
Antarktis: Eisschicht wächst deutlich
Die Regionen um Nord- und Südpol sowie Grönland sind ein Gradmesser für die Tendenz der globalen Temperaturen. Und diese zeigen mittlerweile nach unten.
Sowohl Arktis und Grönland im Norden als auch die Antarktis am Südpol zeigen deutliche Tendenzen zur Abkühlung. Eine Studie hatte eine Abkühlung der Antarktis seit 1999 um 1 Grad ermittelt. Eine neue Studie befasst sich mit Massenveränderung der antarktischen Eisschicht im Zeitraum April 2002 bis Dezember 2023 basierend auf GRACE- und GRACE-FO-Satellitengravimetrie.
Die neue Studie zeigt, dass die antarktische Eisdecke (AIS) zwischen 2021 und 2023 einen unerwarteten Massenzuwachs verzeichnete. Forscher der Tongji-Universität unter der Leitung von Dr. Wei Wang und Professor Yunzhong Shen haben diese dramatischen Schwankungen anhand von Daten der Satellitenmissionen GRACE (Gravity Recovery and Climate Experiment) und GRACE-FO dokumentiert. Die Studie von Wei Wang et al wurde unter dem Titel „Spatiotemporal mass change rate analysis from 2002 to 2023 over the Antarctic Ice Sheet and four glacier basins in Wilkes-Queen Mary Land“ (Analyse der räumlich-zeitlichen Massenänderungsrate von 2002 bis 2023 über dem antarktischen Eisschild und vier Gletscherbecken in Wilkes-Queen Mary Land) am 19. März 2025 in Science China Earth Sciences veröffentlicht.

Die Studie identifiziert drei unterschiedliche Phasen des Verhaltens der antarktischen Eismasse in den letzten zwei Jahrzehnten:
- Mayer, Peter F.(Autor)
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2002–2010: Moderater Eisverlust von -73,79 ± 56,27 Gigatonnen pro Jahr, was jährlich zu einem Anstieg des globalen Meeresspiegels um 0,20 ± 0,16 mm beiträgt.
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2011–2020: Fast doppelt so hoher Eisverlust von -142,06 ± 56,12 Gigatonnen pro Jahr, was jährlich 0,39 ± 0,15 mm zum globalen Meeresspiegelanstieg beiträgt
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2021–2023: Überraschende Umkehr mit einer Massenzunahme von 107,79 ± 74,90 Gigatonnen pro Jahr, wodurch der globale Meeresspiegelanstieg um 0,30 ± 0,21 mm pro Jahr ausgeglichen wird

Dieser jüngste Massengewinn scheint durch anomale Niederschlagsakkumulationen auf dem gesamten Kontinent verursacht zu sein.
Während sich frühere Forschungen oft auf den raschen Eisverlust in der Westantarktis konzentrierten, hebt diese Studie die besorgniserregende Instabilität in vier wichtigen Gletscherbecken in der Region Wilkes Land-Queen Mary Land (WL-QML) in der Ostantarktis hervor: Totten, Moscow University, Denman und Vincennes Bay.
Diese Gletschersysteme zeigten zwischen den ersten beiden Untersuchungszeiträumen alarmierende Veränderungen, wobei sich der Massenverlust zwischen 2011 und 2020 im Vergleich zu 2002 und 2010 um 47,64 ± 8,14 Gigatonnen pro Jahr verstärkte. Besonders bedeutsam ist diese Erkenntnis, da zwei dieser Gletscher – Vincennes Bay und Denman – von einem Zustand der Massenbilanz und Akkumulation in einen Zustand intensiven Massenverlusts übergingen.
Die Analyse der Forscher zeigt, dass dieser beschleunigte Massenverlust auf zwei Hauptfaktoren zurückzuführen ist: eine verringerte Oberflächenmassenbilanz (mit einem Anteil von 72,53 % an der Intensivierung) und eine erhöhte Eisabgabe an den Ozean (mit einem Anteil von 27,47 %).
„Dieser beschleunigte Massenverlust wurde in erster Linie durch zwei Faktoren verursacht: die Verringerung der Oberflächenmasse (mit einem Anteil von 72,53 %) und die erhöhte Eisabgabe (27,47 %)“, erklärten die Forscher in ihrer Veröffentlichung.
