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Wissenschaft

Windpark-Lärm: Die Physik, die in der Genehmigung fehlt

15 Kommentare 12. Oktober 2026 10 Minuten Lesezeit von Dr. Peter F. Mayer

Eine neue Studie aus Renewable Energy zeigt wie Windparks durch auf- und abschwellenden Lärm Schlafstörungen und Krankheiten verursachen. Gestaffelte Parks sind lauter. Die Nacht ist schlimmer als der Tag. Und die Modelle, mit denen Behörden genehmigen, unterschlagen den eigentlichen Effekt.

Eines der wichtigsten Erkenntnisse der Studie steht direkt im Abstract und es lautet: „Diese Phänomene lassen sich mit Modellen, die auf isolierten Turbinen basieren, nicht erfassen.“ Übersetzt: Die Standardmodelle, mit denen Windparks genehmigt werden, sind blind für den Effekt, um den es hier geht. Die Effekte werden einfach nicht berücksichtigt, die Ursachen der gesundheitlichen Schädigungen nicht erfasst.

Die Arbeit stammt von Jules Colas, Ariane Emmanuelli, Didier Dragna (alle École Centrale de Lyon) und Richard J.A.M. Stevens (University of Twente) mit dem Titel „Modeling wind farm noise emission and propagation: Effects of flow and layout„ (Modellierung der Lärmemissionen und -ausbreitung von Windparks: Auswirkungen von Strömung und Anordnung) und erschien in Renewable Energy, Band 273, im Oktober 2026 (Originalarbeit). Sie ist methodisch sauber und sie liefert genau die Physik, die die politische Debatte über Windkraft-Lärm seit Jahren vermissen lässt.

Was hier gerechnet wurde

Die Autoren koppeln drei Simulationswelten:

  • Large-Eddy-Simulation (LES) für das Strömungsfeld — 400 × 220 × 96 Gitterpunkte, 15 Meter Auflösung, Turbinen als Aktuator-Scheiben modelliert
  • Amiet-Strip-Theorie für die Schallquelle — jedes Rotorblatt in 8 Segmente zerlegt, Turbulenz-Einlauf-Lärm (TIN) und Hinterkanten-Lärm (TEN) getrennt berechnet
  • Wide-Angle Parabolic Equation (WAPE) für die Ausbreitung — inklusive Boden-Impedanz (variable-porosity-Modell) und atmosphärischer Refraktion

Gerechnet wird für ein 4 × 4-Turbinen-Feld in zwei Anordnungen — ausgerichtet (aligned) und gestaffelt (staggered) — plus eine Einzelturbine als Referenz. Turbinendurchmesser: 120 Meter. Nabenhöhe: 90 Meter. Die gestaffelte Anordnung ist die realistischere, weil sie Nachlauf-Interferenzen zwischen Nachbarturbinen reduziert. Es handelt sich also sogar um wesentlich kleinere Anlagen als die derzeitigen Neubauten.

Die Autoren wählen bewusst eine stabile atmosphärische Grenzschicht mit einer konstanten Kühlrate von CL = K/h am Boden. Begründung im Text: „Diese atmosphärischen Bedingungen wurden ausgewählt, da sie typischerweise das ideale Szenario für die AM-Ausbreitung und die Schallbrechung in Windrichtung darstellen, was letztlich zu einem Worst-Case-Szenario hinsichtlich der Lärmbelästigung führt.“

Das ist die nächtliche Inversionslage. Genau die Bedingung, unter der sich Schall am Boden fängt, unter der Anwohner nachts wach liegen und die bei Genehmigungen in der Regel nicht berücksichtigt werden.

AM = Amplitudenmodulation: Das ist das periodische An- und Abschwellen der Lautstärke eines Windrads, während sich die Rotorblätter drehen — das akustische „Wummern“ oder „Pulsieren“, das Anwohner als besonders störend beschreiben.

Die Zahlen: Gestaffelt schlägt ausgerichtet — und zwar deutlich

Befund 1: Die Anordnung entscheidet

  • Ausgerichtet: Starke Nachlauf-Effekte, große Schwankungen zwischen den Reihen. Die erste Reihe emittiert am meisten, die zweite am wenigsten (weil die Windgeschwindigkeit einbricht), die dritte und vierte erholen sich wieder.
  • Gestaffelt: Die Turbinen laufen bei höheren Windgeschwindigkeiten, weil der Abstand größer ist und sich der Nachlauf weniger staut. Ergebnis: mehr Schall insgesamt.

