Sky Shield: Das nächste Milliarden-Debakel? Und kaum jemand schaut hin?

24. Februar 2026von 7,9 Minuten Lesezeit

Österreich steckt längst mitten in einem Rüstungsprojekt, das die Neutralität faktisch endgültig zu Grabe trägt, Steuermilliarden verbrennt und gegen die falschen Bedrohungen schützt. Die Parallelen zum Eurofighter-Skandal sind nicht zufällig – sie sind strukturell.

Am 20. Februar 2026 traten Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Europaministerin Karoline Edtstadler gemeinsam vor die Kameras – Schauplatz: die Schwarzenbergkaserne in Salzburg. Botschaft: Österreich investiert. Österreich schützt sich. Österreich handelt. Was sie nicht sagten: Allein für Salzburg sind rund 2,5 Milliarden Euro eingeplant. Die Beschaffung des Drohnenabwehrsystems „Skyranger“ – 36 Einheiten im mittleren dreistelligen Millionenbereich – ist bereits beauftragt, die Auslieferung beginnt 2026. Skyranger wurde im selben Pressegespräch als Teil desselben Aufrüstungspakets präsentiert – dieser Zusammenhang ist öffentlich hergestellt – nicht durch mich, sondern durch Tanner und Edtstadler selbst.

Die Planungen für Raketenabwehr kurzer und mittlerer Reichweite sind laut Bundesheer abgeschlossen, die Leistungsbeschreibung liegt bei der Rüstungsdirektion. Der Bunker in St. Johann im Pongau – von Edtstadler gerne als Beweis österreichischer Wehrhaftigkeit präsentiert – ist bereits als Einsatzzentrale für die Luftraumüberwachung im Betrieb und soll zur Schlüsselstelle der neuen Drohnenabwehr werden. Das Radarsystem wird im Rahmen des Projekts „Mars“ bis 2027 massiv ausgebaut.

Der Zug rollt. Und er hat den Bahnhof längst verlassen.

Österreich ist der European Sky Shield Initiative (ESSI) offiziell am 28. Mai 2024 beigetreten – Verteidigungsministerin Tanner unterzeichnete das Memorandum of Understanding in Brüssel.

Ohne vorherigen Parlamentsbeschluss.

Ohne Rechtsgutachten.

Ohne Kosten-Nutzen-Analyse.

Die Gesamtkosten für Österreich werden inzwischen mit bis zu 7 Milliarden Euro angegeben – wobei diese Zahl nur die Infrastruktur umfasst. Die Raketen selbst – das eigentliche Wirkungsmittel des Systems – sind darin nicht enthalten. Eine Arrow-3-Abfangrakete kostet zwischen 3 und 4 Millionen US-Dollar pro Stück. Eine komplette Patriot-Batterie inklusive Raketen liegt bei rund 1,1 Milliarden US-Dollar. Die tatsächlichen Gesamtkosten über 10 bis 15 Jahre wurden nie kommuniziert – nicht dem Parlament, nicht der Öffentlichkeit.

Die Neutralität – politische Beteuerung statt Rechtsgutachten

Wohlgemerkt: Österreichs Neutralität ist eine bewehrte Neutralität – das Recht und die Pflicht zur Landesverteidigung sind ausdrücklich im Neutralitätsgesetz verankert. Die Frage ist nicht ob Österreich sich verteidigen darf – sondern ob Sky Shield der richtige Weg ist. Die in diesem Artikel dargelegten Fakten sprechen eine deutliche Sprache.

Sie ist nicht nur ein Rechtsprinzip – sie ist Lebensversicherung. Ein kleines Land in der Mitte Europas, das sich aus Konflikten heraushält. Das hat Österreich Jahrzehnte des Friedens gebracht. Das leichtfertig aufzugeben – ohne Debatte, ohne Gutachten, ohne Parlamentsbeschluss – ist fahrlässig. Im besten Fall.

