Eine neue Studie in Nature liefert den Satellitenbeweis, den die institutionelle Klimaforschung lange kleingeredet hat: Der Antarktische Eisschild verliert seit 2020 netto keine Masse mehr, sondern gewinnt dazu. Das eigentliche Problem ist nicht das Eis – sondern die Reaktion jener Institutionen, die jahrelang das Gegenteil behauptet hatten.
Die Arbeit von Marlen Kolbe und Kollegen (Danish Meteorological Institute, University of British Columbia, University of Canterbury) mit dem Titel „Atmospheric rivers and winter sea ice drive recent reversal in Antarctic ice mass loss“ (Atmosphärische Flüsse und das winterliche Meereis sind die Ursachen für die jüngste Umkehrung des Eisverlusts in der Antarktis), veröffentlicht im Februar 2026 in Communications Earth & Environment, ist bemerkenswert – und zwar nicht wegen ihrer Schlussfolgerung, sondern weil sie eine Entwicklung schwarz auf weiß bestätigt, die schon seit Jahren in den Rohdaten der GRACE-Satelliten steckte.
Die zentralen Zahlen:
- 2003 bis 2020: Der Kontinent verlor im Schnitt rund 90 bis 142 Gigatonnen Eis pro Jahr. Eine Gigatonne ist eine Milliarde Tonnen – das entspricht ungefähr dem Gewicht von zwei Millionen ausgewachsenen Blauwalen. Anders gesagt: Jedes Jahr verschwand eine Menge Eis, die mehrere große Städte unter sich begraben könnte.
- 2020 bis 2024: Der Kontinent gewinnt jetzt rund 68 Gigatonnen pro Jahr dazu – ein statistisch signifikanter Trend über fünf Jahre.
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Oberflächenmassenbilanz (SMB): Der Zuwachs durch Schnee liegt bei etwa 200 Gigatonnen pro Jahr – je nach Datensatz zwischen 196 und 220 Gigatonnen. Das ist rund ein Zehntel des gesamten jährlichen Schneezuwachses der Antarktis.
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Eisabfluss: Gleichzeitig fließt weiterhin mehr Eis ins Meer – fast 100 Gigatonnen pro Jahr mehr als noch zwischen 2003 und 2019.
Mit anderen Worten: Selbst während der Eisverlust an der Grundlinie („grounding line discharge“) zunimmt, wächst der Kontinent netto. Das ist kein Modellartefakt, das ist Gravimetrie – die einzige Methode, die tatsächlich Masse wiegt.
Die Autoren führen den Umschwung auf drei Faktoren zurück: verstärkte Westwinde, häufigere atmosphärische Flüsse (Atmospheric Rivers, ARs) und schrumpfendes Meereis. Allein die atmosphärischen Flüsse tragen bis zu 90 % des Niederschlags auf den Eisschild, und ihre Häufigkeit über der Antarktischen Halbinsel, Queen Maud Land und Wilkes Land ist seit 2020 deutlich gestiegen.

Wie die institutionelle Wissenschaft damit umgeht
Die European Space Agency titelte im April 2026 in ihrer eigenen Zusammenfassung: „Why is Antarctica’s mass increasing?“ – und lieferte gleich die Einhegung mit. Die leitende Forscherin Ruth Mottram sagte:
„Die Antarktis ist derzeit fein ausbalanciert. Ja, der Schneezuwachs hat den Massenhaushalt ins Positive gedrückt, aber der Eisfluss ins Meer beschleunigt sich ebenfalls. Ein paar Jahre mit weniger atmosphärischen Flüssen könnten das Ganze leicht wieder in die andere Richtung kippen.“
Man beachte die rhetorische Struktur. Fünf Jahre mit einem statistisch signifikanten Trend werden zu einer „feinen Balance“, die „leicht zurückschlagen“ kann. Das ist derselbe Mechanismus, den man aus der Klimaberichterstattung kennt: Jedes Datum, das nicht in die Erzählung passt, wird als vorübergehende Anomalie gerahmt – bis es sich nicht mehr leugnen lässt. Dann wird es zu einem „delikaten Gleichgewicht“ umgedeutet.
