Nach Polen jetzt auch Balten: Stopp der Impfstoff-Lieferungen gefordert

30. April 2022von 3.5 Minuten Lesezeit

Auch Estland, Lettland und Litauen wollen keine Covid-Impfstoffe mehr. Die Länder fordern Brüssel auf, die Lieferungen zu stoppen und die Verträge mit Pfizer und Co. neu zu verhandeln. Da kaum mehr jemand impfen geht, sind die Lieferungen nur teuer und sinnlos.

Die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen folgen dem polnischen Vorstoß. Aufgrund des Überschusses an Corona-Impfstoff hat man sich am Freitag an die EU-Kommission gewandt. Man fordert Brüssel auf, die bestehenden Lieferverträge mit den Impfherstellern zu ändern.

Überangebot an Impfungen

„Wir stellen mit Sorge fest, dass die Mitgliedsstaaten vor einer neuen Herausforderung stehen, nämlich der Überproduktion und dem Überangebot an Impfstoffen„, hieß es am Freitag in dem Schreiben an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Obwohl kaum mehr jemand zur Impfung geht, beliefere die Union die Länder weiter. Benötigt werden die Dosen aber nicht.

Das setze nicht nur die Logistik sowie die Lagerkapazitäten unter Druck, sondern auch das Budget. Denn bezahlt müssen die Impfstoffe, die dann im Lager vor sich hin verfallen, trotzdem werden. Der Verfall geht mittlerweile ziemlich schnell, da die Länder Impfstoffe mit immer kürzer Haltbarkeit erhalten. Millionen an Impfdosen wurden ohne Zweck von der EU bestellt, sind jetzt schon kurz vor dem Ablaufdatum. Injiziert will sie kaum mehr jemand bekommen.

Die baltischen Regierungschefs forderten Ursula von der Leyen auf, in Verhandlungen mit Pfizer und Co. zu treten. Es müsste eine EU-weite Lösung gefunden werden, um „enorme Verschwendung von Impfstoffen und finanzielle Verluste für die nationalen Haushalte“ vermeiden zu können. Die Verträge mit den Corona-Impfstoffherstellern wurden im Namen der Mitgliedstatten von der EU-Kommission abgeschlossen. Inklusive Abnahmegarantien. Um die SMS zwischen Ursula von der Leyen und dem CEO von Pfizer ranken sich mittlerweile Mythen. Öffentlich einsehbar sind sie jedenfalls nicht, ebenso wenig wie die Verträge.

Verbündet mit Polen

Dass nach Polen nun auch das Baltikum für einen Stopp der Impflieferungen eintritt, könnte auch mit dem Krieg in der Ukraine zu tun haben. Als Nachbarländer von Russland fühlt man sich vom Kreml, ebenso wie Polen, besonders bedroht, weshalb man staatliche Ressourcen in die Verteidigung, sowie zur Unterstützung der Ukraine investiert. In Polen beginnt Anfang Mai eine Nato-Übung. Im Hintergrund gibt es Stimmen, die davon sprechen, dass Polen eine Invasion der „historischen Gebiete“ Polens in der Westukraine vorbereite. Das sind natürlich nur Gerüchte.

Vor etwa zwei Wochen richtete Polen der EU-Kommission aus, dass man die Belieferung weiterer Impfstoffe ablehne.

„Ende letzter Woche haben wir von der Klausel der höheren Gewalt Gebrauch gemacht und sowohl die Europäische Kommission als auch den wichtigsten Impfstoffhersteller darüber informiert, dass wir uns weigern, diese Impfstoffe abzunehmen und zu bezahlen“, sagte Gesundheitsminister Adam Niedzielski damals dem polnischen Privatsender TVN24. Niedzielski gilt als einer der meistverhassten Politiker Polens, ist sozusagen das Pendant zu Deutschlands Lauterbach.

„Die Folge davon wird ein Rechtsstreit sein, der bereits im Gange ist“, so der Minister. Polen könne den Vertrag über die Lieferung von Impfstoffen nicht direkt kündigen, da die Vertragsparteien die Europäische Kommission und die Hersteller seien. Das Baltikum stellt sich nun an die Seite Polens und fordert die EU-Kommission auf, die Verträge mit Pfizer, Moderna und Biontech neu zu verhandeln.

Keine Entwarnung

Aber auch bei Polens scheinbarer politischer Umkehr in Richtung Vernunft ist Vorsicht geboten. Die EU-Kommission versucht Gelder an Polen aus dem „Corona-Aufbaufond“ zu blockieren. Es läuft ein Verfahren gegen Polen aufgrund Missachtung von EU-Recht. Die Ankündigung, aus der Impflieferung aussteigen zu wollen, könnte auch der Aufbau von Druck aus Warschau Richtung Brüssel sein.

