Was Martin Sprenger wählt

26. September 2024von 1,6 Minuten Lesezeit

Martin Sprenger wurde während der Covid-Politik schnell zu einem der wichtigsten Kritiker der Politik innerhalb der Öffentlichkeit. Er hat mittlerweile gewählt. 

Bei der letzten Nationalratswahl 2019 war Public-Health-Professor Martin Sprenger noch kaum einem Österreicher ein Begriff gewesen. Das hat sich aber schon ab 2020 radikal geändert. Er war in den ersten Monaten der Covid-Politik Teil der Regierungsexperten, verließ dann aber den Politisch-Wissenschaftlichen-Machtzirkel und wurde zu einem der wichtigsten Regierungskritiker des Landes.

Politik als Spiegel

TKP hat immer wieder über seine Kritik berichtet, er bleibt bis heute eine lautstarke Stimme der kritischen österreichischen Öffentlichkeit. Das führte bis zu einer Anzeige der Ärztekammer gegen seine Person. Kritik an der herrschenden Politik ist eben nicht mehr so ohne Konsequenzen wie früher einmal. Am Sonntag darf auch Sprenger wählen. Es ist Nationalratswahl und damit die wichtigste Wahl seit 2020 für Österreich.

In einem Interview mit dem Journalisten Lucas Ammann sprach er über seine Wahlpräferenzen. Seit 1986 hatte er bei jeder Nationalratswahl die Grünen gewählt. Dieses Mal – er hat bereits per Briefwahl abgestimmt – habe er sich anders entschieden und „nicht mehr die Grünen“.

Die Grünen sieht er offenbar für nicht mehr wählbar, denn es sei eine „inhaltliche Verstörung“ und „wissenschaftlichen Entgleisungen“ geschehen, die mit einer „zum Teil menschenverachtenden, jedenfalls aber autoritären Sprache“ einhergegangen sei. Doch die Grünen seien noch weiter gegangen: Sie hätten ihm auch „persönlich schaden“ wollen. Was er auch nicht gewählt habe: Die Neos. Allerdings hätte ihm die Partei immerhin zwei Mal in den Gesundheitsausschuss geladen, was er lobend erwähnt.

Was immer Sprenger als einer der rund 6,5 Millionen Wahlberechtigten Österreicher gewählt hat, das Ergebnis sei „ein Spiegel unserer Gesellschaft“ und diese bekomme „jene Politik, die sie verdient“.

Bild „Wahlkabinen auf der Aufstellungsversammlung der Piratenpartei zur Buntestagswahl 2013“ by ubiquit23 is licensed under CC BY-SA 2.0.

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8 Kommentare

  1. Dr. Rolf Lindner 26. September 2024 um 22:15 Uhr - Antworten

    GRÜNE KLAUER

    Es ist doch kaum zu glauben,
    was woll’n die alles rauben?
    Freiheit und Recht wollen sie stehlen,
    mit Gengiften sie jetzt schon hehlen,
    wollen rauben Dein Geld und Gut,
    am End‘ sogar vom Kopf den Hut.
    Obwohl am meisten drauf erpicht,
    Verstand rauben können die nicht,
    denn die sich dumm bestehlen lassen,
    einen Verstand die nie besaßen.

    Drum lasst uns schnell aufbauen
    gegen die, die uns beklauen,
    eine Brandmauer aus Verstand,
    dass niemals mehr im deutschen Land,
    wie leider schon mehrmals geschehen,
    Menschen mit ihren Wahnideen
    Teile des Volk’s berauschen,
    die den Chaoten lauschen,
    werden dabei tagtäglich dümmer,
    bleiben am End‘ allen nur Trümmer.

  2. audiatur et altera pars 26. September 2024 um 17:15 Uhr - Antworten

    “Es geht um den Vergleich von ganz geringen Risiken. Auf der einen Seite hast du das geringe Risiko, schwer zu erkranken. (…) Und die Nebenwirkungen der Impfung sind ebenso gering. Also diese Herzmuskelentzündungen, also du vergleichst ganz geringe Risiken.”

    Martin Sprenger bei Michael „Flatten the Curve“ Fleischhacker über die Impfung der Kinder, Talk im Hangar 7, “Schweiger, Schwurbler, Schulstart” am 07.09.2021. Die Show begann mit den Fake Schockbildern aus Bergamo.

    Sprenger saß übrigens auch im Auditorium in Graz, als der deutsche Sozialingenieur Heinz Bude „aus dem Nähkästchen“ plapperte. „Wir mussten ein Modell finden um Folgebereitschaft herzustellen, dass so’n bisschen nach Wissenschaft aussah. Das war dann die Formel „Flatten the Curve“. Wir sagten denen: „Wenn ihr schön diszipliniert seid, könnt ihr die Kurve verändern.“ Sprenger stellte sodann am Ende Bude brav ein paar Fragen. Und zwar zB warum die Soziologie die soziale Ungleichheit nicht thematisierte…. So gesehen (bzw. blind) wäre dieser Publik-Health-„Experte“ ganz gut aufgehoben bei den Neos. Ich fand ihn persönlich viel schlimmer als die Pharmalobbyisten.

