
„Sozialpolitik“ ganz praktisch: So wird Veränderung möglich
„Der Einzelne kann nichts tun und soziale Medien wie Facebook sind asozial …“ – Beide Aussagen, auch wenn sie auf den ersten Blick leider wahr erscheinen, kann man so nicht stehen lassen. Ein Facebook-Aktivist, Holger Jacob aus Finsterbergen, macht deutlich, dass es auch ganz anders geht.
Eine bessere Welt, die sich alle wünschen, viele Lösungen für vorhandene Probleme können nur von Menschen selbst kommen, es gibt nicht den oder die Retter in der Politik, die wir nur wählen müssen und schon ist alles gut. Eigenverantwortung ist gefragt, heute mehr denn je. Aber schon Goethe sagte: „Erfolg hat drei Buchstaben T.U.N.“.
Als Einzelner tut Holger sehr viel, um die Welt besser zu machen – ein in meinen Augen sehr politisches Verhalten, auch wenn er von sich sagt, öffentlich nur unpolitisch zu agieren. Das mag an seiner ostdeutschen Prägung liegen. Sich für andere zu engagieren, ist politisch – zumindest, wenn man bei dem Begriff „Sozialpolitik“ ein wenig breiter und eigenverantwortlicher denkt.
Kannst Du Dich bitte vorstellen? Wie kommt es, dass Du Dich so engagierst?
Oje, damit könnte ich schon 100 A4-Seiten füllen. 😊 Ich wurde 1965 in der DDR geboren und lebte dort bis zur Grenzöffnung. Schon während meiner Jugend war ich recht geschäftstüchtig und hatte mit 15 oder 16 Jahren bereits kleinere Unternehmungen gestartet, mit denen ich auch ganz gut verdiente. Da es in der DDR jedoch nicht möglich war, sich selbstständig zu machen, geriet ich schon früh mit Behörden – und letztlich auch mit der Staatssicherheit – aneinander.
Nach der Grenzöffnung zog ich nach Kassel, gründete dort mehrere Unternehmen und verdiente in relativ kurzer Zeit sehr viel Geld. Mit 40 Jahren, als mein Sohn fünf Jahre alt war, stand ich jedoch kurz vor einem Burnout. Ich hatte 365 Tage im Jahr gearbeitet, bis zu 14 oder 16 Stunden pro Tag und fragte mich eines Tages: Wofür das eigentlich? Autos im Wert eines Einfamilienhauses, teure Uhren, die so viel kosten wie ein Mittelklassewagen, eine neue Villa, in der ich nicht einen Tag wohnte – ich kaufte Dinge, die ich nicht brauchte, um Leuten zu imponieren, die ich nicht einmal leiden konnte. 😊
Also habe ich meine Firma verkauft und bin mit Wohnmobil, meinem Sohn und meiner Lebensgefährtin fast sechs Jahre kreuz und quer durch die Welt gereist, bis wir in Griechenland hängen blieben. Mein Sohn machte per Nichtschülerprüfung sein Abitur und studiert heute Wirtschaftsinformatik.
Vor etwa zehn Jahren wurde bei mir eine schwere Herzkrankheit diagnostiziert und man gab mir nur noch wenig Zeit. Ich sollte, so sagten die Ärzte, „meine Angelegenheiten regeln“. Als ich die Diagnose erhalten hatte, wusste ich: Mitnehmen kann man nichts – und habe mein Barvermögen verschenkt und gestiftet. Was nicht absehbar war: Zehn Jahre später lebe ich immer noch.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass es so etwas wie Karma gibt. Tatsächlich habe ich allerdings schon vor der Diagnose größere Beträge für soziale Projekte wie eine Stiftung für Angehörige von Demenzkranken oder ein Kinderheim in Griechenland gespendet.
Ich lebe in einer kleinen Holzhütte im Thüringer Wald und versuche, den einen oder anderen Karmapunkt zu sammeln. Ich helfe, soweit es mir möglich ist, starte jedes Jahr mehrere Aktionen, stelle mein Ferienhaus einem Verein kostenlos zur Verfügung, damit dort besonders belastete Menschen kostenfrei Urlaub machen können und betreibe mehrere Facebook-Communities.
Du betreibst verschiedene Facebook-Gruppen – welche sind das und wozu dienen sie?
