Riesige Verluste der Ukraine plausibel – ganze Dörfer ohne Männer

22. August 2025von 3,4 Minuten Lesezeit

Kürzlich machte die enorme Zahl von 1,7 Millionen Verlusten seit der Ausweitung des Krieges durch den Eintritt Russland in 2022 die Runde. Was zu Beginn Verwunderung und Unglauben hervorrief, findet nun immer mehr Bestätigung.

Russische Hackergruppen meldeten gestohlene sensible Dokumente, wonach die ukrainischen Verluste um ein Vielfaches höher sind als bisher angenommen., wie TKP am 22.9. berichtete. Russische Hacker sollen sensibles Material der Ukraine geknackt haben, die Meldung war nicht verifiziert und erschien kaum glaubwürdig. Die ukrainischen Verluste sollen 118.500 im Jahr 2022 405.400 im Jahr 2023 595.000 im Jahr 2024 621.000 im Jahr 2025 betragen haben. Jeder Datensatz soll Namen, Umstände und Orte des Todes oder Verschwindens, persönliche Angaben, Familienkontakte und Fotos enthalten.

Der bekannte Analyst Simplicius76 macht eine Rechnung auf, die die Größenordnung plausibel erscheinen lässt. Nach Angaben von Selenskyj seien jeden Monat etwa 30.000 Mann einberufen oder eingefangen worden, was in den bisherigen 41 Monaten ungefähr 1,2 Millionen ergibt. Die Ukraine hatte im Februar 2022 bereits rund 1 Million Soldaten, macht in Summe bisher etwa 2,2 Millionen Soldaten.

Derzeit soll die Stärke zwischen 600.000 und 1 Million liegen, was also Verluste von 1,2 bis 1,6 Millionen ergeben würde.

Der ukrainische Abgeordnete Artem Dmytruk kommentierte die Daten der Hacker wie folgt: „Die Listen der Vermissten umfassen heute mehr als eine Million Menschen, und natürlich sind diese Menschen höchstwahrscheinlich tot, während ihre Familien in völliger Unkenntnis bleiben. Die Lage ist tragisch, die Lage ist erschreckend.“

Dmytruk ging näher auf das Ausmaß der Personalverluste der Ukraine ein und beklagte, dass Dörfer von Männern entvölkert worden seien, darunter auch ältere und behinderte Menschen, die zum Militärdienst eingezogen worden seien, und dass die Ukraine infolge der „enormen Verluste“ an Personal mit einer „demografischen Krise“ konfrontiert sei. „Wir haben mehrere Generationen verloren“, sagte er.

Seine Aussage fällt mit einem Aufruf des Abgeordneten Aleksey Goncharenko zusammen, ausländische Kämpfer für den Kriegseinsatz in der Ukraine zu rekrutieren, um den immer extremer werdenden Personalmangel des Landes zu beheben. Ukrainische Wehrpflichtige haben extrem hohe Verluste erlitten, die zeitweise 80 bis 90 Prozent erreichten.

Unter anderem berichtete das Wall Street Journal, dass die ukrainische Armee auf die Rekrutierung armer Männer aus Dörfern angewiesen sei, die nach nur zwei Tagen Ausbildung an die Front geschickt würden. Die Lebenserwartung der Soldaten an den besonders umkämpften Fronten betrage zeitweise nur noch vier Stunden, wie westliche Beobachter vor Ort berichten.

Im April 2023 gab der ukrainische Botschafter im Vereinigten Königreich, Vadim Pristaiko, bekannt, dass Kiew die tatsächliche Zahl der Kriegsopfer verschleiere. Er erklärte, dass „es von Anfang an unsere Politik war, nicht über unsere Verluste zu sprechen“, dass „wir dies jedoch nach Kriegsende anerkennen werden. Ich denke, es wird eine schreckliche Zahl sein.”

Seitdem berichten mehrere westliche Quellen weiterhin ausführlich über die extremen Verluste der ukrainischen Wehrpflichtigen und heben deren mangelnde Ausbildung hervor, die zu den hohen Verlusten beigetragen hat. Die ukrainische Armee und die sie unterstützenden ausländischen Einheiten erlitten besonders hohe Verluste während eines Vorstoßes in die russische Region Kursk im August 2024, bei dem die Streitkräfte von russischen und nordkoreanischen Truppen von mehreren Seiten eingekesselt wurden und sehr häufig intensiven Luftangriffen auf offenem Gelände ausgesetzt waren, ohne nennenswerten Schutz durch Luftabwehrsysteme.

