Vitamin D, das Immunsystem, Krebs, das Coronavirus und Faktenchecker

Durch den Hype um das Coronavirus sind Vitamine wieder in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Wer sich mit Biochemie auch nur am Rande befasst hat, weiß, dass ohne Vitamine in ausreichenden Mengen der Körper nur schlecht funktioniert. Deshalb sind Vitamine und vor allem das Vitamin D sozusagen die Erbfeinde der Pharmaindustrie. An gesunden Menschen lässt sich nichts verdienen (außer durch Impfung).

Deshalb rufen Vitamine immer wieder auch die „Faktenchecker“ auf den Plan, die dann gestützt auf zum Teil auf obskure Quellen oder die Verbraucherzentrale, die Deutsche Gesellschaft für Ernährung und ähnliche erklären, warum Vitamine nichts helfen oder sogar schaden. Im Standard macht sich ein Blogger über das Immunsystem und Vitamin D lustig und rückt es in die Nähe der Nazis. Im Teaser heißt es „Nicht nur Herbert Kickl und Roland Düringer schwören derzeit fälschlicherweise auf ein „starkes Immunsystem““.

Nobelpreis 2018 und das Immunsystem

Da hat er recht, nicht nur Kickl und Düringer, sondern auch das Komitee, das den Medizin-Nobelpreis vergibt, ist der Meinung, dass die Stärkung des Immunsystems vor Krebs schützt. Zwei Immunologen aus den USA und Japan teilten sich im Jahr 2018 den Nobelpreis für Medizin: James P. Allison und Tasuku Honjo hätten den Kampf gegen Krebs entscheidend vorangebracht, begründete das Nobelkomitee seine Entscheidung. Das Nobelkomitee des Karolinska-Instituts in Stockholm wörtlich:

„Durch die Stimulierung der Fähigkeit unseres Immunsystems, Krebszellen anzugreifen, haben die diesjährigen Nobelpreisträger ein ganz neues Verfahren der Krebsbehandlung begründet.“

Tja, das kann natürlich einen „Faktenchecker“ nicht beeinflussen, wenn Esoteriker und Rechtsradikale entlarvt werden müssen.

Und Vitamin D bekommt auch sein Fett ab: „Beim Thema „starkes Immunsystem“ verweisen sie auf ein „Spitzengespräch zu Vitamin D.“ Das „Spitzengespräch“ führt der deutsche Mediziner Jörg Spitz. Er vertritt seit Jahren die These, wonach die Bevölkerung generell an einer Unterversorgung mit Vitamin D leidet. Er propagiert die Einnahme des Vitamins in Mengen, die dem zehnfachen dessen entspricht, was Experten empfehlen. Spitz ist als „Vitamin D-Papst“ bekannt und betreibt die Webseite „Spitzen-Prävention“.“

Das Deutsche Krebsforschungszentrum und Vitamin D

Also Vitamin D ist völlig überflüssig und eine Unterversorgung gibt es nicht? Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1.300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Und siehe da, diese Wissenschaftler haben auch eine etwas andere Meinung als der „Faktenchecker“ im Standard.

In einer Pressemitteilung des DKFZ vom 11. Februar 2021 liest man:

Gleich drei Metaanalysen klinischer Studien kamen in den letzten Jahren zu dem Ergebnis, dass eine Vitamin D-Supplementierung mit einer Verringerung der Sterberate an Krebs um etwa 13 Prozent einherging. Diese Ergebnisse übertrugen Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) nun auf die Situation in Deutschland und errechneten: Bei einer Vitamin D-Supplementierung aller Deutschen über 50 Jahre könnten möglicherweise bis zu 30.000 Krebstodesfälle pro Jahr vermieden und mehr als 300.000 Lebensjahre gewonnen werden – bei gleichzeitiger Kostenersparnis.“

Das ist doch tatsächlich die gleiche Größenordnung wie Todesfälle an und mit Covid-19 im Jahr 2020 in Deutschland vermeldet worden sind. Bis zum 31.12.2020 wurden laut Worldometers 34.194 Todesfälle verzeichnet. Nimmt man korrekte Zahlen, wie sie die Stadt Halle an der Saale meldet, sind nur rund ein Drittel der Corona Todesfälle auf das Virus selbst zurückzuführen. Aber wie auch immer, das Deutsche Krebsforschungszentrum sagt, dass etwa genauso viele Krebs-Todesfälle vermieden werden könnten, wie Todesfälle an oder mit Covid im Jahr 2020.

