
Führt Trump einen stillen Krieg gegen JP Morgan?
Versucht die Trump-Administration verdeckt vor der Öffentlichkeit, die Federal Reserve Bank und JP Morgan zu entmachten?
Die Bitcoin-Welt ist in Aufruhr: Die Krypto-Leitwährung ist in den letzten Wochen massiv abgestürzt. Vom Höchststand bei über 125.000 Dollar ging es innerhalb eines Monats teilweise unter 80.000 Dollar. Viele glauben, dass der Bitcoinhype (von 15.000 auf 125.000 in rund drei Jahren) erst einmal wieder vorbei ist. Die Trump-Administration gilt als bitcoinfreundlich, was eine neue Theorie und Gerüchte in die Welt gebracht hat.
Dass Trump mit der US-Zentralbank FED und ihrer Führung unzufrieden ist, lässt er regelmäßig wissen. Ein Artikel aus den USA brachte nun Bewegung in das Thema: „Trumps Gambit. Der stille Krieg zwischen dem Weißen Haus und JP Morgan“ lautet der Titel. Darin heißt es etwa:
„Die meisten Menschen betrachten JPMorgan als Bank. Das ist ein Irrtum.
JPM ist der operative Arm des globalen Finanzestablishments … das Unternehmen, das den Kernmechanismen der Federal Reserve am nächsten steht, den weltweiten Dollar-Verkehr beeinflusst und als wichtigster Vollstrecker der traditionellen Währungsarchitektur fungiert.
Als Trump also über Epsteins Netzwerk schrieb und ausdrücklich JPMorgan nannte (anstatt einzelne Personen herauszugreifen), war das keine rhetorische Floskel. Er bezog die am stärksten in das System eingebettete Institution in seine Erzählung mit ein.
Tatsächlich hat Trump JPM explizit erwähnt; rund um die Epstein-Files kommt JPM ins Visier, weil sie Epsteins Geschäfte gekannt haben soll. Der Text argumentiert, dass unter der Trump-Administration das Finanzministerium versucht, durch den Einsatz von Stablecoins und Bitcoin-Reserven die Kontrolle vom Federal-Reserve-System und Banken wie JPMorgan zu übernehmen.
Es gehe demnach um einen grundlegenden Konflikt zwischen zwei monetären Regimen: dem traditionellen System, das von JPMorgan, Wall Street und der Federal Reserve dominiert wird, und einem neuen Ansatz, der das Finanzministerium unter der Trump-Administration in den Vordergrund rückt. Dieses neue Regime soll durch Treasury-integrierte Stablecoins, programmierbare Zahlungssysteme und Bitcoin-Reserven gestützt werden, was eine fundamentale Umkehrung der seit 1913 bestehenden Ordnung darstellen würde – TKP hat bereits darüber berichtet.
JPMorgan ist dagegen der zentrale Akteur des alten Systems, das durch seine Nähe zur Federal Reserve und seine weltweite Kontrolle über Dollar-Settlement Einfluss ausübt. Gleichzeitig übt JPMorgan Druck auf den Bitcoin-Riesen MicroStrategy (MSTR) aus, das als Brücke zwischen traditionellem Kapital und einer Bitcoin-basierten Architektur dient, etwa durch Short-Positionen und Lieferverzögerungen. MicroStrategy hält mittlerweile mehr als 600.000 Bitcoin.
Der Autor spekulierte sogar über eine mögliche staatliche Beteiligung an MSTR, um diese Schlüsselrolle zu sichern. Tatsächlich gibt es in den letzten Tagen solche Gerüchte – MSTR war aufgrund des Absturzes des Bitcoin-Preises zuletzt ebenfalls massiv abgestürzt und hat dieses Jahr mehr als 50 Prozent seines Börsenwerts verloren.
