„Make Sunsets“-Startup behauptet: Erstmals Schwefelpartikel in Stratosphäre freigesetzt

27. Dezember 2022von 3,2 Minuten Lesezeit

Ein US-Startup behauptet, eine kritische Grenze im solaren Geoengineering überschritten zu haben. So habe man reflektierende Schwefelpartikel in der Stratosphäre freigesetzt. Entsprechende Pläne gibt es schon lange, die technische Umsetzbarkeit ist kein Problem. 

„Geoengineering“ ist die gezielte Manipulation des Klimas und des Wetters. Etwa, in dem man versuch,  Sonnenlicht in den Weltraum zurück zu reflektieren. Stets um die (angeblich schwerbedrohliche) Erderwärmung abzuschwächen, etwa in dem man Schwefel oder andere Partikel versprüht. Entsprechende Pläne sind seit Jahren in der Schublade, manche meinen gar, sie würden bereits umgesetzt werden. Nun behauptet jedenfalls ein Startup, eine kritische Grenze eben in diesem solaren Geoengineering überschritten zu haben.

Geoengineering-Aktivismus

Das Unternehmen „Make Sunsets“ sagt, es habe Wetterballons gestartet, die reflektierende Schwefelpartikel in der Stratosphäre freigesetzt haben. Technisch wäre das nicht schwierig. Doch stets wurde davon abgesehen, denn die „Nebenwirkungen“ sind nicht absehbar. Selbst auf kleine Experimente sei bisher verzichtet worden, schreibt „Technology Review“. Das stimmt nur bedingt: Entsprechende Experimente konnten bisher durch zivilgesellschaftliche Interventionen verhindert werden.

„Make Sunsets“ dürfte darauf aber pfeifen. Von Mexico aus soll man entsprechende Operationen ausführen, ganz ohne öffentliche oder wissenschaftliche Beteiligung und man versucht bereits, die Pläne zu kommerzialisieren. Wissenschaftler verurteilen die Schritte des Unternehmens, und glauben, dass man ohnehin hauptsächlich Aufmerksamkeit erlangen will. Luke Iseman, der CEO von „Make Sunsets“ stimmt da teilweise zu. Es handle sich „zum Teil um eine Provokation, um einen Akt des Geoengineering-Aktivismus“. Was bedeutet das? Der „Klimawandel“ sei eine solche Bedrohung, dass man die Technologie endlich zum Durchbruch bringen soll, so Iseman.

Gates-Connection

Der Salzburger Mathias Weiss arbeitet zum Thema Geoengineering an der Universität Innsbruck. Gegenüber TKP stellt er einen weiteren Aspekt im kontroversen Thema fest, der im „Technology Review“ nicht erwähnt wurde. So erwähnt das Blatt zwar den „führenden Experten“ David Keith, der schon länger an ganz ähnlicher Technologie forscht. Allerdings nicht, dass ganz ähnliche Experimente seines Projekts „SCoPEx“ bereits mehrmals verhindert worden seien. Außerdem sei Keith auch in die Entwicklung von sogenannten „CO2-Abscheideanlagen“ verwickelt, die Bill Gates als Lösung für den Klimawandel zu vermarkten versucht.

Weiss führt im Gespräch mit TKP aus, dass in der Debatte, die nun offenbar mehr und mehr in den populären Diskurs eingeführt wird – vor Jahren war das Thema noch völlig tabu und auch „Verschwörungstheorie“ – die Frage nach der Haftung sollte etwas schief gehen, stets außen vor bleibt. Stattdessen wird der Diskurs in eine „Dringlichkeitsdebatte“ eingepflegt. „Eine vermeintliche Alternativlosigkeit der Intervention ist immer ein Alarmzeichen.  Erinnern wir uns nur an die mRNA-Impfung“, sagt der Kulturwissenschaftler. Es passt, dass Keith für die Technologie wirbt, nur ein Startup sollte es eben nicht tun dürfen.