Das Kernproblem ist nicht technischer, sondern verfassungsrechtlicher Natur. Österreichs Neutralität ist kein historisches Relikt – sie ist eine strategische Ressource. Ein neutrales Österreich hat keinen Grund, zum militärischen Ziel zu werden. Ein Österreich, das operativ in ein integriertes europäisches Luftverteidigungssystem eingebunden ist, könnte im Konfliktfall als Teilnehmer einer integrierten Verteidigungsstruktur wahrgenommen werden.

Und genau das ist das Problem mit Sky Shield: Moderne Raketenabwehr funktioniert nicht im nationalen Alleinbetrieb. Sie erfordert koordinierte Radarnetzwerke, gemeinsame Führungssysteme und abgestimmte Abschussentscheidungen. Österreich würde damit operativ in eine Kommandostruktur eingebunden, die letztlich NATO-nah organisiert ist. Das ist keine Spekulation – es ist die technische Grundbedingung des Systems.

Dass dieses Faktum eine verfassungsrechtliche Prüfung erfordert, liegt auf der Hand. Genau deshalb wurde im Parlament offiziell nach einem Gutachten des Verfassungsdienstes gefragt. Die Antwort: Es gibt keines. Österreich hat lediglich eine politische Zusatzerklärung unterzeichnet, dass die Neutralität gewahrt bleibe. Eine politische Beteuerung ist kein Rechtsgutachten. Sie klärt nichts, sie verpflichtet zu nichts, und sie schützt im Ernstfall niemanden.

Eine Entscheidung dieser Tragweite ohne verfassungsrechtliche Absicherung zu treffen ist entweder grobe Fahrlässigkeit – oder die bewusste Umgehung einer Antwort, die politisch unbequem wäre.

Was das System kann – und was nicht

Österreich hat tatsächlich massive Lücken in der Luftverteidigung – das ist unbestritten. Das vorhandene System des Bundesheers hat eine Reichweite von maximal 6 Kilometern horizontal und 3 Kilometern vertikal. Das ist gegen moderne Bedrohungen schlicht bedeutungslos.

Aber Sky Shield ist die falsche Antwort auf echte Fragen.

Was das System kann: Konventionelle ballistische Kurzstreckenraketen älterer Bauart, bestimmte Drohnentypen, ältere Marschflugkörper. Das ist nicht nichts – aber es ist auch nicht das, womit ein tatsächlicher Großkonflikt im 21. Jahrhundert geführt würde.

Was das System nicht kann, ist entscheidend: Hyperschallraketen fliegen mit mehr als Mach 5, in niedrigen Flughöhen, auf unvorhersehbaren manövrierbaren Bahnen. Patriot und Arrow 3 wurden für ballistische Raketen mit vorhersehbarer parabolischer Flugbahn konzipiert. Gegen Hyperschallraketen sind sie konzeptionell ungeeignet.

US-General John Hyten, damals Befehlshaber des US Strategic Command, erklärte vor dem US-Kongress öffentlich, dass die USA über kein Abwehrsystem verfügten, das den Einsatz solcher Waffen verhindern könne – die einzige Antwort sei nukleare Abschreckung. Russland und China verfügen heute über einsatzfähige Hyperschallraketen. Interkontinentalraketen fliegen durch den Weltraum – kein europäisches System ist dafür ausgelegt. Und günstige Massendrohnen, wie sie im Ukraine-Krieg massenhaft eingesetzt werden, mit einer Patriot-Rakete für 4 Millionen Dollar abzuschießen, ist strategischer Unsinn.

Das österreichische Bundesheer listet in seiner offiziellen Kommunikation Hyperschallflugkörper als Bedrohung auf, gegen die Sky Shield Schutz bieten soll. Das steht in direktem Widerspruch zu den technischen Fakten und zur offiziellen US-Verteidigungsanalyse.

Die Profiteure – und es sind nicht die Österreicher

Die Hersteller stehen fest: Raytheon (USA) und das israelisch-amerikanische Konsortium Rafael/IAI. Ein öffentliches Ausschreibungsverfahren hat es nicht gegeben – und das ist kein Zufall, sondern Konstrukt.

Verteidigungsministerin Tanner unterzeichnete das Memorandum of Understanding am 28. Mai 2024 in Brüssel – ohne vorherigen Parlamentsbeschluss, ohne Rechtsgutachten, im Alleingang. SPÖ-Wehrsprecher Laimer forderte sie damals öffentlich auf, Sky Shield dem Parlament vorzulegen.

