Virus Mutationen könnten Angleichung der Auswirkungen an gewöhnliche Corona-Viren bringen

Viren und Wirt passen sich aneinander im Laufe der Zeit an. Die Corona-Erkältungsviren kommen in 15 Prozent der Infektionen in den jährlichen winterlichen Wellen vor. Sie verursachen weniger schwere Erkrankungen und Todesfälle als die jährlichen Influenza Stämme. Eine Studie von US-Forschern erwartet eine derartige Entwicklung auch für SARS-Cov-2. Das Virus wird so mutieren, dass auch bei uns die Infektionssterblichkeit auf Werte wie in Japan abfallen könnte.

Die Studie von Forschern des Department of Biology, Emory University, Atlanta, erschien als Preprint bereits am 5. September 2020 und wurde nun in der begutachteten Version in Science veröffentlicht.

Die US-Infektiologin Jennie Lavine hat hypothetische Modelle entwickelt, die zeigen wie sich das Coronavirus zu einem endemischen Erreger entwickeln könnte, ähnlich den vier bereits endemisch gewordenen Erkältungsviren. Die Zahl der Infektionen beleibt konstant, Erkrankungen verlaufen aber erheblich leichter, wie das bereits bei vier anderen Arten des Coronavirus der Fall ist. Lavine und ihre Mitarbeiter gehen daher davon aus, dass auch Sars-Cov-2 langfristig harmlos für die Menschheit werden wird.

Verlagerung der Infektionen auf Jüngere

Von den bekannten Coronaviren „NL63“, „229E“, „OC43“ und „HKU1“ werden vor allem Kinder infiziert. Die Wahrscheinlichkeit an der Krankheit zu sterben ist in dieser Altersgruppe sehr gering – was auch bei Infektionen mit dem Sars-Cov-2-Erreger bereits der Fall ist. Die Forscher haben Modelle entwickelt, nach denen sich auch SARS-Cov-2 an dieses Muster anpassen könnte. Der Körper entwickelt mit den mutierten Viren zunächst eine starke Immunität, die aber abflaut und neuerliche Infektionen zulässt.

Die Hypothese lautet, dass alle HCoVs Immunität mit ähnlichen Eigenschaften auslösen und das aktuelle akute Problem der öffentlichen Gesundheit eine Folge des epidemischen Auftretens in einer immunologisch naiven Bevölkerung ist (und hoffentlich bald war), in der ältere Altersgruppen ohne vorherige Exposition am anfälligsten für schwere Erkrankungen sind. Wir wissen aus Studien in Schottland und England, dass es in Haushalten mit Kindern zu weniger Infektionen kommt, und so sie vorkommen, dann mit weniger schweren Verläufen.

Am Beginn eines Ausbruchs mit einem neuen Virus folgt die Altersverteilung der der Bevölkerung. Nach einiger Zeit stellen sich stabile Zustände ein und die Infektionen verschieben sich zu den Jüngeren. Das geht einher mit einer Verringerung der Schwere von Erkrankungen, so es überhaupt dazu kommt. Bei älteren Personen kann es zu Reinfektionen kommen, so sich die Art der Immunisierung verändert. Die Infektionssterblichkeit soll im Laufe der Zeit auf etwa 0,1% oder weniger zurückgehen.

Langzeitimmunität nach SARS

SARS-CoV-1-Rekonvaleszenten wurden nun seit 2003 immer wieder beobachtet um die Dauerhaftigkeit des Immungedächtnisses bei fehlender neuerlicher Exposition zu messen. Die Langzeitstudie, die CoV-1-spezifische Antikörper verfolgt, hat gezeigt, dass diese im nach sechs Jahren unter die Nachweisgrenze gefallen sind. Im Gegensatz zu Antikörpern überdauern aber die Gedächtnis-T-Zellen für viel längere Zeiträume, wie eine Studie in Singapur gezeigt hat. Sie haben auch volle Schutzwirkung in Tiermodellsystemen gezeigt. Dies scheint auch für die Infektionen im Jahr 2020 zu gelten, wie verschieden Studien gezeigt haben.

Des Weiteren wurden wir die Auswirkungen von Mutationen sowohl bei der natürlichen Infektion als auch bei der Impfung untersucht. Mutationen und verschwindende Antikörper können bei endemischen Viren auftreten. Die Tatsache, dass die Symptome mild sind, deutet jedoch darauf hin, dass die durch bereits bekannte Stämme induzierte Immunität dennoch stark genug ist, um eine schwere Erkrankung zu verhindern. In der Tat scheinen bei HCoVs häufige Reinfektionen die Immunität gegen verwandte Stämme zu verstärken. Die Wirkung von Mutationen könnte jedoch bei der durch Impfstoffe erzeugten Immunität geringer als bei der durch Infektion verursachten sein, insbesondere im Hinblick auf den kleinen Anteil des Virus (nur das Spike Protein) in den derzeit zugelassenen Impfstoffen.

