
16. Tag im Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran (Ticker 10:00 Uhr)
Weiter kein Lebenszeichen von Netanjahu, Tel Aviv leidet wie Teheran unter Raketeneinschlägen, USA bereiten Bodenoffensive vor, Bodenkämpfe deuten sich im Irak an, und die Hisbollah wehrt sich gegen eine Besatzung des Südlibanons, während die libanesische Armee sich noch weigert, einen Bürgerkrieg zur Unterstützung Israels zu beginnen und die Terrorgruppe HTS ebenfalls noch nicht versucht in den Libanon einzumarschieren.
Was geschah in der letzten Nacht, wie sehen arabische Medien die Entwicklung? In den Nachrichten arabischer Medien wie Al Jazeera wird der anhaltende US-israelische Krieg gegen den Iran seit dem 28. Februar 2026 als Eskalation mit schweren Raketenangriffen beschrieben. Iran hat eine Salve von Raketen auf Israel abgefeuert, wobei Treffer im Zentrum Israels wie in Holon gemeldet wurden, und erklärt zusätzliche Angriffe auf US-Basen im Irak und Kuwait. Gleichzeitig haben US- und israelische Streitkräfte Ziele in der zentralen Provinz Isfahan mit Raketen beschossen, wobei mindestens 15 Zivilisten getötet wurden. Arabische Quellen berichten außerdem von iranischen Vergeltungsschlägen auf Golfstaaten wie Saudi-Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate, darunter Brände in der großen Ölanlage Fujairah in den VAE. Damit macht der Iran seine Warnung wahr, alle US-Interessen in den Ländern anzugreifen, welche den Krieg durch Bereitstellung von Militärbasen oder Überflugrechten möglich gemacht haben.
Die Zivilbevölkerung im Iran leidet stark, mit mindestens 1.444 Toten und über 18.000 Verletzten seit Beginn der Angriffe, wie das iranische Gesundheitsministerium angibt. Opferzahlen in Israel unterliegen der Zensur.
Sicht aus China
Chinesische Nachrichtenquellen wie CGTN und Global Times betonen die regionale Ausweitung des Krieges und die diplomatischen Bemühungen Pekings um Deeskalation. Israel erklärt den Konflikt in die „entscheidende Phase“ eingetreten, während Explosionen Städte im gesamten Nahen Osten erschüttern, einschließlich Angriffen auf die US-Botschaft in Bagdad und die Emirati-Energieanlage Fujairah.
China berichtet von über 15.000 getroffenen Zielen im Iran durch US- und israelische Luftangriffe und warnt vor steigenden Ölpreisen sowie wirtschaftlichen Schocks durch die Blockade der Straße von Hormuz. Die neuen iranischen Vergeltungsschläge, darunter auf israelische Raffinerien in Haifa, werden als Reaktion auf US-israelische Energieinfrastruktur-Angriffe erklärt.
Sicht aus Afrika
In afrikanischen Medien wie Africanews, The Africa Report und SABC News wird der Krieg mit Sorge beobachtet, wobei die Afrikanische Union (AU) zu Dialog und Zurückhaltung aufruft, um Auswirkungen auf den Kontinent zu vermeiden. Südafrikanische Berichte beschreiben den bisher schwersten Tag der US-israelischen Luftangriffe auf Iran mit über 1.270 Toten und warnen vor einer Verlängerung des Konflikts trotz Markterwartungen auf ein baldiges Ende.
Einzlene afrikanische Stimmen, etwa aus Somaliland (ein international nicht anerkanntes Land, das eher als Israels Marionette bezeichnet werden muss,) verurteilen iranische Angriffe auf Golfstaaten als „unprovozierte Aggression“.
UN-Generalsekretär António Guterres verurteilt den gesamten US-israelischen Krieg und fordert ein sofortiges Ende der Kämpfe. Ohne aber etwas effektiv gegen den Angriffskrieg Israels und der USA tun zu können, so wenig wie er gegen den Völkermord in Gaza etwas tat. Die Formulierung „Israels Marionette“ wird vor allem von somalischen Behörden, der Afrikanischen Union, der Arabischen Liga und iranischen Quellen verwendet, um die engen strategischen Beziehungen zu kritisieren.
08 Uhr 00:
Wie gestern berichtet gibt es – allerdings unverifizierte – Bilder und Videos, die eine angebliche schwere Verletzung von Netanyahu zeigen und seinen Abtransport mit einem Krankenwagen.
Israel tötete am Freitagabend bei einem Angriff auf ein medizinisches Zentrum im Südlibanon 12 Mitarbeiter des Gesundheitswesens, wodurch die Zahl der von Israel im Land getöteten Mitarbeiter des Gesundheitswesens in den letzten 12 Tagen auf 31 stieg.
