Ulrike Guérots Buch „Wer schweigt, stimmt zu“: Aufruf zu einer neuen radikalen Aufklärung

15. März 2022von 10,1 Minuten Lesezeit

Die standhafte Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot, die schon während der ganzen Coronakrise Mut und Charakter bewiesen hat, hat einen fundamentalen Essay zu den tiefgreifenden demokratie- und medienpolitischen Umbrüchen der vergangenen zwei Jahre verfasst. Das Werk einer Systemkritikerin, die eigentlich lieber keine wäre, gibt nicht nur Rückschau auf bisweilen Unfassbares und warnt auch nicht bloß vor einer bedrohlichen Zukunft, ihr Buch ist überdies Appell, Vision und Gegenrezept.

Bevor ich auf das Buch von Guérot selbst zu sprechen komme, einleitend ein paar umfassendere Gedankengänge, mit denen ich ihr politisches Engagement breiter kontextualisieren und würdigen will. Denn vielleicht ist es ein charakteristischer Effekt der tiefgreifenden Diskursverschiebungen nicht etwa bloß der vergangenen zwei Jahre, sondern der letzten zwei bis drei Jahrzehnte, dass prägnante Gesellschaftskritik nicht mehr aus den Ecken kommt, von denen man es früher einmal gewohnt war. Keine Rede mehr von Studentenrevolte, auch die einstmals wilde Kunst- und Kulturszene ist brav und konformistisch geworden, und fast die gesamte Linke samt der anti-faschistischen Bewegung ist zum autoritären Staat übergelaufen. Mit anderen Worten: Die althergebrachten Koordinatensysteme stimmen einfach nicht mehr, sie sind am Zusammenbrechen. Stattdessen kommt die Rebellion heutzutage bisweilen von einer Seite, von der man es gar nicht unbedingt erwartet hätte. Und damit meine ich nicht die Rechtspopulisten.

Bemerkenswerte Fälle von Häresie

Ein Beispiel: Nils Melzer, jener UN-Sonderbeauftragte für Folter, der sich seit dem Frühjahr 2019 vehement für den in einem britischen Hochsicherheitsgefängnis verrottenden Journalisten Julian Assange einsetzt und sich dadurch die gesamte westliche Staaten- und Mediengemeinschaft zum Feind gemacht hat, ist eigentlich alles andere als ein Revoluzzer. Nicht irgendein umstürzlerisches, linkes Ideengebäude, sondern gerade seine konservative Werthaltung ist es, die den christlich-gläubigen Schweizer Rechtprofessor zu seinem unbeirrten Eintreten für Grundrechte befähigt.

Oder man denke an Peter Handke. Während andere der einst kritischen 68er-Generation bereits zu Transatlantikern mutiert waren, verfasste der bis dahin eigentlich als unpolitisch geltende Schriftsteller Mitte der 90er-Jahre plötzlich die „Winterliche Reise“, ein Buch, das die journalistischen Grundlagen der Interventionen des Westens im ehemaligen Jugoslawien in die Luft sprengte.

Gerade an Handke lässt sich die Zuspitzung des öffentlichen Diskurses übrigens recht gut ablesen. Zwar gab es auch in den 90ern Entrüstung über ihn, aber das war nichts gegen den monatelang anhaltenden Rufmord durch den Meutenjournalismus auf allen Kanälen, den die Verleihung des Literaturnobelpreises im Jahr 2019 an ihn auslöste. Die Zeiten haben sich geändert, der Diskurs kippt in den Totalitarismus, und folgerichtig zeichnet sich eine verschärfte Gangart der Mainstream-Medien gegenüber kritischen Stimmen ab.

Womit wir bei den Dammbrüchen der Corona-Debatte gelandet wären und zu Guérots frisch erschienenem Buch kommen, das gerade diesen Verfall der politischen Öffentlichkeit skizziert. Demzufolge lautet sein Titel: „Wer schweigt, stimmt zu. Über den Zustand unserer Zeit. Und darüber, wie wir leben wollen.“ Ähnlich wie Melzer ist aber auch Guérot ja nicht gerade als linksradikaler Bürgerschreck bekannt, sondern war, wenn man so will, Teil des „Mainstreams“, also des Establishments, hat in ihm so richtig Karriere gemacht und gewissermaßen an ihn geglaubt. Bis sie plötzlich merkte, daran stimmt etwas nicht.