Die Autoren formulieren es trocken: Die letzten beiden Reihen im gestaffelten Layout produzieren „deutlich mehr Schall als im ausgerichteten Fall.“

Befund 2: Der Lärm im Lee

Die aggregierte Auswertung (Fig. 13) zeigt für den gestaffelten Park +3 dBA im Überdruckpegel im Lee, wo die Wohnhäuser stehen. Davon entfallen etwa 1,5 dBA auf die höhere Emission der Turbinen selbst — der Rest auf die Propagations-Fokussierung durch die Nachlauf-Walzen.

3 dBA klingen harmlos. Sind sie nicht. Eine Erhöhung um 3 dB entspricht einer Verdopplung der Schallintensität. Und sie liegt in dem Bereich, in dem aus „hörbar“ ein „störend“ wird.

Befund 3: Die Amplitudenmodulation — der eigentliche Übeltäter

Die Amplitudenmodulation (AM) — das periodische An- und Abschwellen des Tons, das „Wummern“ — erreicht im gestaffelten Layout 2 dBA bei etwa 2,5 Kilometern Entfernung im Lee.

Die Autoren zitieren die Wahrnehmungsschwelle von 1 dBA nach Nguyen et al. (2021). Der gestaffelte Park übertrifft sie also um das Doppelte.

Und im ausgerichteten Layout? 1 dBA. Genau an der Kante.

Befund 4: Das Beating — der niederfrequente Schlag

Und dann ist da noch der Beating-Effekt, beschrieben erstmals von G.P. van den Berg in seiner klassischen Arbeit „The beat is getting stronger“ (Noise Notes 4, 2005).

Das Phänomen: Turbinen in einem Park drehen mit leicht unterschiedlichen Drehzahlen. Die Signale überlagern sich und erzeugen eine Schwebung — ein niederfrequentes Pulsieren mit einer Hüllkurve, die unter der Blattdurchgangsfrequenz liegt. Der Text beschreibt es so:

„Dieser Effekt tritt auf, wenn die Beiträge der Turbinen ähnliche Größenordnungen aufweisen und ihre Drehzahlen nahe beieinander liegen, wodurch ein Signal entsteht, das durch eine im Vergleich zur Blattdurchlauffrequenz niederfrequente Hüllkurve moduliert wird.“

Die Simulation ergibt AM-Werte von 4 dBA bis unter 2 dBA an den Lee-Positionen — weit über der Wahrnehmungsschwelle.

Und van den Berg hat vor über zwanzig Jahren schon den entscheidenden Punkt gemacht: Das Beating ist atmosphärisch instabil. Es tritt auf, während einer Inversion — also nachts. Tagsüber verschwindet es. Die Anwohner beschreiben es als „dumpfes Pochen“, das sie nicht einordnen können, weil es intermittiert.

Die gesundheitliche Dimension

Jetzt kommen wir zum Kern. Was bedeutet das für die Menschen, die in der Nähe von so einem Park wohnen?

Das falsche Maß

Die Regulatorik misst traditionell den energieäquivalenten Dauerschallpegel (Leq)— ein Mittelwert über die Zeit. Das ist akustisch bequem und gesundheitlich nahezu wertlos für das, was hier passiert.

Denn: Ein gleichmäßiges Rauschen von 35 dBA lässt sich wegdenken. Ein intermittierendes 2-dBA-Pulsieren bei 1–2 Hz ist eine andere Sache. Es durchdringt Wände (niedrige Frequenzen haben kaum Dämmung), es ist unvorhersehbar, und es steht aus dem Hintergrund heraus.

Die Autoren zitieren die relevante Forschung dazu:

  • Ioannidou, Santurette & Jeong (2016) zeigen in „Effect of modulation depth, frequency, and intermittence on wind turbine noise annoyance“, dass Modulationstiefe und Intermittenz die Belästigung treiben, nicht der Mittelungspegel.
  • Lee, Kim, Choi & Lee (2011) bestätigen in „Annoyance caused by amplitude modulation of wind turbine noise“ die AM als Schlüsselvariable.
  • Müller et al. (2025) liefern mit „Wind turbine noise annoyance – An interdisciplinary three-year field study“ eine dreijährige Feldstudie, die die Belästigung in der realen Nachbarschaft dokumentiert.