— Maryland HODL (BitBonds = Structural Innovation) (@HodlMaryland) November 21, 2025
Bitcoin gilt demnach als Schauplatz des Konflikts. Die Administration strebt eine stille Akkumulation an (vielleicht auch nur indirekt über MSTR), während das alte System mit Derivaten und Preisunterdrückung dagegenhält – Techniken, die JPMorgan bereits beim Gold erfolgreich anwandte. Diese Spannung wird durch die fragile Grundlage des aktuellen Systems verschärft, das durch hohe Verschuldung und niedrige Zinsen gekennzeichnet ist, was das Risiko systemischer Instabilität erhöht.
Finanzanalysten halten allerdings dagegen: JP Morgan und die Wall Street haben bereits die Kontrolle über MicroStrategy (MSTR) und dessen CEO Michael Saylor – und manipulieren schon längst den Bitcoin-Preis. Damit habe man historisch jahrzehntelange Erfahrung.
Die Auseinandersetzung zwischen Washington und der FED ist jedenfalls echt; wie weit Trump und sein Umfeld gehen wollen, wird sich allerdings erst zeigen. Und welche Rolle Bitcoin dabei wirklich spielt.
Bild „JP Morgan“ by Thomas Hawk is licensed under CC BY-NC 2.0.
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Tschechische Nationalbank vor Bitcoin-Kauf
des weiteren: das konzept des dollarbasierten-geldsystems basiert nun mal elementar auf kontinuierlich zunehmender überschuldung, da es „per design“ ein ponzi-system ist.
die am wirtschaftsverkehr teilnehmenden entitäten müssen laufend neue verschuldung erzeugen, damit neues geld gedruckt wird, und das system so aufrecht erhalten werden kann, also nicht abraucht / neu gestartet werden muss (nicht anders herum!).
soll heissen: staaten, institutionen, unternehmen, selbstständige… wirtschaften natürlich über ihre verhältnisse, weil die monopoly-bank die spielregeln und das anreizsystem so designed hat („show me the incentive, i’ll show you the output). wer aufhört sich zu verschulden, fliegt raus aus dem spiel.
wer schlau ist, steigt mithilfe von selbstverwahrten bitcoin sukzessive aus (und nutzt seine bitcoin als collateral um selber damit spielgeld zu drucken mittels plattformen wie ins. debifi; derweil sein bitcoin-collateral die inflation, die seine fiat-schulden entwertet, locker outperformed mittel- bis langfristig).
oder man sieht in diesem abgekaterten fiatgeld-betrugssystem zu, dass man möglichst nah an den verdammten gelddrucker rankommt (ergo aufsteigt, also pcr-testcenter, zensurbetriebe, abmahnkanzleien oder ähnliches betreibt), um so selber zu sagenhaften konditionen in den genuss von immer hemmungloser frisch gedruckten zentralbankengeld zu kommen:)
Für den Dollar gibt es zwei Gefahren: Die neue BRICS-Währung und die Überschuldung (aka Degrowth).
Man darf Bitcoin wohl als Äquivalent zu CBDCs verstehen. Mit CBDCs ließen sich obige Probleme in den Griff bekommen.
es ist einigermaßen grotesk, bitcoin, genau den gegenentwurf eines kontrollierbaren, von einer zentralen kontrollstelle regulierten, manipulierten wertspeicher als analog zu CBDC zu bezeichnen.
genauso bizarr ist es, dass selbst heute noch menschen ihre lebenszeit für fiatgeld verkaufen, derweil über geld sprechen und nicht einmal dessen wesentlichen grundlagen verstehen, weil es versäumt oder es als unwichtig erachtet wurde, sich mit dem wesen von geld, sowie den unterschiedlichen, existenten erscheinungsformen von geld gewissenhaft auseinander zu setzen: das muss man sich heute erst einmal leisten können (und wollen), speziell im deutschsprachigen wirtschaftsraum!
wenn ein kryptografisch gesicherter, digitaler analog-wertspeicher zu CBDC existiert, dann sind es stablecoins wie ins. USDT. in verständiskontext sei dem, der sich aufrichtig für das thema geld und entwicklungsperspektiven im geopolitischen raum interessiert, auch dieser beitrag von marylandhodl empfohlen… https://marylandhodl.substack.com/p/part-2-unlocking-the-sovereign-flywheel
Nein, Bitcoin ist kein Äquivalent zu CBDC.