Twitter unter Musk-Kontrolle – Trump und Co. wohl vor Rückkehr

28. Oktober 2022von 2,9 Minuten Lesezeit

Elon Musk hat erfolgreich Twitter übernommen. Die Chefabteilung wurde umgehend gefeuert. Die Zensur auf Twitter soll nachlassen. Dagegen könnte neue Probleme kommen. 

Die Kurznachrichtenplattform Twitter ist unter Kontrolle von Elon Musk. Sofort wurden mehrere Führungskräfte entlassen, etwa CEO Parag Agrawal, CFO Ned Segal und Twitters oberste Anwältin Vijaya Gadde. Gadde ist für die Zensurpolitik von Twitter verantwortlich. Sie hatte auch die Sperre von Donald Trump federführend zu verantworten. Vorübergehend übernimmt Musk selbst den Posten des CEO.

Gerechtigkeit?

Die Zensurpolitik Twitters ist massiv, das sollte sich nun ändern. Und offenbar will Musk die Tausenden lebenslange Sperren von Twitter-Nutzer aufheben. Das würde einen massiven Effekt haben: Nicht nur Donald Trump könnte dann zurückkommen, sondern auch Robert Malone und andere wichtige Covid- und mRNA-Kritiker wurden schon vor längerer Zeit gelöscht. Die Sperre von Alex Jones ist etwa bereits älter als 10 Jahren.

Der Rechtsanwalt und Lockdown-Kritiker Michael Senger, der ebenfalls von Twitter gesperrt wurde, kommentiert die Wende: „Der Bogen des moralischen Universums ist lang, aber er neigt sich der Gerechtigkeit zu.“

Ex-New-York-Times-Journalist Alex Berenson, der nach einem langwierigen Rechtsstreit seinen Account wieder herstellen konnte, meinte: Twitter werde „sehr schnell ganz anderes“ aussehen, aber „besser“. „Wenn Twitter funktioniert, ist es das weltweit wichtigste Forum für Journalismus – und für Debatten. Es ist ein öffentlicher Platz ohne Schranken, an dem die Elite nicht verhindern kann, dass Berichte und Forschungsergebnisse präsentiert und nach ihren eigenen Verdiensten beurteilt werden. Es ist die größte offene Zeitschrift der Welt, die ultimative Peer-Review-Website. Denn auf Twitter kann sich jeder zu Wort melden, und Ideen werden sehr schnell beurteilt und auf der Grundlage ihrer eigenen Verdienste gehoben oder gesenkt.“

Musk-Ideen

Aber aktuell funktioniert Twitter nicht so, wie es könnte. Jetzt wird es wohl heftig umgedreht. Manche, die zwar die Meinungszensur auf Twitter kritisieren fürchten nun eine Klarnamenpflicht. In Zeiten von fortschreitender Digitalisierung der Identität kann das Sorgen bereiten. Es könnte sein, dass man sich auf Twitter bald authentifizieren wird müssen.

Wie Musk aber Twitter wirklich umgestalten will, weiß keiner. Für manche linksliberale Journalisten bricht jedenfalls aktuell die Hölle herein – wortwörtlich. Eine Journalistin der Washington Post schreibt etwa: „Es ist, als ob sich heute Abend die Pforten der Hölle auf dieser Website geöffnet hätten.“

Musk sieht das anders. Er sehe aktuell „große Gefahr“, dass sich soziale Medien in links- und rechtsextreme Echokammern verwandeln würden. Die Welt brauche aber einen „digitalen Stadtplatz“, wo alles in gesunder Art und Weise diskutiert werden könnte. Er habe Twitter nicht gekauft, um Geld zu verdienen, versichert Musk.

Bei diesen Worten ist Vorsicht geboten: Die Elite könnte sich aktuell im Wandel befinden. Seine transhumanistischen Ideen hat Musk nie verschwiegen. Über sein Projekt „Neuralink“, wo ein Microchip im Gehirn der Menschen implantiert werden soll, spricht er ganz offen. Er zählt aber auch, gemeinsam mit Peter Thiel, zum libertären Lager der westlichen Oligarchie und steht auch in ideologischer Konkurrenz zum zentralistischen WEF. Eine ideologische Wandlung innerhalb der Elite deutet sich aktuell nicht nur im Twitter-Space an.

Die nächsten Wochen und Monate werden also nicht nur auf Twitter sehr spannend.

Bild Howard Lake from Colchester, UK, Twitter advert in LondonCC BY-SA 2.0

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12 Kommentare

  1. 4757 4. November 2022 at 14:04Antworten

    Die nächsten Wochen und Monate werden also nicht nur auf Twitter sehr spannend

    absolut!
    Erst einmal hat Pfizer seinen Werbeetat bei Twitter ausgesetzt, da befürchtet wird dass die Zensur nicht mehr so gut wie früher funktioniert… Pfizer war bei T wohl ein Haupt-Sponsor. Und sicher nicht nur dort.
    Aufgedeckt wurde auch ein von Demokraten besetztes „Wahrheitskommittee“ das festgelegt hat wer zu den guten gehört die bestochen äh finanziert werden.. Errinnert an die Trusted News Initiative TNI
    Raubtierkapitalismus in Reinkultur.

    Pfizer, Democrat-led „Accountable Tech“ are Blackmailing Twitter
    Will they succeed at preserving censorship?

    https://igorchudov.substack.com/p/pfizer-democrat-led-accountable-tech

  2. andrea 29. Oktober 2022 at 7:49Antworten

    Es ist gut, wenn sperren aufgehoben werden. Aber letztlich herrscht dann nur ei anderer tiefer staat

  3. niklant 28. Oktober 2022 at 22:15Antworten

    Das wird die reinste Hetzkampagne gegen Twitter, wenn der neue Besitzer sich gegen die Medien äußert und Wahrheiten verbreitet, die nicht erwünscht sind!