Laut Vertragsvereinbarung hat Polen bis Ende 2023 Impfstoffe Wert von 1,29 Milliarden Euro zu beziehen. Etwa 400 Millionen sind alleine im Jahr 2022 fällig. In den drei Ländern des Baltikums sind die Summen erheblich niedriger, dürften allerdings zweifellos ebenfalls ins Budget fallen. Die Corona-Politik, etwa die Implementierung des Corona-Zertifikats („Grüner Pass“) exekutierte man, anders als Polen, vorbildlich.

Bild wikimedia

Bitte unterstütze unsere Arbeit via PayPal oder Überweisung

Folge uns auf Telegram und GETTR


Polen lehnt weitere Lieferung und Bezahlung von Covid-Impfstoffen ab

Frankreich rollt Digital-ID aus – Wenige Tage nach Macrons Wiederwahl

18 Kommentare

  1. MarekWojcik 1. Mai 2022 at 19:00Antworten

    Seit wann sind die baltischen Staaten am Schwarzen Meer? Siehe die Karte.

  2. Peter Pan 1. Mai 2022 at 14:01Antworten

    Zur Karte:

    „Km“
    „Black Sea“
    „Konigsburg“

    Oh je.

    • 1150 1. Mai 2022 at 18:20Antworten

      was wird das erst werden, wenn bildungswoken freitagsschwänzer los gelassen werden?

    • Elisabeth 2. Mai 2022 at 8:07Antworten

      Es dürfte sich dabei um eine sehr alte – mittelalterliche – Karte handeln. Damals hatte man noch nicht so gute Geräte zur Landvermessung.

      • Till 2. Mai 2022 at 8:27

        Die Karte ist vermutlich von einer Person aus den USA oder einer Person unter dem Einfluss einer US-amerikanischen Bildungslücke bearbeitet worden. Daher „Km“, „Black Sea“ und „Konigsburg“ statt „km“, „Baltic Sea“ und „Königsberg“.

  3. Gu67 1. Mai 2022 at 10:16Antworten

    Zitiere: Die baltischen Regierungschefs forderten Ursula von der Leyen auf, in Verhandlungen mit Pfizer und Co. zu treten.
    Alarm! Ursula von der Leyen? Da kommt nichts bei raus. Die Verteilung endet immer wie ein Griff ins Klo, dass sieht man mit dem Beschluss von der Regierung Paket Geld die nur die erreichen, die bereits genug Geld haben und zu Faul sind mit der Bahn zu fahren. Die Armen bleiben wieder auf der Strecke. Doch die ungerechtigkeit schlägt immer zurück.
    Die enorme Verschwendung liegt nicht nur beim Impfstoff, sonder in fast alles n Bereichen. Es wird Zeit für ein Denkzettel damit Menschen endlich aufhören über ihre verhältnisse zu leben und weiterträumen alles ist vorhanden. Träumt weiter.

  4. Al 1. Mai 2022 at 10:09Antworten

    Vielleicht ist das der Deal:

    man lässt die Länder aus dem Impfstoff-Wahnsinn und der daraus folgenden Kostenlawine aussteigen – wenn die sich dafür stark gegen Russland engagieren.

    Ich halte nach wie vor den Ukraine-Krieg nur für eine Fortsetzung der WEF-Agenda mit anderen Mitteln. Covid taugt nichts mehr. Die erfolgreich Belogenen ziehen nicht mehr richtig mit. Das Narrativ zerbröckelt. Also musste etwas Handfestes her – etwas, was nicht wissenschaftliche in Frage steht sondern durch pure Erklärung wirklich zum harten, schmerzhaften, tödlichen Fakt wird: Krieg.

    … und dahinter lauert immer weiter das „Klima“ als nächste Bedrückungkeule. Und dann die nächste „Seuche“, und dann wieder … und dann vielleicht auch mal was anderes: gerade werden in den Medien vorsichtig das Ufo-Thema und damit die „Aliens“ vorbereitet, zumindest angetestet, die Asteroiden lauern auch immer am Himmel, … oder es werden echte Ereignisse inszeniert: vielleicht landesweite Vergiftungen, Bioangriffe, Infrastruktur-Angriffe wie gerade in Shanghai, Wirtschaftsdepressionen mit Hungerkatastrophen, …

    Wenn wir dieses Pack, das uns bedrückt, nicht los werden, werden sie uns die Hölle auf Erden errichten. Ganz langsam, immer wieder ein kleines Stückchen weiter junckern. Und wenn es „kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“ – J. C. Juncker in Die Brüsseler Republik, Der Spiegel, 27. Dezember 1999.