Guérots Forderungen: Eigentlich eine Selbstverständlichkeit

Und ähnlich wie Melzer im Fall Assange sagt auch Guérot seit mittlerweile zwei Jahren im Zusammenhang mit der Corona-Debatte im Grunde nichts Revolutionäres oder sonst auf irgendeine Weise Sittenwidriges. Ganz im Gegenteil. Denn man sollte meinen, dass es etwas Normales wäre, sich für die Beibehaltung derjenigen demokratischen Mindeststandards und Grundrechte einzusetzen, die ja seit Mitte des 20. Jahrhunderts untrennbar mit dem fraglosen Selbstverständnis des Westens verbunden sind. Verwunderlich ist eher umgekehrt, dass auf einmal diejenigen, die das tun, sich in einer Außenseiterposition wiederfinden.

Guérots Rebellion gegen das System ist also paradoxerweise latent eine tiefe Systemtreue, indem sie die offiziell vom System vertretenen Werte ernster nimmt als diejenigen, die darin inzwischen die Macht übernommen haben, sie aber, falls überhaupt, bloß nur noch als Lippenbekenntnisse im Mund führen. Die Politikwissenschaftlerin will demzufolge erst einmal eigentlich auch keinen radikalen Umsturz, sondern das bewahren, was bisher als selbstverständlich gegolten hat. Dazu gehören Meinungsfreiheit, Pluralismus, Selbstbestimmung der Individuen über sich selbst, über ihren Körper, also generell einfach alle diejenigen fundamentalen Grund- und Freiheitsrechte, die uns nicht nur während der Krise sukzessive entzogen worden sind, sondern darüber hinaus scheint mit einem Mal auch jedes tiefergehende Verständnis dafür verloren gegangen zu sein, was sie eigentlich bedeuten.

Dass diese eigentlich konservativ wie bescheiden anmutenden Forderungen Guérots heutzutage als eine Außenseiterposition im öffentlichen Diskurs dastehen und plötzlich den Geruch des Radikalen bekommen haben, dass sie darum sogar Schwierigkeiten hatte, einen Verlag zu finden, das illustriert bereits die tiefgreifenden Deformationen, die unser demokratischer Diskurs in den letzten beiden Jahren erfahren hat und die zu beschreiben sie in ihrem 140 Seiten langen Essay unternimmt.

Wahrheit, Pflicht und Gehorsam

Ausgangspunkt des Buches ist demzufolge auch eine gewisse Fassungslosigkeit (die wohl viele Beobachter des Zeitgeschehens mit ihr teilen) über den Verlauf des öffentlichen Diskurses während der vergangenen zwei Jahre:

Alle drängten unter Panik in einen Zug, der immer schneller an Fahrt aufnahm. Es war der Zug der Coronamaßnahmen. Wer, wie ich, nicht in diesen Zug eingestiegen ist, hat das Zeitgeschehen von einer anderen Warte aus beobachtet und ist heute von der Gesellschaft entfremdet.“  (1)

Wie in einem Hirnsturm lässt Guérot im ersten Teil des Textes vieles von den absurden Absonderlichkeiten der vergangenen zwei Jahre bunt durcheinander gewürfelt vorüberziehen. Besonderes Augenmerk richtet der Essay dann jedoch auf den irreführenden Begriff von Wahrheit, der die öffentliche Debatte in dieser Zeit durchgängig beherrscht hat. Es handelt sich dabei um eine tyrannische Idee von Wahrheit, die, wie Guérot recht gut herausarbeitet, weder mit Demokratie kompatibel ist noch ein realistisches Bild von Wissenschaft selbst wiedergibt. Überzeugend skizziert sie, wie aus menschlich gemachter, fehlerhafter Wissenschaft eine Art Religion gemacht wurde. An einer Stelle, die einem jedem Leser unwillkürlich im Kopf hängen bleiben wird, entlarvt Guérot auf besonders anschauliche Weise den Unsinn naiver Wissenschaftsgläubigkeit:

Es gibt ungefähr 600 Studien zur Frage, ob Kaffee gut oder schlecht für die Gesundheit ist. Die Ergebnisse variieren von ganz schlecht (Herzrasen) bis sehr gut (belebend). Die Entscheidung darüber, welcher Studie Sie persönlich glauben, hängt am Ende schlichtweg davon ab, ob Sie Kaffee mögen oder nicht.“ (2)

Immer wieder richtet sich Guérots Impuls — mit wiederholtem Bezug auf Hannah Arendt — auch gegen das neue autoritäre Denken, das einen absoluten Gehorsam gegenüber in jüngster Zeit gehypten Ideen von Moral und Pflicht verlangt. In einer geradezu luziden Passage formuliert sie eine eindringliche Warnung:

„Soll man sich heute aus Pflicht und Solidarität impfen lassen für den anderen, so wird man vielleicht morgen seine Niere, seine Stammzellen oder sein Blut für einen anderen geben müssen, bei dem oder der diese Dinge besser verwertet werden können — oder der einfach mehr Geld hat. Niemand garantiert, dass, wenn es heute zur Pflicht wird, etwas in den eigenen Körper injizieren zu lassen, es morgen nicht Pflicht ist, etwas davon herzugeben.“  (3)

Abrechnung mit Žižek & Co.

Die globale Linke, so konstatiert Guérot, hat diese Gefahren nicht erkannt und versagt, weil sie „[d]em Nimbus der Solidarität […] erlegen“ (4) sei. Und in diesem Zusammenhang teilt die Politikwissenschaftlerin auf derart erfrischend respektlose Weise gegen linksintellektuelle Ikonen aus, dass man sich etwa den folgenden Satz am liebsten zuhause an die Wand hängen möchte:

„Žižek, Chomsky oder auch Habermas schrieben ihre dümmsten Artikel ever.“ (5)

Und sie gibt zu bedenken:

 „Was von der Linken noch letztes Jahr triumphal als Rückkehr des Staates gefeiert wurde, könnte sich indes bald als sein Ausverkauf entpuppen. Ebenfalls auf dem Altar der Lebensrettung landen könnten das Prinzip des Politischen selbst, die Demokratie und ihre beiden Grundpfeiler, das mündige oder emanzipierte Individuum, sprich Autonomie und Selbstbestimmung.“ (6)

Diese Zeilen gibt der Autor der Rezension durchaus selbstkritisch wieder, denn auch er war — nicht anders übrigens als etwa der deutsche Fernsehphilosoph Richard David Precht — ganz am Anfang der Pandemie dem Irrtum verfallen gewesen, die angesichts der Bedrohung durch das Virus global einsetzenden Corona- und Lockdown-Maßnahmen wären nicht unbedingt etwas Schlechtes, sondern könnten ganz im Gegenteil eine Art linker Morgendämmerung sein, ein Wiedergewinnen der Autonomie des politischen Handelns gegenüber der Vorherrschaft kapitalistisch-ökonomischer Interessen. Ich selbst war also anfangs durchaus in den Zug eingestiegen, in den Guérot nicht eingestiegen war.

Transhumanismus

Mit Blick auf den ins Haus stehenden digitalen Impfpass, die tiefgreifenden Verflechtungen der Politik mit WHO, Pharmaindustrie und Gentechnik-Lobbys, wie sie mittlerweile zutage getreten sind, sowie andere sich abzeichnende drastische Entwicklungen muss nun allerdings jeder wachsame Mensch die Befürchtungen Guérots ernst nehmen:

„Anstatt in einer posthumanen Gesellschaft zu landen, in der der Mensch nicht mehr das Epizentrum das Planeten und Geld nicht mehr die Messgröße für Erfolg ist, könnte das Pandemiegeschehen den Weg in einen technologiegetriebenen Transhumanismus ebnen, den letzten großen Traum eines sinnentleerten, dafür aber autoritären Kapitalismus […] Die Impfpflicht ist möglicherweise nur der Einstieg in eine unverfrorene Ausweitung der kapitalistischen Landnahme durch einen ‚Gebrauch der Körper‘ (Giorgio Agamben), indem der Körper selbst zum verhandelten Objekt von Politik und Gesellschaft wird. Und damit zur Grundlage eines digital-biometrischen Komplexes, der den ausklingenden Zyklus des militärisch-industriellen Komplexes ablöst.“ (7)