Außerdem solle man darauf achten, wie im Rahmen der „Klimawandel-Alarmistik“ auch stets durch die Hintertür eine andere Entwicklung mitgebracht wird. Nämlich wie „die Natur und ihre Prozesse, die bei den Interventionen zuerst zerstört und dann künstlich substituiert, verwertet, kontrollierbar und letztlich zur Ware gemacht werden.“

Das sei vor allem beim CO2, aber auch bei Geoengineering generell zu erkennen. Dabei gehe es auch immer wieder um die Verbindung zum Agrarsektor oder zur Wasserversorgung. Im Visier allerweil Kleinbauern und autarke Strukturen, „die den Preis für diese (geplanten) Interventionen bezahlen werden.“ Hier schließt sich der Kreis zu Bill Gates: Er ist mittlerweile der größte Großgrundbesitzer der USA. Ein zusätzliches Motiv, warum er und seine Kapitalkreise ein Interesse daran haben, das Wetter und das Klima technologisch in den Griff zu bekommen.


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18 Kommentare

  1. Glass Steagall Act 28. Dezember 2022 at 11:21Antworten

    Ich persönlich halte die Wirksamkeit von diesen Wetterexperimenten für zu gering, um tatsächlich auf nennenswerte Größen zu kommen. Dafür verändern sich die natürlichen Vorgänge in der Atmosphäre selbst zu stark.

    Auf der anderen Seite ist aber ein Eingriff in die Natur immer mit erheblichen Risiken verbunden! Weniger für den Planeten, aber dafür mehr für den Menschen.

    Schon absurd, in einen sich derzeit abkühlenden Planeten, entgegen der ständigen Falschbehauptung des „menschengemachten Klimawandels“, auch noch den Planeten weiter abkühlen zu wollen.

    Es ist schon erschreckend, dass es immer Verrückte gibt die den krankhaften Zwang haben, alles kontrollieren zu müssen. Kein Bereich wird ausgelassen, kein Bereich ist zu verrückt, dass Menschen nicht versuchen die Natur beherrschen zu wollen.
    Anstatt alte Probleme zu beseitigen, wie z. B. der weltweite Plastikmüll, produzieren sie schon wieder die nächsten Probleme.

  2. Hollie 28. Dezember 2022 at 11:08Antworten

    „die Natur und ihre Prozesse, die bei den Interventionen zuerst zerstört und dann künstlich substituiert, verwertet, kontrollierbar und letztlich zur Ware gemacht werden.“
    Bei der menschlichen Sexualität schon weit fortgeschritten: zuerst Unfruchtbarmachung (Verhütung + Abtreibung, Homosexualisierung, Genderisierung), dann Pornographie und sonstige Beziehungssubstitute/surrogate und künstliche Befruchtung (z.B. „Gebärmaschinen“ in der Ukraine, was während der Lockdown nur mal kurzzeitig thematisiert wurde)

    Nun wird auch noch die Luft zur Ware.

  3. Rosi 28. Dezember 2022 at 8:57Antworten

    Am meisten erstaunt war ich, als ich kürzlich den „Atlas der Globalisierung“ aufschlug, wo es auf Seite 18 eine halbseitige Weltlandkarte von Geoengineering-Projekten gibt. Obwohl die Daten aus 2018 (!) stammen sind in der Landkarte so viele Projektpunkte – insbesondere in Europa und England – dass sie sich übereinanderstauen und nicht mehr zu zählen sind. Das sind offizielle Quellen. In den Medien klingts immer so als wäre alles in den Kinderschuhen bzw würde gar nicht stattfinden. Genau das sollte uns zu denken geben!

    • Vortex 28. Dezember 2022 at 21:01Antworten

      Danke für den Hinweis, die aktuelle Ausgabe 2022 lässt hier (tinyurl.com/bdeysf9u) bereits im Inhaltsverzeichnis so einiges erahnen, was so seit Jahrzehnten im globalen Maßstab aus dem Ruder läuft …

  4. Petra 28. Dezember 2022 at 1:15Antworten

    Ist hier eine wissenschaftlich/journalistische Vernetzung möglich, damit man diesen Irrsinn aufklären kann bevor er sich zu stark im Glauben der Bevölkerung verankert? Noch ginge das vielleicht, bevor die medial freigesetzte Angst auch bei diesem Thema ins Spiel kommt. Ev auch Vernetzung mit den Wissenschaftlern dieser interessanten Doku:
    https://archive.org/details/derklimaschwindel

  5. Lupo 27. Dezember 2022 at 22:56Antworten

    Wer altersgemäß in der Lage ist, den Himmel von heute mit dem Himmel von einst zu vergleichen, der kann nicht mehr umhin kommen, wenigstens zu vermuten, dass der heutige Himmel manipuliert ist.