Frühere Studien hatten allerdings andere Ergebnisse erhalten. Der Eisschild der Antarktis (Bild unten) hat von 2009 bis 2019 um 661 Gt an Masse zugenommen, so die die Messungen. Gleichzeitig hat die Fläche des Schelfeises um 5.305 km² zugenommen, wie hier berichtet. Dazu kommt eine signifikante Abkühlung im 21. Jahrhundert im Zentralpazifik, Ostpazifik und fast der gesamten Antarktis

Auf der Karte aus der Studie sind in blau die Zuwächse und in rot die Abnahmen eingezeichnet. Und das ist das Ergebnis:
„Insgesamt hat sich die Fläche des antarktischen Schelfeises seit 2009 um 5.305 km² vergrößert, wobei sich 18 Schelfe zurückzogen und 16 größere Schelfe an Fläche zunahmen.“
Professor David Dilley, ehemaliger Meteorologe beim NOAA National Weather Service mit 50 Jahren Erfahrung erläutert wie berichtet, dass vulkanische Aktivitäten in der Antarktis das Eis von unten nach oben schmelzen lassen, und zwar nicht aufgrund der globalen Erwärmung, sondern aufgrund der geothermischen Wärme. Dies widerspricht der Behauptung, die Eisschmelze in der Antarktis sei allein auf die globale Erwärmung zurückzuführen.

Alle Studien sind sich jetzt jedoch einig dass es spätestens ab 2021 einen klaren Massenzuwachs der Eisschilde in der Antarktis gibt.
Bild von AlKalenski auf Pixabay
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Der „nach oben zeigende“ Graph stammt nicht von NASA oder IMBIE, sondern aus einer einzigen chinesischen Neu‑Auswertung der GRACE‑Daten. Diese zeigt eine kurzfristige Schneefall‑bedingte Massezunahme ab 2020, die innerhalb ihrer Unsicherheit liegt, den seit 2002 kumulierten Verlust (2600 Gigatonnen Abnahme seit 2002 vs. + 108 Gt seit kurzem) nicht annähernd ausgleicht, und von den etablierten, multi‑methodischen Synthesen nicht bestätigt wird.
Der Beitrag stellt die Studie korrekt dar, blendet aber den Langfristkontext und die Fehlerspanne aus – daher wirkt das Bild deutlich optimistischer, als es die Gesamtbilanz tatsächlich hergibt.
Das Bild stimmt so nicht, weil der Zuwachs des Eises in der Antarktis schon seit 2012 (und der Abbruch eines Großeisberges stellt kein Abschmelzen dar), dito in der Arktis…
Über Klima reden wir wissenschaftlich erst dann, wenn wir Zeiträume von dreißig Jahre an konkreten Orten oder Regionen in Bezug auf mittlere atmosphärische Zustände einschließlich der Extremata betrachten. Als ich vor einer gedachten Ewigkeit Klimatologie studierte, waren Klimaänderungen der Normalzustand, erdgeschichtlich sowieso. Erst dann entstand der „Klimawandel“ mit dem IPCC und dieser Wandel hatte eine anthropogene Kausalität. Weil keiner mehr klimatisch relevante Studien durchführen will und dekadische Zyklen analysieren und bewerten will, machen „sogenannte Klimatologen“ heutzutage Attributionsstudien. Sie versuchen metereologische Ereignisse kurzfristig über Wetter und Witterungen sinnspendend einzunorden. Eine ganze Branche von Klimamodellierern, Aktivisten, Journalisten und Apokalyptikern lebt ausgezeichnet davon. Bereits seit 2003 wartet die ganze Klimakirche (versammelt um Al Gore) alljährlich auf eine eisfreie Arktis im Sommer und auf riesige driftende Eisberge aus der Antarktis, die das Wettergeschehen nachhaltig zum köcheln bringen. Das Problem: das Klima und nicht einmal das dafür erforderliche Wetter will einfach nicht monokausal etwas mit den Treibhausgasen CO2 und Methan anfangen. Es funktioniert nicht mit der klimatischen Katastrophe, selbst dann nicht, wenn sich jährlich zig-tausende Fachleute sich weltweit zum gemeinsamen Fachgeplänkel und leckerem Mittagessen irgendwo auf der Welt einfinden (COP). Aber hören will das keiner, weil es dafür kein Geld und kein COP-Mittagessen gibt! Dennoch finde ich es gut, wenn einige Magazine und Journalisten nicht nachlassen, Fakten zu sammeln und nachprüfbare Datenstudien verbreiten. So wird alles hinterfragt: es gibt global 8-10 mal mehr Kälte- als Hitzetote, die Eisbärenpopulation wächst, Hurricanes zeigen keine Trends in Frequenz und Stärke, der Meeresspiegelanstieg von ca. 1,9 mm/a zeigt in der Deutschen Bucht (Pegel Cuxhaven-Steubenhöft) seit Anbeginn der Messungen im 19. Jh. keine rapide Änderung in die eine oder andere Richtung und keinen Trend zur Beschleunigung oder Abnahme des Wandels, zwei ostfriesische Inseln sind neu entstanden (Mellum, Memmert) und keine verschwunden und auch im Pazifik gibt es mehr Inseln die anwachsen als in der Größe abnehmen, etc pp. Warum müssen wir eigentlich jetzt seit Dekaden an diesem CO2-Ablasshandel festhalten? Haben wir wirklich nichts Besseres oder Geistreicheres zu tun?