Und die Autoren machen den entscheidenden Satz zum Beating:

„Diese Schwankung führt zu einer zusätzlichen Variabilität, da der AM-Effekt selbst intermittierend und manchmal wahrnehmbar ist. Intermittierende Geräusche fallen in der Regel stärker auf als kontinuierliche, insbesondere wenn sie sich vom Hintergrundgeräusch abheben.“

Das ist Psychoakustik-Grundlagenwissen — und es wird von der geltenden Genehmigungspraxis ignoriert.

Der Schlaf

Die stabile Nachtgrenzschicht ist der worst case — und die Autoren wählen sie bewusst. Das ist der Zeitraum, in dem der Mensch sich erholen soll. Ein intermittierendes Pochen, das die Wahrnehmungsschwelle um das Doppelte überschreitet, ist eine Schlafstörung mit Ansage.

Die Gesundheitsfolgen von chronischem Schlafentzug sind seit Jahrzehnten dokumentiert: kardiovaskuläre Belastung, Immunsuppression, kognitive Einbußen. Wer nachts neben einem gestaffelten Park mit 2 dBA AM lebt, riskiert mehr als nur gereizte Nerven.

Die Physik ist bewiesen. Die Gesundheitsfolgen sind plausibel. Die Regulierung ignoriert sie.

Die Genehmigungsdimension: Die blinde Stelle

Die Autoren erwähnen explizit, dass frühere Optimierungsstudien „stützen sich in der Regel auf die Modellierung von Punktquellen und grundlegende Ausbreitungseffekte wie Bodenreflexion und atmosphärische Absorption, ohne die durch die Strömung verursachte Refraktion zu berücksichtigen.“

Punktquellen-Modelle. Grundreflexion. Atmosphärische Absorption. Und keine Strömungsrefraktion.

Das ist der Standard, mit dem in vielen Ländern Windparks genehmigt werden. Und die Arbeit zeigt: Genau die Strömungsrefraktion erzeugt die Fokussierung, die die 3 dBA im Lee und die 2 dBA AM ausmacht.

Die Autoren formulieren die Konsequenz:

„Dies unterstreicht, wie wichtig es ist, bei der Vorhersage der akustischen Auswirkungen die Strömungsverhältnisse im gesamten Windpark zu erfassen.“

Und weiter:

„Die Ergebnisse untermauern die Notwendigkeit, realistische Strömungsfelder in akustische Modelle einzubeziehen, und bilden die Grundlage für genauere Lärmauswirkungsbewertungen, die für die Planung von Windparks, die Genehmigungsverfahren und die Akzeptanz in der Öffentlichkeit von entscheidender Bedeutung sind.“

Wer weiter mit Einzelturbinen-Modellen rechnet, rechnet am Problem vorbei.

Die Finanzierung

Die Arbeit wurde vom European Research Council (Grant No. 101124815, Horizon Europe) und vom französischen ANR über die LABEX-CeLyA-Struktur finanziert. Die Arbeit ist methodisch einwandfrei.

Aber es ist ein Ökosystem: Die Energiewende-Förderung finanziert die Forschung, die die Energiewende evaluiert. Die Fragestellung lautet nie „Sollten wir das überhaupt?“, sondern immer „Wie optimieren wir, was beschlossen ist?“

Und ein Detail am Rand: Die Daten sind „available upon request to the authors“. Kein offenes Archiv. Nachprüfbar nur, wer die Autoren fragt. Das ist der Standard in der Aeroakustik — aber es ist keine offene Wissenschaft.

Was die Arbeit offen lässt

Seriöse Analyse heißt auch: die Lücken benennen.