  4. Michael R 28. Oktober 2022 at 20:03Antworten

    Jedenfalls hat die EU (Kommission) Herrn Musk schon jetzt dezent darauf hingewiesen, wie er künftig mit dem Getwitter, das der EU zuwider läuft, zu verfahren hat. Erschwerend kommt ja nun in Deutschland auch noch der novellierte Paragraph 130 (der „Maulkorb“) hinzu. Erst groß gefeiert, weil er sein erstes europäisches Werk in Deutschland errichtet hat, und bald schon gemaßregelt? Musik wird die Deutschen noch kennenlernen.

  5. baltiMOre ravens 28. Oktober 2022 at 19:51Antworten

    ….und die Bolsche-Woken heulen auf, als ginge die Welt unter.

    Das tut sie doch eh schon morgen wegen dem Klima! Also was regt Ihr Euch über Twitter so auf?

    Man wird ja bald sehen, ob Musk die Meinung tatsächlich weniger/nicht manipuliert oder einfach nur anders.
    Die bisherigen „Sittenwächter“ zu feuern kann jedenfalls nicht schaden. Auch nicht, jeden zukünftig politisch ausgeübten Druck (siehe CDC, FDA, Pharmas, FBI, (dem.) US-Administration etc. die letzten 3(+) Jahre) an die Öffentlichkeit zu zerren….

  6. Michael R 28. Oktober 2022 at 19:44Antworten

    Angeblich wechseln bestimmte User gerade scharenweise von Vögelchen Twitter zum Urelefanten „Mastodon“, weil es dort kuscheliger für sie ist.

  7. suedtiroler 28. Oktober 2022 at 16:22Antworten

    an den Taten wird er gemessen werden,
    nicht an den Worten.

  8. Peter Ruzsicska 28. Oktober 2022 at 14:12Antworten

    Es ändert trotzdem nichts aber schon gar nichts an der unwiderlegbaren Tatsache, daß Twiitter nach wie vor ein Herrschaftsinstrument mit Interessenslage zu Gunsten der wie auch immer Herrschenden ist – Man falle gütigst nicht darauf und schon gar nicht auf sich selbst herein…

    Schindpsalm II

    Giert der Armut
    Frönt der Reichheit
    Zerbetet Euer Hirn
    zum Friedhofsfrieden.
    Liebt Eure Peiniger
    mit kindlicher Hingabe
    inniglichst
    und redet darüber –
    hart des Stolzes
    schindrünstigster Dankbarkeit
    hinab
    in völlige Selbstzerschmerzung.
    Dient
    vorauseilendst
    rücksichtslos
    Euren Nießbrauchenden
    dumpf in alle Düsterkeit
    bis
    zur prächtigen Verzückung
    im Augenblick Eures Todes.
    Danach
    lebt gefälligst ewig.
    Vorher aber
    wagt es nicht
    zu vergessen,
    Euren
    gütigst besachzwungenen Peinigern
    pflichtgetreu zu verzeihen,
    denn
    sie erfüllten und erfüllen
    immer
    ihre gute fromme Pflicht:
    Die Edlen zu bedingen
    mittels Ausbrauch der Geringen.

  9. Jan 28. Oktober 2022 at 11:37Antworten

    Für die deutschsprachigen Ärzte, die sich von einem intellektuellen Tiefflieger wie Lauterbach dominieren lassen, birgt Twitter auch in Zukunft kein Potential – wo nichts ist, kann auch kein Gras wachsen!

  10. federkiel 28. Oktober 2022 at 11:34Antworten

    Nun, Elon Musk ist auch ein Young Global Leader und ähnlich manisch wie Trump. Beides braucht die Welt nicht auch noch in all dem Chaos.

    • baltiMOre ravens 28. Oktober 2022 at 20:03Antworten

      Naja. Trump war immerhin der ERSTE US-Präsident seit Nixon, der keinen neuen Krieg angezettelt hat – im Gegenteil, Äthiopien, Somalia hat Trump von US-Truppen und Einmischung befreit, mit Afghanistan ein Abzugs-Abkommen geschlossen. Nur bei Syrien hatte er es nicht geschafft, aber wenigstens den Zweck der urspr. Obama-Aktion herausgeplaudert: das syrische Öl zu stehlen.

      Seit Brandon im Amt ist, wurden wieder Soldaten nach Somalia und Äthiopien entsendet, der Ukraine-Konflikt scharf gemacht, fleißig China provoziert, internationale Kern-Infrastruktur angegriffen, Yemenitische Ölfelder besetzt, ‚Coups in diversen südamerikanischen Ländern versucht,…..etc. Man ist mittlerweile wieder in 8 Ländern militärisch am „Intervenieren“ und die „Demokratie zu retten“.

      Die Familie Brandon ist Teil des militärisch-industriellen Komplexes – Trump ist (zumindest) das nicht.

  11. Jens Tiefschneider 28. Oktober 2022 at 11:06Antworten

    Es lässt tief blicken, wenn die Linksfaschisten unter den Agenturabschreibern jetzt das Flattern kriegen. Denn Meinungsfreiheit bedeutet auch, deren Vergehen und Verbrechen ans Licht zu bringen. Aus woke könnte ganz schnell weak werden.

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