
Die WHO und EMF- Forschung
Viele Menschen machen sich Sorgen über die Auswirkungen von Mobilfunkstrahlung auf die Gesundheit. Forscher klagen über die WHO „Sie sagten uns ständig, was wir zu tun hatten“.
Während offizielle Stellen oft Entwarnung geben, berichten Experten wie die Toxikologin Prof. Dr. med. vet. Meike Mevissen von politischer Einflussnahme der WHO auf die Forschung und deren Ergebnisse, wie in einem Bericht von Microwave News dargelegt wird. Die Forschung ist oft von der Haltung geprägt, dass es keine Gesundheitsrisiken von Mobilfunkstrahlung geben darf, was eine neutrale Auswertung erschwert.
Die WHO stützt sich bei ihren Empfehlungen oft auf die ICNIRP, eine private Kommission, die Grenzwerte vorrangig nach thermischen Effekten festlegt. Damit ist gemeint, dass Strahlung laut dieser Lehrmeinung nur dann schädlich ist, wenn sie das Körpergewebe spürbar erwärmt. Dass jedoch auch schwächere, „nicht-thermische“ Felder biologisch wirken können, zeigen mittlerweile viele Studien.
Professorin Meike Mevissen von der Universität Bern leitete eine systematische Untersuchung für die WHO und stellte fest, dass elektromagnetische Strahlung bei Tieren das Krebsrisiko tatsächlich erhöht. Sie kritisiert massiv, dass die WHO versuchte, die Arbeit ihres Teams durch methodische Vorgaben zu beeinflussen und kritische Ergebnisse herunterzuspielen. Weitere Details zu diesem brisanten Thema finden Sie im vollständigen Interview hier.
Ein Streitpunkt war die Forderung nach einer „Meta-Analyse“, einer Technik, bei der viele unterschiedliche Studien mathematisch zu einem Durchschnittswert zusammengefasst werden. Prof. Mevissen lehnte dies wegen der hohen „Heterogenität“ – also der zu große methodische Verschiedenheit der Studien – ab, da dies wichtige Einzeleffekte statistisch verschleiern würde. Solche Fragen sind entscheidend für die Bewertung der „Inzidenz“, also der Neuerkrankungsrate bei Krebsarten wie Schilddrüsenkrebs.
Bereits 2006 wurde von Lai und Slesin auf den problematischen Bias durch die Studienfinanzierung hingewiesen, bei welcher eine eindeutige Tendenz zu „nichts gefunden“ vorliegt, wenn die Forschungsgelder von der Industrie stammen und „gefunden“, wenn diese aus öffentlicher Hand stammen. Ähnliches zeigt eine Studie der Universität Bern 2005, hierbei wurde nachgewiesen, dass Studien, die nicht von der Industrie finanziert wurden, 10-mal häufiger statistisch signifikante Effekte gefunden haben, als Studien, die von der Industrie finanziert wurden. Die Unterschiede lassen sich nicht durch die Studienqualität oder Methodik erklären, sondern sind auf die unterschiedliche Finanzierungsart zurückzuführen. Weitere Informationen sind hier nachzulesen.
Um die Zusammenhänge zwischen Technik und Gesundheit besser zu verstehen, untersuchen Projekte wie Athem-4 derzeit die Auswirkungen elektromagnetischer Felder auf chronische Erschöpfung. Es ist ratsam, die eigene Belastung vorsorglich zu senken und Geräte, besonders in der Nähe von Kindern, maßvoll zu nutzen. Praktische Tipps zur Gestaltung eines gesunden Wohnumfelds bieten die Interviews zur Baubiologie, besonders zu Elektrosmog.
Die wichtigsten Erkenntnisse und Studien zum 5G-Mobilfunk sind in diesem TKP-Buch zusammengefasst:
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5G Freqenzen: Und die Auswirkungen auf unsere Gesundheit Informationen und Studienergebnisse 2. Auflage
Der Artikel erschien zuerst auf der Webseite www.bau-biologie.at. Mit freundlicher Genehmigung des Autors.
Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wider. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.
Dipl.-Ing. Armin Rebernig, Ingenieurbüro für tech. Umweltschutz u. Bauphysik, www.bau-biologie.at
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… und längstens gibt es den Verein > diagnose:funk < in Stuttgart, der sich explizit mit „elektromagnetischen Strahlen“ befaßt !?! ;-)
Die WHO hat, als sie noch alle Sinne beisammen hatte, öfter vor den Risiken des Mobilfunks gewarnt.
Bedenkt man allerdings, wer sie mittlerweile primär finanziert, kann man nicht damit rechnen, dass das weiterhin wirksam geschieht – folge dem Geruch des Geldes…