Für eine neue radikale Aufklärung

Über weite Strecken ist Guérots Essay nichtsdestoweniger bloßes Brainstorming, enthält viel Unabgeschlossenes und infolgedessen wenig gründlich Durchargumentiertes. Eine dichte Menge von Gedanken und Hinweisen wirbelt ungeordnet durch das Buch, und man muss auch als Sympathisant nicht unbedingt mit jedem einzelnen Gedankengang übereinstimmen, man bleibt ja dennoch immer noch kritischer Leser. Tatsächlich reißt der Essay viele Problematiken nur flapsig an, die in voller Tiefe auszudiskutieren er freilich auch gar nicht angetreten ist. Er ist, so könnte man seine Mängel ins Positive umdeuten, überhaupt erst Beginn einer Diskussion, oder sollte es sein. An vielen Stellen des Textes würde es sich lohnen, nachzuhaken, um andernorts mehr daraus zu machen.

Demzufolge mündet der Aufsatz in einen langen Appell, in einen Aufruf an uns alle, in eine Vision oder Utopie, wenn man so will. Hier wird Guérot nun wirklich radikal. Denn es handelt sich einerseits dezidiert um einen Aufruf zu einer „neuen radikalen Aufklärung“ (8), andererseits aber auch um einen Aufruf zum unmittelbaren politischen Handeln, der etwas Mitreißendes hat und tatsächlich radikale Forderungen enthält:

„Zuerst räumen wir auf, jeder in seinem Land. Wir überantworten die Verantwortlichen dem Internationalen Strafgerichtshof […] Wir bitten die USA, sich um Anthony Fauci und Bill Gates zu kümmern. Wir schließen die WHO und durchforsten ihre finanziellen Verstrickungen mit der Pharmaindustrie. Wir lassen die dunklen Gestalten von Pfizer & Co. nicht entkommen […] Wir setzen einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss ein. […] Wir machen die Krankenhäuser wieder zu Anstalten des öffentlichen Rechts […] Wir lehren unsere Kinder, das Geldsystem infrage zu stellen […] Wir holen unsere Alten wieder aus den Pflegeheimen […] Wir gründen neue Zeitungen und Magazine […] Wir verweigern die digitale Welt von Xi Jinping oder Mark Zuckerberg, die Welt der QR-Codes […]“ (9) usw., usf.

Und ganz am Schluss des Bändchens bündelt Guérot all diese Aufrufe noch einmal zu der einen richtungsweisenden Frage, die im Untertitel des Buches steht und die angesichts der vergangenen zwei Jahre auf fundamentale Weise zu stellen tatsächlich an der Zeit ist: Wie wollen wir leben? (10)

Literaturhinweis

Ulrike Guérot: „Wer schweigt, stimmt zu. Über den Zustand unserer Zeit. Und darüber, wie wir leben wollen.“ Westend, Frankfurt/Main 2022

Fußnoten

(1) S. 10

(2) S. 64/65

(3) S. 100

(4) S. 94

(5) Ebd.

(6) S. 94/95

(7) S. 95

(8) S. 82

(9) S. 116-120

(10) „All diese Fragen und Überlegungen müssen jetzt dringend auf den Tisch und unter dem Hashtag #wiewollenwirleben? geführt werden, deutschlandweit, am besten europaweit.“ S. 132

Weiterführende Hinweise

Videonterview mit Ulirike Guérot bei „Idealism Prevails“ zu ihrem neuen Buch

Videonterview zum Buch bei „PUNKT.PRERADOVIC“.

Interview in den „NachDenkSeiten“ zur Neuerscheinung als Podcast

Rezension von Maren Müller

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23 Kommentare

  1. Pfeiffer C. 16. März 2022 at 11:07Antworten

    Ortwin Rosners unaufgeregte, gemäßigte Beschreibung des hochexplosiven Inhalts von Ulrike Guérots Essay spiegelt unser zeitgenössisches Demokratiedilemma:

    Ich verwette alles mögliche, daß kein politisch – weder Handlungs- noch Gestaltungsbestimmender, die gibt es nicht – daß also kein werbeagenturgesteuerter Polit-Folklorist (von den hochlöblichen EU-Kommissionsdarstellern bis runter zum allerletzten Gemeinderatshinterbänkler) die hervorragende Arbeit Guérots – geschweige denn Rosners Text darüber – begreifen.