Wie steht dieser Eiszuwachs an den Polen in Zusammenhang mit den immer wärmeren Temperaturen auf dem Festland, wie Europa z.B.? Ich als Normalo, verstehe das nicht so richtig.
Ganz einfach: Wir hatten seit der letzten Kleinen Eiszeit um 1800 einen Temperaturzuwachs. An den Polen zeigen sich immer zuerst die Änderungen. Wir haben also Abkühlung an den Polen und Zuwachs der Eisschichten. Und das bedeutet, dass die Periode der Erwärmung auch in anderen Breiten endet und es zur Abkühlung kommen wird. Das hängt unter anderem auch mit der Vergrößerung der Sonne-Erde-Entfernung und einer Reduktion der Sonnenaktivität zusammen
Ist nicht sehr überraschend.
Eine Temperaturerhöhung geht einher mit einer größeren Kapazität der Luft für Feuchtigkeit. Also, wärmere Temperaturen bedeutet, die Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen.
Das sollte selbst einen Volksschulkind klar sein.
Die Luft wird dementsprechend an den Polen abgekühlt, die darin enthaltene Feuchtigkeit wird freigsetzt. Es erfolgt ein Niederschalg in Form von Schnee. Ergo, es kommt zu einer Zunahme an Eis.
So schwer ist das nun wirklich nicht zu verstehen.
Einfache Experimente dazu kann man bei sich daheim im Winter durchführen.
Oder auch mit einem Gefrierschrank im Sommer.
Na!
So klein ist die Kugel aber auch nicht, dass die -5 ° C Linien ab denen der Niederschlag aufhört sich nur über den Polen befinden.
So ein Modell hatten die Russen schon vor langem durchgespielt und mit vermehrt auf Landflächen liegenden Niederschlag einen abnehmenden Meeresspiegel prophezeit!
Ein wenig komplexer ist die Materie schon, um nur den Hausverstand zu bemühen.
Das Klima entwickelt sich nicht monokausal, daher sind Vorhersagen schwierig. Für die These Sonnenaktivität konnten sehr gute Korrelationen mit Eisbohrkernen gezeigt werden. Das Klima hat sich ja in der Vergangenheit auch ohne CO2-Eintrag verändert. Es handelt sich um ein dissipatives System, das dadurch gekennzeichnet ist, dass es selbst organisiert ist und sich ständig ändert! Es ist Unsinn, dissipative Systeme stabilisieren zu wollen, indem man „gottgefällig“ ist und Tesla fährt!
Wenn mit „Temperatur“ die Messreihen gemeint sind, dazu gibt es schöne Arbeiten, die Messfehler wenn nicht Betrug aufzeigen. Wenn mit „Temperatur“ die eigene Erfahrung im Burgenland gemeint ist, hilft vielleicht folgendes:
Es gibt Zeiten mit starken Wetteränderungen, die sich nach einiger Zeit wieder normalisieren. Das bedeutet, dass sich die Erde abkühlen kann, die Temperatur zB im Burgenland aber mörderisch ansteigt. Man kann sich überlegen, ob soetwas zB gerade in Spanien stattfindet.
Dafür kann es viele Ursachen geben, beispielsweise „zieht Wald Regen an“, bzw. macht ihn sich selbst. Wir haben aus Zeiten mit Grand Solar Minimum wie dem Maunder Minimum aber auch Berichte über Anomalien, das zB Flüsse austrockenen, deren Spiegel sinkt usw. Das wird auch folgendermaßen erklärt: Der Sonnenwind bläst die Kosmische Strahlung von der Erde fort. Verringert sich diese durch geringere Aktivität oder mehr Distanz, können „Teilchen“ auf die Erde gelangen. Diese führen zur Bildung von Nuclei in den Wolkenlagen, so dass sich Regen bildet. Dieser Regen ist dann zB über Spanien oder dem Burgenland bereits abgeregnet und kann hier nicht mehr fallen. Damit einher gehen natürlich wechselnde Ernteergebnisse und häufig Hungersnöte. Deshalb wäre es wichtig, den Befehl „Tesla kaufen – alles andere ist Rräächtss!“ durch eine differenzierte Betrachtungsweise zu ersetzen. Was ist denn, wenn wir mit CO2 auf einen tatsächlich bestehenden aber völlig vernachlässigbaren Zusammenhang fokussieren und große absehbare Entwicklungen übersehen, auf die wir uns gut vorbereiten könnten?
Es lässt sich nachweisen, dass die US-„Dienste“ Forschung zu diesem Thema betrieben haben. Man darf also damit rechnen, dass die solare Aktivität in Kriegsplanungen mit einbezogen werden.
Übrigens wirkt die Kosmische Strahlung auch auf den Geist, jedenfalls sollen Solar Minima mit Schafsgeduld korrelieren und Solar Maxima mit Revolutionen. Angeblich soll Lenin diese Forschung abgedreht haben, als herauskam, dass die Russissche Revolution durch die Sonnenaktivität erzeugt wurde.