08 Uhr 15:
Methoden von „teile und herrsche“?
Der Iran behauptet, die USA würden FalseFlag mit Drohnen durchführen, um arabische Staaten in den Krieg gegen den Iran zu treiben.Diese Behauptung ist glaubwürdig, weil der Iran kein Interesse daran hat, dass die arabischen Staaten in den Krieg eintreten, und sich daher bemühen sehr zwischen rein arabischen und US-Interessen in den Golfmonarchien zu unterscheiden. Und besonders hat der Iran kein Interesse daran, dass die Türkei oder andere Anrainerstaaten in den Krieg auf der Seite der USA einsteigen.
Beispiele hierfür sind die jüngsten Sabotageakte gegen Einrichtungen in befreundeten Nachbarländern wie der Türkei, Kuwait und dem Irak, die fälschlicherweise den iranischen Streitkräften zugeschrieben wurden.
Eine kluge Reaktion der Verantwortlichen dieser Länder auf diese trügerischen und bösartigen Aktionen kann diese Verschwörung von vornherein vereiteln. Sich den Täuschungsmanövern und spalterischen Taktiken des Feindes hinzugeben, wird deren Ausbreitung nur fördern.
Daher ist es unerlässlich, einander zu vertrauen und Einigkeit und Zusammenarbeit zu wahren, damit der ausländische Aggressor seine bösartigen Taten bereut.
09 Uhr 00:
Das IRGC gab bekannt, dass es im Rahmen der 53. Welle der „Operation True Promise 4“ zehn Hyperschallraketen vom Typ Fatah und Qadr sowie Drohnen abgefeuert habe. Auch Raketen aus dem Libanon wurden abgefeuert.
Die israelischen Behörden teilten mit, dass in Gebieten wie Ma’alot-Tarshiha im Oberen Galiläa Alarm ausgelöst wurde, nachdem die Hisbollah mehrere Salven aus dem Südlibanon abgefeuert hatte.
Laut der Zeitung „Times of Israel“ teilte das israelische Gesundheitsministerium am Sonntag mit, dass in den letzten 24 Stunden 108 Verletzte in Krankenhäuser gebracht worden seien. Seit dem 28. Februar seien insgesamt 3.195 Menschen in Krankenhäuser eingeliefert worden. Dem Bericht zufolge seien einige Verletzungen „möglicherweise dadurch entstanden, dass Menschen in Schutzräume eilten“, und nicht durch direkte Raketen- oder Granateneinschläge.
09 Uhr 30:
Tucker Carlson erklärt, die CIA habe es auf ihn abgesehen:
When you discover the CIA has been reading your texts in order to frame you for a crime. pic.twitter.com/XgoluHw8EG
— Tucker Carlson (@TuckerCarlson) March 14, 2026
Tucker verkündet, die Regierung bereite eine Strafanzeige gegen ihn vor, weil er vor Kriegsbeginn mit iranischen Führern gesprochen habe: „Ich bin kein Agent einer ausländischen Macht. Im Gegensatz zu vielen anderen, die sich zur US-Politik und zu globalen Angelegenheiten äußern, habe ich nur eine Loyalität, und die gilt den USA“, sagt er im Video.
RÜCKBLICK: Die Kriegsargumente der USA ändern sich nie
Im Jahr 2003 wurde behauptet, der Irak besitze Massenvernichtungswaffen. US-Beamte warnten, Saddam Hussein könne die Welt bedrohen und möglicherweise Terroristen bewaffnen – Argumente, die zur Rechtfertigung der von den USA angeführten völkerechtswidirgen Angriffskrieges herangezogen wurden. Monate später, nach der Invasion, fanden umfangreiche Inspektionen keine Bestände dieser Waffen.
Iran, 2026. Ein anderes Jahrzehnt. Ein anderes Land. Eine vertraute Geschichte. Zuerst kommt die Bedrohung. Dann kommt die Dringlichkeit. Dann – Krieg. Die Begründungen ändern sich bei jedem Konflikt nur gering – Terrorismus, Massenvernichtungswaffen, Demokratie, regionale Stabilität. Aber das Drehbuch ändert sich selten.
Massive Angriffe trafen den US-Militärstützpunkt „Victoria“ in Bagdad
▪️Nach dem Angriff brach auf dem Stützpunkt ein Großbrand aus. Der Islamische Widerstand im Irak veröffentlichte ein Video, das angeblich zeigt, wie eine ihrer Drohnen in den Stützpunkt eindringt und nach Zielen sucht.