    Unsere europaweiten politischen Kommandobrücken mit den vielen großen und kleinen Steuerrädern sind von Figuren gesäumt, für die alle der Philosoph Odo Marquard diesen Ausdruck anscheinend erfunden hat:

    Inkompetenzkompensationskompetenz.

    Und ich, aus der „Goldenen Epoche“ Endfünfziger- Sechziger- Siebzigerjahre, mit ihren visionären & gestaltenden charismatischen Politikern „mit Eiern in der Hose“ (Brandt/Ehmke/Schmidt/Palme/Kreisky…) habe jegliche Hoffnung fahren lassen, daß sich aktuell irgendwas zum dramatisch höchstnotwendig Besseren verändert.

    Unser gegenwärtiges europäisches Politpersonal – ferngesteuert & skrupellos – & korrupt, nimmt nach der neoliberalen Wirtschaftstalfahrt – nach der Verarmung eines ganzen Kontinents – nach dem mit Sicherheit global größten Arzneimittelskandal – nach einer auf Schiene gesetzten Diktatur-Digitalisieung nach chinesischer Schablone – jetzt auch noch billigend in Kauf, daß Europa jederzeit binnen 25 Minuten atomar verdampft:

    Was haben wir uns in den James Bondfilmen (Stavro Blofeld 1965) über die Verbrecherorganisation SPECTRE gegruselt amüsiert:

    Die Vorhaben der Organisation bewegten sich in einer Größenordnung, dass sie ganze Länder erpresst oder Nationen (vornehmlich Ost-gegen-West) zu einem Nuklearkrieg gegeneinander anstachelten, um sich nach dem globalen, atomaren Genozid zur Herrschaft über eine neue Weltordnung aufzuschwingen (Filmbeschreibung).

    Wer hätte je gedacht, daß es irgendwann (also jetzt) einmal niemanden mehr gibt, der statt Geld – Geld – Geld / Krieg-Krieg-Krieg / Rüsten – Rüsten – Rüsten / Bomben – Bomben – Bomben / Zensur – Zensur – Zensur ruft:

    Gelebte Demokratie – Gelebtes Recht für alle – Abrüsten – Rüstungsbegrenzung – Verträge die eingehalten werden – Diplomatie – Freundschaftliche Wirtschaftsbeziehungen – Bilateraler Austausch…

  2. Damar dusa 16. März 2022 at 4:20Antworten

    Frau Guérots ist ein Vorbild für diese schwierig Zeiten bin ich dankbar,
    Und erfreut dass sie stark und denklich ist ! richtigen Vorbilder für uns alles .

    Danke am Herr Rosner , sehr intelligent und wichtig genau so von Österreich.

  3. Burak Gönenc 15. März 2022 at 22:42Antworten

    Ich wünschte zusätzlich, Fremdwörter, Fachbegriffe im Klammer zB so darstellen,daß es für einfache Leser wie ich deutlicher werden.ich finde Gut und notwendig,dass was Ihr tut.danke

  4. Taktgefühl 15. März 2022 at 22:23Antworten

    Wo der Damm des Rechtsstaates gebrochen ist, gibt es kein Zurück mehr.

    Die Lincoln Verschwörung, ein Film von Robert Redford.

    Der Historienfilm thematisiert den Anschlag auf Abraham Lincoln. Eine Frau wird beschuldigt, den Attentätern in ihrer Pension Unterschlupf gewährt zu haben. Das Volk schreit nach Rache.
    Nach dem Bürgerkrieg und der Niederlage der Südstaaten gibt es eine neue Verfassung. Doch Staatsanwalt und Richter arbeiten mit allen manipulativen Methoden daran, die Frau schuldig zu sprechen, obwohl die Beweise nicht ausreichen. Als verdecktes Hauptargument schwingt immer der Rachewunsch der Bevölkerung mit.
    Am Ende wird sie trotz unzureichender Beweislage mit den anderen Attentätern aufgehängt.