Die Schweiz, ebenfalls neutral, wählte ausdrücklich den parlamentarischen Weg. Österreich nicht. Mit ihrer Unterschrift hat Tanner ein Konstrukt in Kraft gesetzt, in dem die Hersteller von vornherein feststehen. Eine öffentliche Ausschreibung ist in diesem Rahmen faktisch ausgeschlossen – und war es von Anfang an. Das ist keine Nachlässigkeit. Das ist eine Entscheidung – getroffen von einer einzelnen Ministerin, vorbei am Parlament, vorbei an der Öffentlichkeit.

Aus keinem der vorliegenden Berichte geht hervor, dass seitens der anwesenden Medien kritische Fragen zu diesen Punkten beim Pressegespräch gestellt wurden.

7 Milliarden Euro – und in Zukunft noch viel mehr – fließen ins Ausland. Österreichische Steuerzahler finanzieren amerikanische und israelische Rüstungskonzerne. Die österreichische Industrie ist an diesem Milliardenprojekt kaum bis gar nicht beteiligt.

Das Muster ist bekannt: Der Eurofighter lässt grüßen

Der Vergleich mit den Eurofightern ist nicht polemisch – er ist strukturell berechtigt. Das Muster ist nahezu identisch: Eine milliardenschwere Rüstungsbeschaffung mit scheibchenweiser Kostenkommunikation. Das Parlament als Zaungast, nicht als Akteur. Fraglicher Nutzen gegen die tatsächlichen Bedrohungsszenarien. Und die Hauptprofiteure sitzen im Ausland.

Der wesentliche Unterschied: Beim Eurofighter war die Grundfunktion – ein Flugzeug, das fliegt – unbestritten. Bei Sky Shield wird ein System verkauft, das gegen die wahrscheinlichsten modernen Bedrohungsszenarien nachweislich nicht wirksam ist. Das ist, nüchtern betrachtet, noch gravierender.

Und noch ein ‚Und‘ gibt es: ein Budgetdefizit von 4,7 Prozent des BIP, ein laufendes EU-Defizitaufsichtsverfahren, eine Bevölkerung, die unter steigenden Preisen stöhnt – und eine Regierung, die gänzlich unbeeindruckt davon mit eiskaltem Grinsen weitere Milliarden in ein System pumpt, das gegen die falschen Bedrohungen schützt – wenn überhaupt.

Was jetzt zu fordern ist

Ein Projekt dieser Dimension – verfassungsrechtlich ungeklärt, parlamentarisch nicht legitimiert, kostenmäßig unvollständig kommuniziert, technisch in wesentlichen Punkten unwirksam – darf nicht einfach durchgewunken werden.

Politische und juristische Forderungen

Was sofort eingefordert werden muss: Ein verbindliches Gutachten des Verfassungsdienstes zur Vereinbarkeit mit der österreichischen Neutralität – nicht eine politische Beteuerung, sondern ein rechtsverbindliches Dokument.

Eine vollständige Kosten-Nutzen-Analyse, die auch die Raketenkosten und den Betrieb über 15 Jahre umfasst.

Und eine echte parlamentarische Debatte – keine nachträgliche Absegnung vollendeter Tatsachen.

Wer hier Verantwortung trägt, muss Rechenschaft ablegen. Parlamentarier aller Fraktionen sind aufgefordert, diese Fragen mit Nachdruck zu stellen – und sich nicht mit Durchhalteparolen abspeisen zu lassen.

Was Österreich derzeit bekommt, wenn nicht sofort die Bremse gezogen wird: wohl unvermeidbar den nächsten Rüstungsskandal, ein hochoffizielles Begräbnis der letzten Neutralitäts-Zuckungen, ein Budgetdefizit, das nicht mehr zu retten ist – und im Kriegsfall ein Land, das als Teilnehmer wahrgenommen werden könnte – und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch so behandelt wird.