Und die The Conversation ging im September 2026 noch weiter: „Antarctica’s ice loss is locked in, and extra snowfall won’t save it“ – also: „Der Eisverlust der Antarktis ist festgeschrieben, und zusätzlicher Schneefall wird sie nicht retten“. Die Überschrift verrät die Logik: Selbst wenn das Eis wächst, wird behauptet, der Verlust sei unausweichlich. Man kann das Eis nicht gewinnen lassen – also wird das Gewinnen zum Verlust umgedeutet.
Die Vorgeschichte: Was schon lange bekannt war
Die aktuelle Studie steht nicht isoliert. Sie ist der vorläufige Höhepunkt einer Beweiskette, die die institutionelle Klimaforschung jahrelang ignoriert oder kleingeredet hat:
Es gibt eine ganze Reihe von Studien, die den Massezuwachs dokumentiert haben. Über eine davon hat TKP hier berichtet:
„Sowohl Arktis und Grönland im Norden als auch die Antarktis am Südpol zeigen deutliche Tendenzen zur Abkühlung. Eine Studie hatte eine Abkühlung der Antarktis seit 1999 um 1 Grad ermittelt. Eine neue Studie befasst sich mit Massenveränderung der antarktischen Eisschicht im Zeitraum April 2002 bis Dezember 2023 basierend auf GRACE- und GRACE-FO-Satellitengravimetrie.“
Die Grafik fasst die Ergebnisse so zusammen:

Die Muster sind eindeutig: Wer die Daten ernst nimmt, findet seit über einem Jahrzehnt Hinweise auf Massenzunahme. Wer die Erzählung verteidigt, findet Ausreden.
Kürzlich wurden wie hier berichtet wieder historisch absolute Tiefsttemperaturen in der Antarktis gemessen.
Die Modellkritik
Der wichtigste Punkt der aktuellen Studie ist nicht der Massengewinn – es ist die Aussage über die Modelle.
Die Autoren schreiben selbst:
„Angesichts der relativ kurzen Dauer von fünf Jahren mit erhöhter Oberflächenmassenbilanz und atmosphärischen Flüssen bleibt unklar, ob der jüngste Umschwung der Massenbilanz den Beginn eines langfristigen Trends markiert.“
Aber es ist auch das Eingeständnis, dass die Klimamodelle, auf denen die gesamte Alarmarchitektur aufbaut, diese Entwicklung nicht vorhergesagt haben. Sie haben das Gegenteil vorhergesagt.
Und das ist nicht neu. Bereits 2021 erschien in The Cryosphere die Arbeit von Aschwanden und Kollegen, „A roadmap towards credible projections of ice sheet contribution to sea level“, die schonungslos feststellte:
„Unsere Analyse eines aktuellen Versuchs, den Beitrag der Eisschilde zum künftigen Meeresspiegel zu projizieren, legt nahe, dass nur wenige Modelle den historischen Massenverlust genau reproduzieren und dass sie viel zu selbstsicher hinsichtlich der Streuung der vorhergesagten Ergebnisse erscheinen.“
Und weiter:
„Die Unfähigkeit der Modelle, historische Beobachtungen zu reproduzieren, wirft Fragen an die Fähigkeit der Modelle auf, den Massenverlust zu projizieren.“
Die Modelle reproduzieren nicht einmal die Vergangenheit. Und auf diesen Modellen basieren politische Entscheidungen, die Abermilliarden an Umverteilung legitimieren.
Die Bedeutung für das Klima
Die Pole sind die Vorläufer für alle Veränderungen des Klimas. Der näher zum Äquator liegenden Teile der Erde folgen den Trends an den Polen. Werden die Pole kälter, so ist eine Abkühlung des Klimas insgesamt zu erwarten.
In der Antarktis ist seit längerer zeit schon eine Reduzierung der Temperatur zu beobachten, wie hier berichtet.
Es dauerte offenbar fünf Jahre bis sich die Abkühlung nun auch auf die Eismasse auswirken beginnt.
Aber es nicht nur die Antarktis, Auch am Nordpol sind Zuwächse bei den Meereismassen zu beobachten, wie hier berichtet.
All das deutet auf eine kommende Periode der Abkühlung hin, wie es viele Astrophysiker aufgrund der zyklischen Veränderungen der Sonne vorhersagen.
Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇
1 Kommentar
Haben wir überhaupt noch normales Wetter? Das kann man erst wieder sagen, wenn die Chemtrails am Himmel zur Albedo-Manipulation eingestellt werden, die seit 20 Jahren laufen (mindestens).
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