    Der Film ist dramatisch. Dem Zuschauer wird klar, weil die Justiz dem Rachewunsch nachgab und Unrecht sprach, hat sie in Wirklichkeit mit der Frau auch die neue amerikanische Verfassung aufgehängt.

  5. RaS 15. März 2022 at 19:32Antworten

    Also wenn ich mir den Wikipedia-Eintrag (kann man bei Transatlantikern ruhig machen, die sind dort vor Diffamierungen geschützt) von Frau Ulrike Guérot anschaue, fällt mir unweigerlich der Begriff „Trojanisches Pferd“ ein; und das hat nichts mit dem Aussehen zu tun.

  6. Mo 15. März 2022 at 19:08Antworten

    Diese Frau ist seit vielen Jahren ein Vorbild für mich, und ich bin heute dankbar, erleichtert und stolz, dass sie nicht in diesen Zug gestiegen ist – und ich mir somit die richtigen Vorbilder suche.

    Dem Autor kann ich nur zu seiner Ehrlichkeit und Einsicht gratulieren, denn jeder weiß, dass das nicht so einfach ist, egal wie nötig es sein mag, auszusteigen.

    Und keine Sorge: „Nur das Gute kann radikal sein, extrem ist immer nur das Böse“ (sinngemäß H. Arendt, ebenfalls eines meiner Vorbilder).
    In diesem Sinne nur zu, etwas Radikalität im Sinne von Fr. Guèrot & Arendt ist durchaus angebracht!

  7. Daniel Hünig 15. März 2022 at 15:27Antworten

    So sehr ich das vorgestellte Buch begrüße – es ist fast fertig gelesen – so nervt mich doch leider die mitunter recht flapsige Sprache. Besonders ärgerlich finde ich die leider konsequente Ersetzung des Wortes „Verschwörungstheorie“ mit „Verschwörung“. Dieser sinnentstellende Fehlgriff hätte doch jedem Lektor auffallen müssen! Schade – so etwas entwertet die Schrift und nützt nicht ihrem Anliegen

  8. Dr. Bernd Schnappinger 15. März 2022 at 14:18Antworten

    Sehr gut geschrieben, logisch, in sehr gutem Deutsch und sogar ohne Rechtschreibfehler- mal erfrischen anders auf tkp

    • audiatur et altera pars 15. März 2022 at 16:54Antworten

      Schönes neues Design! Auch am Kopf Guérots. Dort wohnt die Weisheit unter wirrem Haar. „Und umgekehrt!“, meint Bertolt David Precht.

  9. Mammalina 15. März 2022 at 14:03Antworten

    „„Zuerst räumen wir auf, jeder in seinem Land. Wir überantworten die Verantwortlichen dem Internationalen Strafgerichtshof […] Wir bitten die USA, sich um Anthony Fauci und Bill Gates zu kümmern. Wir schließen die WHO und durchforsten ihre finanziellen Verstrickungen mit der Pharmaindustrie. Wir lassen die dunklen Gestalten von Pfizer & Co. nicht entkommen […]“

    Aber: Wer ist WIR?

    Ein Versuch: Hierfür müssten sich nationale Gremien international zusammenschließen, und selbst dann sind immernoch die gleichen Richter und die gleichen gekauften Regierungen in den Ämtern… Die Wahrheit muss ans Licht, immer mehr Menschen müssen begreifen, was hier geschieht, je eher desto besser, denn die Zeit und die Entwicklungen laufen gegen UNS, die Philantropen, Lobbyisten und Weltverschwörer haben die Fäden schon lange zuvor gesponnen und sind nicht nur einen, sondern Hunderte Schritte weiter als wir, und als wir ahnen.

  10. Andreas I. 15. März 2022 at 12:26Antworten

    „Guérots Rebellion gegen das System ist also paradoxerweise latent eine tiefe Systemtreue, indem sie die offiziell vom System vertretenen Werte ernster nimmt als diejenigen, die darin inzwischen die Macht übernommen haben“

    Das erinnert mich an was, als ich noch jung war.
    Die DDR (bzw. der gesamte Ostblock) brach u.a. deshalb zusammen, weil die gepredigten Werte und die Wirklichkeit in Widerspruch zueinander standen – und darum kamen auch und gerade diejenigen in Konflikt mit dem DDR-System, die die Werte der kommunistischen Ideologie ernst nahmen.
    Wer sich damals fragte, was von den kommunistischen Idealen konkret seine Lebenswirklichkeit ist, stieß auf Widersprüche.
    Und wer sich heute fragt, was von den Werten der liberalen Ideologie, auf der sämtliche westliche Gesellschaften beruhen, konkret seine Lebenswirklichkeit ist, stößt auf Widersprüche.