Der ursprüngliche Gedanke hinter den Gruppen war, das soziale Miteinander den Menschen wieder etwas näherzubringen.
Die mit Abstand größte Community ist „Urlaub gegen Hand“. Es ist nicht nur eine Gruppe, sondern inzwischen eine richtige Bewegung. Der Name wurde als Marke eingetragen und ist geschützt. Da die Gruppe so groß ist, ist sie geschlossen und es gibt ein Regelwerk.
Hand gegen Urlaub – die UgH-Gruppe ohne Regeln
In der Gruppe „Hand gegen Urlaub“ gibt es dagegen kein Regelwerk und keine Moderation. Diese Gruppe ist öffentlich – das bedeutet, dass alle Facebook-Mitglieder die Beiträge lesen können.
Das ist die englischsprachige Version von „Urlaub gegen Hand“, die gerade aufgebaut wird.
Wer Unterkunft oder Urlaubsplatz sucht oder anbietet, bei dem keine helfende Hand erwartet wird, ist in dieser geschlossenen Gruppe richtig. Jeder kann nach einer Unterkunft suchen, aber der soziale Aspekt spielt oft eine große Rolle: Es kommen Menschen in den Genuss eines Urlaubs, den sie sich sonst nie leisten könnten.
Urlaub gegen Tierbetreuung | Tiersitter gesucht
In dieser Community geht es ausschließlich um die Betreuung von Tieren – egal, ob an einem anderen Ort oder in der eigenen Umgebung. Es gibt z.B. im Krankheitsfall sogar eine Notfall-Tierbetreuung, die man über eine Übersichtskarte findet.
Damit Mitglieder auch ihren Urlaubsort erreichen, wurde die Gruppe „Mitfahrzentrale UgH & UoG“ gegründet. Diese Gruppe ist noch im Aufbau.
Gemeinsam statt einsam – Triff dich mit neuen Freunden
Diese Gruppe liegt mir besonders am Herzen liegt. Sie ist eine reine Freundschaftsgruppe, in der Mitglieder Gleichgesinnte finden können, um in ihrer Freizeit etwas gemeinsam zu unternehmen. Es ist KEIN Dating-Portal! In der Gruppe wird darauf geachtet, dass Beiträge auch wirklich Inhalt haben. Auch virtuell können einige durch die Gruppe wieder sozialen Anschluss finden und sich Stück für Stück aus der Einsamkeit herauskämpfen. Wer Sorgen loswerden möchte, kann sein Herz ausschütten. Die Community ist dafür da, Mitglieder virtuell aufzufangen und ihnen zu helfen. Es handelt sich um eine geschlossene Gruppe – Beiträge sind also nur für Mitglieder sichtbar.
Leben in Griechenland – wir sprechen Deutsch und helfen einander
Diese geschlossene Gruppe richtet sich an deutschsprachige Menschen, die in Griechenland leben oder reisen möchten und dreht sich um das Leben, Wohnen und Urlaub in Griechenland.
Leben in Bulgarien – wir sprechen Deutsch und helfen einander
Das ist eine einfache Auswandergruppe für Bulgarien.
Diese geschlossene Gruppe ist ein Treffpunkt für alleinerziehende Mütter und Väter.
Herzkrank – Herzschrittmacher & ICD implantiert
Die Diagnose einer schweren Herzerkrankung war ein Schock für mich und ich wollte mich mit anderen Betroffenen austauschen. Ich selbst habe einen CRT-D implantiert, und die Pumpleistung des Herzens war schon bei nur 17 %. Auch war ich bereits auf der Transplantationsliste für ein Herz gelistet. So entstand diese Gruppe.
Der andere Weg | alternativ wohnen – leben – arbeiten
Diese Gruppe soll eine Gemeinschaft von Menschen werden, die einen ”anderen Weg” schon gehen oder gehen möchten. Es geht um Austausch von Menschen die bereits anders leben, die neue Wege gehen möchten und deren Vernetzung.
Wie groß ist diese Community jetzt insgesamt?
Ich müsste mal wieder alle Communities durchzählen, aber ich denke, die halbe Million ist bereits überschritten, wenn man alle Mitglieder in den Communities des Netzwerks zusammenzählt. Allein in „Urlaub gegen Tierbetreuung | Tiersitter gesucht“ kommen täglich 500 bis 600 neue Mitglieder hinzu. An manchen Tagen sind es im gesamten Netzwerk sogar über 1000 neue Mitglieder.
