Fußball WM in Katar: Kritik an One Love und Alkohol Verbot statt an Involvierung in Syrien-Krieg

27. November 2022von 5,4 Minuten Lesezeit

Die Fußball WM wirft wieder einmal ein Schlaglicht auf die Berichterstattung woker, westlicher Medien. Positiv fand man, wenn Habeck, Nehammer und Gewesseler vor dem Emir buckelten um wenigsten einen Tanker voll LNG zu ergattern, Aufregung gibt es dagegen am Verbot von Alkohol im Stadions und ganz besoodners wenn deutsche und englische Spieler nicht mit der Regenbogenbinde „OneLove“ auflaufen dürfen.

Der Wegscheider kommentierte das erste Spiel des Regenbogenteams süffisant, dass 11 Haltungssportler gegen 11 Fußballer verloren. Und dass die Bezeichnung dieser Leute als Narren eine Beleidigung für den früheren Beruf des „Hofnarren“ sei, da diese als einzige die Wahrheit sagen durfte. Wazu man allerdings eine hohe Intelligenz benötigt.

Aber wesentlich interessanter ist die geopolitische Rolle des Emirats am Persischen Golf. Im Jahr 2009 wurden die Pläne für den Bau einer Pipeline, die in dem von Katar verwalteten North Dome-Gasfeld im Persischen Golf beginnen und auf dem Weg nach Europa durch Saudi-Arabien, Jordanien, Syrien und die Türkei verlaufen sollte, wie Gavin O’Reilly im Ron Paul Institute For Peace And Prospertity schreibt. Der Plan wurde durch die Weigerung des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad gestoppt sich daran zu beteiligen, wobei seine engen Beziehungen zu Russland ausschlaggebend waren.

Da die arabische Republik seit langem ein Gegner der US-NATO-Hegemonie ist, in der die Golfstaaten, die hinter der Pipeline stehen, eine Schlüsselrolle spielen, würde diese Weigerung für die Regimewechsel-Lobby das Fass zum Überlaufen bringen. Schnell wurde ein Plan ausgearbeitet, um Assad von der Macht zu entfernen.

Zu diesem Zweck genehmigten die Vereinigten Staaten und eine Reihe anderer Länder einen Plan zur Bereitstellung von Waffen, Finanzmitteln und Ausbildungsmaßnahmen für militante Salafisten, in der Hoffnung, dass ein konfessioneller Konflikt die säkulare Regierung Syriens stürzen und so die Einsetzung eines westlich orientierten Regimes ermöglichen würde.

Timber Sycamore, der offizielle Codename für diese Operation zum Regimewechsel, brach offiziell im März 2011 aus, als die Proteste in Damaskus und Aleppo, die eine Reform der Regierung forderten, schnell in Gewalt ausarteten, die bald das ganze Land erfasste.

Bis 2013 gerieten im Zuge der „syrischen Revolution“ weite Teile der Arabischen Republik unter terroristische Kontrolle, wobei salafistische Gruppen aus dem benachbarten Irak, der nach der US-geführten Invasion von 2003 selbst destabilisiert worden war, überliefen und im April desselben Jahres den Islamischen Staat Irak und Syrien (ISIS) gründeten.

Um diesem Angriff entgegenzuwirken und das gleiche Schicksal zu vermeiden, das Libyen nach einer ähnlichen Regimewechsel-Operation ereilt hatte, wurde ein gemeinsames Verteidigungsabkommen zwischen Syrien und vor allem dem Iran geschlossen, und die Islamische Republik und die Hisbollah starteten im Juni 2013 eine militärische Intervention, wobei Teheran genau wusste, dass der Iran im Falle eines Sturzes von Damaskus der nächste in der Reihe der Regimewechsel-Lobby gewesen wäre.