    • lumpazivagabundus 16. März 2022 at 8:08Antworten

      Der Ostblock hatte in seiner außenpolitischen Doktrin die Völkerfreundschaft und Nichteinmischung (Friedenspolitik) auf seiner Agenda. Ein Wert, den man in den Demokratien vermisst. Sie können gerne nachschlagen, wer wo wann intervenierte. Hier ein kleiner Ausschnitt, die USA betreffend http://www.miprox.de/USA_speziell/US-Interventionen.html
      Ein großer Teil der Bevölkerung in der DDR wollte halt auch nach westlichen Maßstäben konsumieren. Sie hatten die Konsumwut der BRD ja täglich vor Augen. Der Westen erschien somit als das Paradies auf Erden, befördert durch Propaganda aller Art (Werbung …). Tja, Schein und Sein. Dazwischen liegen Welten.

  11. Dr. Maria Geitzenauer 15. März 2022 at 12:16Antworten

    Die Aussage: „Wer schweigt, stimmt zu“ ist falsch. Der ursprüngliche Ausspruch: „Wer schweigt, scheint zuzustimmen“ ist richtiger. Schweigen ist eben nur eine scheinbare Zustimmung. Das ist, wie wenn man in einer Besprechung sitzt, und der Chef zuck aus. Da ist es intelligenter, seine Meinung nicht zu sagen. Doch jeder weiß, dass dieses Schweigen keine Zustimmung ist, sondern nur Ausdruck von Intelligenz, der Intelligenz, so clever zu sein, seine eigenen Kräfte sinnvoll einzusezten.

    • Taktgefühl 15. März 2022 at 22:42Antworten

      Sinnvoll – wofür? Um später das Kind, welches im Brunnen liegt, mit viel größerer Mühe wieder zu bergen?

      Ist es nicht besser, von Anfang an klar zu machen, daß es keine Zustimmung gibt? Nach dem Dritten Reich redeten sich die Beamten mit dem „inneren Widerstand“ heraus.

      „Leiste gleich von Anfang an Widerstand; dann ist es zu spät, wenn erst der Heiltrank bereitet wird.“ Ovid

      Intelligenz erkennt die Keime des Kommenden sofort.

    • Dr. Maria Geitzenauer 16. März 2022 at 11:39Antworten

      @Taktgefühl:
      Sie meinen, so „sinnvoll“, wie auf die Straße zu gehen, und „Freiheit“ zu fordern? Wenn ich von einen Tyrannen „Freiheit“ fordere, dann bestätige ich damit ja nur, dass ich eben nicht frei bin, sondern von einem Tyrannen abhängig. Freiheit von Tyrannen zu fordern, ist absurd. Meines Erachtens wäre es sinnvoller, sich zu sagen, dass Tyrannen Tyrannen sind, und Freiheit zu leben, anstatt sie lediglich zu fordern, und sich gleichzeitig voll und ganz den Regeln der Tyrannen zu unterwerfen.
      Widerstand erzeugt immer Gegenwiderstand und macht die Tyrannen nur noch stärker. Es ist eine Kriegsspirale, die sich immer weiter dreht. Sinnvoll wäre es, den Tyrannen im Auge zu behalten, und Freiheit zu tun. Wenn wir das alle getan hätten, wären die Tyrannen in Österreich bereits weg.

  12. J.W. 15. März 2022 at 11:38Antworten

    Fakt ist, dass unser Leben Ausverkauft ist seit zwei Jahren. Meine Selbstbestimmung ist unantastbar. Ich bin ein mündiger Bürger und bleibe es auch.

    Zitiere Guérots Abschnitt: Mit Blick auf den ins Haus stehenden digitalen Impfpass, die tiefgreifenden Verflechtungen der Politik mit WHO, Pharmaindustrie und Gentechnik-Lobbys, wie sie mittlerweile zutage getreten sind, sowie andere sich abzeichnende drastische Entwicklungen muss nun allerdings jeder wachsame Mensch die Befürchtungen Guérots ernst nehmen. Da bin ich ganz bei ihr.