▪️Darüber hinaus führte der Iran Angriffe auf US-Militäreinrichtungen in Kuwait, Bahrain, Irak und Saudi-Arabien durch.
▪️Drei Drohnen versuchten, das US-Diplomatenzentrum in Bagdad in der Nähe des internationalen Flughafens und von Militärstützpunkten anzugreifen, berichtete Al Sumaria. Die IRGC kündigte zudem Angriffe auf Filialen amerikanischer Banken an und warnte, dass sie im Falle von Angriffen auf iranische Banken alle US-Bankfilialen im Nahen Osten als legitime Ziele betrachten werde, berichtete die Nachrichtenagentur Fars.
10 Uhr 00
Wie auf Bestellung mehr FalseFlag-Aktionen der angreifenden Koalition?
„Eine Quelle innerhalb der iranischen Streitkräfte teilte Al Mayadeen mit, dass weder der Iran noch eine Widerstandsgruppe hinter dem jüngsten Angriff auf die Raffinerie in Erbil stecke. Die Operation sei ‚eindeutig das Werk der Amerikaner‘. Die Quelle beschuldigte die Vereinigten Staaten außerdem, ein ziviles Radar am Flughafen Kuwait angegriffen zu haben, und warnte, dass solche Aktionen darauf abzielten, die regionalen Spannungen zu verschärfen.“
Eine Recherche ergab, dass die libanesische Zeitung, welche die Meldung brachte noch ziemlich einsam ist. Es gab noch keine Übernahme bei anderen großen arabischen Medien: Weder Al Jazeera, Al Arabiya, Asharq Al-Awsat, noch RT Arabic, Medien, die alle unter staatlicher Kontrolle stehen, haben es gewagt, den spezifischen Vorwurf gegen die USA aufzugreifen. Die Vorfälle werden „gemeldet„, ohne aber eine Schuldzuweisung vorzunehmen, oder die Angriffe einzuordnen.
Es bleibt zu beobachten, ob sich die Medienlage noch ändert. Es kann nicht im Interesse des Iran sein, die Golfmonarchien und andere Länder in den Krieg zu treiben. Andererseits ist nicht auszuschließen, dass es sich um Angriffe unter „glaubhafter Leugnung“ halten könnte. Aber das wäre ein riskantes Spiel, was nicht zu dem scheinbar mathematisch vorbereiteten Antworten auf den Angriffskrieg passt.
Australiens Militärbasis in den VAE angegriffen
Der Iran nimmt alle Verbündeten der USA ins Visier, welche beim Angriffskrieg gegen das Land helfen. Natürlich wird daher auch die Militärbasis Australiens in den VAE angegriffen. Sollte eigentlich keine Überraschung sein. Das dürfte daher kein FalseFlag sein.
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14. Tag im Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran
Der Iran hat übrigens ausdrücklich erklärt, dass die Straße von Hormus NICHT grundsätzlich gesperrt ist, sondern nur für Länder, welche den Angriffkrieg gegen das Land unterstützen. Also verhält sich das Land vollständig vertragskonform. https://x.com/GlenKimberley/status/2033056685200413038
Gut, I..el hat keine Luftabwehr mehr und Trump hat S.s Angebot der Drohnenabwehr abgelehnt…er schickt jetzt 2.500 Marines auf die Insel. Man soll bei so einem tragischen Ereignis ja nicht grinsen…deswegen verziehe ich jetzt keine Miene…
Was in dem Wirrwarr aus meiner Sicht von Belang ist: Die schleunigste Befreiiung der Straße von Hormus. Daran sind viele interessiert, natürlich auch die Golfstaaten, und werden daher hoffentlich an einem Strang ziehen. Für die Zukunft sollte diese Meerenge entweder geweitet werden (durch div. Sprengungen) oder der internat. Allgemeinheit gehören, Niemandsland. Weiters sollten mehr Pipelines errichtet werden.
Und spannend finde ich die Frage, was mit N. passiert ist. Manche sagen, er habe sich nur verkrochen. Aber anscheindend spielt es keine Rolle, ob er noch unter den Lebenden weilt oder nicht; denn sein übler Geist arbeitet ja weiter, s. Eroberung des südlichen Libanon als Vorbereitung für das von Gott geschenkte Großi..el. Die Erklärung, die Bewohner sollen sich schleichen, denn hier kommt bald das System Gaza zur Anwendung, ist eine besondere Chuzpe.