Ist der Admin-Aufwand sehr hoch – was dumme Kommentare, Trolle und Beleidigungen angeht?
Das Moderieren ist definitiv mit einem Aufwand verbunden. In den meisten Gruppen habe ich Moderatoren, die mich unterstützen. Der größte Aufwand liegt aber im täglichen Schriftverkehr. Täglich kommen mindestens 50 bis 60 Anfragen. Das sind Fragen wie: „Wann wird mein Beitrag freigeschaltet?“, „Warum wurde mein Kommentar gelöscht?“, „Wie kann ich das besser formulieren?“ oder auch Hinweise zu Problemen. Zum Beispiel gibt es bei „Urlaub gegen Hand“ manchmal Schwierigkeiten mit Gastgebern oder Helfern, bei denen ich vermitteln muss. In Fällen schwerwiegender Verstöße bleibt mir nichts anderes übrig, als die betreffende Person aus dem Netzwerk zu entfernen. Ich schätze, dass ich täglich mindestens zwei bis drei Stunden nur mit dem Schriftverkehr beschäftigt bin.
Kannst Du abschätzen, wieviel Zeit Du insgesamt pro Woche investierst?
Alleine bei mir kommen 80-100 Stunden zusammen, dazu kommt die Zeit, in der mir meine Freundin oder mein Sohn helfen. Aber das ist kein Problem. Niemand zwingt mich, ich tue das aus freien Stücken. Es bereitet mir einfach große Freude, anderen Menschen, denen es vielleicht nicht so gut geht, hin und wieder eine kleine Gefälligkeit zu erweisen. Dieses Gefühl ist unbezahlbar.
Du hast Deine Facebook-Seite jetzt kommerzialisiert. Warum? Und was bietest Du den Mitgliedern?
Meine Pinnwand – oder besser gesagt mein Profil bei Facebook – habe ich monetarisiert, da ich mir ein weiteres Einkommen aufbauen möchte. Zwar fertige ich nach wie vor Schmuck an, aber die Arbeit mit den Stanzen und Pressen fällt mir zunehmend schwerer und es wird der Tag kommen, an dem ich das nicht mehr bewältigen kann.
Leider habe ich nie in die Rentenkasse eingezahlt. Das bedeutet, dass ich auch keine Bezüge von staatlicher Seite erhalten werde. Ich finde das vollkommen in Ordnung, denn wie man sieht, bin ich trotz meiner 90 % Schwerbehinderung in der Lage, mich selbst zu versorgen und auch meine Krankenkasse zu bezahlen.
Durch die Monetarisierung meines Profils erhoffe ich mir, langfristig abgesichert zu sein – auch für den schlimmsten Fall. Sollte ich eines Tages ein Pflegefall werden, möchte ich in der Lage sein, selbst aus dem Bett heraus meine kreativen Inhalte zu erstellen und diese beispielsweise über Facebook oder andere Social-Media-Kanäle zu monetarisieren. Kurz gesagt: Ich wünsche mir eine kleine „Rente“, mit der ich meine Kosten so lange wie möglich decken kann.
Auf meiner Pinnwand biete ich eigentlich nichts Besonderes an, abgesehen von Beiträgen, die über mein Leben erzählen, Dinge, die mich bewegen oder ab und zu auch mal ein Rezept. Das macht mir jedoch großen Spaß. Aktuell motiviere ich beispielsweise viele Menschen dazu, ihr Brot wieder selbst zu backen. Aus diesem Grund verschicke ich kostenlos Sauerteig an Interessierte. Selbst mit kleinen Gesten kann man manchmal viel bewirken.
Wir kennen uns durch Deine Sozialaktionen. Worum geht es da?
Bekannt sind die „Räucher-Käse-Aktion“, die „Palliativ-Aktion“, die „Wichtel-Aktion“, das „Haus für Bedürftige“ in Finsterbergen und noch einige mehr. In den Gruppen starte ich Aktionen, wenn mir etwas sinnvoll erscheint und ich die Zeit finde.
Wie werden die Projekte angenommen?
Es kommt ganz auf die jeweilige Community an. Der Hauptschwerpunkt liegt auf den alternativen Reise-Communities, die sind sehr aktiv. Insgesamt würde ich sagen, dass es täglich über 100 Angebote oder Gesuche gibt.