    Besonder der Abschnitt: „Zuerst räumen wir auf, jeder in seinem Land. Wir überantworten die Verantwortlichen dem Internationalen Strafgerichtshof […] Wir bitten …. (Rest steht im Beitrag).
    Wie wollen wir leben? Ich fürchte wir haben nicht mehr viel über und Wünsche bleiben nur beim Weihnachtsmann.

  13. Lehmann 15. März 2022 at 11:20Antworten

    Frauen beweisen mehr Mut und Charakter als so manche gedacht hätte. Wenn eine Frau was sagt, dann tut sie es auch. Ulrike Guérot ist eine starke Frau. Wir sehen es in der Corona-Debatte, Ukraine-Debatte und Preissteigerung-Debatte. Es gibt viel zu viele Debatten unter Männern. Demzufolge bekommt wir alles ab. Keiner fragt wie es uns dabei geht. Ob jemand Hunger oder oder oder. Was stimmt mit diesen Menschen nicht? So ziemlich alles. Der Coronazug, die Ukrainezug, der Waffenzug, der Grenzenzug und weitere Züge lassen immer mehr das Leben zerfallen. Und wir sind mittendrin. Die meisten reiten auf Solidarität und vergessen dabei ihre eigene Solidarität gegenüber andere.

  14. Hans Im Glück 15. März 2022 at 11:19Antworten

    „Soll man sich heute aus Pflicht und Solidarität impfen lassen für den anderen, so wird man vielleicht morgen seine Niere, seine Stammzellen oder sein Blut für einen anderen geben müssen, bei dem oder der diese Dinge besser verwertet werden können — oder der einfach mehr Geld hat. Niemand garantiert, dass, wenn es heute zur Pflicht wird, etwas in den eigenen Körper injizieren zu lassen, es morgen nicht Pflicht ist, etwas davon herzugeben.“

    Interessant! Das hatte ich erst vor kurzem ganz ähnlich in einem Kommentar hie geschrieben. Aus dem Gedächtnis „man kann auch mit einer Niere anständig leben…“
    Es freut mich festzustellen, dass auf meinen inneren Kompass Verlass ist.

    • Vampir 15. März 2022 at 12:42Antworten

      Die Ironie der Geschichte könnte durchaus werden, dass die Blutspende oder Knochenmarkspende von geimpften (genveränderten) Personen gar nicht mehr nutzbar sein könnten.

      Man sollte darüber nachdenken, Ungeimpften, die das Bußgeld nicht zahlen können, die Möglichkeit zu geben, sich von der Impfpflicht mit der Bereitschaft freikaufen können, Blut zu spenden.

    • Mammalina 15. März 2022 at 14:08Antworten

      @ Vampir: Soviele Blutspenden braucht kein Mensch, und die BESTRAFUNG wäre den Herrschenden sicherlich zu milde. Zudem müsste man dann ja zugeben, dass das Blut der Intakten besser wäre, und im Umkehrschluss das der Geimpften schlecht.

    • Martin 15. März 2022 at 19:27Antworten

      Der Blog tkp ist mein wichtigster Begleiter und die Autoren wissen, es gibt viele „gute“ Alternativen. Bin in einer existentiellen Umbruchphase, wenn ich wieder flüssig bin, geht die Unterstützung weiter.Danke für die Rezension und Dank an das Autorenteam

    • Andreas I. 16. März 2022 at 9:20Antworten

      @ Vampir Hallo,
      in Japan wurde eine Zeit lang das Blut „Geimpfter“ abgelehnt, aber auch da scheint die Lobbyarbeit zu funktionieren.

    • Andreas I. 16. März 2022 at 9:39Antworten

      @ Martin Hallo,
      apropos Unterstützen, der Bezahldienst Paypal gehört der gleichen Clique von Oligarchen, die auch Aktionäre an den Pharmakonzernen sind (Injektionszwang) und an den Digitalkonzernen (Überwachung) und an den agro-chemischen Konzernen (GVO und Roundup, Monopolisierung der Nahrung) und …

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