Was jeder Bürger tun kann

Demokratie funktioniert nur, wenn Bürger hinschauen. Informieren Sie sich – die vollständige Analyse mit allen Belegen liegt als PDF vor. Teilen Sie diese Informationen – in Ihrem Umfeld, in sozialen Netzwerken, bei Veranstaltungen. Fragen Sie Ihre gewählten Vertreter, was sie konkret tun, um die massiv offenen Fragen zu klären. Unterstützen Sie unabhängige Medien und Bürgerjournalisten, die berichten, wo andere schweigen.

Dass ein aufmerksamer Bürger diese Fragen stellen muss, weil Parlamentarier und etablierte Medien es mehrheitlich nicht tun, sagt alles über den Zustand unserer demokratischen Kontrolle. Aber es zeigt auch: Aufklärung ist möglich – wenn genug Menschen hinschauen und weitergeben.

Die vollständige Analyse mit sämtlichen Quellenangaben und Belegen steht als PDF zum Download bereit – für alle, die tiefer einsteigen und sich selbst ein Bild machen wollen:

SkyShield_Analyse_02-2026

Quellen:

  1. Bundesheer OTS-Presseaussendung, 20. Februar 2026
  2. ORF Salzburg, 20. Februar 2026
  3. Salzburg24, 20. Februar 202
  4. meinbezirk.at – Projekt Mars

Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wider. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.

Andreas S., aufmerksamer Bürger, unabhängiger Autor und Rechercheur*


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19 Kommentare

  1. Jurgen 25. Februar 2026 um 19:57 Uhr - Antworten

    Militärisches Zeugs ist eh nur umweltschädlicher Müll, der die Umwelt bei der Benutzung oder sogar Entsorgung kontaminiert.

  2. LMohikan 25. Februar 2026 um 19:03 Uhr - Antworten

    Unsere unrechtmässige, geputschte Lakaienregierung aus öp, sö, grne u. pike (vom eigenen verräterischen Pr*sdenten legitimiert) hat uns Österreicher, aber damit auch alle anderen EU Bürger an die Hochfinanz, sprich an teuflische, gierige Milliardäre und deren korrupte Institutionen verkauft und ausgeliefert!

    Es ist Hochverrat!!
    Welcher entsprechend vom Suverän bestraft werden muss und wird.

  3. LMohikan 25. Februar 2026 um 19:03 Uhr - Antworten

    Unsere unrechtmässige, geputschte Lakaienregierung aus öp, sö, grne u. pike (vom eigenen verräterischen Pr*sdenten legitimiert) hat uns Österreicher, aber damit auch alle anderen EU Bürger an die Hochfinanz, sprich an teuflische, gierige Milliardäre und deren korrupte Institutionen verkauft und ausgeliefert!

    Es ist Hochverrat!!
    Welcher entsprechend vom Suverän bestraft werden muss und wird.

  4. LMohikan 25. Februar 2026 um 18:46 Uhr - Antworten

    Unsere unrechtmässige, geputschte Lakaienregierung aus öp, sö, grne u. pike (vom eigenen verräterischen Pr*sdenten legitimiert) hat uns Österreicher, aber damit auch alle anderen EU Bürger an die Hochfinanz, sprich an teuflische, gierige Milliardäre und deren korrupte Institutionen verkauft und ausgeliefert!

    Es ist Hochverrat!!
    Welcher entsprechend vom Suverän bestraft werden muss und wird.

  5. triple-delta 24. Februar 2026 um 16:45 Uhr - Antworten

    Auch den Militärs, denen, die nicht vor der Kamera stehen, ist doch klar, dass ein Krieg in Westeuropa nicht mehr führbar ist, ohne Millionen von Menschen sterben zu lassen.
    Aber die Rüstung in Europa dient ja inzwischen auch dem gleichen Zweck wie in den USA. Es geht darum, Milliarden an Euros in die Taschen weniger Superreicher zu leiten, ohne dass das gemeine Volk etwas merkt oder aufmuckt. Dazu wird es medial in Panik vor dem Russen versetzt. Das Volk darf nicht mehr zum Nachdenken kommen. Und es funktioniert super. Warum Russland angreifen sollte, darf natürlich nie gefragt werden.