Diese iranische Intervention spielte zwar eine Schlüsselrolle bei der Zurückdrängung der vom Westen unterstützten Terroristen, doch der vielleicht entscheidendste Faktor für die Wende des Konflikts zugunsten von Damaskus kam im September 2015, als eine russische Luftkampagne zur Verteidigung der Arabischen Republik gestartet wurde, die es ihr ermöglichte, Gebiete zurückzuerobern, die unter die Kontrolle der Militanten geraten waren, wie die im Dezember 2016 befreite Schlüsselstadt Aleppo.

Als sie merkten, dass ihre Operation zum Regimewechsel nicht nach Plan verlief, griffen die Neocons in Washington bald zu verzweifelten Maßnahmen. Im April 2017 wurde ein wahrscheinlich unter falscher Flagge durchgeführter chemischer Angriff in der Stadt Khan Shaykhun der syrischen Regierung angelastet, in der Hoffnung, eine militärische Intervention unter Führung der USA auszulösen, was einige Tage später beinahe zum Erfolg geführt hätte, als die damalige Trump-Regierung Marschflugkörper auf einen syrischen Luftwaffenstützpunkt abfeuerte.

Kurz vor der erhofften umfassenden Intervention wurde dieselbe Strategie fast auf den Tag genau ein Jahr später in der syrischen Stadt Douma angewandt, was diesmal dazu führte, dass die Vereinigten Staaten, Großbritannien und Frankreich Luftangriffe auf Ziele der Regierung flogen, was wiederum kurz vor einer militärischen Intervention stand, die einen größeren Konflikt zwischen Russland und der NATO ausgelöst hätte.

Obwohl Katar durch die Bewaffnung und Finanzierung der Terroristen, die den Krieg in Syrien auslösten, eine Schlüsselrolle bei den geopolitischen Auswirkungen des Krieges spielt – eine Situation, die beinahe zu einem dritten Weltkrieg geführt hätte -, wurde Doha von den westlichen Medien wegen seiner Beteiligung an der Berichterstattung über die Fußballweltmeisterschaft 2022 wenig bis gar nicht kritisiert, wobei Katars Alkoholverbot und die Regenbogenarmbinden ein scheinbar dringlicheres Thema waren.

Nochmal zu den One Love Fans

Die LGBT- Geschichte ist übrigens so wie der Krieg in Syrien auf amerikanischen Mist gewachsen. In einem seiner Bücher („Mein amerikanischer Kulturschock“) berichtet der Bestsellerautor, renommierter Ethnologe und Kulturanthropologe Wolf-Dieter Storl, wie er 1961 in ein Programm eingeführt wurde, das drei Säulen hat, nämlich das Peace Corps, das unter anderem Kinder in Entwicklungsländern impft, die Green Berets, die Widerstände dagegen beseitigen und als dritte Säule Emissäre, die den Bauern weltweit Kredite, Turbo-Saatgut, Düngemittel aus Erdgas, Herbizide und Pestizide verkaufen sollen.

Ein Element des Plans, den Storl beschreibt ist die Reduktion der Weltbevölkerung:

Ein anderer Experte klärte uns auf über die Notwendigkeit, die Weltbevölkerung zu begrenzen, wenn nicht gar zu vermindern. Irgendwann würden die Ressourcen knapp werden und soziale Unruhen zunehmen.“

Der Experte erklärte Methoden dazu, wie Storl ausführt:

Um die Fortpflanzungsrate zu senken, müsse nicht nur Geburtenkontrolle vorgenommen werden, sondern überhaupt solle Sexulaität von der Fortpflanzung abgekoppelt werden. … Prostitution, Homosexualität, Trans- und Bisexualität, Selbstbefriedigung und Pornografie jeglicher Art, die zum Abreagieren des Triebs führen, sollten als enttabuisiert werden und als normal gelten.“

Genau das scheint jetzt zu passieren – nämlich sowohl die Verminderung der Weltbevölkerung durch die Corona-Maßnahmen sowie die Gentechnik Impfungen, die zu Übersterblichkeit und deutlich reduzierten Geburten geführt haben. Und manche Fußballer konzentrieren sich auch darauf.