Von Oktober bis Ende Dezember gibt es zudem die „Weihnachten allein? Nein – das muss nicht sein“. Menschen, die Weihnachten oder Silvester alleine wären, können sich dort gegenseitig einladen, also dort selbst Einladungen aussprechen oder sich einladen lassen. Auch hier ist die Resonanz sehr groß.
Ebenfalls sehr beliebt ist die „Gemeinsam statt einsam – Triff dich mit neuen Freunden“, die zu Stammtischen und regelmäßige Gruppentreffen geführt hat. Außerdem ist sie ein Ort, an dem man sich etwas von der Seele schreiben kann, wenn man einmal Redebedarf hat – die Community fängt einen auf.
Worüber musst Du Dich in den Projekten so richtig ärgern?
Am meisten ärgere ich mich, wenn Menschen versuchen, andere auszunutzen oder sich durch Vorspiegelung falscher Tatsachen Vorteile zu erschleichen.
Bei mir muss niemand nachweisen, dass er bedürftig ist, ich bin fest davon überzeugt, dass das Karma solche Dinge schon regeln wird. Wenn ich jedoch sehe, dass sich jemand Lebensmittelpakete für ein paar Euro erschleichen möchte und damit anderen die Möglichkeit nimmt, die wirklich bedürftig sind, finde ich das mehr als unangemessen.
Ein weiteres Beispiel: Eine ältere Dame hat mir einmal eine sehr traurige Geschichte erzählt, aufgrund derer ich ihr einen kostenlosen Urlaubsplatz angeboten habe. Sie hatte gesagt, dass sie mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreist und ich bot ihr an, sie am Abreisetag zu einem Bahnhof in der nächsten Stadt zu bringen. Daraufhin meinte sie, das sei nicht notwendig – sie würde mit dem Bus zur nächsten Stadt fahren, wo es einen Bahnhof gibt.
Durch einen Zufall sah ich sie später am selben Tag bei uns im Dorf und dort bewegte sie sich in einem relativ neuen Auto, das ich in einer Preiskategorie von etwa 50.000 bis 60.000 Euro einordnen würde. Sie fuhr damit los und es war offensichtlich, dass sie sich diese Geschichte ausgedacht hatte, um den kostenlosen Urlaubsplatz zu erhalten – den sie mit Sicherheit auch problemlos hätte bezahlen können.
Ich schaue nicht strikt auf die finanziellen Verhältnisse, bei mir bekommt auch jemand einen Urlaubsplatz, dem es aktuell nicht gut geht. Aber in diesem Fall hat sie jemand anderem, der finanziell bedürftig ist, die Möglichkeit genommen, ein paar Tage auszuspannen und zur Ruhe zu kommen.
Solches Verhalten und diese ich-bezogene Mentalität werden von Jahr zu Jahr häufiger, und das finde ich wirklich sehr schade.
Und was waren die schönsten Reaktionen an die Du Dich erinnern kannst?
Da weiß ich gar nicht, wo ich anfangen oder aufhören sollte. Es gibt so viele Rückmeldungen, in denen mir mitgeteilt wird, dass man mit einer kleinen Geste jemandem helfen konnte.
Jedes Jahr macht eine Mutter mit einem autistischen Kind bei mir eine Woche Urlaub. Das Kind hat das ganze Jahr über große Schwierigkeiten, vor allem aufgrund von äußeren Reizen. Es fällt ihm schwer, mit seiner Umwelt zurechtzukommen, was sich auch in massivem, teils aggressivem Verhalten oder ständigem Schreien zeigt. Doch wenn der Junge bei uns im Ferienhaus ankommt, setzt er sich morgens früh auf „seinen“ Platz am Hang und schaut stundenlang in den Wald. Er lächelt, wenn sich die Tannen im Wind bewegen oder wenn er ein Eichhörnchen sieht. In diesen Momenten ist er vollkommen mit sich und der Welt zufrieden.
Für seine Mutter ist das ebenfalls eine große Erholung. Endlich hat sie ein bisschen Zeit für sich, kann zur Ruhe kommen und neue Kraft sammeln. Man sieht förmlich, wie glücklich und gestärkt sie wieder abreist, bereit für die Herausforderungen der nächsten Monate.