    Eine einzige Erkenntnis muss sich den Weg brechen: eine andere, besserer Welt ist möglich. Nur muss zuerst das Pack aus den Schaltstellen geworfen werden, die betonierten Gängelungsmechanismen müssen zerschlagen werden, es muss die Möglichkeit geschaffen werden, dass kleine, selbstgewählte, selbstformierte Gemeinschaftseinheiten über sich selbst bestimmen können. Die sich wiederum zu größeren Einheiten zusammenschließen können. Aber je weiter weg ein Gremium vom betroffenen Menschen, umso weniger unkontrollierte Macht und umso weniger zwingenden Einfluss darf es auf den Einzelnen haben.

    ()https://wissen-ist-relevant.com/vortrage/marius-krueger-die-geschichte-der-demokratie-zwischen-ideal-und-pervertierung/
    „Marius Krüger: Die Geschichte der Demokratie – Zwischen Ideal und Pervertierung“

  5. Germann 1. Mai 2022 at 10:06Antworten

    Corona-Impfstoff hat hat nicht einmal die ärmsten Länder erreicht. Somit hat der Kreislauf Infektionen eine weitere große Chance sich erneut zu verbreiten. In welchen Maßen weiß noch keiner. Hauptsache es wird weiter diskutiert. Das können die am besten.

    • Al 1. Mai 2022 at 10:12Antworten

      Kein Ahnung, was Sie meinen könnten. Im Nebel verirrt? Verwirrt? Verunglückt?

      Von was für einem „Corona-Impfstoff“ phantasieren Sie da?

    • HelmutK 2. Mai 2022 at 10:02Antworten

      Richtig, erst (ganz wichtig) impfen und dann verhungern lassen. Es gibt (für den treudoofen Wohlstandsbürger) nichts wichtigeres als alle zu Impfen und die Maske aufzuzwingen. Alles andere ist dagegen völlig unwichtig.

  6. Justos 1. Mai 2022 at 10:01Antworten

    Alles was angepackt wird ist nur teuer und sinnlos. Die Liste wird immer größer. Das passt alles nicht mehr zusammen. Überproduktion und Überangebot an Impfstoffen dafür weniger aber viel teurer Nahrungsmitteln. Was läuft in Deutschland falsch? Profitgier ist das Problem. Die Menschen sind werden regelrecht erst gar nicht beachtet.

  7. Elisabeth 1. Mai 2022 at 7:34Antworten

    Und ich fordere die illegalle, weil von niemandem gewählte, Brüsseler Spitze auf, die Verträge mit den Pharmariesen (bei allen hat Gates Beteiligungen) sofort offenzulegen, auch insbesondere den Telefon- und SMS-Verkehr von Ursula mit Pfizer, der ja beobachtet wurde. Es geht um viele Menschleben und die Zerstörung unserer Zivilisation.

    Es wird Zeit, dass diese nach Brüssel Ausrangierten, die uns an die Konzerne verraten und verkauft haben, endlich begreifen, wer ihr Chef ist. Wir, das Volk, die Bürger, sind der Souverän. Jeder Politiker, der das nicht begreift, hat sofort zurückzutreten.

    Sie wissen es ja. Weshalb sie dauernd Umfragen und Wahlen fälschen. Ihre Propagandamedien hussen die Menschen auf und verdrehen die Wirklichkeit. Jetzt hat die EU auch noch ein Zensur-Gesetz beschlossen, das sich nicht mal Orwell ausdenken hätte können. Unsere Politmarionetten unterschreiben das alles. Sie unterschreiben auch, dass die WHO unter Leitung von Gates und China uns in Zukunft regieren soll.

    Wahlbetrug ist zu verhindern. Als erstes muss die Briefwahl abgeschafft werden, denn dabei passieren die größten Manipulationen. Hier muss auch endlich die FPÖ Öffentlichkeitsarbeit leisten. Die anderen – die SEÖ – die Einheitspartei – werden kein Interesse daran haben, denn die packeln sich offenbar das Wahlergebnis immer untereinander aus. Aber möglicherweise gehört ja auch die FPÖ dazu und spielt da mit? Es ist jedenfalls ganz offensichtlich, wie sehr das Ergebnis der Briefwähler vom übrigen abweicht. Und weil sie das nicht total auffällig machen wollen, werden a) diese Ergebnisse nicht mehr veröffentlicht und am Wahlabend wird nur eine Hochrechnung präsentiert, die das andere Wahlverhalten der Briefwähler berücksichtigt. Und b) werden die Briefwähler immer mehr, um nicht alle zB für Rot oder Schwarz rechnen zu müssen. Denn das wäre zu auffällig. Auffällig ist aber, dass das kleine Land Österreich schon über eine Mio Briefwähler hat!

