Südafrika Variante in Tirol gefährlicher als in Südafrika?

Virus-Varianten erfordern Covid-19-Virusvariantenverordnungen – kurz Covid-10-VvV. Zumindest ist das in Österreich so. Grundlage ist die angebliche Gefährlichkeit der Variante die nach Südafrika benannt wurde. Sie wurde sequenziert und ist nun als Variante B.1.351 bekannt. Epidemiologische oder medizinische Studien über die Variante gibt es nicht. Über die englische Variante B.1.1.7 dagegen schon, die keinen signifikanten Unterschied zum Wuhan Typ hinsichtlich Verbreitung, Symptomen, Auftreten in Altersgruppen oder sonstwie ergeben hat.

Hier sehen wir wie sich die Variante in Südafrika entwickelt hat – ein steiler Rückgang von Fallzahlen – und den geltenden Maßnahmen.

In Südafrika sind also aktuell bis 22 Uhr geöffnet: Kino, Theater, Casinos, Museen, Galerien, Archive, öffentliche Schwimmbäder, Strände und Parkanlagen, Spielplätze, botanische Gärten und Zoos, Fitness Center, Restaurants, Heurige, Auktionshäuser und Sportarenen.

In Tirol ist das alles wegen der Gefährlichkeit der südafrikanische Variante B.1.351 geschlossen. Und um zu verhindern, dass die Variante nach Österreich eingeschleppt wird, müssen alle Menschen, die aus Tirol nach Österreich einreisen wollen an der Grenze einen negativen Antigen- oder PCR-Test vorweisen. Kontrolliert wird das von Polizei und Bundesheer, das also den Schutz der Außengrenze von Österreich vornimmt. Oder verstehe ich da etwas falsch?

Nur für den Fall, dass jemand glaubt ich würde dumme Witze machen, hier der Screenshot von der Webseite des Sozialministeriums mit der Kurz-Erklärung der Covid-19-VvV.

Übrigens – die Verfassung und die ständige Judikatur des Verfassungsgerichtshofes schreiben Verhältnismäßigkeit und Begründungen bei Verwaltungsakten vor, die die Grundrechte massiv einschränken.


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5 Kommentare zu „Südafrika Variante in Tirol gefährlicher als in Südafrika?

  1. Das Vertrauen in die angeblichen „Experten“ unserer Bundesregierung liegt für mich schon seit Wochen am Boden.
    Nicht nur wegen der südafrikanischen Mutation die ja eigentlich von einer Virologin so sehr in den Medien propagiert wurde und die am liebsten ja ganz Tirol in Quarantäne geschickt hätte, sondern auch wegen der britischen Mutation die – bevor noch in Österreich so ein Theater darüber gemacht wurde, bereits hinterfragt wurde weil der Chefberater der briten -Ferguson wieder einmal etwas hochgerechnet hat was dann nicht gestimmt hat-und das nicht zum ersten mal.

    Man muss sich wirklich fragen wem kann man was noch glauben-und damit tut man weder der Wissenschaft noch der Politik etwas Gutes.

  2. Zwei mögliche Erklärungen fallen mir für diesen erneuten extremen Aktionismus ein:
    1 – Virologen und Politiker können es einfach nicht glauben, dass sich ein simples Atemwegsvirus durch NPI nicht eindämmen lässt. Neue Virus-Variante bedeutet neue Runde, wie in einem Sportbewerb. Da die bisherigen Maßnahmen nicht zielführend waren, müssen immer noch schärfere folgen.
    2 – Treten bei der Variante B1351 erste Probleme bei Geimpften mit VAERS, ADE oder Immunpathologie auf? In Südafrika wurde die Impfkampagne gestoppt, wegen Unwirksamkeit hieß es, allerdings kann dies durchaus auch schwerwiegendere Gründe haben. Auch bei uns wird eine nicht näher definierte „mögliche verminderte Wirksamkeit der Impfung“ dafür angegeben, dass die Südafrika-Variante gar so „brandgefährlich“ sei. Natürlich will die Pharma-Lobby dies nicht zugeben, und nun muss ihr verlängerter Arm namens Politik alles tun, um diese Probleme möglichst lange zu vertuschen.

    1. wobei man nicht ausser acht lassen sollte dass man sich nun auch noch mit der ganzen sequenziererei zusätzlich noch eine goldene nase finanziert.
      es gab seit jänner des vorjahres sicher nicht nur 3-4 neue mutationen- den rest hat man vermutlich gar nicht gesehen-nur wenn jemand begonnen hat hier „herumzusuchen“ entdeckte man wieder etwas.

      Es gab auch immer nur irgendwelche Panikaussagen die dann gar nicht so waren aber man hat gewaltigen Schaden angerichtet.

      In diesem ganzen Spiel gilt: Folge dem Geld-und man findet die möglichen Uraschen und Gründe für dieses Verhalten

  3. Inzwischen hat die EU-Kommission ihre Strategie und das Geschäftsmodell offen dargelegt: gegen neue Mutanten müssen immer wieder neue Impfstoffe entwickelt werden. Da die mRNA-Technologie als solche bereits zugelassen ist, ist für den angepassten Impfstoff ein beschleunigtes Verfahren möglich.

    Es geht also wieder einmal nur darum möglichst viel Panik zu verbreiten, um dann eine möglichst hohe Bereitschaft für eine Auffrischungsimpfung, die gegen die jeweils aktuellen Mutationen wirkt, zu schaffen.

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