Ein weiteres Beispiel: Im letzten Jahr an Weihnachten habe ich für Palliativpatienten Wichteltüten zusammengestellt. Dabei wurde ich von lieben Unterstützern begleitet, die mir das ein oder andere für diese Tüten zugeschickt haben. Diese Tüten habe ich an Heiligabend teilweise persönlich in Kliniken übergeben oder über Pflegedienste verteilt. Viele der Patienten hatten keine Angehörigen mehr und oft keine Möglichkeit, mit anderen in Kontakt zu treten. Ich weiß, dass einige Patienten noch am Weihnachtsabend telefoniert haben – entweder mit mir oder mit anderen Mitgliedern der Community. Diese Gesten haben etwas bewirkt und allein das ist doch unbezahlbar.
Von solchen Rückmeldungen und Ereignissen darf ich glücklicherweise jedes Jahr einige erleben. Und wer das selbst erlebt, fragt sich nicht mehr, warum man das Ganze überhaupt macht. Geld ist für mich absolut bedeutungslos geworden – es ist wirklich nur ein Mittel zum Zweck. Und das sagt jemand, der einmal über ein siebenstelliges Vermögen verfügt hat und es nicht vermisst. 😊
Das ist schon fast die Antwort auf die wichtigste Frage: warum tust Du das alles?
Ich hatte sehr viel Glück im Leben und bin fest davon überzeugt, dass es so etwas wie Karma gibt. Ich selbst habe das erleben dürfen: Obwohl die Mediziner mich schon aufgegeben hatten, hat sich mein Zustand erheblich verbessert. Ich wurde zweimal wiederbelebt – einmal sogar nach über acht Minuten, buchstäblich in letzter Sekunde zurück ins Leben geholt. Ich glaube, danach sieht man die Welt mit vollkommen anderen Augen.
Es mag abgedroschen klingen, aber wenn ich auch nur ein paar Menschen dazu ermutigen kann, ein bisschen mutiger und sozialer zu handeln, wäre das schon ein großer Schritt. Es sollte nicht darauf ankommen, an welchen Gott jemand glaubt, welches Parteibuch er in der Tasche hat oder wie hoch sein Kontostand ist. Viel wichtiger ist, dass wir uns auf das besinnen, was die großen Weltreligionen schon immer lehren: seinem Nächsten eine helfende Hand zu reichen.
Man schimpft oft auf die Politiker – oft auch berechtigterweise –, warum in diesem oder jenem Land nichts geändert wird. Aber ich frage mich: Warum soll man sich immer nur auf andere verlassen? Warum nicht einfach selbst einmal etwas in die Wege leiten? Glaub mir, das kann wirklich jeder tun.
Einer Nachbarin die Einkaufstasche nach oben tragen, der Verkäuferin an der Kasse ein Lächeln schenken oder tatkräftig bei einer Initiative oder einem Projekt mithelfen – es sind oft die kleinen Dinge, die Großes bewirken können. Sich sozial zu engagieren bedeutet nicht zwangsläufig, nur ehrenamtlich zu arbeiten. Man kann auf viele Arten etwas beitragen.
Wenn ich auch nur einen einzigen Menschen dazu bewege, so zu handeln, erfüllt mich das mit Freude. Die zahlreichen Rückmeldungen, die ich von anderen erhalte oder auch die Gesichter, die man sieht, wenn man jemandem persönlich eine kleine Freude bereitet, zeigen mir immer wieder, dass es die Mühe wert ist. Man fragt sich dann nicht, warum man das alles tut – man freut sich einfach darüber und macht weiter.
Auf jeden Fall ein großes Danke für Dein Engagement!
Erich Kästner hatte recht: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!
Bildquelle: Buchcover
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Die Maßstäbe beginnen zu vergehen, Frau Drescher.
Bspw. hat die deutsche Regierung „Sondervermögen“ für pharmakologische Schädigung, Massenpsychose* und Waffenfabrikation verschwendet, anstatt für subsidiäre Gemeinwirtschaft und für Gastlichkeit gegenüber traumatisierten Geflüchteten zu sorgen.
Aber, schön, wenn eine Familie das Ansinnen haben sollte, sich für „das Gute“ einzusetzen, damit die Maschine geschmiert bleibt.
Ab der Einführung der digital ID wrden vermeintliche Errungenschaften in Sekunden verschwinden bzw. rückgängig gemacht werden (Cathrin Austin Fitts, Solari Report, 21.11.2024).