    • therMOnukular 24. Februar 2026 um 17:00 Uhr - Antworten

      Es funktioniert NOCH, würde ich sagen. Propagandistisch. Real eh schon länger nicht mehr, wie man derzeit am Iran sehen kann – und woran die wertewestlichen Seeleute wohl denken werden, wenn sie demnächst über die Railing kacken müssen….

      Es werden sich in nächster Zeit „plötzlich“ noch einige „Schurkenstaaten“ auftun, die vernichtet werden müssen, weil sie sich gegen uns wappnen. Das werden wir weder militärisch durchhalten, noch propagandistisch. Irgendwann werden die Leute ausreichend bemerkt haben, dass nicht die alle böse werden, sondern sich nur vor einem Bösen – uns – zu schützen versuchen.

      Halte ich für ein Naturgesetz, dass es früher oder später so kommt. Hoffen täte ich selbstverständlich auch auf: jetzt.

      • Jan 24. Februar 2026 um 20:53 Uhr

        „Irgendwann werden die Leute ausreichend bemerkt haben“

        Ich fürchte: Nein. Sie bemerken nichts.

      • therMOnukular 24. Februar 2026 um 23:14 Uhr

        Jan, ich stimme zu, sie lernen langsam. Aber sie lernen doch. Oder meinen Sie, man könnte die Menschen heute noch mit mittelalterlichen, religiösen Schauergeschichten manipulieren?

        You can fool the people for some time.
        You can fool some people for all time.
        But you never can fool all people for all time.

        Auch dieser Weise Spruch stimmt zum Glück.
        Wenn man bedenkt, dass der wirtschaftliche Wendepunkt der globalen Vorherrschaft des Westens eigentlich schon WK1 und 2 war und der „Wertewesten“ bereits seit 100 Jahren mit derselben Propaganda-Story hausieren geht (Kampf des zivilisierten Westens gegen die xy-Barbarei, meinten schon A.H. und VdB etc)….darf man amS schon hoffen, dass wir uns in einer Zeit der Hoffnung befinden könnten, dass bereits genug erlernt wurde, von ausreichend vielen Menschen. In der Welt ausserhalb des Westens ist das mEn bereits definitiv eingetreten…..

      • Vortex 25. Februar 2026 um 12:36 Uhr

        Ist es nicht so, dass jene negativ suggestiven Informationen, die uns permanent über div. fremdgesteuerte Medien befeuern, irgendwann die eigene Perspektive in Richtung einer Abwehr durch Sky Shield als den einzig logischen Weg erscheinen lassen?

        Diese selbsterwählte Elite wird anscheinend laufend synchronisiert durch unfassbare Hintergrundkräfte (tinyurl.com/3vnc4m2f), deren Auswirkungen unter Gleichgesinnten (tinyurl.com/y4vsxf3u) bereits auch für die Öffentlichkeit sichtbar werden. Nur wo bleibt die erfolgreiche Gegenwehr, sich von solch einer abartigen Führungsebene samt Anhang endgültig zu befreien? Ist unter den höchsten staatlichen Stellen niemand mehr, der die richtigen Hebel in Bewegung setzt, alles, was falsch läuft, aufzudecken und die Verursacher bis zur Spitze der Pyramide aus ihren lenkenden Positionen zu entfernen?

        Mein Resümee: All jene Personen, die vermehrt negative Macht ausüben und auf diese Weise ihr Ego ins Unermessliche stärken, was weitere Ausschweifungen unter ihresgleichen als Normalität erlaubt, sind allesamt nicht dazu berufen, den Rest der Menschheit zu führen! Daher erscheint es mir logisch, alsbald eine neutrale KI-Hochtechnologie einzusetzen, um einen nicht korrumpierten Staat (1) aufzubauen, in dem jedermann mittels Echtzeitdemokratie geleitet und analysiert über die KI seine individuellen und lebensbejahenden kreativen Ideen einbringen kann, was den Weg für ein goldenes Zeitalter einleiten wird …

