Dringender Appell der UNICEF zur Öffnung der Schulen – den Kindern wurde schon genug geschadet

Es hält sich hartnäckig das Missverständnis, dass Kinder Überträger von SARS-CoV-2 sind, wie das bei Influenza der Fall ist. Kinder sind im Gegenteil wenig betroffen, lassen sich schwerer infizieren und verbreiten das Virus kaum. Die biochemischen Ursachen dafür sind bekannt. Kinder schützen sogar Erwachsene im eigenen Haushalt, wie große Studien in Schottland und England gezeigt haben.

Vor den desaströsen Folgen für die soziale und gesundheitliche Entwicklung der Kinder sowie für ihre Zukunftschancen wurde wieder und wieder gewarnt. Erfolglos, wie wir auch jetzt wieder in vielen Ländern Europas erkennen müssen, wo sich die Regierungen weigern, die Schulen zu öffnen um den Kindern nicht weiter zu schaden.

Nun wendet sich auch die Generaldirektorin der UNICEF mit einem dringenden Appell an die Öffentlichkeit, den ich hier in deutscher Übersetzung wiedergebe:

„Während wir in das zweite Jahr der COVID-19-Pandemie eintreten und die Zahl der Fälle auf der ganzen Welt weiter ansteigt, sollten keine Anstrengungen gescheut werden, um Schulen offen zu halten oder ihnen bei Wiedereröffnungsplänen Priorität einzuräumen.

„Trotz überwältigender Beweise für die Auswirkungen von Schulschließungen auf Kinder und trotz zunehmender Beweise dafür, dass Schulen nicht die treibende Kraft der Pandemie sind, haben sich zu viele Länder dafür entschieden, Schulen geschlossen zu halten, manche sogar fast ein Jahr lang.

„Die Kosten für die Schließung von Schulen – die auf dem Höhepunkt der Pandemie 90 Prozent der Schüler weltweit betrafen und mehr als ein Drittel der Schulkinder ohne Zugang zu einer weiterführenden Schule zurückließen – sind verheerend.

„Die Zahl der Kinder, die nicht zur Schule gehen, wird um 24 Millionen ansteigen – auf ein Niveau, das wir seit Jahren nicht mehr gesehen und für dessen Überwindung wir so hart gekämpft haben.

„Die Fähigkeit der Kinder, zu lesen, zu schreiben und die Grundrechenarten zu beherrschen, hat gelitten, und die Fähigkeiten, die sie brauchen, um in der Wirtschaft des 21. Jahrhunderts erfolgreich zu sein, haben abgenommen.

„Ihre Gesundheit, Entwicklung, Sicherheit und ihr Wohlbefinden sind gefährdet. Die Schwächsten unter ihnen werden am stärksten betroffen sein.

„Ohne Schulmahlzeiten bleiben die Kinder hungrig und ihre Ernährung verschlechtert sich. Ohne tägliche Interaktionen mit Gleichaltrigen und einer eingeschränkten Mobilität verlieren sie an körperlicher Fitness und zeigen Anzeichen von psychischer Belastung. Ohne das Sicherheitsnetz, das die Schule oft bietet, sind sie anfälliger für Missbrauch, Kinderheirat und Kinderarbeit.

„Die Bewertung des Überragungsrisikos auf lokaler Ebene sollte eine wichtige Determinante bei Entscheidungen über den Schulbetrieb sein. Landesweite Schulschließungen müssen wann immer möglich vermieden werden. Wo es ein hohes Maß an kommunaler Übertragung gibt, wo die Gesundheitssysteme unter extremem Druck stehen und wo die Schließung von Schulen als unvermeidlich angesehen wird, müssen Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Dazu gehört, dass Kinder, die zu Hause von Gewalt bedroht sind, die auf Schulspeisung angewiesen sind und deren Eltern unverzichtbare Arbeitskräfte sind, ihre Ausbildung in ihren Klassenräumen fortsetzen können.

„Im Falle von Abriegelungen müssen die Schulen unter den ersten sein, die wieder öffnen, sobald die Behörden die Einschränkungen aufheben. Nachholklassen sollten Vorrang haben, um sicherzustellen, dass Kinder, die nicht in der Lage waren, aus der Ferne zu lernen, nicht zurückgelassen werden.

„Wenn Kinder mit einem weiteren Jahr der Schulschließungen konfrontiert werden, werden die Auswirkungen für kommende Generationen zu spüren sein.“


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4 Kommentare zu „Dringender Appell der UNICEF zur Öffnung der Schulen – den Kindern wurde schon genug geschadet

  1. Wieder einmal vielen herzlichen Dank für die Kontinuität und das intensive Dranbleiben am Thema mit qualitativ hervorragend recherchiertem Journalismus. Ein Blog den man auch guten Gewissens immer wieder referenzieren kann. Das nötiger den je.
    Als offener, diskussionsbereiter Bürger bin ich auch in den Mainstream-Medien unterwegs. Stelle dort aber in den letzten Wochen zunehmend intensiveren Druck zur Meinungskonformität fest. Das äussert sich im extremeren Fall in Shadow Banning, Zensur von Kommentaren, erhöhte Anzahl Dislikes gleich schon mit der Veröffentlichung, mit der Veröffentlichung gleichzeitig vorangestellte Kommentare (durch virtuelle Benutzer der Kommentarprüfer selbst), stark verzögerter Veröffentlichung gegenüber anderen, später eingereichten Kommentaren etc.

    Ich nehme für mich in Anspruch, in Kommentaren stets den jeweiligen Regeln zu folgen.
    Ein Beispiel: Ein Kommentar mit Hinweis auf die klar im Webarchiv belegbaren Wechseln der WHO zur Definition der Herdenimmunität mit nachprüfbaren Referenzen kommt in den TA-Media Zeitungen (z.B. Tagesanzeiger) in der Schweiz nicht durch. Ebenso klar belegbare widersprüchliche Angaben von verschiedenen Behörden zur Teststrategie, insbesondere der Tauglichkeit von PCR-Tests (Kanton Graubünden Massentest Initiative vs. Bundesrat Ablehnung der Testung von symptomloser Bevölkerung Motion 20.3859 und WHO Revisionsschreiben vom 14.12. ‚WHO Information Notice for IVD Users‘.

    Vielleicht haben andere auch ähnliche Erfahrungen gemacht.

    Gefällt 1 Person

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