Studie: Bestimmung von Infektiosität mit PCR-Test kaum möglich

Über die Zuverlässigkeit der PCR-Tests und ihre Aussagekraft hinsichtlich der Infektiosität bei positiven Ergebnissen gibt es immer mehr Zweifel und Diskussionen. Im Frühjahr wurde noch von der absoluten Genauigkeit des PCR-Tests ausgegangen, bis immer mehr Untersuchungen zeigten, dass bei Personen ohne klinischen Symptomen ein hoher Anteil von falsch-positiven Resultaten zu erwarten ist. Dem ist jetzt eine Metastudie nachgegangen.

Das Ziel der soeben in der Oxford Academie veröffentlichten Studie war es, Evidenz aus anderen Studien zu überprüfen, die eine Kultur von Viren mit den Ergebnissen der PCR-Tests vergleichen. Kann man Viren kultivieren, hat man einen Beweis, dass vermehrungsfähiges Material vorliegt. Genau das weist aber der PCR-Test nicht nach, sondern nur einzelne Nukleinsäuren, also Fragmente von Viren. Es wurde auch untersucht wie z.B. die Zeit ab Symptombeginn die Interpretation des Tests beeinflussen kann.

Durchsucht wurden Datenbanken und Veröffentlichungen in LitCovid, medRxiv, Google Scholar und die Covid-19-Datenbank der WHO bis zum 10. September 2020. Verwendet wurden Studien, in denen SARS-CoV-2 zu kultivieren versucht wurde, wenn Proben mit PCR positiv getestet wurden.

Ergebnisse

Es wurden 29 Studien eingeschlossen, in denen über Versuche berichtet wurde, SARS-CoV-2 aus verschiedene Art gewonnen Proben zu kultivieren oder zu beobachten. Die Daten deuten auf eine Beziehung zwischen der Zeit vom Auftreten der Symptome bis zum Zeitpunkt der Probenentnahme, der Zyklusschwelle (Ct) und dem Schweregrad der Symptome hin. Zwölf Studien berichteten, dass die Ct-Werte bei Proben, die lebende Viruskultur produzierten, signifikant niedriger waren.

In zwei Studien wurde berichtet, dass die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Kultur lebender Viren um etwa 33% abnahm, für jede weitere Erhöhung des Ct-Wertes um eine Einheit. Sechs von acht Studien berichteten über nachweisbare RNA für länger als 14 Tage, aber das Infektionspotenzial nahm nach Tag 8 ab, selbst bei Fällen mit anhaltend hoher Viruslast. Vier Studien berichteten über Viruskulturen aus Stuhlproben.

Schlussfolgerung

Für die Übertragung sind vollständige lebende Viren erforderlich, nicht die durch PCR identifizierten Fragmente. Bei Personen mit hohem Ct Wert, also wenn das Probenmateial sehr oft vervielfacht wurde, ist es unwahrscheinlich, dass sie andere Menschen infizieren können, wie das auch die große Studie in Wuhan nachgewiesen hat.

Der PCR-Test ist also nicht geeignet eine aktive Infektion nachzuweisen. Quarantäne-Verordnungen fußen aber auf dem Test. Juristen halten daher alle auf PCR-Tests basierenden Normen für gesetz- und verfassungswidrig. Das wurde auch bereits in einem Urteil eines Berufungsgerichtes in Portugal festgestellt.

Hoher Anteil falsch-positiver Ergebnisse bei Drosten Test

Eine Gruppe von Forschern aus Lyon, Frankreich, hat die von der Weltgesundheitsorganisation WHO veröffentlichten molekulardiagnostischen Tests bewertet , die von Referenzlabors entwickelt wurden, darunter Charité (der von Drosten entwickelte Test), HKU (Hongkong), China CDC, US CDC und Institut Pasteur, Paris. Das Ziel war es, die Sensitivität und Spezifität dieser verschiedenen Testverfahren unter Verwendung von SARS-CoV-2-Zellkulturen und klinischen Proben zu vergleichen.

Insgesamt schnitten die verschiedenen PCR-Tests für den Nachweis von SARS-CoV-2 gut ab und waren alle spezifisch, mit Ausnahme der Tests der Charité und US CDC. RdRp Institut Pasteur (IP2, IP4), N China CDC und N1 US CDC erwiesen sich als die empfindlichsten Testmethoden.

Die E Charité und N2 US CDC Testmethoden waren für alle Proben positiv, einschließlich negativer Proben und und selbst für Wasser. Die Empfindlichkeit dieser Tests wurde dann gar nicht weiter bewertet. Eine Rücknahme der wissenschaftlichen Veröffentlichung zum Charité Test wurde wegen Fehlerhaftigkeit von 22 Wissenschaftlern beim Medium Eurosurveillance mittlerweile verlangt.