Die Isolierung und Neutralisierung von Zehntausenden Soldaten in Kursk hat die russische Armee seitdem in eine viel stärkere Position versetzt, um an mehreren Fronten sowohl in umstrittenen Gebieten als auch in Gebieten, die Russland weiterhin als ukrainisch anerkennt, Boden zu gewinnen.

Mehrere Quellen haben die katastrophale Lage an den Frontlinien in der Ukraine bestätigt. Der ehemalige Stabschef der Eliteeinheit „Asow“ der ukrainischen Armee, Oberstleutnant Bogdan Krotevich, hat Anfang August ausführlich über die zunehmend katastrophale Lage der ukrainischen Streitkräfte in den umkämpften Donbass-Regionen berichtet.


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8 Kommentare

  1. Daisy 23. August 2025 um 5:42 Uhr - Antworten

    Bezeichnenderweise wird das nicht nur von Schneelenski verschwiegen, sondern auch von seinen sieben Zwergen. Es gehört zur Kriegspropaganda, die Opferzahlen zu verschweigen, damit noch weitere rekrutieren kann. Bei den Rekrutierungsbehörden in der Ukraine kommt es immer wieder zu Tumulten und Aufständen. Also dort kann man das auch nicht mehr geheimhalten. Lieber desertieren sie und laufen über. Allerdings sind die Ukr.-Soldaten/Söldner angewiesen, Überläufer zu erschießen. Solche Vorfälle wurden oft im Netz dokumentiert – auf der Flucht in den Rücken geschossen von den „Kameraden“.

    Die EU steht für Desinformation, noch deutlicher, seit sie Information und Kritik verboten hat. Dass RT bei uns nicht verlinkt werden darf, hat Paralleln zu den letzten Diktaturen des 20. Jhdts bzw. auch zur christlichen Diktatur im Mittelalter, s. „Der Name der Rose“. Es ist also keine Religion oder Ideologie besser oder schlechter als die andere. Das folgt nur einem Gesetz des menschl. Verhaltens. Wer an der Macht bleiben möchte, der verschweigt alles, was seinen Vorschriften zur Kontrxlle der Schafe widerspricht. Mehr noch, wer nicht geteert und gefedert werden will, der vertuscht, dass er dir statt Medizin Gift verabreicht hat usw.

    Viele Spiegelseiten funktionieren leider nicht mehr in neueren Browsern, weswegen ich meine nicht mehr update. Mit dem Tor-Browser geht es noch. Mein Opera hat VPN – den musste ich aber updaten. Man kann auch den Newsletter abonnieren. Beim „Feindsender“ wird man besser informiert als in der „EUSSR“. Es gibt dort auch Rubriken zu Nachrichten aus Ôsterreich und Deutschland. Jedoch die eigenen Opferzahlen berichtet auch Russland nicht so gerne…

    Ich hoffe immer noch auf ein baldiges Ende dieses Krieges. Denn damit hat Trump ja recht, wenn er immer wieder die vielen Opfer beklagt. Warum, verdammt noch mal, beendet er ihn dann nicht? Seine jüngsten Äußerungen, Kiew solle zurückschießen und brauche dafür Langstreckenraketen, lässt mich langsam an seinen guten Absichten bzw. an seinem Verstand zweifeln. Er ist sehr impulsiv und hat sich vermutlich über Putins Bombardement der gesamten Ukraine davor geärgert. Aber dennoch sollte er seine Emotionen im Zaum halten. Denn damit verlängert er nur den Krieg. Putin hatte bestimmt einen Grund, das zu tun. Ich hoffe Trumps Grund ist nicht, dass US nur noch Angriffswaffen verkaufen kann…

    Neue Hoffnung: Es wird jetzt gemunkelt, dass es doch zu Neuwahlen kommen könnte. Valerii Zaluzhnyi, ehemaliger Oberbefehlshaber der ukrainischen Armee, soll S.s Nachfolger werden. Ein pro-russischer Präsident wäre sinnvoller. Die Wahl muss unbedingt auch durch neutrale Beobachter überwacht werden. Ich denke da wieder an China usw.

    Jeder Tag, jede Woche, kostet weitere Opfer, junge Menschen, die ihr ganzes Leben noch vor sich hätten.