Die ungeklärte Abstands-Frage

Es fehlen noch weiter wichtige Forschungen, so die Autoren:

„Zwar erleichtert ein größerer Abstand der Turbinen in Fließrichtung die Erholung aus dem Nachlauf und führt zu höheren Geräuschpegeln bei den stromabwärts gelegenen Turbinen, doch sind die konkreten Auswirkungen auf die Amplitudenmodulation in Windrichtung noch unklar und sollten weiter untersucht werden.“

Übersetzt: Wir wissen nicht, ob mehr Abstand das Wummern löst. Die Branche baut Parks nach Faustregeln — und diese Faustregeln sind, was das AM-Problem angeht, ungeprüft.

Der stabile Grenzschicht-Vorbehalt

Die Autoren räumen ein, dass instabile oder neutrale Bedingungen die Fokussierung abschwächen würden — aber möglicherweise die AM durch zusätzliche Turbulenz verstärken.

Der Sprung zur Realität

Und der wichtigste Vorbehalt:

„Schließlich würde der Übergang vom akademischen Fallbeispiel zum realen Windpark es ermöglichen, diese Methodik anzuwenden, um den Einfluss der atmosphärischen Bedingungen auf den beobachteten Lärmpegel und die Amplitudenmodulation weiter zu analysieren.“

Das ist ein akademischer Fall. 4 × 4 Turbinen, idealisierte Topographie, ein einziger Atmosphärenzustand. Ein echter Park hat 50, 100, 200 Turbinen, Hügel, Wald, wechselnde Winde.

Aber: Wenn schon der idealisierte Fall 2 dBA Amplitudenmodulation zeigt, was zeigt dann der reale?

Und nicht zu vergessen: Modelliert wurden sehr kleine Windräder mit 120 Metern Durchmesser und Nabenhöhe 90 m, gebaut werden solche mit 175 m und Nabenhöhen von 200 m und mehr. Die Amplituden sind größer und die Amplitudenmodulation auch, der Schaden entsprechend stärker für die in der Nähe und weiteren Umgebung wohnenden Menschen.

Quellen

Colas, J., Emmanuelli, A., Dragna, D. & Stevens, R.J.A.M. (2026): Modeling wind farm noise emission and propagation: Effects of flow and layout. Renewable Energy 273, 126052. doi.org/10.1016/j.renene.2026.126052

Nguyen, P.D., Hansen, K.L., Catcheside, P., Hansen, C.H. & Zajamsek, B. (2021): Long-term quantification and characterisation of wind farm noise amplitude modulation. Measurement 182, 109678. doi.org/10.1016/j.measurement.2021.10967

van den Berg, G.P. (2005): The beat is getting stronger: The effect of atmospheric stability on low frequency modulated sound of wind turbines. Noise Notes 4, 15–40. doi.org/10.1260/147547005775071700

Ioannidou, C., Santurette, S. & Jeong, C.-H. (2016): Effect of modulation depth, frequency, and intermittence on wind turbine noise annoyance. Journal of the Acoustical Society of America 139, 1241. doi.org/10.1121/1.4941457

Lee, S., Kim, K., Choi, W. & Lee, S. (2011): Annoyance caused by amplitude modulation of wind turbine noise. Noise Control Engineering Journal 59, 38–46. doi.org/10.3397/1.3531797

Müller, F.J.Y. et al. (2025): Wind turbine noise annoyance – An interdisciplinary three-year field study. Environment International 202, 109614. doi.org/10.1016/j.envint.2025.109614

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15 Kommentare

  1. Michael Rosemeyer
    Antworten

    Die Museen hängen voll mit Gemälden der kleine Eiszeit. (nach „Bilder kleine Eiszeit“ und „Diagramme kleine Eiszeit“ googlen

    Kulturgeschichte
    Die Kleine Eiszeit in der Kunst

    https://www.welt.de/kultur/history/gallery11985655/Die-Kleine-Eiszeit-in-der-Kunst.html

    Was ist, wenn der Winter immer länger dauert? Die „Kleine Eiszeit“ brachte den Menschen nach dem Mittelalter für Jahrhunderte Not und Elend. Die Schuld gab man den Hexen…
    2010_12_15
    https://www.welt.de/geschichte/article11639867/ Was-ist-wenn-der-Winter- immer- laenger- dauert.html

