Studie zeigt Gefahrenpotenziale für Covid-19 Erkrankung auf

Eine Studie bei 387,109 Erwachsenen im UK gibt Hinweise was die Gefahr von schweren Covid-19 Erkrankungen erhöht. Demnach sind ungesunde Lebensgewohnheiten mit einem höheren Risiko für einen Krankenhausaufenthalt bei COVID-19 verbunden. Mehrfache ungesunde Einflüsse auf den Lebensstil sind bei mindesten 51% der mit schweren Verlauf Erkrankten Patienten nachzuweisen. Eine niedriggradige Entzündung wie sie durch Übergewicht erzeugt wird, kann ein wichtiger Mechanismus sein. Eine einfache Änderung der Lebensweise könnte das Risiko einer schweren COVID-19-Infektion senken.

Es ist dies die erste groß angelegte Studie in der Allgemeinbevölkerung zu Risikofaktoren des Lebensstils wie Rauchen, Bewegungsmangel, Adipositas und übermäßiger Alkoholkonsum für COVID-19. Dabei wurden Daten von nationalen Registern mit Krankenhausaufenthalten ausgewertet. Teilnehmer waren 387.109 in England lebende Männer und Frauen aus der britischen Biobank-Studie.

Die Risikofaktoren

Körperliche Aktivität, Rauchen und Alkoholkonsum wurden zu Studienbeginn (2006-2010) mittels Fragebogen erfasst. Der Body-Mass-Index aus gemessener Größe und Gewicht wurde als Indikator für die allgemeine Adipositas verwendet. Das Ergebnis waren Fälle von COVID-19, die schwerwiegend genug waren, um eine Krankenhauseinweisung vom 16. März-2020 bis zum 26. April-2020 zu rechtfertigen. In der Zeit gab es in der Kohorte 760 Fälle von COVID-19.

Nach Bereinigung um Alter, Geschlecht und gegenseitig für jeden Lebensstilfaktor standen körperliche Inaktivität, Rauchen und Adipositas, aber nicht starker Alkoholkonsum mit COVID-19 in Zusammenhang. Wenig überraschend war das Risiko umso höher, je ungesünder der Lebensstil, so dass die Teilnehmer der ungünstigsten Kategorie ein vierfach höheres Risiko im Vergleich zu Personen mit dem optimalsten Lebensstil hatten.

Basierend auf britischen Risikofaktor-Prävalenzschätzungen machten ungesunde Verhaltensweisen in Kombination bis zu 51% der der Bevölkerung zurechenbaren Fraktion von schwerem COVID-19 aus. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass ein ungesunder Lebensstil, der gleichbedeutend mit einem erhöhten Risiko für nicht übertragbare Krankheiten ist, auch ein Risikofaktor für eine COVID-19-Krankenhauseinweisung ist. Eine einfache Änderung des Lebensstils könnte das Risiko einer schweren Infektion senken.

Insbesondere Übergewicht und Adipositas wurden schon in früheren Studien ab März mit schweren Verläufen und wahrscheinlicheren Todesfällen in Verbindung gebracht. Das zeigen auch Studien aus Mexiko, wo sich die Regierung nun sogar zu einer Kampagne gegen Fettleibigkeit aufgerafft hat. Fast Food und stark zuckerhaltige Softdrinks wurden mit Verkaufsverboten belegt, bei Zuwiderhandeln gibt es saftige Strafen.

Fettleibigkeit macht Impfung weniger wirksam

Eine große Hoffnung auf die Eindämmung der Corona Infektionen sind die Impfstoffe. Das Problem dabei: Sie wirken gerade bei den Risikogruppen nicht oder nur eingeschränkt. Ist das Immunsystem schwach, dann kann es auch bei der Impfung keine ausreichend starke Immunantwort entwickeln.

Wissenschaftler wissen, dass Impfstoffe, die zum Schutz vor Influenza, Hepatitis B, Tetanus und Tollwut entwickelt wurden, bei adipösen Erwachsenen weniger wirksam sind als bei Normalgewichtigen, wodurch sie anfälliger für Infektionen und Krankheiten werden. Es gibt wenig Grund zu der Annahme, dass Covid-19-Impfstoffe anders sein werden, sagen Adipositasforscher.

„Wird es bei Übergewichtigen noch funktionieren? Unsere Vorhersage ist nein.“

sagt Raz Shaikh, ein Associate Professor für Ernährung an der University of North Carolina-Chapel Hill laut Kaiser Health News.

Der Nachweis, dass übergewichtige Menschen auf gängige Impfstoffe schwach reagieren, wurde erstmals 1985 erbracht, als übergewichtige Krankenhausangestellte, die den Hepatitis-B-Impfstoff erhielten, 11 Monate später einen signifikanten Rückgang des Schutzes zeigten, der bei nicht übergewichtigen Mitarbeitern nicht beobachtet wurde. Der Befund wurde in einer Folgestudie wiederholt, in der längere Nadeln verwendet wurden, um sicherzustellen, dass der Impfstoff in Muskeln und nicht in Fett injiziert wurde.

Eigenverantwortung für den Schutz gegen Erkrankung

Wir wissen gerade bei SARS-CoV-2, dass die Wahrscheinlichkeit einer Infektion und Erkrankung stark von Vorerkrankungen abhängt. Gesunde Menschen wehren die Viren oft schon mit den angeborenen Antikörpern in Mund, Nase und Augen ab, so dass es gar nicht erst zu einer Infektion kommt. Rund 85 bis 90, manche Schätzungen sprechen sogar von 95 Prozent der Menschen, die mit dem Virus in Kontakt kommen, entwickeln entweder gar keine Symptome – erkranken also gar nicht – oder nur leichte.

Die Studie im UK über den Einfluss des Lebensstils und all die anderen, die Übergewicht und Adipositas verantwortlich machen, zeigen, dass man sich sehr wohl mit eigenverantwortlichen Handeln schützen kann. Es ist nicht einsichtig, warum nur Junge und gesunde Menschen für den Schutz aller anderen verantwortlich gemacht werden. Auf die Möglichkeit sich selbst zu schützen haben immer wieder Mediziner wie Bodo Kuklinksi, Ulrich Strunz oder Sportmediziner wie Prof. Kurt Mosetter, Dr. Wolfgang Feil und viele andere hingewiesen.

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