Aber weiter im Text beim DKFZ:

Seit einigen Jahren bereits untersuchen Wissenschaftler den Einfluss einer ausreichenden Versorgung mit Vitamin D auf die Prognose zahlreicher Erkrankungen. Im Fokus stehen dabei insbesondere entzündliche Krankheiten, Diabetes, Atemwegserkrankungen und Krebs.“

Also eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D schützt auch vor Atemwegserkrankungen. Das ist genau das was Kickl, Düringer und Professor Jörg Spitz sagen – siehe die Videos unten.

Und wie das DKFZ die Sache erklärt, ist sie ja auch durchaus leicht verständlich:

„Zur Frage, wie sich die Vitamin D-Versorgung auf die Sterberaten an Krebs auswirkt, sind in den vergangenen Jahren gleich drei Metaanalysen großer klinischer Studien erschienen. Die Untersuchungen* kamen zu einem übereinstimmenden Ergebnis: Um rund 13 Prozent sinkt bei einer Vitamin D-Supplementierung die Krebssterblichkeit – über alle Krebserkrankungen hinweg. Welche biologischen Mechanismen dem zugrunde liegen könnten, ist noch nicht genau geklärt. In die Metaanalysen wurden ausschließlich methodisch hochwertige randomisierte Studien aus allen Teilen der Welt einbezogen.

In vielen Ländern der Welt ist im letzten Jahrzehnt die altersbereinigte Rate der Krebssterblichkeit erfreulicherweise gesunken“, sagt Hermann Brenner, Epidemiologe vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ). „Doch angesichts der oftmals erheblichen Kosten vieler neuer Krebsmedikamente ist dieser Erfolg ist vielfach teuer erkauft. Vitamin D dagegen ist in den üblichen Tagesdosen vergleichsweise günstig.“

Ein Vitamin D Mangel ist in der älteren Bevölkerung und insbesondere bei Krebspatienten weit verbreitet. Brenner und Kollegen errechneten nun, welche Kosten durch eine Vitamin D-Supplementierung der gesamten Bevölkerung Deutschlands ab einem Alter von 50 Jahren entstehen würden. Dieser Summe stellten sie die möglichen Einsparungen für Krebstherapien gegenüber, die insbesondere bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen während der letzten Lebensmonaten der Patienten oft mit Kosten im Bereich von mehreren 10.000 Euro verbunden sind.“

Das DKFZ konstatiert also auch einen weit verbreiteten Mangel an dem Sonnenvitamin. Vitamin D ist aber ein ganz entscheidender Faktor um das Immunsystem zu stärken und Infektionen mit dem Coronavirus, Schwere der Erkrankungen und Todesfälle zu verhindern oder zumindest zu reduzieren. Darüber habe ich immer wieder hier berichtet.

Übrigens noch eine Anmerkung zu den Covid Todesfällen in Deutschland: Vom 15.2.2020 bis 31.12. 2020 gab es wie erwähnt 34.194 Todesfälle an und mit dem Coronavirus. Vom 1.1.2021 bis zum 18.4.2021 gab es 46.397 Todesfälle. Am 28. Dezember hatte die Impfkampagne begonnen. Wobei sicher die Lockdowns, Maskenpflicht, alle anderen Einschränkungen und die permanenten Auftritte der Politiker, von Lauterbach und Drosten und … ebenfalls das Immunsystem massiv geschädigt und geschwächt haben.

Aber hier die sehenswerten Videos von Professor Jörg Spitz:


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3 Kommentare zu „Vitamin D, das Immunsystem, Krebs, das Coronavirus und Faktenchecker

  1. So schnell kann das Immunsystem gar nicht herabfahren wenn man den drostlosen Duovirat zuhört!
    Der Lebenswille ist gleich weg!

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