€ 14.000,– pro EinwohnerIn allein bis April 2021 …Das werden Sie sicherlich wissen?
Hallo,
sowas wie „Urlaub gegen Hand“ (und Hand gegen Urlaub) gab es früher bei Seglern als auf Papier gedruckte Kleinanzeigen in Segelmagazinen. Das hießt beim Segeln dann ,,Hand gegen Koje“. Und sicherlich gibts das heutzutage in Seglerforen.
Ich als Radfahrer weiß, dass es unter Radfahrern in einschlägigen Internetforen Rubriken gibt, Partner für Touren zu suchen oder Mitfahren bei Touren anzubieten, ob ausgewachsene Radreisen oder lokale ,,Kaffefahrten um den Kirchturm“.
Da ich Hobbyläufer kenne, Halbmarathons oder Rennsteiglauf oder sowas, weiß ich …
Eine ehemalige Bekannte faltete Origami und daher weiß ich …
Da der Holger mit Wohnmobil auf Reisen war, kommt er wohl von diesem Hintergrund und ich vermute, es gibt auch Foren für Wohnmobil-Reisen und alles drumrum.
Es gibt für ALLES ein Forum, selbst von und für Orchideenzüchter.
Also:
Es müsste nicht unbedingt Fratzenbuch sein.
Klaft dulch Fleude mag an sich eine gute Sache gewesen sein, die Leuten Reisen und Urlaub ermöglichte, die sich das sonst nicht hätten leisten können, aber man hätte dazu eben bei den Faschisten mitlaufen müssen.
Fratzenbuch ist ein Teil einer Wirtschaft (und eines dazugehörigen digital-geheimdienstlichen Komplexes), die für viele Kriege verantwortlich ist und deren Oligarchen auch in der BRD kräftig mitmischen (Verschmelzung von Hochfinanz und Staat).
Das gilt auch für die anderen Themen: es ist wunderbar, die Möglichkeiten des Internets zu nutzen.
Im Internet kann man viel machen, aber dann ausgerechnet Fratzenbuch?!
Neun kleine Widerständler waren gegen Macht,
der eine ist bei Fratzenbuch, da warens nur noch acht.
Und Lebensmittelpakete zementieren die Abhängigkeit erwerbsloser / finanziell armer Menschen.
Hilfe ist, Menschen zu unterstützen, so weit wie möglich selbst wirksam zu sein.
Helfer syndrom ist erstens, sich selber nicht helfen zu können und deswegen quasi als Übersprungshandlung anderen helfen zu wollen und
zweitens, Menschen von der ,,Hilfe“ abhängig zu machen.
Lebensmittelpakete können eine Abhängigkeit von selbigen, also von der ,,Hilfe“, erzeugen.
(Gilt übrigens auch für die Tafeln.)
Ich denke, es ist notwendig, dass wir wieder mehr zusammen halten und einander Sicherheit und Anerkennung geben – besonders Kindern gegenüber.
Gute Geschichte.
Böse Geschichte: Der Fokus auf die Unterlassung des Bösen ist viel einfacher und gesamtheitlich betrachtet zielführender. Nicht zuletzt weil das Böse meistens leichter zu erkennen ist als das Gute. Wobei beides dem Zeitgeist unterworfen ist. Selbst der zur Zeit als die Verkörperung des puren Bösen geltende Faule kann das Böse unterlassen, ausgenommen seine Faulheit. Dahinter steht allerdings ein semantischer Trick, der so tut als ob nicht auch durch Unterlassen beständig getan wird. Man kann gar nicht nichts tun. So wie man nicht nicht sein kann.
Aber was waren „immer schon“ Wörter für die Hüter der reinsten Lehren? Außer Sprichwörter? Bibelwörter? Buchwörter? Lauter nichtstuende Nichtsnutze, diese Wortakkrobaten. Kinder, macht daher auf die „Macher“ MINT so wie der „Musk“, denn das ist die „Zukunft“. Oder auch nicht.
Damit die Menschen das Problem an sich erkennen und auch handlungsfähig werden, braucht es etwas das sich Klassenbewusstsein nennt.
Aber genau dieses fehlt 99% der Menschen, weil das Kapital eben seine Hausaufgaben gemacht hat.