    • rudifluegl 27. September 2024 um 2:43 Uhr - Antworten

      Der Sprengersche Widerstand war sehr zurückhaltend!
      Aber immerhin war es Widerstand.
      Ein DE Pendant war wohl Streeck.
      Der schaffte es umgekehrt in den Expertenrat.
      Besonders unangenehm ist mir Herr Stöhr mit unguter Rolle bei der 2009er Grippe, aufgefallen, der immer nur ein Stückchen mehr zugab.
      Klaus Püschel ist auch vom Helden irgendwie zum Impfbefürworter mutiert.
      Der hiesige Allaberger schaffte es auch vom Kritiker zum Public Health Experten in Innsbruck.
      Da sind viele Persönlichkeiten mit ihrer Jongliererei zu betrachten.
      Da ist Herrn Sprenger zumindest der Kragen nicht so heissgelaufen, wie manch anderen Wendehälsen.
      Es präsentieren sich aber auch schon welche mit frischgestärkten Krägen, die eigentlich immer schon kritisch waren. In Teilbereichen ganz besonders wie Frau Glawischnigg. Die war ganz besonders beim Umgang mit Kindern sprachlos, wie man gehört hat!

      • audiatur et altera pars 27. September 2024 um 7:51 Uhr

        Allerberger, Dr. Franz? War das nicht der als AGES-Chef für das sozialingenieuse Shockinstrument des „Dashboards“ verantwortliche Beamte? Stimmt, der war auch ein bisserl ein „Kritiker“. Sogar bei Robert Cibis. Dort sagte er („Narrative“#51, ab 1:10:30):

        „Ob‘ s die Leute hören wollen oder nicht — Long-Covid-Diskussion, Einzelfälle gibt’s immer. Ich glaube, wir haben 130 kinder bislang gehabt, die im Krankenhaus sogar schwer behandelt werden mussten. — Aber: De facto ist das eine Infektionskrankheit, die verglichen mit anderen Infektionskrankheiten als HARMLOS im Kindesalter zu bezeichnen ist. Und DESHALB muss bevor eine Impfung eingeführt wird für diese vulnerable Population, die durch jede mögliche Impfnebenwirkung geschädigt würde, weil eben der Gewinn nicht da ist. Unter 12 Jahren muss eine sicherer Impfstoff da sein. Und da glaube ich tut man gut lieber noch 1-2 Monate [!] abzuwarten“.

        Alles sogenannte „Experten“, bei denen ich große Schwierigkeiten hätte, sie als Entlastungszeugen anzuführen. Das Wort geistiger Wackelkandidat wäre für meine Begriffe noch verharmlosend angesichts solcher völlig offenbaren kognitiven Aussetzer, wäre da nicht Desmet und die Massenpsychose als eine Art HYPNOSE?

      • Gabriele 27. September 2024 um 12:00 Uhr

        Sprenger war in seiner Kritik immer sehr weichgespült, daher ist ihm wohl auch nichts passiert.
        Es ist in mehreren Fällen seltsam, wie österreichische „Kritiker“ behandelt wurden – einige wollte man unbedingt kaltstellen, wie Sönnichsen, andere wieder durften viel sagen, ohne behelligt zu werden. Heute noch schwer verständlich… man musste zweifellos auch hier die „richtigen“ Freunde haben.

      • rudifluegl 27. September 2024 um 12:35 Uhr

        Um Ihm ein bisschen mehr Gerechtigkeit widerfahren zu lassen bevor man ihn in den Mistkübel der Geschichte klopft. Die Aussagen ohne den Teste hätte man die Seuche nicht bemerkt und Masken sind sinnlos (er war auch beim Robert Koch Institut anhängig), stammen auch von ihm!
        Die Käuflichkeit von Kritikern sieht man auch bei der Südd.. und Herrn Bart…..! diesen bekannten Kritiker drehte man schon im Vorfeld um. Das ganze ist auch ein Bilderbuch von menschlichen Schwächen und Abgründen!
        Ob das Dashboard auch gegenteilig benutzt werden hätte können — was weiß ich…..Verteidigen möchte ich diese Leute nicht. Mein letztes Bild über diese Figuren war wie Frau von.. Lae– mit Genossen Franz mittels Frau v. L. Arabern gegen den Sonnenuntergang reitet….

  3. federkiel 26. September 2024 um 16:26 Uhr - Antworten

    Falscher Titel: es sollte lauten:

    „Was Martin Sprenger -nicht- wählt.“

    Dazu paßt, was sich Sigi Maurer in einem Krone Interview geleistet hat, nämlich der Liste Madleine Petrovic zu unterstellen, dort würden sich lauter Antisemiten rumtreiben.
    Ah, noch ein Grund, Grüne nicht zu wählen ist der Umgang mit Lena Schillings Lügen, da vor allem der grüne Veltliner Kogler. Nagut, die Liste ist lang……………….. In Deutschland zerbröseln die Grünen schon an der „geliebten Partei“, die sind eine Sekte.

    • rudifluegl 27. September 2024 um 2:21 Uhr - Antworten

      Das passt gut! Väterlicherseits hat Frau Petrovic jüdische Vorfahren!

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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