  2. Jan 22. August 2025 um 23:49 Uhr - Antworten

    Zu den Verlusten der Ukraine addieren sich die Verluste Russlands. Die Leyen hat für nichts und wieder nichts drei Millionen Leute auf dem Gewissen. Russland hatte angefragt, die Krim zu pachten. Derartige Führer werden von den Deutschen geliebt! Anstelle dass die Leyen als Kriegsverliererin vom Hof gejagt wird, hoffen die Deutschen nunmehr, dass sie in Aserbaidschan die sechs Millionen voll macht.

    Die Witwen hoffen auf junge, potente Flüchtlinge, die sie trösten! Warum wohl wählen Frauen Krieg?

    Die Deutschen hoffen gerade, dass ihre Kinder unfruchtbar oder zumindest totkrank gespritzt worden sind, am besten wären Genschäden in der gesamten zukünftigen Genealogie! Die armen Opfer! Die Deutschen sind von Kindergartentanten-Tricks in die Hölle geführt worden, wie schon einmal! Die gutmütigen Hasis, alle Pazifisten, sind zum dumm, um 2+2 zusammen zu rechnen! Die sagen: „Huch! Ich habe Merz gewählt und der Krieg geht weiter? Die Amis sind schuld, die bösen, bösen, die haben bei mir MK-Ultra angewendet! Deswegen habe ich auch alles getan, damit die WHO-Verträge in Kraft treten und ich nochmals das arme Opfer sein darf!“

    Es gibt immer einen Anteil von Verrückten in der Gesellschaft. Es gibt auch Verrückte unter Reichen und unter Führungskräften. Es ist Aufgabe der Mehrheit, diese Verrückten im Zaum zu halten. Wenn aber die Mehrheit selbst verrückt wird, dann sind Gesellschaft, Staat und Kultur am Ende.

    • Dr. Rolf Lindner 22. August 2025 um 23:54 Uhr - Antworten

      Aber man darf nicht „Pfuschi von der Leichen“ schreiben. Das wäre eine Beleidigung.

  3. Dr. Rolf Lindner 22. August 2025 um 23:48 Uhr - Antworten

    Ich habe glaubhaft von Leuten gehört, dass am Ende des ll. Weltkrieges Offiziere gelyncht wurden, weil sie sich einer Kapitulation verweigerten.

    • hermine 25. August 2025 um 17:57 Uhr - Antworten

      gelyncht von ihren untergebenen truppen? kann man glauben. oder von waffen ss die die wehrmacht
      angriff? der verblendung steht nichts im wege, also tun vor denken.

  4. Kriegsgegner 22. August 2025 um 22:07 Uhr - Antworten

    Ja, man sollte das kennen. Eben Faschismus pur….kämpfen bis zum letzten Blutstropfen. Diesmal propagiert und finanziert von westlichen Regierungen.

  5. cwsuisse 22. August 2025 um 22:00 Uhr - Antworten

    Ich bin kein Freund der Massenimmigration, aber froh um jeden Ukrainer der seine Haut vor diesem mörderischen Krieg, der nur den finanziellen Interessen der ukrainischen Oligarchen und den geopolitischen Spielereien der Kriegsfreunde in USA/EU dient, in Sicherheit bringen konnte. Jeder Ukrainer , der das Land verlassen hat, hat mit seinen Füssen gegen den Diktator Selenskyj abgestimmt.

  6. therMOnukular 22. August 2025 um 18:30 Uhr - Antworten

    Und wieder kein einziges Wort zu Deserteuren.

    Seit Dezember 2024 desertieren grob 17.000 Ukrainer pro Monat (!), ergeben sich den Russen, verstecken sich oder fliehen ins Ausland. Alleine seit Dezember 2024 sind also schon mal um die 150k „abhanden“ gekommen, die in dieser Auflistung fehlen.

    Die Dörfer mögen leer von jungen Männern sein – westliche Großstädte sind dafür umso voller davon.

    Je nach Status eines Soldaten bringt er seinem Kommandanten mehr oder weniger Geld. Es gibt etliche Berichte über Kommandeure, die den Sold für „verlustig gegangene“ Soldaten einstreifen etc. Selbst wenn die Daten des ukr. Militärs echt sind, sind sie noch lange nicht wahr.

    usw.

    Sind es mehr, als die Ukraine zugibt? Selbstverständlich. Viel mehr.

    Wie viele mehr ist bereits unerheblich, der Ausgang steht längst fest. Dass der Westen dennoch weiter machen will ist purer Wahnsinn. Menschenverachtender Größenwahn. Woher kennen wir das nur…?

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