnenblume 14. April 2022 at 11:14Antworten

      Was sind das nur für Menschen, die mit diesen Maßnahmen ihre Mitmenschen nonstop weiter drangsalieren wollen? Nur wer sein inneres Selbst verraten hat (passiert in der Kindheit, wenn man sich dem erwachsenen Aggressor nicht nur unterwerfen muss, sondern ihn auch noch dafür zu bewundern beginnt, dass er einen psychisch oder physisch platt gemacht hat) ist zu solch inhumanem Vorgehen fähig. Diese Menschen gehören in Therapie und nicht in verantwortungsvolle Positionen, wo sie über das Wohl und Weh von Menschen bestimmen dürfen.

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