Natürliche Immunität

Auch diese Studie findet es am besten, wenn der Impfstoff die natürliche Immunität insofern nachahmt, als er schwere Erkrankungen verhindert, ohne die fortlaufende Viruszirkulation zu blockieren. Vorläufige Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Impfstoff auf Adenovirus-Basis schwere Infektionen besser verhindert als leichte oder asymptomatische, und es wird wichtig sein, ähnliche Daten für die anderen Impfstoffe zu sammeln. Sollte der Impfstoff zu einem deutlichen Rückgang der Übertragung führen, könnte es wichtig sein, Strategien in Betracht zu ziehen, die auf die Verabreichung an ältere Personen abzielen, bei denen die Infektion eine höhere Morbidität und Mortalität verursachen kann, während bei jüngeren Personen die natürliche Immunität und die Übertragung aufrechterhalten werden können.

Jedenfalls bietet diese Studie einen optimistischen Ausblick, da angenommen wird, dass SARS-Cov-2 zum fünften Erkältungs-Coronavirus wird wie die vier anderen auch.

Mögliche Stärkung der Immunität wird unterschlagen

Was auch hier unterschlagen wird, sind die Möglichkeiten, die Schwere der Erkrankung durch eine Stärkung des Immunsystems auf natürliche Weise drastisch zu reduzieren. Selbst relativ niedrige Vitamin D Gaben in Alters- und Pflegeheimen haben die Sterblichkeit auf Null gesenkt. Bei den infizierten jeweils 50, 60 Heimbewohnern verliefen Erkrankungen so mild, dass niemand ins Spital musste. Und das ohne Impfungen.

Ähnliches kann man auch in Japan beobachten. Die Mortalität durch Covid-19 liegt um den Faktor 35 bis 40 unter dem von Ländern wie USA, UK, Italien, Ungarn, Tschechei oder Belgien und das obwohl die Bevölkerung mit 29% über 65 Jahren erheblich älter ist. Der Grund ist die Ernährung, die vor allem auf Fisch und Gemüse, sowie auf fermentierte Lebensmittel setzt. Darin enthalten viele Vitamine, vor allem D und K2, sowie Zink (Pilze) und Enzyme.

Von dieser Art der Studien wird diese Möglichkeit, die Leben rettet und die Schwere von Erkrankungen drastisch reduziert, konsequent ausgeblendet. Wir würden uns sofort Lockdowns, Quarantäne, Masken und all anderen Maßnahmen ersparen und die Zukunftschancen unserer Kinder durch Schulschließungen nicht weiter ruinieren. Universitäten und Forschungseinrichtungen, vor allem auch in den USA, sind von Drittmitteln abhängig, die eben von der Pharmaindustrie kommen.


Alle aktuellen News im TKP Telegram Channel

Unterstütze unabhängigen Journalismus mit einer Spende via PayPal


Kein Einfluss der angeblich infektiöseren Variante in Irland laut WHO

England und Schottland: Höhepunkt überschritten trotz neuer Virus Variante

Immunität durch T-Zellen bei 100 Prozent der Covid-Infizierten zu finden

MedUni Innsbruck: Immunität durch Infektion besser als Impfung

4 Kommentare zu „Virus Mutationen könnten Angleichung der Auswirkungen an gewöhnliche Corona-Viren bringen

  1. …klingt alles sehr plausibel und tröstlich. Aber was helfen uns noch so viele Studien wie diese? Genau, Null Komma Josef, weil sie für die Regierung bzw. die beratenden sog. „Experten“ nicht opportun sind.

  2. Ich befürchte halt dass diese ermutigenden Daten wieder so hingebogen werden, dass es sich als Erfolg der Regierungsmaßnahmen darstellt. Eigentlich müsste ja aufgrund der derzeitigen Datenlage jeden Tag Jubelpropaganda verbreitet werden, dass dieses Virus für einen Großteil der Bevölkerung keine oder nur sehr geringe Gefahr darstellt und man sich viele Milliarden Euro für Maßnahmen sparen könnte, dass viele offensichtlich ein so gutes und mit anderen Coronaviren bereits erfolgreich in Kontakt gekommenes Immunsystem haben, dass viele bereits eine „stille Feiung“ erlebt haben, dass im Gegensatz zu Polio, Masern, Mumps, Scharlach, Diphterie usw. Kinder glücklicherweise überhaupt nicht betroffen sind (wer einen richtigen Schreck erleben möchte, werfe einen Blick auf die Kindersterblichkeit der 1900 -1950er Jahre) – aber das Gegenteil ist der Fall. Ich kenne persönlich ca. 15 Menschen mit durchlebter nachgewiesener Corona-Infektion. Trotzdem wollen sich einige davon impfen lassen, teils aus gesellschaftlichem Druck, teils aus Überzeugung, damit das „Richtige“ zu tun, teils aus Ignoranz. Die besten Studien und Daten werden uns nicht helfen, wenn es Regierungen bereits gelungen ist, ein grundlegendes Verständnis für Infektion, Immunität, Vorbeugung und Gefährlichkeit so derart zu verdrehen.
    P.S.

Kommentar verfassen