        1) tinyurl.com/idealstaat

  6. peru3232 24. Februar 2026 um 14:01 Uhr - Antworten

    Tatsächlich ist es noch schlimmer und prinzipiell weniger komplex, als es dargelegt wird. Von den ganzen Verletzungen in den letzten Jahren abgesehen (Militärtransporte) ist der wesentliche Teil einer Neutralität auch Souvereignität gegenüber anderen. Ich muss mich demnach gegen alle Agressoren verteidigen können (wie gut und wirksam sei mal dahingestellt und in dem Fall nicht wesentlich)
    Sobald ich meine „Verteidigung“ aber nur gegen bestimmte Länder einsetzen kann und nicht gegen alle und zudem noch nicht mal mehr alleinig entscheiden kann, ob Abwehrmaßnahmen die nicht das eigene Hocheitsgebiet betreffen ausgelöst werden können, ist es defakto vorbei mit jeglicher Neutralität.

    Wahnsinn ist vielmehr, wie dies alles einfach geschehen kann – aber gut, wir sehen ja nicht erst die letzten Jahre, wie gut „unsere“ Demokratie eigentlich ist, bzw. nie gewesen ist. Nur eine weitere Herrschaftsform für die Mächtigen, wo sie nur noch besser geschützt sind vorm Pöbel… ausgetrickst und ällerlätsch, mehr nicht

  7. Patient Null 24. Februar 2026 um 12:42 Uhr - Antworten

    Das erste Ziel im Krieg sind die Abwehrstationen. Österreich wird so zum Ziel von Atomraketen.

    Und genau das ist das Problem mit Sky Shield: Moderne Raketenabwehr funktioniert nicht im nationalen Alleinbetrieb.

    Das halte ich für eine irreführende Behauptung um Österreich mit reinzuhieven. Raketenabwehr hat einen Range der über die Landesgrenzen hinausgeht, gerade bei ballistischen Raketen. Jedes Land kann damit seine Abwehr selbst übernehmen. Es hat ein paar Vorteile mehrere Länder zusammenzuschließen, zb wenn einem die Raketen ausgehen oder eine Abwehrstation vernichtet wird. Es hat aber auch den Nachteil das Österreich zum Ziel wird.

    Es gibt noch einen weiteren problematischen Punkt. Raketenschilde verzerren das atomare Gleichgewicht und machen Atomkriege führbar. Österreich beteiligt sich damit an der Aushebelung der Abrüstungs Verträge. Um das Gleichgewicht zurückzugewinnen müssen mehr Atomraketen stationiert werden.

    Österreich hat tatsächlich massive Lücken in der Luftverteidigung – das ist unbestritten.

    Das Argument kommt immer um noch weiter Aufzurüsten. Nur gibts dabei kein Ende. Irgendwann kommt dann die Forderung man muss doch selbst Atomwaffen besitzen um sich angemessen zu „verteidigen“, wie die Diskussion in Deutschland zeigt, und schon wird man zum Angreifer. Natürlich will man die ja nicht aufs eigene Land schmeißen. ;)

    • therMOnukular 24. Februar 2026 um 13:47 Uhr - Antworten

      Der Westen verfügt über kein System oder die Technologie, um das Versprochene zu leisten. Ob Iron oder Golden Dome ist irrelevant, weil keiner so funktioniert, wie medial behauptet.

      Alles an dieser Sache ist also pure Demagogie.

      • Patient Null 24. Februar 2026 um 17:39 Uhr

        Der Westen verfügt über Abwehr ballistischer Raketen und damit ist das relevant für das atomare Gleichgewicht.

      • therMOnukular 24. Februar 2026 um 23:26 Uhr

        „Der Westen verfügt über Abwehr ballistischer Raketen“

        Das sind aber veraltete Modelle, die rein ballistisch fliegen. Wie gut diese Abwehr gegen modernen Scheiß aus Billigproduktion eines der meist-sanktionierten Länder funktioniert, hat der 12-Tage-Krieg gezeigt: gar nicht. Die tollen Abschussraten sind 1. total überhöht und beziehen sich 2. zu 99% auf die abgeschossenen Drohnen, die als Teil der Strategie nur dazu da waren, die Luftverteidigung im wahrsten Sinne zu erschöpfen.