    Dass das Ergebnis der Briefwähler nicht am Wahlabend da ist, sondern erst Tage später, ermöglicht ja den gezielten Betrug..Damit haben sie genug Zeit, es anzupassen.

  8. Maximilian 1. Mai 2022 at 5:03Antworten

    Boris Becker kommt wegen der Hinterziehung von ein paar hundert tausend Euro (sind es denn so viele?) ins Gefängnis. Der kleine Mann sogar schon wegen ein paar zehntausend. Die Politiker vernichten jedoch ungestraft Milliarden. Die Relationen sind völlig aus dem Ruder.

  9. Ben 1. Mai 2022 at 1:48Antworten

    SCHOCKIEREND – 44.000 Tote und 4,2 Millionen Verletzte aufgrund der Covid-19-Impfung in ganz Europa

    Die neueste Aktualisierung der europäischen Datenbank für unerwünschte Arzneimittelwirkungen zeigt, dass bis zum 23. April 2022 4,2 Millionen Verletzungen als Nebenwirkungen der Covid-19-Injektionen gemeldet wurden, darunter 43.898 Todesfälle.

    Quelle:
    https://dailyexpose-uk.translate.goog/2022/04/30/44k-dead-covid-vaccination-europe/?_x_tr_sl=en&_x_tr_tl=de&_x_tr_hl=de&_x_tr_pto=sc

    Das sind nur die offiziellen Zahlen. Das Dunkelfeld könnte bei…?

  10. Frühling 30. April 2022 at 20:22Antworten

    Hinter den Kulissen brodelt es heftig. Es beginnt sich nach 2 Jahren der Starre langsam etwas zu lösen. Gute Anzeichen. Die ersten Länder wollen raus aus dem Impfmarathon. Die Menschen haben die Faxen dicke von diesen Dauerinjektionen, die wenig bis nix bringen. Außer fiese Nebenwirkungen, wenn man Pech hat.

  11. Jens Tiefschneider 30. April 2022 at 16:50Antworten

    EU, Drückerkolonne der Pharmaindustrie.

  12. Michael R 30. April 2022 at 16:25Antworten

    Tja … Das geht in der EU alles ganz demokratisch zu. Die nicht demokratisch legitimierte EU-Kommission, namentlich Frau von der Leyen, bestimmt wo’s lang geht. Basta!
    Frau von der Leyen hat nun auch verlautbaren lassen, dass die „akuten Phase der Pandemie“ beendet ist, praktisch per Ordre de Mufti. „Wir treten in eine neue Phase der Pandemie ein, indem wir aus dem Notfallmodus in ein tragfähigeres Management von Corona übergehen“, erklärte sie vergangenen Mittwoch.
    Wie da noch eine Impfpflicht legitim Platz finden soll? Ohne „akute Phase“, mit einem nicht ordentlich zugelassenen Impfstoff, gegen ein unbekanntes Virus?

    Was Die Verträge anbelangt: Die Impfstoffhersteller werden keinen Deut nachgeben. Sie werden möglicherweise versuchen, etwas anderes statt diese Impfstoffe zu liefern, aber von der vereinbarten Vertragssumme (streng geheim) werden sie nicht lassen wollen, wäre ja auch ungeschickt für einen Unternehmer.

    • Fritz Madersbacher 30. April 2022 at 19:37Antworten

      @Michael R
      30. April 2022 at 16:25
      „… wäre ja auch ungeschickt für einen Unternehmer“ und ein Entlassungsgrund für den CEO der AG durch den Aufsichts(Verwaltungs-)rat, der bestimmt Himmel und Hölle (und sein gut geöltes „Netzwerk“) in Bewegung setzen wird, bevor er den Hut nehmen muss …

Wir freuen uns über jeden Kommentar, aber ersuchen einige Regeln zu beachten: Bitte bleiben wir respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe, keine (Ab-)Wertungen und bitte auch keine Video-Links und Texte mit roten Rufzeichen. Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Aktuelle Beiträge