@,
nicht die syptome, sondern die ursache arte legis radikal behandeln
und die ursachen ist ja schon seit jahrzehnten bekannt.
so früh, lege artis
die ursache wurde mit ende des osmanischen reiches hinterlegt und 1948 vorläufig finalisiert
Brav Daisy, ganz ganz brav.
Ein Kommentar ganz im Sinne der wertewestlichen Propaganda.
„Die Straße von Hormus muss befreit werden.“
Natürlich! Klar! Sonst muss der Wertewesten auf sein Lebenselixier verzichten, und das geht gar nicht. Die Interessen des Iran? Was gehen uns diese an, schließlich sind wir Westler die Herren der Welt.
„Die Meerenge soll geweitet werden, z.B durch Sprengungen.“
Ein dümmere Forderung diesbezüglich kann man sich nicht ausdenken.
Respektvolle Anerkennung des Iran und diese Meerenge ist kein Problem.
Aber den Iran respektvoll anerkennen das geht für die westlichen Herrenmenschen natürlich überhaupt nicht.
„Die Meerenge soll der intern. Allgemeinheit gehören“.
Tut sie doch.
Aber jetzt ist sie Kriegsgebiet. Wegen der Arroganz, der Gier und der Zerstörungswut der westlichen Herrenmenschen repräsentiert durch Trump und Netanjahu.
Aber Sie haben Ihre Sache gutgemacht – Daisy.
Brave unsinnige Phrasen im Sinne der wertewestlichen Propaganda unter die Leute gebracht, und gleich mit einem Like geschmückt.
Naja, wer hilft, die Straße von Hormus zu „befreien“, hilft halt im Angriffskrieg gegen den Iran. Denn er wird dann den Iran militärisch angreifen. Es gibt kein universales Recht darauf, durch staatliche Hoheitszonen zu reisen.
Der Iran hat sich nicht vertraglich verpflichtet, seine Hoheitsgewässer in der Straße von Hormuz (oder die gesamte Straße) immer und für jeden Verkehr uneingeschränkt offen zu halten. Es gibt keine bilaterale oder multilaterale Vertrag, der eine solche absolute, bedingungslose Verpflichtung enthält – weder „immer“ noch „für jeden Verkehr“ (einschließlich militärischer Schiffe oder in Krisenzeiten).
Das UN-Seerechtsübereinkommen (UNCLOS) von 1982 besagt, dass die Straße von Hormuz als internationale Meerenge gilt, in der normalerweise das Transit-Passage-Regime (Art. 38 ff. UNCLOS) gilt – Schiffe und Flugzeuge dürfen ungehindert, kontinuierlich und ohne Behinderung passieren, und die Küstenstaaten (Iran und Oman) dürfen das nicht behindern oder aussetzen (Art. 44). Der Iran hat UNCLOS nur unterzeichnet, aber nie ratifiziert. Bei der Unterzeichnung erklärte er ausdrücklich, dass er das Transit-Passage-Regime nur gegenüber Staaten anwendet, die UNCLOS selbst ratifiziert haben. Deshalb ist der Iran vertraglich nicht an UNCLOS gebunden.
DAs Genfer Übereinkommen über das Küstenmeer und die Anschlusszone von 1958 hat der Iran ratifiziert. Es sieht für internationale Meerengen ein nicht aussetzbares Recht auf unschädliche Durchfahrt (innocent passage) vor (Art. 16 Abs. 4). Das ist aber kein uneingeschränktes „frei für jeden Verkehr“: Die Durchfahrt muss „unschädlich“ sein (darf nicht den Frieden, die Ordnung oder die Sicherheit des Küstenstaats gefährden). Der Küstenstaat darf Regeln erlassen und (bei Kriegsschiffen) teilweise vorherige Genehmigung verlangen. Es ist schwächer als das UNCLOS-Transit-Passage-Regime.
Der Iran erkennt zudem kein Gewohnheitsrecht (customary international law) auf volles Transit-Passage für alle Staaten an und hat dies wiederholt erklärt. Er behält sich das Recht vor, in seinen Hoheitsgewässern aus Sicherheitsgründen oder bei Bedrohung zu handeln. https://www.washingtoninstitute.org/policy-analysis/clarifying-freedom-navigation-gulf
Mit anderen Worten: Der Iran verstößt gegen keine Verträge oder gesetzlichen Regelungen, wenn er die Straße von Hormus für Schiffe sperrt, welche zu Staaten gehören, welche dem Land gegenüber feindlich eingestellt sind. So einfach ist das.
Aber der Angriffskrieg Israels und der USA verstößt so ungefähr gegen alle Regeln und Verträge, welche es im Völkerrecht gibt. Und wer dieser Angriffskoalition hilft, verstößt eben auch dagegen.