        Wenn der Iran in seiner weiteren Umgebung mittlerweile wirklich ALLES treffen kann, was er will (wenn er will), ohne, dass die USA oder sonst jemand das vollkommen verhindern könnte, dann brauchen wir uns nicht darum zu bemühen, für denselben Blödsinn der USA, der gegen den Iran schon nicht hilft, Milliarden auszugeben und zu hoffen, dass es gegen Russland dann funktioniert……

        Wir haben Nichts, Nada. Nüscht!

      • Patient Null 25. Februar 2026 um 10:05 Uhr

        Das sind aber veraltete Modelle, die rein ballistisch fliegen.

        Ballistische Raketen fliegen ballistisch, ja klar ;)

        Die sind deswegen aber nicht veraltet. Beide Seiten haben je 5000 Raketen. die kannst du nicht alle abwehren, darum gehts. Es reicht eben auch wenn nur ganz wenige durchkommen.

        „Wir haben Nichts, Nada. Nüscht!“ damit sagst du ja wir müssen aufrüsten, das ist das Argument der Aufrüster, ich weiß nicht ob das das ist was du sagen willst?

  8. therMOnukular 24. Februar 2026 um 12:17 Uhr - Antworten

    „Ein Projekt dieser Dimension – verfassungsrechtlich ungeklärt, parlamentarisch nicht legitimiert, kostenmäßig unvollständig kommuniziert, technisch in wesentlichen Punkten unwirksam – darf nicht einfach durchgewunken werden.“

    Natürlich nicht – wird es aber trotzdem. Garantiert. Weil die Protagonisten Bestechungsgelder längst mit Erfolgs-Boni verwechseln, wie man sie im Idealfall für besonders gute Leistungen erhält. Die halten die Höhe ihrer Schmiergeldeinnahmen für einen echten Qualitätsnachweis.

    Wie schon mal beschrieben, treffen sich nicht nur Links und Rechts irgendwann im selben Punkt (des Totalitarismus), sondern auch Dummheit und Bösartigkeit. Dieser Vorgang ist ein Parade-Beispiel dafür, indem die Grenze zwischen Dummheit und Perfidie nicht mehr zu erkennen ist, sie sind zu einer Melange geworden. Das ruiniert jedwedes Vorhaben.

    • therMOnukular 24. Februar 2026 um 12:24 Uhr - Antworten

      PS: Wer sich wirklich ernsthaft gegen Drohnenkriegsführung wappnen will, der sollte zu denen gehen, die auf diesem modernen Schlachtfeld die Nase vorn haben (Russland, China, Iran) – und nicht zu denen, die auf diesem Gebiet sichtlich abstinken (siehe Ukraine und Issraell). Der Westen produziert nur noch teuren – dafür gendergerechten – Schrott.

  9. Varus 24. Februar 2026 um 12:12 Uhr - Antworten

    Ein Österreich, das operativ in ein integriertes europäisches Luftverteidigungssystem eingebunden ist, könnte im Konfliktfall als Teilnehmer einer integrierten Verteidigungsstruktur wahrgenommen werden.

    Und an den Angriffskriegen der Amis beteiligt. Scott Ritter heute in den Ungeschnittenen: „… Tragisch, dass unsere Regierung präventive Kriege führt – also Aggressionen –, ohne dass das amerikanische Volk protestiert. Traurig, dass wir uns an den unrechtmäßigen Einsatz von Gewalt durch den Staat gewöhnt haben. Um eine wirklich freie Gesellschaft zu schaffen, muss das Thema des Einleitens von Gewalt verstanden und abgelehnt werden. …“

    Wird der Bellizismus-Murks in Österreich abgelehnt?

  10. Der Zivilist 24. Februar 2026 um 11:44 Uhr - Antworten

    Auch in Österreich ‚UNSERE Demokratie‘ ?

    Die MIKs verschaffen sich gegenseitig Geschäft und nie waren die Bedingungen dafür besser, als heute, wo die Miniaturisierung ganz neues Kriegsgerät für neue Arten der Kriegsführung hervorbringt.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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