     Zu Beginn der Neuzeit wurden in Europa „Hexen“ verbrannt, weil man sie für schlechtes Wetter verantwortlich machte. Tatsächliche Ursache war die Kleine Eiszeit: Ein Klimawandel in Europa, aus dem wir viel für heute lernen können.
    2022_01_14 https://www.br.de/nachrichten/wissen/klimawandel-schon-zur-kleinen-eiszeit-gab-es-fake-news,SuOEOwH

    Erderwärmung bescherte Römischem Reich fette Jahre
    Olivenbäume, Weinreben und anderes, was man eher aus wärmeren Regionen kennt, warf vor 2000 Jahren auf britischem Boden Erträge ab. Tacitus (58-117), der so akkurate römische Historiker, hat es der Nachwelt überliefert.
    2015_12_09
    https://www.welt.de/geschichte/article149773123/Erderwärmung-bescherte-Roemischem-Reich-fette-Jahre.html 

    Im Mittelalter wuchsen in Deutschland Zitronenbäume.
    In England wurden ebenfalls Wein und Olivenbäume angebaut. Es war wärmer als heute, Mittel- und Nordeuropa hatte seine Blütezeit! TERRA-X
    2023_08_26
    24.50min-25.50min
    https://www.zdf.de/dokumentation/terra-x/wein-eine-geschichte- durch-die-jahrtausende-doku-100.html

    https://www.tagesschau.de/wetter/wetterthema/klimamachtgeschichte-100.html
    2025_10_24

    Als vor etwa 11.000 Jahren die letzte Eiszeit zu Ende ging und sich die Eispanzer nach Norden zurückzogen, begann eine sehr stabile Klimaperiode, die aufstrebenden Hochkulturen ideale Entwicklungsbedingungen bot. Aber auch geringere Klimaschwankungen führten in Europa zu historischen Umwälzungen.  …. 

  2. hordenwesen
    Antworten

    Sehr geehrter Herr Dr. Mayer,

    die beigefügten Links zu wissenschaftlichen Arbeiten, https://doi.org/10.1121/1.4941457 und https://doi.org/10.1260/147547005775071700, sind leider außer Funktion.

    Wir benötigten die Aussagen dieser Studien, nach Möglichkeit, zum Vertreten von Einwendungen bei Anhörungen in Genehmigungsverfahren.

    Mit freundlichen Grüßen – hw

  3. Dr. Rolf Lindner
    Antworten

    Hoher Schwachsinn

    Die Kunde sich rasant verdichtet,
    im deutschen Lande soll es sein,
    was aufrecht steht, das wird vernichtet,
    wo SchwarzRotGrün herrscht im Verein./

    Schornsteine, Türme zum Kühlen,
    aufrechte Menschen mit Durchblick,
    das alles ist`s, worauf sie zielen,
    finden hohes Niveau nicht schick./

    Aber sich ihre Sinne wandeln,
    wenn Windräder Vögel erschlagen
    und Landschaften dazu verschandeln,
    ist es egal, wie hoch die ragen./

    Verstand, Schöpferkraft und Esprit
    ebenen sie, wenn möglich, ein,
    für rotgrüne Ideologie
    kann Schwachsinn nicht hoch genug sein.

  4. Jurgen
    Antworten

    Um die Felder zu schützen muss man einen Brecher für die Wirbelschleppen in die Umgebung einbringen. Hat das DLR schon vor Jahren jedem Flugplatz empfohlen. Dazu eignen sich sehr hochwachsende Bäume wie Säulenpappeln, Kastanien, Platanen und Eichen besonders, die zweireihig (Allee) rechtwinklig zur Hauptwindrichtung angepflanzt werden…

    1. hordenwesen
      Antworten

      Ein „muss man“ führt hier, insbesondere angesichts der Dimensionen aktuell errichteter Turbinen mit Bauhöhen von 270m bis über 300m, nicht weiter. Auch herkömmlich niedrigere Anlagen stehen gestaffelt über Kilometer (mitunter auf ausgedehnten Anbauflächen) verteilt. Der Wake-Effekt (Nachlauf) beeinträchtigt, darüber hinaus, den Wuchs, wie an vorhandenen Beständen in Lee vielfach erkennbar wird..

      Ein versuchtes Fraktioneren der Thematik gelingt außerdem nicht: Infraschall zeigt sich von niedlichen Baumreihen denkbar unbeeindruckt; das Übertragen der Vibrationen im Erdreich belastet das Edaphon ebenso großflächig und mit fatalen Auswirkungen, wie die Kontamination durch erodierte, hoch toxische synthetische Materialien.