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8 Kommentare

  1. Rosa 29. November 2022 at 10:57Antworten

    Wenn es die ballspielende Truppe „bindenlos“ ins Achtelfinale schaffen sollte: Man(n) könnte dann allenfalls mit bunten Glitzerketten um den woken Hals antreten, oder beim Mannschaftsfoto das linke Bein à la Cancan anheben, oder … Irgendwas wird dem woken Aufgebot wohl noch einfallen. Falls man(n) den Aufenthalt im unerträglichen rigiden Katar verlängern muss.

    Meinungsfußball, Haltungsjournalismus, Gesinnungsjustiz, … weit sind wir gekommen.

  2. Mine 28. November 2022 at 3:46Antworten

    Wie ich gerade lese gelang der dt. woken Tütü-Mannschaft ein Unentschieden gegen Spanien, wodurch sie noch nicht rausgeflogen sind. Schade… ;-)

  3. Andreas I. 27. November 2022 at 19:16Antworten

    Hallo,
    es gibt ja etliche Menschen, die spielen selber Fußball, das ist ein weit verbreiteter Sport. Das steht aber in keinem Verhältnis zur medialen Präsenz von Fußball.
    Insofern gehört Fußball sowieso schon in die Kategorie Brot&Spiele.

    In den Brot&Spiele-Medien – das sind die, wo die „Nachrichten“ aus ein paar zusammenhanglosen Schnipseln in geframter Sprache bestehen und dann die Fußballergebnisse als Teil der „Nachrichten“ vorgelesen werden – in diesen Medien kam der Krieg in Syrien ab etwa 2016 nicht mehr vor.
    (Naja und Hintergründe schon gleich gar nicht, es hieß ab 2015 noch kurz „böse Russen“ und das wars.)
    Also woher sollten die fußballbegeisterten Besserwessis denn überhaupt was über den Syrien-Krieg wissen?!

  4. Jens Tiefschneider 27. November 2022 at 14:27Antworten

    Ich schreibe es noch einmal, weil es heute morgen offenbar verschütt gegangen ist. Katar führt zusammen mit Saudi-Arabien und Kuweit seit 7 Jahren einen brutalen Angriffskrieg gegen den Jemen. Schon aus diesem Grund hätte die WM dort boykottiert werden müssen.

    • Matthias Bramböck 27. November 2022 at 16:39Antworten

      Hallo – ich würde ja gern den „Gefällt mir“ Knopf drücken,
      aber der passt mir zum Thema irgendwie nicht…
      Ihr Kommentar passt allerdings wie ein Hammer auf den Nagel!
      Die Heuchelei der westlichen „Qualitäts“-Medien ist (nicht nur bei diesem Thema) zum Kotzen

  5. Jens Tiefschneider 27. November 2022 at 10:50Antworten

    Auch im Jemen Massenmorden die Katarer. Interessiert die woken Gutmenschen aber nicht.

  6. Fritz Madersbacher 27. November 2022 at 9:53Antworten

    Für die Beschreibung der Heuchelei und Doppelmoral des westlichen Imperialismus fehlt hier der Platz. Seine Medien, insbesondere die deutschen „Qualitätsmedien“ (ich muss sie leider hier hervorheben), sollten sich ein Beispiel an den Spielern ihrer Fußballmannschaft vor ihrem ersten Spiel bei der WM nehmen (auch wenn die eher lächerliche Geste vielleicht anders intendiert war): einfach nur die Gosch’n halten! Das wäre nach all dem Geschehenen das angemessene Verhalten! Und dann Abbitte leisten und Buße tun …
    (Man wird meinem frommen Wunsch nicht Folge leisten …)

  7. 1150 27. November 2022 at 8:18Antworten

    der beste ausfluss irgendeines systemlings der us kolonie brd war: zusehen (der spiele) ist „mithitlern“
    wenn es nicht so peinlich wäre, was da abgeliefert wird, wäre es zum lachen. kriecherei vom feinsten

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