  6. Jurgen 27. Dezember 2022 at 18:42Antworten

    Planen die eine künstliche Eiszeit oder weltweite Missernten, wie bei den großen Vulkanausbrüchen? Hoffentlich können die den Mist auch wieder entfernen, sonst gehören die alle lebenslänglich eingelocht, um darüber nachzudenken!

  7. Jens Tiefsschneider 27. Dezember 2022 at 17:05Antworten

    Alles Verschwörungstheorien. HARP dient dem besseren Rundfunkempfang, Chemtrails sind in Wirklichkeit aus Watte und reflektierende Nanopartikel sollen verhindern, das Zugvögel gegen die Wolken fliegen und sich verletzen. Unsere Regierungen meinen es nur gut mit uns. Und das Militär sowieso.

  8. PALLA Manfred 27. Dezember 2022 at 16:11Antworten

    A U F der Seite „greenhousedefect.com“ meines Wiener MitStreiters E. Schaffer wird unter „Contrails . . .“ (seit April d. J.) die Wirkung der „H2O-EIS-Aerosole“ (HydroMeteore/Eis-Pulver) durch die FLIEGEREI „über den Wolken und vor Sonne und Mond“ hinreichend analysiert !!! – in „meinem Post“ darunter (April) geht es zusätzlich um die „Quantitäten“ (ca. „300“ Mio. To./p.a.) und die durch „remss.com“ per Satellit gemessene TROPO-Er-„Wärmung“ bei gleichzeitiger STRATO-Ab-„Kühlung“ seit „1980“ (diverse Verteilung global !!!) – Letzteres hat man damals schnell bemerkt und sich das „Märchen“ der überragenden CO2-Wirkung „einfallen“ lassen !!! – + + + – übrigens, „mein“ CO2-ANTEILS-Vergleich geht so: – > START-Linie beim Hundert-METER-Lauf vormals DREI „Zenti-Meter“ breit, heute eben VIER – Luft-FEUCHTE (H2O/RH) macht dagegen bis zu FÜNF „M e t e r“ aus < !!!

    FAZIT: – > Der Zeh-Oh-Zwei-SpurenGas- und PflanzenNahrungs-KRISEN-K L A M A U K ist vorbei – lag und liegt ALLES n u r am EIS-Pulver der FLIEGEREI < (EigenZitat) – darf jeder verwenden !!! ;-)

    P. S.: – Das „WeltBeste GLOBALE Klima/Wetter-TOOL“ ist unter „earth.nullschool.net“ zu finden ;-)

  9. arnulf 27. Dezember 2022 at 15:11Antworten

    Meine persönlichen Beobachtungen
    März / April 2020 – über Mitteleuropa stabiles Hochdruckwetter – keine (fast) Flugzeuge am Himmel. So einen tiefblauen Himmel hatte ich schon jahrzehntelang nicht mehr gesehen. Die Nachttemperaturen lagen im Schnitt immer 2-4 Grad unter den vorhergesagten Werten, da wohl die Wettermodelle nicht so schnell nachgelernt werden konnten. Dieses Phänomen wurde nie auch nirgendwo mit einer Silbe erwähnt, wo man sich doch sonst auf alle möglichen Wetterphänomene stürzt (natürlich nur, wenn sie das momentan gängige Klimanarrativ bedienen).

    • suedtiroler 27. Dezember 2022 at 15:27Antworten

      USA in den Wochen nach 9/11….

  10. Pro Dotto Diddi Otto 27. Dezember 2022 at 13:54Antworten

    Immer, wenn Kondensstreifen sich nicht verflüchtigen, sondern sich zu Schleierwolken ausweiten, dann sind das Chemtrails.
    Immer, wenn Wolkenformationen Waschbrettmuster aufweisen, werden sie mit künstlichen Frequenzen bestrahlt.
    Ich glaube, darauf könnte man sich schon mal einigen.