  5. Jakob
    Antworten

    Sicher geht es in erster Linie um die betroffenen Menschen.

    Aber was macht diese Schallbelastung mit den Tieren?

    Tiere sind bekanntlich sehr empfindlich für feine und feinste Schwingungen.

    Leidet auch ihr Schlaf? Wirkt sich das auf die Orientierung aus, auf die Fortpflanzung?

    Wie wirkt sich dies auf das natürliche Gleichgewicht in der Natur aus?

    1. Jan
      Antworten

      Stress führt zu kleineren Populationen samt Auswirkungen auf die Jägerpopulationen, die größere Radien bedienen muss. Ich würde denken, reduzierte Lebensspanne, kleinere Individuen, weniger Nachkommen.

    2. Konrad Kugler
      Antworten

      Und wenn aus den Vogeleiern keine Küken schlüpfen können, weil sie abgestorben sind?

      Norwegische Hühnerfarm

    3. Glass Steagall Act
      Antworten

      Ich wohne in der Nähe solcher Windparks wo tausende stehen. Wenn ich dem Fahrrad näher komme, sehe im Umkreis von 2 km viele Tiere, soweit das die landwirtschaftlichen Felder überall erlauben. Rehe, Feldhasen, Greifvögel und Rabenkrähen scheinen völlig unbeeindruckt. Vor allem wimmelt es vor lauter Greifvögeln nur so. Wenn die Landwirte ihre Felde abernten, kann ich teilweise über 50 bis 100 Falken, Mäusebussharde und Rotmilane gleichzeitig kreisen sehen sehen.

      1. Jurgen

        Die armen Mäuse…

  6. Glass Steagall Act
    Antworten

    … für die in der Nähe und weiteren Umgebung wohnenden Menschen.

    Was bedeutet genau „in der Nähe“ oder „in der weiteren Umgebung“? Ist es möglich das in definierten Abständen auszudrücken.

    1. Leontinger
      Antworten

      Bei diesen niedrigen Frequenzen ist der Abstand zur Quelle ziemlich egal. Die „Nähe“ sind einige/viele Kilometer!

      1. Glass Steagall Act

        Das ist immer noch zu ungenau. Der Abstand und der Grad der Belastung ist dabei wichtIg. Ab wieviel Kilometer Abstand lässt es um wieviel nach. Das sind alles wichtige Informationen!

    2. hordenwesen
      Antworten

      Begehren wie das Ihre, Glass Steagall Act, entbehren nicht der (sarkastischen) Komik. In den wenigen verbliebenen Landschaften mit entfernter Ähnlichkeit zu natürlichen Lebensräumen lassen sich die Auswirkungen der Vibration aufgestellter Anlagen und des im Betrieb erzeugten Infraschalls nicht, wie von Ihnen offenbar unbekümmert verlangt, zuverlässig kategorisieren. Das erschließt sich bereits aus unterschiedlicher Beschaffenheit des Bodens. Beispielhaft sind die Verhältnisse in den Meeren, wie hier in anderen Artikeln bereits ausgeführt wurde.

      Signifikant lassen zuständige Behürden, entgegen dem Vorsorgeprinzip, das Aufstellen und Betreiben derartiger Anlagen mit der ignoranten Einlassung zu, ein denkbares Untersagen vom Vorhandensein groß angelegter Studien abhängig machen zu wollen: Die Veranlassung zu qualifiziertem Abschätzen von Technikfolgen gerät in Vergessenheit, sobald Amtspersonen und Funktionäre um ihre Reputation zu fürchten beginnen.

  7. Gabriele
    Antworten

    Es ist doch ganz egal, was alles bewiesen wird…. am Ende wird immer ein Weg gefunden, es für „erträglich“ zu erklären. Geld klimpert eben lauter… kranke Menschen sind nur Kollateralschäden, die man von Beginn an in Kauf nimmt.

    Gibt es einen einzigen Bonzen, der neben so einem Wahnsinn wohnt? Wohl kaum…die haben alle das Geld, dies zu vermeiden. Der Rest interessiert nicht.

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