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3 Kommentare zu „Studie: Bestimmung von Infektiosität mit PCR-Test kaum möglich

  1. Ein PCR-Test amplifiziert Proben durch sich wiederholende Zyklen. Je niedriger die Viruskonzentration in der Probe ist, desto mehr Zyklen sind erforderlich, um ein positives Ergebnis zu erzielen. Viele US-Labore arbeiten mit 35 bis 45 Zyklen, während viele europäische Labore mit 30 bis 40 Zyklen arbeiten.
    Die Forschungsgruppe des französischen Professors Didier Raoult hat kürzlich gezeigt, dass bei einer Zyklusschwelle (ct) von 25 etwa 70% der Proben in der Zellkultur positiv blieben (dh infektiös waren); bei einem ct von 30 blieben 20% der Proben positiv; bei einem ct von 35 blieben 3% der Proben positiv; und bei einem ct über 35 blieb keine Probe in der Zellkultur positiv (infektiös) (https://swprs.org/wp-content/uploads/2020/10/pcr-culture-analysis-raoult.png).
    Dies bedeutet, dass wenn eine Person ein „positives“ PCR-Testergebnis bei einer Zyklusschwelle von 35 oder höher erhält (wie in den meisten US-Labors und vielen europäischen Labors angewendet), die Wahrscheinlichkeit, dass die Person infektiös ist, weniger als 3% beträgt . Die Wahrscheinlichkeit, dass die Person ein „falsch positives“ Ergebnis erhalten hat, liegt bei 97% oder höher.

    1. Magorist, Ich möchte zu ein paar Punkten Ihrer Post Anmerkungen machen:

      Sie schreiben von einer Viruskonzentration in der Probe. Das ist in meinen Augen ungenau, denn der Test arbeitet mit einer Gensequenz-Konzentration. Ein Virus muss nicht vorhanden sein damit der Test auch schon bei niederen Zyklenzahlen anspricht. Der Test liefert immer nur ein INDIZ auf das Vorhandensein von Viren.

      Weiterhin schreiben Sie von „infektiösen Proben“. Auch das ist in meinen Augen ungenau oder unglücklich gewählt, denn wenn wir landläufig von Infektiosität sprechen, meinen wir die Ansteckungsgefahr durch einen Kranken – nicht durch eine Probe. Oder anders gesagt: weil in einer Probe vermehrungsfähige Viren enthalten sind („infektiöse Probe“) heißt das noch lange nicht, dass der Patient, von dem diese Probe stammt, ansteckend für andere wäre. Denn da spielen noch eine Unzahl viel andere Faktoren mit hinein, zB die Virenlast des Patienten, wo genau der Virus angesiedelt, ob und wie er sie ausstößt, wie man mit diesem Patient umgeht, das Immunsystem der Kontaktpersonen, etc.

      Sie sprechen hier also von einer Art „virologischer Infektiosität“. Aber das normale Verständnis von uns Bürgern meint mit „Infektiosität“ schlicht etwas ganz anderes. Solche Vermischungen von Fachsprache mit Allgemeinverständnis sind es ua, womit die aktuelle Panik getrieben wird und wo man, finde ich, sehr auspassen muss da es ja die Gegenseite ist, die mit genau solchen Ungenauigkeiten arbeitet.

      Aber ich versteh natürlich die von Ihnen gemachte völlig richtige Aussage: der PCR-Test, so wie er gerade angewandt wird, liefert zu bis zu 97% oder höher, falsch positiv – nämlich genau dann, wenn unter „richtig testpositiv“ verstanden wird, dass der Proband an Covid-19 erkrankt ist und/oder für anderen infektiös ist.

      Es ist ja der offene Skandal, dass Politik und Medien genau dieses falsche Bild verbreiten: positiv Getestete seien für ihre Mitmenschen und für das Gesundheitssystem eine Gefahr. Und das stimmt eben in der überragenden Mehrheit, in über 97% der Fälle, NICHT! (wie Sie völlig richtig darstellen.)

      1. Danke für Ihre Korrektur. Sie haben natürlich recht, durch das PCR Verfahren werden nur Nukleotide (passend zu den Primern) vervielfacht. Hier von einem Virus zu sprechen ist voreilig. Gerade weil oft nur mehr auf das unspezifische E-Gen getestet wird. Würde auch auf das RdRp-Gen und auf das N-Gen getestet werden, wie in Thailand oder China und hätte Hr. Drosten nicht 45 Zyklen vorgegeben, wären unsere Tests vielleicht brauchbar.

        Der Unterschied zwischen infiziert und infektiös ist noch zu wenigen Leuten bekannt. Auch die Redakteure in den Medien wollen das nicht verstehen, selbst ein Verweis auf die Website des Gesundheitsministeriums half mir da nicht weiter. Dort steht seit Anfang an in der Teststrategie dieser Satz:
        „Ein positives Ergebnis ist bei symptomfreien Personen nicht automatisch mit Infektiosität gleichzusetzen, da eine PCR-Untersuchung, die nur Virusnukleinsäure nachweist, noch Wochen nach einer durchgemachten Infektion positiv sein kann – ohne dass noch infektiöse Viruspartikel vorhanden sind.“

        Nur aktive Infektionen die infektiös sind, sind überhaupt für eine Gefahreneinschätzung relevant. Durchgemachte Infektionen sind vielleicht für die Ermittlung der Herdenimmunität von Bedeutung. Ich finde es sehr schade und traurig, dass fast alle Fälle zu unrecht in Quarantäne sitzen und wir jetzt deshalb wirtschaftlich am Abgrund stehen.

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