    • Dr. med. Veronika Rampold 27. Dezember 2022 at 15:32Antworten

      Beide Phänomene sind nicht gerade selten.
      Interessanterweise fing in meiner Region – bei Paderborn – dieses Herumspielen mit dem Wetter ziemlich genau ab Fukushima aufzufallen an.

      Auch ich habe im Frühjahr 2020 den endlich wieder ganz klaren Himmel erfreut bemerkt; schob ihn aber auf eine starke Abnahme des Flugverkehrs wegen Reiseeinschränkungen und Corinnafurcht, nicht so sehr auf eine Pause beim „Wolkensäen“ wie ich das chemtrailen lieber nenne, denn es ist keine neue Sache, sondern ne sowjetische Methode, die erstmals m. W. in den 1940ern benutzt wurde. Unser Geldadel wird sie, wie auch manch Anderes aus dem ex „Reich des Bösen“, heimlich praktisch gefunden und sofort nach der Öffnung des Eisernen Vorhangs übernommen haben.

    • Peter Ruzsicska 27. Dezember 2022 at 16:04Antworten

      Kann ich nachweislich bestätigen!
      Habe das in Wien schon ca. seit Mitte der 2000er Jahre beobachtet. In den Morgenstunden waren z. B. in Döbling diese Streifen als Gittermuster über fast ganz Wien zu beobachten…
      Wenn man schon damals von der U-Bahnstation Nußdorfer-Straße in den Himmel blickte konnten diese Waschbrettmuster gewahrt werden – Ich selbst habe viele Fotos davon gemacht und archiviert…

      • Vortex 28. Dezember 2022 at 22:55

        Kann ich ebenso bestätigen, habe auch etliche Fotos davon, vmtl. werden hier (tinyurl.com/25edkcz9, tinyurl.com/5n9xkhpz) die globalen Auswirkungen zunehmend erkennbar, somit auch wenn mal (erneut) größere Eismassen (tinyurl.com/v7crufxk) schmelzen.
        Einflüsse auf das globale Klima hat auf jeden Fall auch die Sonnenaktivität (tinyurl.com/3xnyyfv4, tinyurl.com/3685t88n) was seit 1970 derzeit (tinyurl.com/2p8yshpz) ca. +0.8 °C ausmacht …

      • Dr. med. Veronika Rampold 1. Januar 2023 at 10:58

        An Vortex: das mit der Sonnenaktivität hab ich auch munkeln hören und halte es für glaubhaft. Mitte der 1980er fiel mir erstmals auf, dass die Sonne weißer und härter zu strahlen schien als früher.

        Ja ich weiss so ein subjektiver Eindruck gilt nicht als Wissenschaft,

        aber wie viele wissenschaftliche Erkenntnisse wurden nur gewonnen, weil ein Forscher einen kleinen subjektiven Eindruck oder eine scheinbar unwichtige Einzelheit ernstnahm!

        Das berühmteste Beispiel ist Galvanis Froschschenkel. Dieser Forscher hatte aus irgendwelchen Gründen den Schenkel eines toten Frosches in seinem Labor aufgehangen, zufällig war GEwitter in der Luft, wieder durch Zufall sah er den Froschschenkel zucken, fragte sich, wie das möglich sei, es war ja totes Fleisch, und er war clever genug, das mit dem GEwitter in Verbindung zu bringen, und nahm sich ernst genug, dran weiterzuforschen… und so wurde die statische Elektrizität entdeckt.

        Liebe Mitmenschen, nehmt eure subjektiven Eindrücke ERNST. Wie Galvani. Sapere aude!

  11. Idaho 27. Dezember 2022 at 13:10Antworten

    Ist ein absolutes Verbrechen … niemandem sollte es erlaubt sein einfach so ins System unseres Planeten einzugreifen.
    Selbiges mit den Tausenden Satelliten die in die Umlaufbahn geschossen werden.
    Nie wurde die Weltbevölkerung gefragt.

  12. suedtiroler 27. Dezember 2022 at 12:51Antworten

    Geoengineering?
    ist doch nur eine Verschwörungstheorie!

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