Immunglobulin verbessert Behandlungsergebnisse bei Covid-19 deutlich

Eine Studie deutet darauf hin, dass intravenöses Immunglobulin (IVIG) die Überlebenschancen bei kritisch kranken COVID-19-Patienten erhöht, die eine Intubation mit mechanischer Beatmung benötigen. Die Überlebenschance betrug 60,8 % in der Behandlungsgruppe, die IVIG erhielt gegenüber 38,1 % in der Kontrollgruppe, die kein IVIG erhielt, was einem 2,2-fach reduzierten Sterberisiko bei IVIG-Behandlung entspricht. Die Wirkungen von IVIG bei COVID-19 stehen im Zusammenhang mit den bekannten Unterstützung des Immunsystems bei verschiedenen Autoimmunkrankheiten.

Die Daten einer Studie mit 93 kritisch kranken COVID-19-Patienten zeigen, dass die IVIG-Behandlung im Vergleich zu einer Kontrollgruppe die Entzündung reduziert, die vor allem für die Schwere des Verlaufs und die hohe Sterberate verantwortlich ist. Die Studie wurde an der Universitätsklinik Istanbul, Türkei, unter der Leitung von Prof. Dr. Figen Esen durchgeführt.

Bei kritisch kranken COVID-19-Patienten kommt es meist zu hohen Konzentrationen von Entzündungsmarkern. Das akute Atemnotsyndrom (ARDS) und das Multiorganversagen sind die Hauptmortalitätsursachen bei COVID-19-Patienten. Hohe Konzentrationen an proinflammatorischen Zytokinen und Chemokinen sind Teil einer schweren Entzündungsreaktion, die als „Zytokinsturm“ bekannt ist und bei kritisch kranken COVID-19-Patienten multiple Organfunktionsstörungen und ARDS verursachen kann.

Es ist sind wirksame Behandlungen für COVID-19 Patienten bekannt, sofern sie frühzeitig erfolgen. Diese sind hauptsächlich auf Zink, Hydroxychloroquin und Vitamin C basiert. Wir haben darüber hier und hier berichtet, allerdings werden die Erfolgsberichte dieser Behandlungsprotokolle recht erfolgreich unterdrückt, so dass nur mehr das wenig wirksame Remdesivir als Möglichkeit kursiert.

Eine frühzeitige Behandlung von COVID-19-Patienten mit systemischen Immunmodulatoren wie IVIG kann überschießende Immunreaktionen und die anschließenden Entzündungsreaktionen reduzieren, die in den schweren Stadien des ARDS beobachtet werden und zu dauerhaften Lungenschäden und zum Tod führen können.

In der Studie der Universitätsklinik Istanbul wurde octagam® 5% der Firma Octapharma bei ca. 0,4g/kg Körpergewicht über 5 aufeinanderfolgende Tage (2g/kg Körpergewicht Gesamtdosis) an 51 kritisch kranken COVID-19-Patienten verabreicht, die alle eine Intensivpflege mit Intubation und mechanischer Beatmung benötigten. Die Biomarker und klinischen Ergebnisse wurden mit denen von 42 kritisch kranken COVID-19-Patienten verglichen, die kein IVIG erhielten. Zu den weiteren Behandlungen, die in beiden Behandlungsgruppen eingesetzt wurden, gehörten Favipiravir, Hydroxychloroquin, Azithromycin, Oseltamivir, Tocilizumab und Anakinra.

Prof. Dr. Figen Esen, Leiter der Abteilung für Intensivmedizin der Universitätsklinik Istanbul, kommentierte die Ergebnisse: „In der Intensivpflege umfasst das Management der Sepsis eine Modulation des Immunsystems und der Wirtsreaktion. Während die IVIG-Behandlung bei Sepsis positive positive Effekte in Bezug auf die Infektion und die Senkung von Entzündung und Mortalität gezeigt hat, verhinderte die relativ geringe Datenmenge, die aus qualitativ hochwertigen klinischen Studien gewonnen wurde, ihre weit verbreitete Aufnahme in klinische Leitlinien.

Die Firma Octapharma hat ihren Headquarters in Lachen, Schweiz. Der größte Produktionsstandort von Octapharma befindet sich seit 1989 in Wien und wurde in kürzester Zeit zu einer der modernsten Plasmafraktionierungsanlagen der Welt ausgebaut. Neben den Produktionsanlagen befinden sich in Wien die Bereiche Forschung und Entwicklung, klinische Forschung, Qualitätssicherung und internationale Zulassung.

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